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Episodenvergleich - Episode
13 bis 16
Die Nummerierung entspricht der japanischen Original-Reihenfolge.
Ein Klick auf die Nummer führt direkt zur
jeweiligen Episode.
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13
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Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
The Trappers |
Die Tierfänger |
| Inhalt |
Die beiden fiesen
Jäger Snakely und Tubby haben das Schiffsunglück, bei dem Kimbas
Mutter umkam, überlebt und sind schon wieder voll im Geschäft.
Ihr neuester Auftrag: sie sollen in Afrika eine große Menge Tiere
für Zoos einfangen. Dazu fliegen sie erneut in Kimbas Dschungel.
Als Snakely und Tubby dort
ankommen, bringen die Tiere gerade ihrem Menschenfreund Roger Ranger (Ronny)
ein flottes Ständchen, um ihn aufzuheitern, da er sich mittlerweile
recht einsam fühlt. Die Jäger greifen zu einer List: sie geben
sich als harmlose Wissenschaftler aus, erschleichen sich das Vertrauen
der Tiere und laden alle zu einer Party ein - mit dem Zweck, die Tiere
dort zu betäuben und abzutransportieren.
Kimba erkennt in Snakely
und Tubby plötzlich die Jäger wieder, die er als Baby auf dem
Schiff von seiner Mutter gezeigt bekam, und die letztlich den Tod seiner
Eltern auf dem Gewissen haben. Zuerst reagiert er verständlich: er
stürzt sich auf Snakely. Roger weist ihn entsetzt zurecht: "Wieso
benimmst du dich plötzlich wie ein wildes Tier?"
Daraufhin muss Kimba den
schwersten Kampf seines Lebens bestehen: einerseits fordern Daniel, Pauly
und Bucky ihn auf, sich an den Mördern seiner Eltern zu rächen,
andererseits verbietet ihm seine Erziehung zum zivilisierten Lebewesen
solch eine Tat. Er gewinnt diesen Kampf gegen sich und bleibt seinen Idealen
treu, auch wenn es ihm schwerfällt.
Als bekannt wird, dass Roger
und die Tiere gefangen wurden, nimmt Kimba mit Daniel, Pauly und Bucky
(die alle nicht mit auf die Party gegangen sind) die Verfolgung auf. Kimba
steht plötzlich Snakely alleine gegenüber, der zurückgefahren
ist, da er sein Gewehr vergessen hat. Als Kimba ihn angreift, löst
sich ein Schuss. Snakely redet ihm ein, dies sei das Zeichen für Tubby,
alle Tiere zu töten. Dies ist natürlich Unsinn, denn die Fänger
müssen die Tiere ja lebend abliefern. Snakely will Kimba dadurch nur
einschüchtern und extra quälen, was ihm sehr gut gelingt: Kimba
bricht nun völlig zusammen.
Zum Glück greift in
der Zwischenzeit Samson mit seiner Büffelherde die Jäger an und
hindert sie am Entkommen. Kimba mischt mit, und es gelingt, alle Tiere
zu befreien und die Autos zu zerstören. Dabei rettet Kimba Snakely
noch das Leben: er zieht ihn aus seinem brennenden Wagen, bevor er gegen
einen Baum kracht.
Die Schlussszene ist bemerkenswert:
Roger und Kimba reden den beiden Jägern ernsthaft ins Gewissen. Während
Snakely uneinsichtig ist und keine Reue zeigt, verspricht Tubby, ein anderer
Mensch zu werden und nie mehr ein Tier zu jagen. Dies gelingt ihm auch,
wie man aus dem Manga weiß. |
Allge-
meines |
In
dieser Episode gibt es viele Abweichungen zwischen dem englischen und dem
deutschen Text. Manches klingt in der deutschen Fassung flotter. Einige
Stellen wurden völlig verändert und der ursprüngliche Sinn
verfälscht. Dies gilt zum Glück nicht für die wichtigste
Szene, in der Kimba sich schweren Herzens dazu durchringt, um des Friedens
willen auf seine persönliche Rache zu verzichten.
(Da diese Folge eine der
wichtigsten der gesamten Serie ist, wurden die Textunterschiede besonders
sorgfältig dokumentiert.)
In der deutschen Fassung
fällt ein Fehler im logischen Ablauf der Handlung auf: Snakely und
Tubby fallen vor Staunen fast in Ohnmacht, als sie von Kimba und den Tieren
sprechend begrüßt werden - dies ergibt keinen Sinn, weil sie
zuvor
ja schon ihren Gesang gehört haben!
In der Originalfassung ist
diese Reaktion jedoch verständlich, da der Chorgesang hier nur aus
wortlosem La-La-La besteht und die Tiere bis zur Begrüßung der
Männer noch nicht gesprochen haben (siehe auch "Unterschiede
TEXT und MUSIK").
Außerdem unterlief
in dieser Episode bereits der US-Crew ein Fehler, der vom deutschen Team
prompt übernommen wurde: Kimba fragt erstaunt, was eine Party sei
und was man da mache? Dies müsste er eigentlich wissen, da bereits
in Folge 4 (Great Caesar's Ghost / Cäsars Geist) zu Ehren Samsons
eine Party gegeben wurde!
Spezieller Insider-Gag:
Snakely und Tubby sehen sich auf dem TV-Gerät in ihrem Zelt eine "Astro
Boy"-Folge an! |
Unter-
schiede
TEXT |
1) Der Tierhändler
telefoniert mit einem "Mister Lotofmoney" - lustig, aber schwer übersetzbar.
2) Als Roger sehnsüchtig
in die Wolken schaut, spricht er selbst seine Gedanken zu dieser Szene.
3) Als Snakely und Tubby
im Busch die Tiere singen sehen und Snakely die Gewehre wegwirft, spricht
er in der US-Fassung von einer "Änderung der Taktik".
4) Roger versucht Snakely
zu erklären, dass es nicht sein Verdienst war, dass alle Tiere sprechen
können.
5) Der genial ausgedachte
Vor- und Nachname "Viper Snakely" verdeutlicht den englischen Zuschauern
dessen üblen Charakter.
6) Als Kimba Snakely und
Tubby angreift, sagt Roger Ranger: "Kimba, was ist in dich gefahren? Diese
Männer sind im Dschungel unsere Gäste. Von dir wird erwartet,
dass du zivilisiert bist. Bist du zu einem wilden Tier geworden?"
7) Pauley zu Kimba (als Daniel,
Pauly und Bucky ihn auffordern, Rache an den beiden zu nehmen): "Es ist
eine Schande. Was würden Deine Mutter und Dein Vater dazu sagen? Sie
würden sich schämen, das ist es! Wirst Du diese Männer von
hier weggehen lassen? Tu etwas!!!"
8) Auch Bucky wird in der
US-Fassung deutlicher: "Willst Du keine Rache an diesen Männern nehmen?"
9) Pauley: "Aber, Kimba ..."
(Danach fällt Kimba ihm ins Wort und sagt, dass davon seine Eltern
auch nicht wieder lebendig werden.)
10) Snakely zu Roger, bevor
das Schlafmittel seine Wirkung zeigt: "Freut mich, dass es Ihnen gefallen
hat - ich fand die Party total zum Einschlafen!"
