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Episodenvergleich - Episode
17 bis 20
Die Nummerierung entspricht der japanischen Original-Reihenfolge.
Ein Klick auf die Nummer führt direkt zur
jeweiligen Episode.
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17
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Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
The Magic Serpent |
nicht vorhanden |
| Inhalt |
Eine gefährliche
Riesenschlange namens Puffy Adder lässt sich in Kimbas Dschungel nieder.
Sie hat den "Bösen Blick" und kann Tiere und Menschen hypnotisieren.
Auch ein ziemlich großer
Vogel namens Rancid Reekybird (übersetzt: Ranziger Dunstvogel) besucht
den Dschungel. Wegen seines abstoßenden Gestanks nehmen alle Tiere
Reißaus vor ihm. Darum hat er auch keine Freunde und ist allgemein
eine traurige Gestalt.
Inzwischen haben Pauly, Bucky
und Kimba unangenehme Bekanntschaft mit der Riesenschlange gemacht. Diese
ist auf der Suche nach einem neuen Königreich, in dem sie die Kontrolle
übernehmen und alle willenlos machen kann. Zuvor lebte sie bei den
Menschen, die sie ebenfalls mit ihrem Magischen Blick beherrschte (in einer
Rückblende sieht man die Schlange in einem Tempel, wo sich alle vor
ihr verneigen müssen).
Kimba ist damit begreiflicherweise
nicht einverstanden und will die Schlange verjagen. Diese wehrt sich, und
Kimba muss vor ihr fliehen, denn sie ist ihm körperlich weit überlegen.
Während alle Vögel fasziniert von der Schlange sind - vor allem
Jenny ist begeistert -, versucht Boss Rhino, sie zu bekämpfen: "Wir
wollen hier nur einen Anführer, und das ist Kimba!" Aber die
Schlange hypnotisiert ihn, und er ist machtlos.
Rancid, der stinkende Vogel,
nähert sich und will wissen, was los ist, doch alle Tiere fliehen
- bis auf Kimba. Rancid schüttet ihm sein Herz aus. Kimba erkennt
die Lage: "Ist schon blöd, aber weißt du, die anderen kennen
dich einfach nicht so gut wie ich. Das wird sich bald ändern."
Am nächsten Tag hält
Kimba Unterricht in der Schule (wieder einmal ist er der Lehrer).
Auf dem Stundenplan steht das Fach Freundschaft und Nächstenliebe.
Kimba macht den Kindern klar, dass sie sich ihre Freunde nicht nach dem
Aussehen, sondern nach dem Charakter gewählt haben. "Beurteile ein
Buch nicht nach seinem Umschlag!" Er fordert die Tierkinder auf, sich mit
Rancid anzufreunden.
"Aber der stinkt so", sagt
Geraldine. Darauf Kimba: "Das tun Gips und Farben auch, und trotzdem brauchen
die Menschen sie, um schöne Häuser zu bauen." Die Kinder: "Erzähl'
uns von den großen Städten und den Menschen! Sind sie nicht
alle wunderbar?" Kimba: "Nicht alle von ihnen! Viele haben größere
Fähigkeiten als Schönheit. Manche sind fleißig und halten
die Stadt sauber, andere sind weise und unterrichten..." Zu diesen Worten
sieht man futuristische Ansichten von Großstädten.
Kimba: "Ich erzähle
euch jetzt von einem Mann, den ich einst kennenlernte, der weder klug noch
hübsch war, aber er hatte ein großes Herz." Gemeint ist Mr.
Pompus, den Onkel von Ronny. Nun folgt eine Rückblende in die Zeit,
als Kimba als Haustier bei den Menschen lebte. Die Story spielt in London,
wo Kimba eines Nachts mit seinem Freund Mr. Pompus an der Themse spazieren
geht.
Auf der London Bridge bedrängt
eine Hundemeute ein schmuddeliges Kätzchen, das auf einem Pfeiler
hockt. Mr. Pompus schickt Kimba los, der Katze zu helfen. Kimba vermöbelt
und verjagt die Hunde. Da kommen die Hundebesitzer mit Gewehren und wollen
Kimba erschießen, weil er ihre teuren Rassehunde so übel zugerichtet
hat.
Mr. Pompus protestiert energisch,
doch in den Augen der Männer sind alle Katzen nutzlose Viecher, nur
Hunde zählen. Als Mr. Pompus eine flammende Ansprache über die
Gleichheit aller Lebewesen und das Recht auf Leben hält, hetzen die
Männer ihre Hunde erneut auf Kimba, der diese zum zweiten Mal tapfer
besiegt. Dann richtet Kimba selbst das Wort an die Männer und klagt
sie an. Ungeachtet dessen zielen diese weiterhin auf Kimba, um ihn zu töten.
In diesem Moment greift die
befreite Katze einen der Männer so heftig an, dass beide über
das Geländer in die Themse stürzen. Sie können nicht schwimmen
und schreien um Hilfe. Kimba springt sofort ins Wasser und rettet als erstes
die Katze. Als die beiden auftauchen, sieht das Kätzchen sauber und
edel aus. Da erinnert sich Mr. Pompus an einen Zeitungsartikel: eine wertvolle
Siamkatze wird vermisst, Belohnung 1000 Dollar. Das muss sie sein!
Als die Hundebesitzer das
hören, springen sie voller Geldgier alle ins Wasser und balgen sich
mit Kimba um die Katze. Nach kurzem Gerangel können sie sie greifen.
Sogleich brausen sie in ihren dicken Luxuslimousinen davon und vergessen
dabei völlig, ihre schwer angeschlagenen Hunde mitzunehmen.
Damit endet diese sehr comicartig
gezeichnete Rückblende. Die Tierkinder erkennen mehrere Lektionen
in der Geschichte, vor allem aber: "Beurteile ein Tier nicht nach dem Aussehen!"
Noch einmal bittet Kimba die Kinder, Freundschaft mit dem Stinkvogel zu
schließen. Diese Bitte setzen sie sogleich in die Tat um: Sie laden
Rancid zum Spielen ein, der gerührt ist und sein Glück kaum fassen
kann.
Inzwischen hat die Riesenschlange
fast alle Vögel mit ihrer hypnotischen Kraft unter Kontrolle gebracht.
Pauly befürchtet, dass die Schlange sich bis jetzt nur friedlich verhalten
hat, um alle in Sicherheit zu wiegen und auf eine günstige Gelegenheit
wartet, den Dschungel zu übernehmen. Er pirscht sich an, um sie zu
überwachen, doch die Schlange entdeckt ihn und hypnotisiert ihn auch.
Als Bucky seinem besten Freund zu Hilfe eilen will, hackt der hypnotisierte
Pauly nach ihm und verletzt ihn.
Rancid Reekybird wird Zeuge
dieser Szene und fliegt mit Dodie Deer auf dem Rücken (!) fort, um
Kimba zu alarmieren. Als dieser die Schlange angreifen will, gibt sie allen
Vögeln Befehl, Kimba in die Luft zu heben und aus großer Höhe
fallen zu lassen. Das tut weh! Danach lässt sie die Vögel Kimba
angreifen - eine bedrohliche Szene, die an Alfred Hitchcock's Thriller
erinnert!
Plötzlich brechen die
Vögel den Angriff ab, und alles erwacht aus der Trance, weil Rancid
sich nähert. Sein Gestank ist stärker als jede Hypnose! Die Schlange
flüchtet, doch Kimba ist noch nicht fertig mit ihr und verfolgt sie.
Es kommt zu einem erbitterten Kampf, bei dem es Kimba schließlich
gelingt, die Schlange in den Fluss zu werfen, wo sie einen tiefen Wasserfall
hinabstürzt und nicht wieder zum Vorschein kommt.
In der Schlussszene lassen
alle Tiere Rancid Reekybird gemeinsam hochleben - er ist der wahre Held
der Geschichte. Nun stört sich plötzlich keiner mehr an seinem
Gestank. Der Erzähler: "Einmal mehr siegt für Kimba und all seine
Freude das Gute über das Böse." |
Allge-
meines |
Dass
diese Episode in Deutschland nicht gezeigt wurde, ist nicht verwunderlich.
Die Szenen in London und der Kampf gegen die Schlange sind sehr gewaltgeladen.
Manches, wie der Angriff der Vögel auf Kimba, wirkt unheimlich und
Angst einflößend.
Vielleicht wurde die Folge
auch deshalb nicht gesendet, weil sie vom Thema her der nächsten Episode
Nr. 18 (The Runaway / Das Tier des Jahres) sehr ähnlich ist. Auch
dort geht es um einen Außenseiter, der später zum Helden wird
- freilich unter ganz anderen Bedingungen.
Kimbas Botschaften von der
Nächstenliebe, und dass man sich nicht durch Äußeres abschrecken
lassen soll, sind zwar wertvoll, gehen aber leider in der unheimlichen
Schlangenhandlung ziemlich unter. Meiner Meinung nach wurde in diese Episode
zu viel hineingestopft. |
| Musik |
Musik
gibt es in dieser Episode fast keine. Die Untermalung besteht zum großen
Teil aus Geräuscheffekten. Beim Angriff der Vögel erklingt gar
ein Sirenengeheul, das stark an Fliegeralarm erinnert.
Es gibt aber auch eine sehr
schöne Stelle: Zu Anfang der Rückblende erklingt die gleiche
Musik wie in Episode 5 (Fair Game) zur Weltausstellung in Paris. Diese
eingängige Melodie wird als Menü-Untermalung auf sämtlichen
amerikanischen Kimba-Kauf-DVDs verwendet. |
| Fazit |
Wie in den anderen
Episoden mit Rückblenden ist auch hier die Handlung dicht gedrängt.
Außerdem kommt Osamu Tezukas Begeisterung für Technik zum Ausdruck,
als Kimba von der Menschenwelt erzählt.
Vor allem jedoch geht es
ihm um die positive Botschaft, man solle sich nicht durch Äußerlichkeiten
täuschen lassen. Eine wichtige Episode für alle Kinder, die Außenseiter
sind und sich gut mit dem unbeliebten Vogel identifizieren können.
Dieses Thema wird in der nächsten Episode gleich noch einmal aufgegriffen.
Detail am Rande: Obwohl
Kimba die Menschensprache erst im Dschungel lernt - nämlich in Episode
3 "A Human Friend" -, kann man bei den Rückblenden oft beobachten,
dass er ganz offensichtlich schon früher mit Menschen redet, z.B.
auch in Episode 2 "The Wind In The Desert". Solche Fehler konnten passieren,
weil die Episoden in Japan von zwei unterschiedlichen Teams hergestellt
wurden, die nicht alles miteinander absprachen (siehe hierzu auch: "Wie
Kimba entstand"). |
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18
|
Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
The Runaway |
Das Tier des Jahres |
| Inhalt |
Hinweis:
Aus der deutschen Episode wurden mehrere Szenen herausgeschnitten. Die
betreffenden Stellen werden hier kursiv wiedergegeben.
Der Warzenschweinjunge Gargoyle
G. Warthog (deutscher Name: Mixpickle) ist von zu Hause ausgerissen und
lebt jetzt in Kimbas Dschungel. Dort trifft er auf das Wildschweinmädchen
Wildy Boar (in der deutschen Fassung nur Wildy genannt) und schenkt ihm
von seinem Futter. Wildy mag ihn auf den ersten Blick.
Gargoyle hat einen schweren
Minderwertigkeitskomplex: er leidet unter seiner Hässlichkeit und
schämt sich dafür. Darüber hinaus ist er äußerst
mitfühlend und kann Gewalt bei anderen nicht ertragen. So bittet er
zwei Tierkinder, die sich prügeln, sie sollen an ihrer Stelle lieber
ihn
verdreschen: wer schon so hässlich ist, soll auch dafür leiden!
Auch als eine Affenmama
ihr Baby versohlt, geht Gargoyle dazwischen und bietet an, die Prügel
mit dem Kleinen zu teilen. Also verhaut die Affenmutter, die an Gargoyle's
Verstand zweifelt, abwechselnd ihr Baby und das Warzenschwein, das sich
dadurch gleich viel besser fühlt!
In dieser Episode ist
Bucky dabei, ein funktionierendes Postsystem im Dschungel aufzubauen. Er
hat Probleme mit seinen Postboten, den Pelikanen, die lieber Blödsinn
machen als gewissenhaft zu arbeiten. Gargoyle bietet seine Hilfe an, und
Bucky macht ihn zum Assistenten. Gargoyle kniet sich verbissen in die Arbeit
im neu errichteten Dschungel-Postamt. (Sein Kampf mit einigen widerspenstigen
Paketen ist astreiner Slapstick-Humor.)
Daniel und Kimba besuchen
das neue Postamt und loben die Arbeit von Bucky und seinem neuen Assistenten.
Gargoyle reagiert sehr gereizt auf Kimbas Lob: "Ich tu' nur meine Pflicht
und arbeite hart!" Als Kimba sich vorsichtig bedanken will, braust Gargoyle
auf: "Ich will keinen Dank, und du sollst auch nicht nett zu mir sein!"
Kimba und die Freunde sind ratlos.
Inzwischen sucht Mama Warzenschwein
ihren Sohn. Kimba führt sie ins Postamt, wo Gargoyle auf das Auftauchen
seiner Mutter entsprechend reagiert: Er will sie nicht sehen und rennt
weg. Als Kimba ihn zur Rede stellt, erfährt er endlich den Grund für
Gargoyles sonderbares Verhalten. Zudem ist Gargoyle eifersüchtig auf
Kimba: "Ich mag dich nicht, weil du so hübsch bist!"
Derweil findet Pauly einen
Orden und erklärt den Tieren, was die Menschen damit anfangen. Kimba
hat die Idee, die Medaille für besondere Verdienste um den Dschungel
zu verleihen, und Pauly kreiert prompt den passenden Namen dafür:
"Tier des Jahres".
Da kommt Bucky atemlos angesaust
und verkündet, dass die Brüllaffen-Bande unter ihrem Anführer
namens Howler die Postfiliale in der Affenstadt zerstört hat. Daraufhin
wollen Bucky und Kimba die Bande zur Vernunft bringen, können aber
nichts ausrichten und müssen fliehen. Nun beschließt Kimba,
eine Falle zu graben.
Inwischen hat sich Gargoyle
mit Wildy angefreundet, aber Wildys Mutter verstößt das häßliche
Warzenschwein mit unfreundlichen Worten. Gargoyle ist untröstlich
und tappt danach sogar absichtlich in die Affenfalle, um dort sein hässliches
Gesicht zu verstecken.