11) Im Jeep erkennt Roger
das wahre Ziel von Snakely: "Sie sind nicht hier, um meine Freunde zu studieren,
sondern um sie zu fangen!"
12) In der US-Fassung fragt
Roger, was Snakely so sicher macht, zurückzukehren, um zu kassieren.
Snakely: "Ich werde zurückkehren, machen Sie sich da keine
Sorgen!"
13) Als Snakely mit seinem
Jeep in der Wüste Kimba allein gegenübersteht, lauten Kimbas
Gedanken: "Wenn ich Snakely nicht stoppen kann, wird es im Dschungel niemals
Frieden geben!"
14) Snakely droht Kimba gegenüber:
"Sowie Tubby den Schuss hört, erledigt er alle Tiere - und das ist
allein deine Schuld!" Das Wort "töten" wird nicht direkt angesprochen.
Kimbas Trauer danach über seine Tat zerreißt einem das Herz,
er schluchzt und stößt hervor: "Alles meine Schuld! Alles meine
Schuld!"
15) Die Schlussszene hat
in der amerikanischen Fassung einen völlig anderen Wortlaut:
Snakely: "So, Ihr werft
mich also aus dem Dschungel, mich, Snakely, den weltgrößten
Jäger? Ok, aber ich komme zurück und krieg' euch alle!"
Kimba: "Also genau wie meine
Mutter und meinen Vater?"
Auf diese Äußerung
hin wird Snakely zum ersten Mal nachdenklich.
16) Kimbas bewegende Ansprache
lautet in der US-Fassung: "Ich werde keine Rache nehmen. Nichts wäre
irgendwie anders, wenn ich Rache nehmen würde. Meine Mutter und mein
Vater sind fort, und nichts kann sie mir zurückbringen. Ich bin verantwortlich
für den Frieden im Dschungel. Und alle meine Freunde wollen Frieden,
genauso sehr wie ich auch. Wir können uns selbst schützen, wenn
Leute wie ihr herkommen, um uns weh zu tun. Aber wenn ihr als Freunde kommt,
sind wir bereit, euch auch als Freunde zu akzeptieren."
17) Auch Tubby sagt im Original
etwas anderes:
Tubby: "Ich verspreche,
nie mehr ein Tier zu verletzen! Ich bin nicht wie der da!" (Er zeigt
auf Snakely.)
Snakely: "Wie meinst du
das?"
Tubby: "Ich bereue meine
Taten, und du tust es nicht!"
18) Als Tubby Kimba bittet,
bei ihm bleiben zu dürfen, reagiert Kimba überrascht, aber er
hat nichts dagegen.
19) Rogers Worte zu Tubby:
"Ich freue mich zu hören, dass Du so fühlst."
20) Kimbas Schlussworte,
nachdem die Tierfänger fort sind: "O.k. zusammen, da sich alles nun
wieder zum Guten gewendet hat, schlage ich vor, dass wir auf unserem Rückweg
alle singen!"
21) Der Schlusstext des Erzählers:
"Vielleicht erreicht die Postkarte Kimba ja wirklich eines Tages mal, wenn
Tiere und Menschen gelernt haben, friedlich zusammenzuleben. Bis dahin
gibt es für Kimba aber noch viel zu tun." |
1) Dieser "Herr
Vielgeld" wird in der deutschen Version zu einem "Herrn Ackermann".
2) In der deutschen Fassung
spricht Daniel Ronnys Gedankentexte als Erzähler im Hintergrund.
3) Snakelys deutsche Worte
lauten: "Und nun beginnen wir mit der psychologischen Kriegsführung."
Wieder eine unnötige Verrohung des Textes.
4) Diese Bemerkung von Roger
wird in der deutschen Version gar nicht erwähnt.
5) Da dieses englische Wortspiel
für die deutschen Kinder kaum verständlich ist, wurde aus "Viper"
hierzulande "Walter".
6) In der deutschen Fassung
sagt Ronny: "Kimba, was ist in Dich gefahren? Diese Männer sind im
Dschungel unsere Gäste. Sie genießen das Gastrecht. Warum benimmst
Du Dich wie ein wildes Tier?"
7) Die frechen Reime des
deutschen Pauly erreichen nicht den Tiefgang des Originals: "Augenblick
mal. Sitz nicht da und schüttle Deine Mähne, fletsch lieber mal
die Zähne. Greif sie Dir und stoß' die beiden aus dem Fell,
aber schnell!"
8) Der deutsche Bucky bringt
hier den recht harmlosen Spruch: "Auch Friedfertigkeit kann man übertreiben!"
9) Der deutsche Pauly sagt
hier: "Nein, Strafe muss sein." Das passt zwar auch, aber nicht so gut
wie in der US-Fassung.
10) In der deutschen Fassung
sagt Snakely eher das Gegenteil: "Es war doch nett - sonst find' ich Partys
zum Einschlafen!"
11) In der deutschen Fassung
wirkt Ronny dagegen recht naiv: "Warum halten Sie mich und meine Freunde
fest, und wohin fahren wir?"
12) In der deutschen
Fassung wird von Ronny nur das Kassieren, nicht aber Snakely's Rückkehr
angezweifelt: "Wirklich? Und was macht Sie so sicher, dass Sie kassieren?"
Snakely: "Ich verstehe mein Geschäft, keine Sorge!"
13) Der deutsche Kimba denkt
in dieser Szene deutlich drastischer: "Wenn ich den Kerl nicht unschädlich
mache, gibt es keine Ruhe im Dschungel!"
14) Der deutsche Snakely
sagt: "Ich mach' nur den Finger krumm, dann müssen alle dran glauben."
Auch hier wird die Dramatik des Tötens durch geschickte Sprachwahl
abgemildert. Als Kimba dann um seine Freunde trauert, tut er es mit weniger
Schluchzen und mit größerer Beherrschung als sein US-Pendant.
15) In der deutschen Schlussszene
wurden Kimba und Snakely folgende Worte in den Mund gelegt:
Snakely: "Soll das etwa
heißen, dass wir uns nicht wiedersehen? Das wäre ja direkt ein
Verlust für mich, hehe. Aber ich mag keine Verluste, ich komme wieder!"
Kimba: "Dann werden wir
dich töten - und jeden von euch!"
Diese drastische Verrohung
trifft zwar exakt die Stimmung dieser Szene, passt aber in keiner Weise
zur sonst üblichen Abmilderungspraxis!
16) Die Worte des deutschen
Kimba sind rhetorisch gelungener, aber inhaltlich doch recht unterschiedlich:
"Ich nehme keine Rache. Dadurch werden die Toten auch nicht wieder lebendig.
Und Hass und Gewalt machen uns allen das Leben nur schwer. Wir werden den
Frieden erhalten. Und alle meine Freunde werden daran mitarbeiten. Gegen
Leute wie ihr es seid werden wir uns zu schützen wissen. Aber wer
als Freund zu uns kommt, kann sich auf unsere Freundschaft verlassen."
17) Diese Szene hört
sich im Deutschen so an:
Tubby: "Ich verspreche,
nie mehr ein Tier zu jagen, Kimba! Ich habe nichts mehr mit dem
da zu tun."