Verständlicherweise
sind nun alle wütend auf ihn; auch seine Mutter will jetzt nichts
mehr von ihrem feigen Sohn wissen. Zu allem Überfluss schlägt
die Affenbande erneut zu: diesmal haben sie das Hauptpostamt zerstört.
Wildy macht Gargoyle ausfindig
und versichert ihm, dass sie ihn trotz seiner Hässlichkeit mag, weil
er lieb und mutig ist. Gargyole schöpft Hoffnung: "Vielleicht ändert
deine Mutter ihre Meinung über mich, wenn ich die Medaille gewinne!"
Er beschließt, ganz alleine zu der Affenbande zu gehen und sie zu
vermöbeln.
Natürlich kriegt Gargoyle
von den Affen erst einmal tüchtig Prügel, aber als Kimba dazukommt,
können sie die Bande gemeinsam mit Glück und mit Hilfe eines
wildgewordenen Bienenschwarms besiegen.
Zum Lohn für seine Tapferkeit
bekommt Gargoyle am Ende tatsächlich den Orden verliehen und wird
"Tier des Jahres". Auch Wildys Mutter ändert ihre Meinung über
ihn - Gargoyle hat nun beste Chancen, ihr zukünftiger Schwiegersohn
zu werden! |
Allge-
meines |
Warum
in der deutschen Fassung alle Szenen, die die Handlung um das Dschungel-Postamt
betreffen, herausgeschnitten wurden, ist rätselhaft, da sie keine
Gewalt enthalten. War den deutschen Produzenten der Gedanke an ein Postamt
zu abwegig, oder ging es nur darum, ein paar Minuten zu sparen?
Bei den Dialogen gibt es
erhebliche Unterschiede. Der Text ist oft sehr frei übersetzt. Während
im Original die Sprache deutlich gefühlvoller ist, kommt sie in der
deutschen Version eher salopp, manchmal auch flapsig rüber.
Charakter und Stimme des
Warzenschweins sind in beiden Fassungen unterschiedlich. Im Deutschen ist
es eher trotzig und quengelig, während es im Original ausgesprochen
sanftmütig und geduldig ist. |
Unter-
schiede
TEXT |
1) Das Warzenschwein
heißt "Gargoyle G. Warthog" (gargoyle=Wasserspeier).
2) Der Charakter von Gargoyle
ist in der US-Fassung ganz anders als in der deutschen. So bietet er zwei
kämpfenden Jungtieren an, sich von ihnen verdreschen zu lassen, damit
sie sich nicht gegenseitig prügeln sollen: "Wenn ihr schon kämpfen
müsst, haut mich statt euch!" Als sie das tun, ist Gargoyle glücklich:
"So, jetzt hat euer Kampf wenigstens ein Ende gefunden."
3) Im Original bekommt Kimba
Gargoyle's Mutter von einem Pelikan-Briefträger "als Paket zugestellt"!
4) Der Streit zwischen Kimba
und Gargoyle ist in der US-Version sachlicher und aufschlussreicher. Kimba:
"Gargoyle, warum hast du so getan, als sei sie (Mama Warzenschwein) nicht
deine Mutter?" Gargoyle: "Weil ich nicht ihr Sohn sein will!"
5) Pauly schlägt Dan'l
Baboon als Schiedsrichter beim Wettbewerb um das "Tier des Jahres" vor,
weil er der älteste ist.
6) Bucky berichtet Kimba,
dass die Affenbande die Postfiliale vernichtet und die Briefträger
niedergeschlagen hat. Dies passt zu den Bildern der (mit den obligatorischen
Heftpflastern beklebten) Pelikane, die zwischen den Trümmern herumliegen.
7) Der Name vom Boss der
Affen-Gang "Howler" wird in der US-Version einige Male erwähnt.
8) Kimba richtet an Howler
folgende Worte: "Keiner darf die Postzustellung behindern, und ein Postamt
zu zerstören ist eine grobe Verletzung unserer Regeln!"
9) Die Bemerkungen von Wildys
Mutter über Gargoyle klingen in der US-Fassung nicht ganz so gemein:
"Was machst du denn mit dem hässlichen Jungen? Wie oft hab' ich dir
gesagt, du sollst nicht mit Jungs spielen, die Warzen haben. Willst du
später mal genauso hässlich werden?"
10) Als Gargoyle traurig
im Mondschein sitzt, lauten seine Worte: "Wildys Mutter hatte recht! Ich
bin hässlich! Ich kann es nicht ertragen! Ich suche mir irgend ein
Loch, in dem ich mich verkriechen und mein scheußliches Gesicht vor
allen verstecken kann."
11) Daniel berichtet, dass
die Affen jetzt das Hauptpostamt zerstört haben. Die nächste
Szene zeigt folglich einige Trümmer inmitten des Dschungels.
12) Der Dialog zwischen Gargoyle
und Wildy hört sich in der US-Version so an:
Gargoyle: "Denkst du, dass
deine Mutter ihre Meinung über mich ändern wird, wenn ich die
Medaille 'Tier des Jahres' gewinne?" Wildy: "Glaubst du denn, du hast eine
Chance, sie zu gewinnen?" Gargoyle: "Ich weiß nicht, aber ich werd's
versuchen. Nehmt euch in Acht, ihr Paviane, ich komme!" (Er rennt los.)
Wildy: "Nein! Geh' nicht in ihre Nähe, sie sind gefährlich!"
Gargoyle: "Das ist mir egal!"
13) Wildy fleht Kimba an:
"Kimba, lass nicht zu, dass ihm was passiert! Kannst du ihm nicht helfen?
Bitte!" Kimbas Reaktion entspricht exakt seinem Charakter: "Ich muss es
versuchen!"
14) Wie so oft ist Kimba
in der US-Fassung zartfühlender. So sagt er zu dem vom Kampf lädierten
Gargoyle: "Bist du in Ordnung?"
15) Kimba zu Gargoyles Mutter:
"Mrs. Warthog, Sie können stolz auf ihn sein! Er war sehr tapfer.
Er hat die Paviane im Alleingang angegriffen."
16) Gargoyle: "Kimba ist
derjenige, der die Medaille bekommen sollte!" Kimba: "Warum sollte ich?
Du bist der Tapferste, und du verdienst sie!"
17) Wildy, nach der Ordensverleihung:
"Herzlichen Glückwunsch, Gargoyle! Jeder ist nun stolz auf dich -
besonders ich!"
18) Komplett geändert
wurde die Szene, in der man Gargoyle in Großaufnahme mit dem Orden
dahinstolzieren sieht. In der US-Fassung spricht hier seine Mutter: "Komm,
Sohn, es wird Zeit, heimzugehen." Dann hört man Wildys Mutter: "Sag'
Auf Wiedersehen zu ihm, Wildy! Kleine Mädchen sollten nett zu stattlichen
jungen Burschen sein!" Darauf Wildy: "Aber Mutter, hast du nicht gesagt,
er sei hässlich?" Die Mutter: "Wie oft soll ich es dir noch sagen:
Schönheit ist nur eine Äußerlichkeit!" |
1) Der Name "Mixpickle"
in der deutschen Fassung ist schöner und passt genauso gut.
2) In der deutschen Szene
sagen die beiden Jungtiere zu Mixpickle: "Wir spielen doch nur!" Darauf
erwidert Mixpickle: "Wenn das soviel Spaß macht, kann ich ja mitmachen.