Snakely: "Und wie du es
mit mir zu tun kriegst, du fette Ratte!"
Tubby: "Ich wollte deine
Eltern nicht töten, Kimba..."
18) Als Tubby Kimba bittet,
bei ihm bleiben zu dürfen, antwortet Kimba: "Geht nicht, Tubby!"
19) Ronnys Text: "Vielleicht
meinst Du es wirklich ehrlich."
20) Der deutsche Kimba: "Also,
nach der kleinen Unterbrechung machen wir weiter mit unserer Gesangsprobe,
ja?" (zusammen mit einem merkwürdigen Lachen am Ende). Die englische
Fassung ist da wesentlich passender.
21) Der Schlusstext von Daniel:
"Irgendwann werden Tiere und Menschen gelernt haben, friedlich zusammenzuleben.
Aber bis dahin, fürchte ich, wird es im Dschungel nicht mehr sehr
gemütlich sein."
(Dieser Satz ist äußerst
rätselhaft...)
Bucky wird in dieser Episode
von Erich Fiedler gesprochen. |
Unter-
schiede
MUSIK |
In der Original-Episode
gibt es relativ viel Musik und praktisch keine "leer" wirkenden Stellen.
Auch die Verfolgungsszenen wurden komplett vertont.
1) Als Roger sehnsüchtig
in die Wolken schaut, erklingt das charakteristische Flötenthema aus
"A Human Friend".
2) Beim "Dschungelchor" der
Tiere wurde in der US-Fassung die japanische Originalversion unverändert
beibehalten. Die Tiere singen hier nur "La La La", also ohne Worte. Der
Chorgesang ist deutlich voller und passt dadurch viel besser zu dieser
"Massenszene". Die Melodie ist jedoch schwermütiger und längst
nicht so fetzig wie das Lied der deutschen Version.
3) Die Szenen, als sich Kimba
beim Fell seines Vaters einem Wechselbad der Gefühle ausgesetzt sieht,
wurden in der US-Fassung deutlich gefühlvoller vertont: Zuerst erklingt
das japanische "Kimba-Theme", das passend zu Kimbas Erinnerungen langsam
in ein düsteres und schließlich in ein wütendes Motiv übergeht.
Wie in Episode 1 gibt es auch in der Rückblende keine Musik zu den
Szenen von Caesars Tod.
4) Die flotte Twistmusik,
zu deren Klänge die Tiere auf der Party tanzen, ist zwar nicht besonders
melodisch, passt aber perfekt zu den teils sehr witzigen Bildern und dem
darin enthaltenen typischen Tezuka-Humor.
5) Die dramatische Musik
zu Kimbas Trauer um seine vermeintlich getöteten Freunde verstärkt
die Wirkung dieser ergreifenden Szene noch zusätzlich.
6) Kimbas Schluss-Ansprache
an die Tierfänger enthält eine gefühlvolle, dezente Musik,
die den Ernst seiner Rede unterstreicht.
7) Am Schluss der Episode
singt der Chor der Tiere (wiederum ohne Worte) die Abspannmelodie der japanischen
Originalserie! |
Es wurden sehr
viele Originalmelodien übernommen (z.B. bei der Verfolgung der Tierfänger!),
aber auch einiges ersetzt (z.B. Dschungelchor).
1) Das melancholische Streicherthema
der deutschen Fassung passt zu diesen Szenen ebenfalls sehr gut.
2) Das Lied der Tiere "Ach
wie schön ist es im Dschungel" gehört zu den gelungensten deutschen
Musikbeiträgen der Serie. Leider wirkt der deutsche "Dschungelchor"
recht dünn, da er aus höchstens 4 Gesangsstimmen besteht. Dieses
Problem der zu dünnen Besetzung stört auch in anderen Episoden
den Genuss der deutschen Musiknummern.
(Hinweis: Bei Buckys
Satz "Es sind unsere Freunde, und sie leben!" gegen Ende der Episode erklingt
für einen Moment die Originalmelodie des japanischen Dschungelchors!)
3) Die deutsche Ersatzmusik
zu dieser wichtigen Szenenfolge ist am Anfang äußerst gefühlvoll
und passt gut; geht dann jedoch viel zu abrupt in die "Standard-Spannungsmusik"
über, die sich während der gesamten Rückblende - bis zu
Kimbas Angriff auf Snakely und Tubby - ständig wiederholt. Dies wirkt
unnötig aggressiv und außerdem sehr eintönig.
4) Der deutsche Party-Twist
klingt ähnlich und ist ein ganzes Stück fetziger. Da die Melodie
jedoch nicht zur Bewegung der Tiere passt, geht der spezielle Humor der
Originalszene verloren. Hier hätte man die Musik besser beibehalten
sollen.
5) Das versöhnliche
"Alles-wird-gut"- Streicherthema mildert diese Szene ab und macht sie leichter
verdaulich für die deutschen Kinder.
6) Hierzu erklingt ebenfalls
das "Alles-wird-gut" Streicherthema, das in keiner anderen Episode so hervorragend
passt wie an dieser Stelle.
7) Hier ist noch einmal die
deutsche Version des Dschungelchors zu hören. |
| Fazit |
Dies ist eine
der besten, schönsten und wertvollsten Episoden der gesamten Serie.
Kimbas Erkenntnis, dass blutige Rache nur zu einer endlosen Spirale von
Gewalt führen würde, berührt ein brisantes, gerade in der
heutigen Zeit hochaktuelles Thema. Seine Entscheidung, nicht wie ein wildes
Tier zu reagieren, sondern den Jägern zu verzeihen, beweist seine
zutiefst "humane" Einstellung. Noch dazu rettet er am Schluss dem Mörder
seiner Eltern das Leben.
Man merkt allgemein, dass
in der deutschen Bearbeitung die Serie etwas mehr "Pfiff" bekommen sollte.
Das tut jedoch ernsteren Episoden wie gerade dieser nicht gut.
Detail am Rande: Es
gab offenbar keine einheitliche Vorgabe, wie die Hände der Menschen
gezeichnet werden sollten. In manchen Szenen haben sie - wie die meisten
Zeichentrickfiguren - nur vier Finger, in manchen aber auch fünf.
Dies wechselt oft innerhalb einer Episode mehrfach und ist unabhängig
von Darstellungsgröße oder Bildausschnitt. |
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14
|
Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
Journey Into Time |
nicht vorhanden |
| Inhalt |
In einer abgelegenen
Region Afrikas lebt der gefleckte Löwe Specklerex, einer der letzten
dieser seltenen Rasse, die früher in ganz Afrika beheimatet war. Als
König seines Stammes genießt er hohes Ansehen und ist für
alle Löwen ein Held und Vorbild. Darum wird jedes Jahr im Frühling
ihm zu Ehren eine "Löwenversammlung" abgehalten, zu der Raubtiere
aus ganz Afrika kommen.
Kimba hört davon und
geht ebenfalls zu dieser Versammlung. Er weiß nicht, dass sein Vater
und Specklerex Feinde waren. Als die Schurken Cassius und Klaue davon erfahren,
erkennen sie eine ideale Chance, Kimba endlich loszuwerden.