Los, haut mich mal!" Die beiden tun es, und Mixpickle meint danach: "Na,
ich weiß nicht, ich hatte es mir lustiger vorgestellt!"
3) Dieser Gag kommt in der
deutschen Episode natürlich nicht vor, da die komplette Handlung rund
um das Dschungel-Postamt herausgeschnitten wurde.
4) In der deutschen Fassung
fallen zwischen Kimba und Gargoyle heftigere Worte, die jedoch den Tiefgang
der Originalversion vermissen lassen. Kimba: "Also mal raus mit der Sprache!
Was ist los mit dir?" Mixpickle: "Gar nix is' los! Verschwinde!"
5) Dieser Satz kommt in der
deutschen Fassung nicht vor.
6) Bucky berichtet Kimba,
dass "die Affenbande in unsere Vorratskammern eingedrungen sei". Mit ein
wenig Phantasie kann man das zerstörte Postamt durchaus für eine
Vorratskammer halten.
7) Dieser Name kommt im deutschen
Text nicht vor. Hier ist nur von der "Brüllaffen-Bande" die Rede.
8) Kimbas deutsche Worte:
"Ihr habt den Frieden gebrochen, und ihr habt zwei unserer Tiere getötet!"
Weshalb ausgerechnet in der deutschen Fassung hier solch drastische Worte
fallen, ist schleierhaft.
9) Die deutschen Worte tun
richtig weh: "Sag' mal, wo hast du denn diesen hässlichen Streuselkuchen
aufgegabelt? Ich hab' dir x-mal gesagt, du sollst nicht mit solchen Warzen-Wutzen
spielen, sonst siehst du auch eines Tages so verboten aus!"
10) Mixpickles Klagen sind
in der deutschen Fassung allgemeiner und auch ein wenig kürzer: "Warum
bin ich denn aber auch so hässlich? Keiner will mich haben! Wozu bin
ich denn überhaupt auf der Welt?"
11) In der deutschen Fassung
sagt Daniel: "Die Affen haben die Farm vernichtet!" Dieser Text passt nun
wirklich nicht zu den gezeigten Bildern - die Farm ist in dieser Szene
überhaupt nicht zu sehen!
12) Und so klingt der Dialog
zwischen Gargoyle und Wildy in der deutschen Version:
Gargoyle: "Glaubst du, dass
deine Mutter ihre Meinung über mich ändern wird, ich meine irgendwann
mal?" Wildy: "Ja, da bin ich ganz sicher!" Gargoyle: "Da werd' ich mal
sehen, was sich tun lässt. Und ich hab' auch was Bestimmtes vor."
(Er rennt los.) Wildy ruft ihm hinterher: "Was denn? Bleib lieber hier!
Mach' keine Dummheiten!"
13) Die deutsche Wildy: "Aber
da müssen wir ihm doch helfen - und zwar schnell!" Kimbas deutsche
Reaktion ist hier ziemlich rätselhaft und passt gar nicht zu seinem
heldenhaften Charakter: "Hmmm - ihr habt alle gut reden..."
14) Der saloppe deutsche
Kimba sagt zu Mixpickle: "Hör mal, stell' dich lieber wieder auf die
Füße!"
15) Kimbas deutsche Worte
lauten hier: "Wir sind alle mächtig stolz auf ihn. Er hat 'ne Menge
Mut bewiesen. Ich denke, wir sollten uns an ihm ein Beispiel nehmen."
16) In der deutschen Fassung
sagt
Mixpickle: "Aber ich habe die Affen nicht besiegt!" Kimba antwortet: "Nein,
aber du hast es als erster versucht!"
17) Wildys deutscher Text
lautet: "Na siehst du, hab' ich's dir nicht gesagt? Mit der Schönheit
ist noch gar nichts getan!"
18) Zu dieser Szene hört
man in der deutschen Fassung nur Daniel aus dem Hintergrund: "Ja, und was
soll ich sagen - der Orden heftete unserem Mixpickle den Erfolg geradezu
an die Füße. Sogar als zukünftiger Schwiegersohn wurde
er akzeptiert ... Wer hätte das gedacht?"
Bucky wird in dieser Episode
von Harry Wüstenhagen gesprochen. |
Unter-
schiede
MUSIK |
Es gibt nicht
übermäßig viel Originalmusik in dieser Episode, und viele
Szenen sind komplett "stumm".
Das musikalische Highlight
ist zweifellos die Parade der Tiere in der "Traumsequenz" über die
Ordensverleihung. Sie ist unverändert auch in der deutschen Fassung
enthalten.
1) Die kompletten Anfangsszenen
(Mittagsmahl der Tiere, Kennenlernen von Gargoyle u. Wildy) enthalten heitere
und vom Charakter her sehr gut passende Originalmusik.
2) Die Szenen, in denen Gargoyle
alleine zu den Affen geht und von ihnen übel zugerichtet wird, ist
in der Originalfassung komplett ohne Musik.
3) Musikalische Unterschiede
gibt es auch bei den Schlussszenen: Bis zu dem Moment, als Gargoyle von
Daniel den Orden überreicht bekommt, ist diese Szene ohne Musik. Dann
jedoch erklingt eine zarte, zu den gefühlvollen Bildern von Gargoyle
und Wildy passende Melodie.
4) Als Gargoyle und Wildy
voneinander Abschied nehmen müssen, wird ein wunderschönes, fröhliches
Thema gespielt, das nur an dieser Stelle verwendet wurde. |
In der deutschen
Fassung wurde die Originalmusik fast komplett übernommen. Es gibt
auch so gut wie keine deutschen Zusatzmelodien, was eine große Seltenheit
darstellt. Teilweise hat man sogar längere "stille" Szenen still gelassen,
wie z.B. das Graben der Fallgrube.
1) Hier ertönt zu Beginn
eine Art Swingmusik im Bigbandsound, die nach wenigen Sekunden in die (vom
Charakter her völlig andere) Originalmelodie überblendet. Wieso
hat man hier nicht von Anfang an das Original beibehalten?
2) Diese Szenen sind mit
diversen deutschen Spannungs- und Kampfmelodien unterlegt.
3) Das gefühlvolle "Ronny
& Mary"-Thema leitet die komplette Ordensverleihung ein. Bei der Übergabe
erklingen Fanfaren, die an dieser Stelle gut passen.
4) Hier kommt wieder das
"Ronny & Mary"-Thema zum Einsatz, mit dem die Episode auch ausklingt. |
| Fazit |
Eine weitere
schöne und wichtige Kimba-Episode, in der ein Außenseiter schließlich
zum akzeptierten Mitglied der Gemeinschaft wird. Diese Botschaft ist hier
noch besser umgesetzt als in der vorherigen Episode Nr. 17 (The Magic Serpent).
Die surrealistische Ordens-Parade
der Tiere ist eine Reminiszenz von Osamu Tezuka an Walt Disney und seinen
Film "Dumbo". So sieht die Zirkusmaus, die die Parade anführt, der
Maus in "Dumbo" sehr ähnlich.
Tezuka war ein großer
Verehrer von Disney. Deshalb war es auch eines seiner Anliegen, in Japan
eine qualitativ hochwertige disney-ähnliche Animation zu zeigen.