Kimba grüßt Specklerex
ehrfurchtsvoll, doch dieser macht sich über ihn lustig: "Wir wollen
hier keine weißen Miezekatzen!" Specklerex beleidigt auch Caesar
und behauptet, weiße Löwen seien überhaupt keine richtige
Löwen - wegen ihrer Farbe!
Als Kimba sich heftig wehrt,
lässt Specklerex ihn gefangen nehmen. Da kommt Kitty hinzu (sie ist
die Nichte von Specklerex) und bittet um Kimbas Freilassung. Widerwillig
gibt Specklerex nach, aber er verbietet Kitty jeden Umgang mit Kimba, da
sie sonst verstoßen wird. Traurig muss Kitty gehorchen.
Zurück in seinem Dschungel
zweifelt Kimba an sich - vielleicht hat Specklerex ja recht? Seine Freunde
sorgen sich, während die Hyänen Tom und Tab überall im Dschungel
verbreiten, Kimba sei ein Betrüger und gar kein richtiger Löwe.
Einige beginnen es schon zu glauben.
In dieser Situation kommt
ihm Roger Ranger mit einem Stapel Bücher aus der Bibliothek zu Hilfe
(praktisch, was es im Dschungel alles gibt!). Er beweist Kimba, dass er
kein Pussikätzchen ist, sondern zur seltenen Gattung der intelligenten
weißen Löwen gehört, und erzählt ihm die Geschichte
seiner Vorfahren:
Vor 4000 Jahren herrschte
in Ägypten ein böser Pharao namens Tut-Tut, der ein verschwenderisches
Leben führte und sein Volk versklavte. Phrates, der weise alte Berater
des Pharao, kritisiert die dekadente Lebensweise und warnt ihn, dass dies
eines Tages zur bitteren Armut führen werde. Daraufhin bezeichnet
ihn der Pharao zornig als Verräter und jagt ihn davon.
Schon im Jahr darauf wird
die Prophezeiung wahr: Ägypten ist dem Untergang geweiht. Da taucht
eines Tages ein junger weißer Löwe im Palast des Pharao auf.
Die Ägypter verehren ihn als "Geist der Sphinx" und glauben, er wurde
geschickt, um das Land zu retten.
Der Löwe ist in Wirklichkeit
das zahme Haustier des verstoßenen Ratgebers Phrates, der Ägypten
helfen und den Pharao zur Vernunft bringen will. Mit einem Zaubertrank
hat er die Intelligenz des weißen Löwen so erhöht, dass
dieser jetzt wie ein Mensch denken und handeln kann.
Der Pharao und sein Hofstaat
befolgen alles, was der "Geist der Sphinx" ihnen zeigt oder vormacht. Dadurch
lernen sie langsam, vom Luxus zum einfachen Leben zu wechseln, und die
ägyptische Kultur blüht wieder auf.
"Der weiße Löwe
war dein Urahn" sagt Roger zu Kimba. Dieser zweifelt: Ägypten ist
so weit weg, wie soll das möglich sein? Im nächsten Kapitel folgt
die Erklärung.
Pharao Tut-Tut bemüht
sich um gute Nachbarschaft mit anderen Völkern. Als er eines Tages
einen Stamm aus Zentralafrika einlädt, ist er von ihrem Tanz so begeistert,
dass er ihnen zum Dank schenken will, was sie wollen. Die Eingeborenen
fordern den weißen Löwen, und der Pharao muss ihn hergeben.
Der Löwe reist also mit in den Dschungel Zentralafrikas und verhilft
nun seinen neuen Besitzern zu Wohlstand.
Roger findet heraus, dass
der Afrikaforscher Livingston auf einer seiner Reisen inmitten der Ruinen
eines verlassenen Eingeborenendorfes einen Tempel entdeckte, in dem Hunderte
von weißen Löwenfellen aufbewahrt werden. Da dies in unmittelbarer
Nähe von Kimbas Dschungel war, ist zweifelsfrei bewiesen, dass Kimba
ein Nachkomme der intelligenten ägyptischen weißen Löwen
ist.
Dankbar und glücklich,
endlich die Wahrheit über seine Herkunft zu kennen, trifft Kimba auf
Kitty. Sie hat inzwischen den Grund für die Feindschaft zwischen Caesar
und ihrem Onkel herausgefunden: Caesar war der Klügere, und Specklerex
lässt jetzt seine Wut an Kimba aus. Darum will sie auch nicht mehr
auf ihn hören: "Er muss sich damit abfinden, dass ich deine Freundin
bin!" Kimba läuft puterrot an (einmalig süße Szene der
beiden, eingerahmt in Herzform!)
Kimba begleitet Kitty nach
Hause und will sich mit Specklerex aussöhnen. Dieser steht plötzlich
vor ihm und fordert ihn zum Kampf gegen den starken Löwen Fang, einer
von Specklerex' Untertanen.
Kimba wird nun zum Psychologen:
er konfrontiert Specklerex mit seinen Hassgefühlen. "Sie wollen, dass
ich verliere, Sir, weil Sie meinen Vater gehasst haben, der schlauer war
als Sie. Daran sind Sie selbst schuld, wenn Sie so altmodisch sind und
nichts Neues dazulernen wollen. Dabei könnten Sie sich jede Menge
Wissen aneignen, wenn Sie sich nur bemühen. Versprechen Sie mir, Sir:
wenn ich gewinne, dann bemühen Sie sich, etwas zu lernen, damit Sie
nicht mehr eifersüchtig auf meinen Vater sein müssen!"
Nun folgt ein heftiger Kampf,
der teils unter Wasser und teils in einer Fledermaushöhle ausgetragen
wird. Der Löwe Fang hetzt in der Höhle die Fledermäuse auf
Kimba, und als Specklerex den Kampf für beendet erklärt, liegt
Kimba böse verletzt am Boden.
Doch Specklerex hat durch
eine Spiegelung im Wasser das unfaire Geschehen in der Höhle mit angesehen.
Er verstößt Fang angewidert: "Du bist es nicht wert, Löwe
genannt zu werden!" Kimba dagegen hat bewiesen, ein echter Löwe zu
sein. Specklerex will Kimbas Bedingungen erfüllen. Zu Kitty sagt er:
"Ich bin stolz darauf, dass Kimba dein Freund ist."
In der Schlussszene kann
Daniel Pauly und Bucky nur mit Mühe davon abhalten, zu Kimba zu stürmen,
der verliebt neben Kitty sitzt: "Lasst Kimba gefälligst in Ruhe, der
hat jetzt Wichtigeres zu tun!" |
Allge-
meines |
Es
gibt nur eine einzige Szene, die schuld sein könnte, weshalb man diese
Episode in Deutschland nicht gezeigt hat: Beim Bau einer Pyramide wird
eine Gruppe Sklaven von einem herabfallenden Steinblock zerquetscht. Diese
Drei-Sekunden-Szene hätte man leicht herausschneiden können.
Kimbas Familiengeschichte
und die Entstehung der intelligenten weißen Löwen ist für
den Hintergrund der gesamten Serie eigentlich unverzichtbar. Auch wie Kimba
sich gegen die Beleidungen von Specklerex wehrt und schließlich seine
Anerkennung erringt, sind großartige Momente. Es ist unfassbar, dass
den deutschen Zuschauern dies alles vorenthalten wurde.
Der Name des Pharao-Beraters
"Phrates" ist eine Anspielung auf den Fluss Euphrat (englisch "Euphrates"),
wodurch sich ein englisches Wortspiel erzeugen lässt ("You, Phrates"). |
| Musik |
In dieser Episode
hat man als deutscher Zuschauer nicht das Gefühl, dass zuwenig Musik
vorhanden ist. Einleitungs- und Schlussszene sind mit schönen Tomita-Melodien
unterlegt, und die Rückblenden sind so spannend und handlungsintensiv,
dass man die Musik nicht vermisst.
Bei den "gefühlvollen"
Szenen mit Kitty und Kimba gibt es wie üblich dezente japanische Melodien,
die wunderbar passen. |
| Fazit |
Wie in den anderen
Episoden mit Rückblenden ist auch hier die Handlung dicht gedrängt
und anspruchsvoll. Es gibt eben viel zu sagen, wenn man die Entstehung
der ungewöhnlichen weißen Löwen erklären will. Osamu
Tezuka hat hierfür geschickt Realität und Fiktion mit Elementen
der griechischen Mythologie vermischt, so dass das Ganze äußerst
glaubhaft klingt. Die Aesop'sche Fabel "Androklus und der Löwe" lieferte
ja gewissermaßen die Ur-Idee zu Kimba.
In den 70-er Jahren haben
einige Erwachsene darüber die Nase gerümpft, dass Kimbas Geschichte
"fälschlicherweise" im Dschungel und nicht im "natürlichen" Lebensraum
des Löwen, der Savanne, spielt. Diese Episode erklärt, weshalb
das so ist - leider konnten die deutschen Kinder (und Eltern) sie nicht
sehen.
Es scheint System dahinter
zu stecken, dass handlungsmäßig anspruchsvolle Episoden in Deutschland
nicht gezeigt wurden. Glaubte man im Ernst, die Kinder hierzulande könnten
dem Geschehen nicht folgen? Andere konnten es doch auch: Amerikaner, Engländer,
Franzosen, Italiener und noch viele mehr - sie alle sahen die 52 Episoden
komplett! |
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15
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Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
Scrambled Eggs |
Keine Feier ohne Eier |
| Inhalt |
Kimba ruft den
großen Frühjahrsputz im Dschungel aus, und alle Schulkinder
werden zum Saubermachen abkommandiert. Sogar die Vögel müssen
ihre Nester räumen, und sämtliche Vogeleier landen auf einem
Haufen. Der kleinen Wildkatze Speedy Cheetah passiert ein böses Missgeschick:
sie hält die Eier irrtümlich für Abfall und "entsorgt" sie
im Fluss.
Als die Katastrophe bekannt
wird, sind die Vögel außer sich vor Zorn und werfen Kimba vor,
in seiner Schule den Kindern Eierdiebstahl beizubringen. Kimba verspricht,
die Eier wieder zu beschaffen. Auch die Tierkinder machen sich auf die
Suche.
Nach einigen Missverständnissen
zwischen Kimba und einem Krokodil gelingt es den Kindern, die Eier gerade
noch aus dem Fluss zu bergen, bevor sie den Wasserfall hinunterrauschen.
Der Schimpansenjunge Chimpy wird dabei fast mitgerissen und von Kimba in
letzter Sekunde gerettet.
Nach all der Aufregung können
die Eier nun ihren Eltern zurückgegeben werden, was gar nicht so leicht
ist, da viele ihre eigenen Eier nicht erkennen. Als die Babys schlüpfen,
gibt es nochmals Verwechslungen, und einige Vögelchen müssen
"umgetauscht" werden.
Zwischenzeitlich brütet
Kimba ein übriggebliebenes Ei aus, das, wie sich später herausstellt,
ein Krokodilbaby enthält. Auch Mama Krokodil bekommt ihr Baby zurück,
und alles wird gut. |
Allge-
meines |
Die
Dialogtexte sind in beiden Episoden großteils identisch. Was nicht
wörtlich übersetzt wurde, klingt im Deutschen oft witziger als
im Original.
Einige englische Wortspiele
kann man auch nicht übersetzen, z.B. das Schlusswort des Erzählers:
"This was the story of the Scrambled Eggs. And that's how it ended: Sunnyside
up!"
Große Unterschiede
gibt es bei den Liedertexten (siehe "Unterschiede MUSIK").
In manchen Episoden gehört
Kimba zu den Schülern, in manchen - so wie in dieser - ist Kimba selbst
der Lehrer und unterrichtet die Tierkinder. Speedy redet ihn in der US-Version
deshalb mit "Teacher" (Lehrer) an, was in der deutschen Episode nicht übernommen
wurde.
In der japanischen Originalfassung
gibt es eine ca. 25 sek. lange Szene mit äußerst skurillem Humor,
die aus der US-Fassung herausgeschnitten wurde (interessanterweise ist
sie nicht auf der amerikanischen Bonus-DVD der gelöschten Szenen
enthalten):
Als die Tierkinder erkennen,
dass die Eier im Fluss auf den Wasserfall zutreiben, erscheint plötzlich
der japanische Vorspann von neuem! Dieser beginnt, wie bei allen japanischen
Folgen, mit einer Großaufnahme eben dieses Wasserfalls, worauf die
Kamera auf den Felsen über dem Fluss schwenkt, auf dem stolz der erwachsene
Leo steht! Plötzlich hört man eine Stimme: "Falsch! Ich brauch'
das andere Band!" Hierzu sieht man Tezuka selbst als gezeichnete Karikatur,
umgeben von Filmspulen und Filmstreifen (siehe Bild). Nach diesem kurzen
Intermezzo wird die Folge mit der "richtigen" Filmspule fortgesetzt. |
Unter-
schiede
TEXT |
1) "Habt ihr
auch alle Werkzeuge aufgeräumt?" fragt Kimba in der US-Version.
2) Als Kimba verspricht,
die Eier zurückzuholen, sagen die Vögel zu ihm: "Wir trauen dir
nicht! Bei dir sind sie nicht sicher!"
3) Nach Kimbas Kampf mit
dem Krokodil sagt dieses: "Ich muss dringend zum Zahnarzt!" |
1) "Ist auch
wirklich alles sauber?" fragt Kimba in der deutschen Version.
2) In der deutschen Version
sagen die Vögel: "Wie willst du das denn anstellen? Wo willst du sie
finden?"
3) In der deutschen Version
sagt das Krokodil: "Blödes Löwenbaby!"
Bucky wird in dieser Episode
von Harry Wüstenhagen gesprochen. |
Unter-
schiede
MUSIK |
1) Das Lied der
Tierkinder am Anfang ist in beiden Fassungen in Melodie und Versmaß
fast identisch, hat aber einen ganz anderen Text. In der US-Fassung singen
die Kinder (Auszug):
"Wir geh'n zur Schule -
Lehrer Kimba, zeig' uns, wie alles funktioniert - doch möchten wir
am liebsten den ganzen Tag nur spielen..."
Dann erklärt Kimba,
dass heute Frühjahrsputz ist, und die Kinder singen: "Frühjahrsputz
- wir geh'n den Erwachsenen zur Hand..."