Detail am Rande: Der
Kampf des Warzenschweins gegen die Affenbande enthält in der japanischen
Originalfassung einige Szenen, die so brutal sind, dass sie bereits aus
der US-Fassung herausgeschnitten wurden! Sie sind auf der amerikanischen
Bonus-DVD zu finden. |
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19
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Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
The Mystery Of The Deserted
Village |
Das Geheimnis des verlassenen
Dorfes |
| Inhalt |
Hinweis:
Die deutsche Fassung wurde um ca. drei Minuten gekürzt. Da die geschnittenen
Stellen die Handlung nicht beeinträchtigen, werden sie unter der Rubrik
"Allgemeines" genau beschrieben.
Der Löwe Claw (deutscher
Name: Klaue), Kimbas Erzfeind, versucht einen neuen Trick: Er lässt
ihm mitteilen, dass er angeblich Frieden mit ihm schließen möchte.
Hierzu will er sich mit Kimba im verlassenen Dorf treffen. Das ist offensichtlich
eine Falle, aber Kimba geht trotzdem hin, um herauszufinden, was an der
Sache dran ist.
Speedy Cheetah, der ihn begleitet,
erkennt als erster die Falle, in die Kimba hier gehen soll. Als er ihn
warnt, wird er von Cassius böse am Bein verletzt und kann nicht mehr
laufen.
Da erscheint im Dschungel
das Monster-Wohnmobil von Vera Snobbisch aus Boston (japanische
Fassung: aus New York), die mit ihren beiden
Kindern Ignotso (japanischer Name: John,
deutscher Name: Benny) und Minnie sowie jeder Menge Personal in Afrika
auf Luxus-Safari ist. Um Haaresbreite kommen der verletzte Speedy und Kimba,
der seinen Freund nicht alleinlässt, unter die Planierraupe, die den
Weg für das Riesengefährt ebnet.
Die dicke Mrs. Snobbish möchte
Kimba gern als Souvenir mit nach Hause nehmen. (In
der japanischen Fassung nennt sie ihn "weißer Tiger"!)
Sie verspricht ihm als Gegenleistung Penicillin für den verletzten
Speedy. Doch der junge Ignotso, ein Medizinstudent, ist tierlieb und verarztet
Speedy hinter dem Rücken seiner Mutter, die darüber sehr erzürnt
ist.
Da Familie Snobbish die Nacht
im verlassenen Dorf verbringen will, suchen sich die Chauffeure Rocky und
Rollie ein ruhiges Schlafplätzchen, denn Tochter Minnie lässt
die Stereoanlage wieder auf vollen Touren laufen. Sie beschließen,
in einer großen, noch intakten Hütte zu übernachten.
Diese ist jedoch nicht leer:
sie enthält die Ahnengalerie aller weißen Löwen, sprich
die Felle von Kimbas Vorfahren und wird von Leona, einer Tochter Caesars,
bewacht. Als Leona die Männer angreift, kommt Kimba ihnen zu Hilfe
und lernt auf diese Weise endlich seine Schwester kennen. Als Kitty auch
noch auf der Bildfläche erscheint, gibt es zuerst Zoff wegen ihrer
vermeintlichen Rivalin, aber Kimba erklärt ihr die Situation.
Inzwischen hat Claw erfahren,
dass Menschen im verlassenen Dorf kampieren. Er will sie vertreiben und
demoliert Snobbish's Wohnmobil erheblich. Dabei zerstört er auch die
Steuerung der Klimaanlage, wodurch sich der Caravan langsam in einen Eispalast
verwandelt.
Als Kimba eingreifen will,
kommt es wieder einmal zu einem heftigen Kampf zwischen den beiden Rivalen.
Kitty zittert um ihren Liebsten, doch Leona meint, Kimba käme schon
allein zurecht. So ist es auch: Claw sucht schließlich sein Heil
in der Flucht.
Weil Claw auch den Benzintank
des Wohnmobils zerstört hat, muss Familie Snobbish zu Fuß zum
nächsten Flughafen. Kimba und seine Freunde helfen beim "Abtransport"
und begleiten sie auf ihrem Weg durch den Dschungel. Nur Leona kehrt allein
wieder in die Ahnengalerie zurück, um weiter auf die kostbaren Felle
ihrer Vorfahren aufzupassen. |
Allge-
meines |
Folgende
Szenen wurden aus der deutschen Fassung herausgeschnitten:
1) Tom und Tab beobachten
aus einem Baumversteck, wie Kimba zum verlassenen Dorf aufbricht. Kimba
rennt in verschiedenen Einstellungen und erreicht das Dorf. (ca. 30 sek.)
2) Kimba sucht im verlassenen
Dorf nach Claw. (ca. 10 sek.)
3) Die Szene, in der Minnie
ihre Mutter mit der lauten Musik im Wohnmobil nervt, ist im Original ca.
1 Minute länger. Im Takt hüpfen die Stereoanlage, Tassen, Sessel,
Lampen und anderes Mobiliar. Minnie tanzt und verbiegt ihren Körper,
wobei bunte Lichteffekte eine Disco-Atmosphäre erzeugen.
4) Auch die Szene, in
der das Wohnmobil zu einem Eispalast wird, ist im Original ca. 1 Minute
länger. Minnie und ihre Mutter zittern in Decken gehüllt, der
Kellner serviert Eiskaffee, und Mrs. Snobbish rutscht auf dem Boden herum.
Minnie tanzt graziös zur Musik auf dem Eis, während Ignotso lesend
auf dem Sofa sitzt, das ebenfalls übers Eis rutscht. Der Innenraum
des Wohnmobils vergrößert sich während dieser Szenen in
surrealer Weise zu einem regelrechten Tanzsaal.
Da die betreffenden Szenen
allesamt keine Gewalt enthalten, liegt der Verdacht nahe, dass sie nur
aus Zeitgründen entfernt wurden. Vielleicht fand man auch die schräge
Komik der Musikszenen unpassend.
Beim Text gibt es erhebliche
Unterschiede, deren komplette Auflistung den Rahmen dieser Seite sprengen
würde. Die Dialoge, die auch einige englische Wortspiele enthalten,
wurden sehr frei übersetzt.
Dass die US-Crew sich nicht
gut mit Raubtieren auskannte, erkennt man daran, dass Kimbas Freund Speedy
den Beinamen "Cheetah" (=Gepard) bekam, obwohl er klar erkennbar ein Leopard
ist. Auch Ignotso verwendet diese falsche Anrede, als er sich um Speedys
verletzte Pfote kümmert. Der Fehler wurde in der deutschen Fassung
brav übernommen. |
Unter-
schiede
TEXT |
1) Der US-Erzähler
weist bereits in der Einleitung darauf hin, dass Claw Kimba eine Falle
stellen will.
2) Als der Papagei Kimba
und seinen Freunden Claw's Nachricht überbringt, ist die englische
Fassung sachlicher und inhaltlich etwas anders. So sagt z.B. der Papagei
zu dem skeptischen Dan'l: "Moment mal, Dan'l, ich habe ihn gesehen, und
ich weiß genau, dass es ihm leid tut, weil er so sehr geweint hat!"
3) Zum Treffen im verlassenen
Dorf bemerkt Dan'l: "Ich wette, Cassius und diese nichtsnutzigen Hyänen
sind dort, zusammen mit Claw!"
4) Kimba bei der Suche nach
Claw im verlassenen Dorf: "Claw hätte keinen gruseligeren Ort auswählen
können, um mich zu erschrecken." Danach sagt er: "Vielleicht hatte
Dan'l ja recht - vielleicht ist es eine Falle. Ich gehe!"