Das Originallied wird von
einer großen Orchesterbesetzung gespielt und wirkt eindrucksvoller.
2) Das "Eierlied der Vögel"
ist ebenfalls in Melodie und Versmaß gleich, aber vom Text her völlig
anders. In der US-Fassung singen die Vögel (Auszug):
"Lalalala - Baby, wo ist
mein Baby? Mama liebt dich schon, wenn du noch gar nicht geschlüpft
bist, und auch noch, wenn du mal groß bist..."
3) Zweifellos viel schöner
in der US-Fassung ist Kimbas Wiegenlied für das Ei. Kimbas Stimme
erklingt im Hintergrund, und er spricht quasi seine Gedanken, während
eine Frauenstimme das Lied auf japanisch singt (siehe hierzu auch:
"Wie Kimba entstand"). Der US-Text ist völlig anders als in der deutschen
Version und passt sehr gut zu Kimbas Traumbildern:
"Schlafe, einsames Baby,
träum' von einem glücklichen Tag. Wenn du wieder bei deiner Mami
bist, werdet ihr zusammen spielen. Deine Mami liebt dich, obwohl sie sehr
weit weg ist..."
4) Auch beim Schlusslied
der Vögel unterscheidet sich der Text. In der US-Episode heißt
es unter anderem:
"Mama liebt dich so sehr,
wie man's gar nicht sagen kann - sie liebt dich am meisten von allen, egal
ob du nun klein oder groß bist..." |
1) Hier ein Auszug
aus der deutschen Fassung des Liedes: "Singt alle mit, das kleine Lied
vom Spaß an der Freud' - ja das Leben ist lebenswert, ohne Frage
- alle Tage..."
Dann erklärt Kimba,
dass heute Frühjahrsputz ist, und die Kinder singen: "Macht alle mit
- freie Bahn, der Wald wird gefegt - kein Dschungel kann reiner sein, wirklich
keiner kann noch reiner sein..." (Klingt fast wie eine Waschmittelwerbung.)
Das deutsche Lied wird von
einer kleinen Besetzung gespielt und wirkt lustiger.
2) Die deutsche Fassung vom
Eierlied der Vögel lautet (Auszug): "Eieieiei popeia, wo sind die
Eier? Hier muss aber, hol's der Geier, was gescheh'n, denn es ist, auweia,
kein Ei zu seh'n..."
Man kann geteilter Meinung
darüber sein, ob dieser Text lustig oder einfach nur albern ist.
3) Kimbas Wiegenlied für
sein gefundenes Ei ist in der deutschen Fassung sowohl vom Text als auch
von der Melodie anders. Auch hier wird es von einer Frau gesungen, aber
weil man Kimbas Stimme nicht hört, wirkt es nicht überzeugend.
Auch der deutsche Text passt nicht zu Kimbas Traumbildern:
"Kleines Baby du, schließ
die Augen zu, träum' von einem, der dich liebt, ich halt dich fest
- es ist alles gut, keiner, der was Böses tut..."
4) Das deutsche Schlusslied
der Vögel nimmt eher Bezug auf das aktuelle Geschehen. Beispiel: "Viele
Eier sind schon aufgesprungen, und ganz leise zwitschern die Jungen - piep
piep piep, das heißt, ich hab dich lieb". Dieses Lied ist textlich
gelungener als die anderen dieser Episode.
Technisch gesehen sind die
deutschen Lieder und Melodien wesentlich besser. Die gesamte deutsche Tonspur
ist bei allen Episoden in der Qualität viel besser als das Original,
wo man oft Probleme hat, die Sprecher zu verstehen. |
| Fazit |
Dies ist eine
der harmlosesten Kimba-Episoden. Abgesehen von Kimbas kurzen Raufereien
mit den Krokodilen kommt auch keine Gewalt vor. Die Handlung ist weder
besonders spannend noch anspruchsvoll.
Das Highlight dieser Episode
ist ohne Zweifel Kimbas rührende Szene, wie er das fremde Ei umsorgt
und dabei träumt, er wäre wieder mit seiner Mutter zusammen.
(Anmerkung: Dies war auch Billie Lou Watt's Lieblingsszene.)
Detail am Rande: Genau
wie in Episode 39 (The Return Of Fancy Prancy / Dschungeldame mit Hut)
wird auch hier der kleine graublaue Gepardenjunge "Speedy" genannt, während
er in allen anderen Episoden "Dash" heißt. Dieser Namensfehler unterlief
der US-Crew und wurde in der deutschen Fassung brav übernommen.
Der "richtige" Speedy ist
gelb und, ungeachtet der Bezeichnung "Cheetah" (=Gepard) in Wirklichkeit
ein Leopard, erkennbar an den größeren ringförmigen Flecken.
Er kommt in den Episoden 5 (Fair Game), 19 (The Mystery Of The Deserted
Village / Das Geheimnis des verlassenen Dorfes), 26 (A Revolting Development
/ Revolte im Dschungel) und 44 (A Friend In Deed / Ein Freund in Not) vor. |
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16
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Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
Diamonds In The Gruff |
Kroko mit Brillanten |
| Inhalt |
An Bord eines
Flugzeugs, das über Kimbas Dschungel fliegt, befinden sich die beiden
Diamantenschmuggler Manny Mean und Norbert Nasty. Als ein Maschinenschaden
den Piloten zwingt, Ballast und Gepäck abzuwerfen, ist auch der Diamantenkoffer
der Schmuggler darunter.
Im Dschungel findet eine
Gruppe Tierkinder kurz darauf einen Benzinkanister, der auch aus dem Flugzeug
stammt. Das Alligatorenkind Alli beißt trotz aller Warnung hinein,
verschluckt Benzin und wird krank. Daraufhin nehmen die Alligatoren die
Tierkinder gefangen und drohen, sie umzubringen.
Inzwischen kommen die beiden
Schmuggler mit einem Hubschrauber in den Dschungel und suchen nach ihrem
Koffer. Den hat aber der Alligatorenboss Schnaff mitsamt den Diamanten
gefressen!
In einer spektakulären
Unterwasser-Rettungsaktion befreien Roger Ranger und Kimba mit Hilfe von
Tauchgeräten, die sie heimlich bei den Schmugglern "ausborgen", die
gefangenen Tierkinder von der Alligatoren-Insel. Als die Krokos merken,
dass man sie geleimt hat, ziehen sie wütend Richtung Dschungel, um
sich zu rächen.
Pauly hat eine "geniale"
Idee, um beide Probleme zu lösen: er verrät den Schmugglern,
dass eines der Krokodile ihre Diamanten gefressen hat. Um die Klunker zurückzubekommen,
müssten sie einfach alle Krokodile aufschlitzen. Damit wäre man
die blöden Alligatoren auch endlich los.
Klar, dass Kimba damit nicht
einverstanden ist. Er versucht, die Alligatoren zu warnen. Die Schmuggler
haben die Tiere bereits mit Teer bewegungsunfähig gemacht und wollen
sie mit einem rotierenden Messer vom Helikopter aus abschlachten.
Kimba gelingt es, den Hubschrauber
zum Absturz zu bringen. Dabei entzündet sich der Teer, wird flüssig,
und die Alligatoren kommen frei. Kimba, der bei seinem Einsatz wieder einmal
verletzt wurde, wird vom Alligatorenboss Schnaff aus den Flammen gerettet.
Nach überstandenem Abenteuer schließen die Alligatoren Frieden
mit den anderen Tieren. |
Allge-
meines |
Obwohl
es teilweise ziemlich heftig zugeht - mit rotierenden Messern gegen Alligatoren
vorzugehen, ist nicht gerade harmlos - wurde diese Episode zum Glück
ungeschnitten bei uns gezeigt. Allerdings gibt es einige Unterschiede in
den Dialogen, und der Text ist oft sehr frei übersetzt. Leider hat
man den Wortlaut der Schlussszene komplett geändert, wodurch die positive
Botschaft völlig verloren geht.
Der deutsche Episodentitel
wurde pfiffig umgesetzt: "Kroko mit Brillanten" ist ebenso gelungen wie
das englische "Diamonds In The Gruff". Dieses Wortspiel mit dem Begriff
"diamonds in the rough" (=ungeschliffene Diamanten) kann man nicht wörtlich
übersetzen.
Das Alligatorenkind Alli
ist in beiden Fassungen ein Junge, obwohl es ganz offensichtlich rosa Haarschleifen
trägt. Einmal mehr ein Beispiel dafür, dass der äußere
Eindruck täuschen kann! |
Unter-
schiede
TEXT |
1) In der amerikanischen
Version werden die Tiere stets als "alligators" bezeichnet. Der Alligatorenboss
heißt "Gruff" (gruff = grob, barsch, mürrisch).
2) Dodie Deer sagt zu Alli:
"Du brauchst nicht schüchtern zu sein, du darfst die Fische ruhig
fangen!"
3) Gruff bringt in der US-Fassung
seinen Vorwurf gegen die Tierkinder deutlich zur Sprache: "Sie haben Alli
dazu gebracht, aus diesem Benzinkanister zu trinken!"
4) Gruff zu Kimba, als dieser
erfahren hat, dass es dem kleinen Alli inzwischen wieder gut geht: "Du
glaubst wohl, du kannst mir meine Rachepläne ausreden, wie? Sie haben
versucht, meinen Sohn Alli zu vergiften, und ich werde mit ihnen abrechnen!"
5) Daniel bezeichnet die
Alligatoren äußerst sachlich als die "unvernünftigsten
Tiere im Dschungel". Kimba erwidert daraufhin: "Ich wette, Roger kann uns
dabei helfen, sie (die Tierkinder) zu befreien!"
6) In der US-Fassung erwähnt
Manny Mean, dass der Koffer zusätzlich zu den geklauten Diamanten
noch 3 Millionen Dollars enthält.
7) Roger Ranger steht sprachlos
- also ohne Text - mit offenem Mund hinter einem Baum, als er bemerkt hat,
dass die beiden Männer Schmuggler sind.
8) In der US-Fassung wird
die Beschränktheit der Alligatoren deutlich hervorgehoben. Bevor Gruff
den Diamantenkoffer frisst, sagt er: "Sieht nach was zu essen aus!" Nachdem
er ihn zermalmt hat, meint er: "Das hat gut geschmeckt, was auch immer
es war!"
9) Der US-Kimba erkennt den
wertvollen Inhalt des Koffers nicht, denn er sagt zu Roger: "Da haben irgendwelche
Menschen einen Teil ihres Gepäcks verloren!" Roger: "Oh, dann hast
du wohl etwas davon gefunden?" Kimba: "Das stimmt." Daraufhin erklärt
Roger seinen staunenden Freunden, dass es sich um Diamantenschmuggler handelt.
10) "Wenn diese Männer
wüssten, wo ihre geschmuggelten Diamanten sind, würden sie eine
Menge Tiere töten, um sie wiederzubekommen." Diese deutlichen Worte
von Kimba bringen Pauly dann auch auf seine "clevere Idee".
11) Gruff spricht in der
US-Episode nach der Befreiung der Tierkinder sehr deutlich: "Diese Tiere
haben uns Alligatoren zum Narren gehalten, jetzt gehen wir in ihren Dschungel
und fressen sie!"
12) Mit deutlichen Worten
erzählt Pauly, wie er mit Hilfe der Schmuggler die verhassten Alligatoren
loswerden will: "Hört zu, Freunde, und ihr werdet erfahren, wie Pauly
die Vernichtung sämtlicher Alligatoren arrangiert hat!"
13) Als Pauly seine "Heldentat"
erzählt hat, lautet der Originaldialog:
Pauly: "Du bist stolz auf
mich, Kimba, nicht wahr?"
Kimba (sehr scharf): "NEIN!!!"
Pauly (kleinlaut): "Du bist's
nicht?"
Kimba: "Ich schäme
mich für dich, Pauly!"
Pauly (zerknirscht): "Ich
dachte, meine Idee sei ausgesprochen clever."
Kimba: "Tiere vernichten
zu lassen, das ist doch nicht clever!"
Pauly: "Nicht einmal Alligatoren?"
Kimba: "Es spielt keine
Rolle, wie schlecht manche Tiere sein mögen! Wir müssen ihnen
helfen, anstatt sie zu verletzen!"
14) Die Schlussszene weicht
textmäßig am stärksten ab. In der US-Fassung sagt Gruff
zu Kimba:
"Ich weiß jetzt, dass
eure Kinder nicht versucht haben, meinen Sohn Alli zu vergiften. Ich habe
einen großen Fehler gemacht, es tut mir leid, Kimba! Bitte sage den
anderen, wir wollen von jetzt an Freunde sein!"
Kimba: "Ich bin froh, dass
du's verstehst. Die Hauptsache ist, dass wir jetzt Freunde sind. Übrigens,
was machen deine Brandwunden?"
Gruff: "Sind in Ordnung,
wir Krokodile haben ein dickes Fell. Und wie geht's dir?"
Kimba: "Einfach großartig.
Kommt, alle zusammen, lasst uns feiern und Spaß haben!"
Daraufhin spielen Alli und
die anderen Kinder gemeinsam im Wasser, und Pauly sagt: "Schau hin, Daniel,
wenn diese Kinder erwachsen sind, werden sie zusammmen in Frieden und Freundschaft
leben!" Die Episode klingt ohne Erzählerkommentar aus. |
1) Im Deutschen
ist manchmal von Alligatoren und manchmal von Krokodilen die Rede. Bei
uns heißt der Alligatorenboss "Schnaff".
2) Die deutsche Dodie Deer
sagt zu Alli etwas ganz anderes: "Du darfst ruhig mit den Fischen spielen,
aber tu' ihnen nichts, hörst du!"
3) Diese Worte von Schnaff
kommen in der deutschen Fassung nicht vor. Er sagt lediglich "Seht mal!",
während er Kimba den Kanister vor die Füße wirft.
Kimbas Reaktion darauf: "Hää?"
4) In der deutschen Fassung
sagt Schnaff an dieser Stelle: "Wir werden ihnen eine Lektion erteilen,
die sie im Leben nie vergessen sollen! Wir fressen sie - alle!" Ob man
diesen Satz als komisch oder makaber auffassen soll, bleibt der Betrachtung
des Zuschauers überlassen.