5) Kimba zum verletzten Speedy:
"Das ist kein Kratzer! Dieser brutale Cassius! Er hat dir einen üblen
Hieb auf deinen Fuß versetzt. Versuche besser nicht, ihn zu bewegen."
6) Cassius' Worte, als der
Bulldozer Kimba und Speedy zu überrollen droht: "Dieser Bulldozer
wird Kimba in kleine Teilchen zerschmettern!"
7) Die Mitglieder der Familie
Snobbish (Vera, Ignotso und Minnie) werden in der US-Fassung eigens durch
den Erzähler vorgestellt.
8) Ignotso studiert in seinem
Buch "frog's eggs" (Froschlaich), was seine Mutter auf die Idee bringt,
zum Abendessen "frog's legs" (Froschschenkel) zu ordern.
9) Kimba zu Speedy, als die
Männer versuchen, sie beide einzufangen: "Hab' keine Angst, ich halte
sie auf!"
10) Als er von Vera Snobbish
zum Essen aufgefordert wird, sagt der US-Kimba: "Ich mache mir so große
Sorgen um meinen Freund, dass ich keinen Bissen hinunterbringe!"
11) Einer der lustigsten
Text-Unterschiede: Mrs. Snobbish verspricht Kimba, ihm regelmäßig
Taschengeld zu geben, wenn er mit ihr nach Boston kommt!
12) Mrs Snobbish sagt zu
ihrem Sohn, als er Speedy gerade verarztet hat: "Du hast mir die Chance
verdorben, Kimba zu behalten. Warum ließ ich dich nur studieren?
Dumm wärst du mir lieber gewesen!"
13) In der Diskussion, ob
die Snobbishs schlechte Menschen sind, sagt Kimba zu Speedy: "Ignotso war
nett genug, dir zu helfen. Jeder, der Tiere mag, kann nicht völlig
schlecht sein."
14) Kimba unterbricht den
Kampf der beiden Löwinnen: "Tut mir leid, Kitty, aber ich kann dich
nicht mir meiner Schwester kämpfen lassen!"
15) "Vor langer Zeit lebte
ein böser Löwe namens Claw hier..." beginnt Leona ihre Erzählung
und nennt damit Caesars und Kimbas Widersacher klar beim Namen.
16) Im Rückblenden-Dialog
zwischen Dan'l und Caesar sagt dieser: "Ich habe die ganze Zeit im Dorf
gelebt, wo ich die Eingeborenen beschütze, damit sie in Sicherheit
und Frieden leben können."
17) Als Dan'l Caesar bittet,
mit ihm zu kommen, sagt er in der US-Fassung: "Caesar, würdest du
mitkommen und bei uns im Dschungel leben? Bring den Tieren bei, wie man
in Frieden zusammen lebt. Bitte komm mit! Wir brauchen dich!" Dan'l formuliert
diese Bitte in flehentlichem, hoffnungsvollem Tonfall.
18) Zu den anschließenden
Bildern der fortziehenden Eingeborenen spricht Leona aus dem Hintergrund:
"Vater konnte sich nicht weigern, den Tieren zu helfen. So verließ
er das Dorf der Menschen und kehrte nie wieder zurück." Kimba: "Was
geschah mit den Eingeborenen?" Leona: "Da sie zu viel Angst hatten, ohne
Vaters Schutz hier zu leben, zogen sie schon bald, nachdem er fortgegangen
war, in die Stadt."
19) Eine der stärksten
Abweichungen gibt es beim Schlusstext. Dieser wird im Original von Leona
gesprochen und lautet (gekürzt): "Ich muss hier weiter auf den Tempel
aufpassen. Die Schätze unserer Vorfahren sind wertvoll. Von ihnen
können wir lernen, wie unsere Großväter lebten. Du aber,
Kimba, musst dich um die Zukunft kümmern. Verwandle den Dschungel
in eine zivilisierte Welt, so wie unser Vater es immer versucht hat. Es
ist nicht leicht, doch ich weiß, du wirst es weiter versuchen. Ich
bin so stolz auf dich, Kimba!" |
1) Daniels deutsche
Einleitungsworte sind allgemeiner gehalten und erwähnen die Falle
nicht.
2) In der deutschen Fassung
bleibt die Sachlichkeit dieser Szene zugunsten flotter Sprüche auf
der Strecke. Der Papagei, der übrigens mit Paulys Stimme spricht,
reimt hier: "Er war rührend, sag' ich dir, gerührt wie'n altes
Tränentier, und hat geweint wie'n Krokodil, doch solche Tränen
zählen nicht viel."
3) Deutscher Text: "Ein etwas
merkwürdiger Ort für einen Freundschaftsbesuch - bestens geeignet
für einen Hinterhalt!"
4) Kimbas deutscher Text:
"Hoffentlich hat Daniel nicht recht - scheint hier nicht ganz geheuer zu
sein." Danach kommt seine etwas saloppe deutsche Ausdrucksweise wieder
durch: "Naja, wer nicht will, der hat schon - geh' ich halt wieder."
5) Deutscher Text: "Na, dich
hat's aber ganz schön erwischt. Dein Fuß sieht böse aus.
So kannst du überhaupt nicht laufen."
6) Cassius' deutsche Worte
sind wieder mal recht blumig: "Das gibt Löwenmaulsalat mit Speedy-Geschnetzeltem!"
7) In der deutschen Fassung
erfährt man die Namen von Benny und Minnie nur aus den jeweiligen
Dialogen. Der Name Vera wird nicht erwähnt.
8) Dieses englische Wortspiel
wurde bei uns mit den Ersatz-Begriffen "laichende Fische" und "Kaviar"
äußerst gelungen umgewandelt.
9) Kimbas deutscher Satz
"So schnell schießen die Preußen nicht!" ist natürlich
ein ganzes Stück witziger.
10) Der deutsche Kimba sagt
hier: "Ich möchte doch zuerst mal nach meinem Freund sehen." Man beachte
den feinen Unterschied!
11) Der deutschen Crew sind
ebenfalls witzige Texte eingefallen: An dieser Stelle sagt Mrs. Snobbish
zu Kimba, sie würde ihm in Boston auch ein paar Tiere zum Spielen
kaufen!
12) In der deutschen Szene
sagt sie zu ihm: "Warum studierst du eigentlich? Du bleibst dein Leben
lang dumm!"
13) Der deutsche Kimba ist
hier viel skeptischer, denn er bringt den Satz: "Aber die dicke Dame liebt
sicherlich Pelzmäntel!"
14) Der deutsche Kimba sagt:
"Hör' auf, Kitty, mach' hier keinen Terror! Das ist meine Schwester!"
Damit wurden gewiss viele deutsche Kinder zum ersten Mal mit jenem Begriff
konfrontiert, der gerade im Jahr 1977 von trauriger Aktualität war.
15) In der deutschen Fassung
nennt Leona seinen Namen nicht. Der Zuschauer muss von alleine dahinterkommen,
dass mit dem "bösen Löwen" Klaue gemeint ist.
16) Der deutsche Cäsar
erwähnt hier ein wichtiges Detail, das in der US-Fassung nicht genannt
wird: "Ich lebe bei den Menschen und beschütze sie, denn ich will
Frieden zwischen Mensch und Tier!"
17) Der deutsche Daniel spricht
in dieser Szene sehr fordernd und energisch, und er betont noch einmal,
dass es ihm nicht nur um die Tiere geht: "Cäsar, komm zu uns! Wir
im Dschungel wollen auch in Frieden leben - in Frieden mit den Menschen
und mit den anderen Tieren. Komm mit! Wir brauchen Dich!"
18) In der deutschen Fassung
ist in diesen Szenen nur Daniel als Erzähler aus dem Hintergrund zu
hören: "Ja, so konnte ich damals den großen Cäsar überreden,
mit uns zu kommen. Die Menschen brauchten seine Hilfe nicht mehr, denn
sie wollten den Dschungel ohnehin verlassen, der ihnen zu wenig zum Leben
bot. Sie zogen in eine größere Ortschaft." Damit wird der Sachverhalt
der Originalszene total verdreht!
19) Der von Daniel gesprochene
Schlusstext hat einen ganz anderen Inhalt (gekürzt): "So wurde aus
dem Besuch eines modernen Supercaravans eine Reise in die Vergangenheit.
Kimba hat seine Schwester noch oft besucht und sich von ihr Geschichten
erzählen lassen aus längst vergangenen Zeiten. - - - Die Familie
Snobbish haben sie glücklich aus dem Dschungel hinaus bugsiert, und
wir haben sie nie wieder gesehen, worüber wir ehrlich gesagt, nicht
traurig waren..."
Bucky wird in dieser Episode
von Harry Wüstenhagen gesprochen. |
Unter-
schiede
MUSIK |
In der US-Episode
gibt es relativ viel Originalmusik, bedingt durch die humorvollen Einlagen
in Snobbish's Wohnmobil. Viele andere Szenen sind jedoch wie so oft völlig
"stumm".
1) Als Kimba nach Claw im
verlassenen Dorf sucht, erklingt eine dezente und geheimnisvolle Melodie.
2) Die fetzige Musik, die
Minnie im Wohnmobil auflegt, unterscheidet sich von der deutschen. Die
Melodie ist ähnlich, aber in der Originalfassung noch ein ganzes Stück
"lärmiger".
3) Als Kimba um etwas Penicillin
bittet und die Männer angesichts des sprechenden Löwen in Ohnmacht
fallen, passt die Originalmusik viel besser zu Kimbas Enttäuschung
über diese traurige Reaktion.
4) Komplett ohne Musik sind
die Szenen, in denen Kimba Kitty in der Ahnengalerie über Leona und
die Löwenfelle aufklärt.
5) Ebenfalls völlig
ohne Musik und nur gelegentlich mit Geräuschen unterlegt sind sämtliche
Kampfszenen: Kimba und Claw in der Ahnengalerie, Claw demoliert das Wohnmobil,
Kimba und Claw kämpfen auf dem Dach...
6) Als die Snobbishs mit
Hilfe der Tiere den Dschungel durchqueren, gibt es in der Originalfassung
keine Musik.
7) Die Schlussszene wird
von einem getragenen und nachdenklich stimmenden Tomita-Orchestermotiv
untermalt, das perfekt zu den einsamen Bildern passt. |
Die deutsche
Fassung enthält sehr viele Zusatzmelodien, die die allzu stummen Szenen
wohltuend untermalen. Die Originalmusik zu den Wohnmobil-Szenen wurde komplett
ersetzt.
1) Diese Szenen wurden mit
markanter Spannungsmusik versehen, die das etwas unheimliche Geschehen
noch verstärkt.
2) Die deutsche Musik ähnelt
in Rhythmus und Melodie dem Original. Sie ist genauso fetzig und allgemein
etwas "melodischer". Die Tonqualität ist, wie generell, deutlich besser
als das Original.
3) In der deutschen Fassung
wird hier ein Motiv gespielt, das betont lustig klingt. Dadurch wird der
nachdenkliche Charakter der Originalszene in Slapstick verwandelt.
4) Die gefühlvolle deutsche
Zusatzmusik passt sehr gut zu diesen Szenen.
5) All diese "stummen" Originalszenen
werden in der deutschen Fassung mit Spannungsmelodien und Toneffekten untermalt
und dadurch noch spannender gemacht.
6) Zur deutschen Szene erklingt
ein betont lustiges Motiv, wodurch die komische Wirkung der Bilder noch
verstärkt wird.
7) Die Schlussszene wird
durch die fast immer an dieser Stelle verwendete deutsche Standardmelodie
krampfhaft "harmonisch" gemacht. Die schöne, nachdenklich stimmende
Originalmelodie geht leider verloren. |
| Fazit |
Diese Episode
ist für die Entwicklung der gesamten Kimba-Story sehr wichtig. Der
Zuschauer erfährt die Geschichte der weißen Löwen und wie
Caesar in den Dschungel kam, und Kimba lernt endlich seine Schwester Leona
kennen. Der Kampf mit Claw - für Kimba nur einer von vielen - ist
eher Nebensache. Das exotische Zusammentreffen mit der Familie Snobbish
zeigt Kimba, dass nicht nur Jäger oder Tierfänger in den Dschungel
kommen, sondern manchmal auch sehr sonderbare Menschen, die im Grunde aber
harmlos sind.
Was beim Vergleich mit den
US-Episoden immer wieder auffällt: Die deutsche Kimbaserie hat keine
stillen Momente, so wie in dieser Folge nach Leonas Schlusswort. Die vielen
Zusatzmelodien (oft kombiniert mit Daniels Bemerkungen) lassen kaum Platz
für den Tiefgang des Originals.
Detail am Rande: Sowohl
in der amerikanischen als auch in der deutschen Fassung wird Leona als
"weiße Löwin" bezeichnet, obwohl ihr Fell doch die typische
Sandfarbe "normaler" Löwen hat. Diese Ungereimtheit ist auch in Episode
10 (Two Hearts And Two Minds) zu beobachten, wo sowohl Kitty als auch Snowene
als weiße Löwinnen bezeichnet werden, was sie definitiv nicht
sind.
Man glaubte wahrscheinlich,
dass für die Geburt eines weißen Löwen zwei rein-weiße
Eltern notwendig seien. Dass dies nicht der Fall ist, haben die Zoologen
mittlerweile herausgefunden - Tezuka wusste es schon vorher! |
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20
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Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
Restaurant Trouble |
Ärger mit dem Gastgewerbe |
| Inhalt |
Weil sich die
Tiere im Dschungel fortwährend ums Futter streiten, hat Kimba die
Idee, ein Restaurant zu eröffnen, wo jeder das Essen bekommen kann,
das er wünscht. Weil Pauly und Daniel sich nicht einigen können,
wer der Manager werden soll, macht jeder von beiden sein eigenes Restaurant
auf: "Dan'ls Diner" (in der deutschen Fassung "Daniels Stuben" genannt)
und "Pauly's Gourmet".
Die meisten Tiere sind begeistert,
und sogar Löwen und Leoparden kann Kimba mit sanfter Gewalt "überreden",
lieber ein Restaurant zu besuchen als Cheetah zu fressen, der überall
im Dschungel für Paulys Laden Reklame macht. Aber für die
Elefanten und den fortschrittsfeindlichen Boss Rhino ist das Ganze eine
verabscheuenswerte Nachahmung menschlicher Sitten und muss bekämpft
werden.