5) Der deutsche Daniel benutzt
hier blumige Vergleiche: "Stur wie die Panzer und dumm wie Bohnenstroh!"
Kimba erwidert: "Hmmm - aber das sind halt starke Argumente." Diese Art
intelligenter Wortspielereien verleihen der deutschen Kimba-Fassung ihre
typische Note.
6) Hiervon ist in der deutschen
Fassung nicht die Rede. Dies erscheint auch logisch, denn als Schnaff den
Koffer zerbeißt, ist von Geld nichts zu sehen.
7) Ronny gibt den deutschen
Kindern in dieser Szene Hilfestellung für den Fall, dass sie's noch
immer nicht verstanden haben: "Das ist ja 'ne tolle Geschichte! Das sind
Diamantenschmuggler!"
8) In der deutschen Fassung
werden die Krokodile nicht ganz so dämlich dargestellt. Schnaff sagt
hier: "Ich kümmere mich drum!" Und als er das Maul voll Diamanten
hat, meint er: "Nur kein Neid - wer hat, der hat!"
9) Der deutsche Kimba weiß
hierüber offensichtlich genau Bescheid (woher nur?), denn er bringt
das Thema sofort zur Sprache: "Ronny, da bist du ja - Schnaff hat einen
Koffer mit Diamanten gefressen!" Ronny:" Oh, der wurde schon eifrig gesucht!"
Kimba:" Von wem?" Ronny: "Von zwei ganz üblen Gestalten..."
10) "Wenn die Kerle erst
mal wissen, wo ihre Diamanten stecken, dann haben wir alle hier nichts
mehr zu lachen!" Der deutsche Kimba ist hier wieder einmal nicht so sachlich
wie sein US-Pendant.
11) Schnaffs Worte klingen
in der deutschen Fassung nicht ganz so scharf. Außerdem will Schnaff
nur die Tierkinder zurückholen, aber nicht alle anderen Tiere fressen!
12) Diese Szene wird in der
deutschen Fassung abgemildert und klingt harmloser. Pauly spricht hier:
"Hört, meine Freunde, der große Angriff findet nicht statt;
alle Krokodile sind schachmatt!"
13) Und so lautet der deutsche
Dialog:
Pauly: "(...) und die armen
Kroko-Knaben werden großes Bauchweh haben!"
Kimba (vorwurfsvoll): "Pfui,
Pauly."
Pauly (verdutzt): "Was ist
los?"
Kimba: "Schämst du
dich denn überhaupt nicht?"
Pauly (entrüstet):
"Warum soll ich mich schämen? Ihr könnt euch ein Beispiel an
mir nehmen!"
Kimba: "Na, sie werden die
Krokodile alle umbringen!"
Pauly: "Wie du mir, so ich
dir."
Kimba: "Noch haben sie dir
ja gar nichts getan. Und vielleicht wollten sie auch nur bluffen."
14) In der deutschen Szene
sagt Schnaff: "Also Kimba, ich schlage vor, wir vergessen die ganze Sache.
Meinem Alli geht's wieder gut, und eigentlich wollten wir euch gar nicht
richtig fressen. Nur so'n bisschen."
Kimba: "Schon gut, Schnaff,
alles in Ordnung. Erzähl' mir, wie's dir geht, was machen deine Brandwunden?"
Der Rest der Unterhaltung wird durch einen belanglosen Kommentar von Daniel
überdeckt.
Pauly spricht in der folgenden
Szene, in der Alli und die anderen Kinder gemeinsam im Wasser spielen:
"Also, was ich euch gestehe: Wenn ich das hier alles sehe ist das doch
ein schöner Lohn für meine große Rettungsaktion!"
Dieser merkwürdige
Kommentar lässt die positive Botschaft der Originalfassung völlig
außer acht. Daniels Schlussbemerkung ist ebenfalls wenig sinnvoll:
"Jaja, wenn wir unseren Pauly nicht hätten und unseren schönen
grünen Dschungel, müssten wir alle baden gehen (...)" |
| Musik |
In dieser Episode
gibt es sehr viel Originalmusik und jede Menge Geräuscheffekte, so
dass diesmal kein Eindruck von "leeren" Stellen entsteht.
1) Zu den Anfangsszenen im
bzw. rund ums Flugzeug gibt es keine Musik, sondern nur Flugzeuggeräusche.
2) Völlig ohne Musik
ist die hitzige Diskussion zwischen Kimba und dem Alligatorenboss nach
der Gefangennahme der Tierkinder.
3) Auch der Helikopter-Angriff
der Schmuggler, die mit rotierenden Messern gegen die Alligatoren vorgehen,
enthält nur Geräuscheffekte.
4) Am Schluss der Episode
erklingt dezente Musik zu den hoffnungsvoll stimmenden Bildern. Auf wuchtige
Fanfaren hat man diesmal verzichtet. |
Abgesehen von
einigen Szenen mit zusätzlichen Spannungsmelodien wurde die Originalmusik
bei dieser Folge nahezu komplett beibehalten.
1) Die dezente deutsche Hintergrundmusik
unterstreicht hier die sich aufbauende Spannung sehr gut.
2) Saxophone und gestopfte
Trompeten setzen hier typische Untermalungsakzente, die die Spannung noch
zusätzlich steigern.
3) Die aufpeitschende Spannungsmusik
zu diesen Szenen wirkt angesichts der ohnehin schon heftigen Bilder regelrecht
überladen.
4) Als deutsches Schlussthema
wurde die klassische "Ronny & Mary"- Melodie aus "Unser neuer Freund"
verwendet, die hier eigentlich nicht passt, da weder Ronny noch Mary in
der Schlussszene vorkommen. |
| Fazit |
Diese Episode
mit ihrer spannenden Handlung und ihren hinreißenden Bildern gehört
zu den schönsten der gesamten Serie. Wieder einmal kann Roger seinen
Freunden aus der Klemme helfen, ganz im Sinne von Osamu Tezuka, für
den die Kommunikation zwischen Tier und Mensch eines der Hauptanliegen
seiner Geschichte war.
Bei der Art und Weise der
Rettungsaktion - Einsatz von Tauchgeräten - kommt auch wieder Tezukas
Begeisterung für Technik zum Vorschein. Außerdem sind die Zeichnungen
von Kimba mit Taucherbrille und Flossen einfach süß! (Wenngleich
er diese Hilfsmittel normalerweise nicht nötig hat - wie schon des
öfteren erwähnt, ist Wasser sein zweites Element!)
Auch der spezielle Tezuka-Humor
kommt wieder einmal zum Einsatz, als sich Kimba beim Kampf mit den Alligatoren
in eine Art weiße Bowlingkugel verwandelt und die Krokos denn auch
wie Kegel umfallen.
"Nicht einmal Alligatoren
darf man einfach vernichten! Egal, wie schlecht diese Tiere auch sind,
wir müssen ihnen helfen!" Diese Botschaft ist die Kernaussage der
Episode. Kimbas gute Tat wird auch prompt belohnt, denn der grobe Alligatorenboss
Schnaff rettet ihm am Schluss das Leben. |
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