Kellyfant und seine Herde
zerstören Paulys Restaurant, indem sie es kurzerhand auffressen, getreu
Paulys Motto, dass der Kunde alles haben kann, was er verlangt! Der frustrierte
Pauly gibt daraufhin auf und wird Teilhaber bei Daniel, der ohnehin das
erfolgreichere Restaurant führt.
Als Boss Rhino anrückt,
um "Dan'ls Diner" ebenfalls plattzumachen, muss Kimba wohl oder übel
mit ihm um das Restaurant kämpfen: falls Kimba gewinnt, darf Rhino
es nicht zerstören. Als es bei dem heftigen Kampf für Kimba eng
wird, will überraschend Kellyfant eingreifen und ihm helfen. Er ist
zwar auch kein Befürworter des Restaurants, aber es imponiert ihm,
wie engagiert Kimba sich für seine Sache einsetzt.
Kimba gewinnt schließlich
auch ohne fremde Hilfe gegen Boss Rhino und rettet das Restaurant. Boss
Rhino muss friedlich abziehen. Sein Kommentar: "Aber hier essen werde ich
deshalb noch lange nicht!" |
Allge-
meines |
Bei
dieser Episode gibt es zwischen den beiden Fassungen nur wenige Unterschiede.
Manche Übersetzungen sind ein wenig freier, doch die meisten Texte
wurden wörtlich ins Deutsche übertragen. Es wurde nichts gekürzt
oder weggelassen.
Die deutsche Fassung ist
diesmal um einiges witziger und humorvoller, was auch gut zu der meist
recht lustigen Handlung passt. |
Unter-
schiede
TEXT |
1) In der US-Fassung
schlägt sich Pauly "in aller Unbescheidenheit" selbst als Manager
vor.
2) "Die andere Farbe war
alle", erwidert Bucky nüchtern auf Paulys Frage, weshalb er die Tische
blau streicht. Auch in einer späteren Szene bleibt Bucky sachlich:
"Ich kann's nicht ändern, mich hält hier nichts wach."
3) Kimba zum Igel, der sein
Essen jetzt schon zwei Tage lang kaut: "Es muss sehr gut sein!"
4) Pauly zum 'Reklame-Cheetah',
dem der Essensduft in die Nase steigt: "Ich gebe dir eine Gratisprobe!"
5) Nachdem Kelly und seine
Elefanten "Pauly's Gourmet" komplett vernichtet haben, sagt Kellyfant sehr
doppeldeutig: "In dieses Restaurant kommen wir jedenfalls nie wieder!"
6) Dialog zwischen Pauly
und Kimba nach der Lokal-Zerstörung:
Pauly: "Hör' auf mit
dem Versuch, mich zu trösten! Ich brauche weder dein Mitleid noch
das von irgend jemand anderem." Kimbas Antwort: "Gut, du hattest ein wenig
Ärger, aber du hast immer noch viele Kunden, die darauf warten, bedient
zu werden..."
7) Dialog zwischen Pauly
und Bucky beim Aufräumen der Trümmer:
Pauly: "Tja, Bucky, ich
habe meine Lektion gelernt." Bucky: "Und ich habe auch eine gelernt: nie
mehr für dich zu arbeiten!" |
1) In der deutschen
Fassung schlägt er Daniel vor, obwohl er eindeutig auf sich zeigt.
2) "Blau ist die Farbe der
Treue." Bucky bringt in dieser Folge gleich mehrere solch geistreich-komische
Bemerkungen. Genauso schön ist sein Satz: "Wer schläft, kündigt
nicht!"
3) Der deutsche Kimba redet
den Igel rätselhafterweise in der dritten Person an: "Dann schmeckt
es Euch wohl ausgezeichnet!"
4) Diesen Witz bringt der
deutsche Pauly nicht. Er bietet an dieser Stelle dem Geparden einen Job
in seinem Restaurant an.
5) Kellys deutscher Text:
"Kommt, Kinder, wir gehen. Hier werden wir schlecht bedient!" Damit geht
der doppeldeutige Witz der US-Textes verloren.
6) Und so klingt der deutsche
Dialog:
Pauly: "Das ist doch wohl
ein schlechter Witz! Alles ist hin, mein ganzer Besitz!" Kimbas Antwort:
"Das lässt sich wieder aufbauen. Hauptsache, du hast Gäste, die
auf Bedienung warten..."
7) Und so klingt der deutsche
Dialog:
Pauly: "Pauly's Gourmet
- vorbei und passé." Bucky: "Und ich, eins, zwei, drei - ich kündige,
ich bin so frei!"
Bucky wird in dieser Episode
von Erich Fiedler gesprochen. |
Unter-
schiede
MUSIK |
Im Unterschied
zu den meisten Original-Episoden ist diese ausgesprochen reich an musikalischer
Untermalung. Sie enthält viele flotte und lustige Melodien, die fast
alle auch in der deutschen Version übernommen wurden.
1) Als Kelly's Elefanten
Äste abbrechen und losziehen, um die Restaurants zu zerstören,
reichen die Geräusche und das Trompeten der Elefanten in der US-Fassung
akustisch völlig aus.
2) Die Szenen vor Kimbas
Kampf mit Boss Rhino (Wortwechsel zwischen Kimba, dem Boss und Kellyfant)
enthalten in der Originalfassung keine Musik.
3) Die Original-Schlussmusik
mit einem etwas zu zart geratenen Streicherthema ist diesmal nicht so gelungen
wie die deutsche. |
Die deutsche
Episode enthält diesmal fast keine zusätzlichen Melodien, was
eine große Seltenheit darstellt. Die Originalmusik von Isao Tomita
wurde nahezu komplett übernommen.
1) Hier ist das "Klingel-Geräusch"
der deutschen Spannungsmelodie völlig unpassend und erweckt eher den
Eindruck, als würde irgendwo im Dschungel ein Telefon läuten.
2) Diese Szenen wurden ein
wenig mit deutschen Spannungsmelodien aufgepeppt. (Beim Kampf selber wurde
dann wieder die japanische Originalmusik übernommen.)
3) Als deutsche Schlussmusik
erklingt ein sehr schönes Motiv, das nur in dieser Episode vorkommt
und sich von den üblichen Standardthemen wohltuend abhebt. |
| Fazit |
Trotz einiger
Raufereien ist dies eine ausgesprochen harmlose und sehr lustige Episode.
Für die Entwicklung der Geschichte ist sie von Bedeutung, da Kimba
mit der Einrichtung des Restaurants ein weiteres Stück seiner geplanten
Tier-Zivilisation verwirklicht: Wer im Restaurant frisst, frisst keine
anderen mehr!
Diese Folge ist ein gutes
Beispiel für den durchwegs humorvollen und oft ironischen Charakter
dieser Serie, der neben der (oft falsch verstandenen) "Gewalt" ständig
präsent ist. Man merkt dies z.B. in der Szene, wo Kimba gegen einige
Löwen und Leoparden kämpft. Auf den ersten Blick sieht das ziemlich
heftig und brutal aus, aber man beachte Kimbas Gesichtsaudruck! Er nimmt
sich hier selbst auf die Schippe, wenn er mit smartem Lächeln die
Großkatzen verdrischt, auf deren Fell hinterher die obligatorischen
Heftpflaster kleben, denen aber nicht wirklich etwas passiert.
Die Gewalt wird in dieser
Serie nie verherrlicht! Sie ist entweder unvermeidliches Mittel zum Zweck
oder - wie in obigem Beispiel - komisches Element in bester Slapstick-Tradition. |
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