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Episodenvergleich - Episode
1 bis 4
Die Nummerierung entspricht der japanischen Original-Reihenfolge.
Ein Klick auf die Nummer führt direkt zur
jeweiligen Episode.
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1
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Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
Go, White Lion! |
Flucht in die Freiheit |
| Inhalt |
Der weiße
Löwe Caesar (deutscher Name: Cäsar) hat damit begonnen, ein friedliches
Dschungelreich aufzubauen. Sein Fehler ist es, dass er Tiere aus den Siedlungen
der Menschen stiehlt, um sie zu befreien.
Der Jäger Viper Snakely
wird engagiert, um den Löwen zu beseitigen. Er stellt Caesar eine
Falle, indem er die Stimme von Caesars Gemahlin Snowene auf Tonband aufnimmt.
Bei dem Versuch, Snowene zu befreien, wird Caesar getötet.
Snowene soll an einen Zoo
verkauft werden und wird auf ein Schiff verladen. Auf dem Ozean bringt
sie später unter der tatkräftigen Mithilfe der braven Schiffsratten
ihren Sohn Kimba zur Welt.
Als Kimba 2 Monate alt ist,
muss er auf Anordnung seiner Mutter über Bord springen, denn er soll
in den Dschungel zurückkehren, um dort die Nachfolge seines Vaters
anzutreten. Kurz darauf sinkt das Schiff in einem schweren Sturm, wobei
Snowene ebenfalls stirbt.
Unterstützt von Vögeln,
Fischen und Schmetterlingen schafft es Kimba, trotz mancher Gefahren das
rettende Ufer zu erreichen. |
Allge-
meines |
Die
US-Episode ist vom Charakter her ernster und dramatischer als die deutsche
Episode. Viele Szenen sind in der Originalfassung bewegender und eindrucksvoller,
z.B. Kimbas Geburt. Vor allem die Szenen, wo Kimba im Meer schwimmt, sowie
das Lied seiner Mutter aus den Sternen gehen unter die Haut und bringen
nicht nur Kinder zum Heulen.
Die deutschen Texte, die
zum Teil sehr frei übersetzt wurden, sind teilweise recht albern und
platt. Daniels Kommentare, in anderen Episoden oft tiefsinnig und treffend,
passen hier nicht so recht. Vor allem die ergreifenden Szenen in Meer werden
verfälscht und krampfhaft verniedlicht. Man merkt, dass hier versucht
wurde, die dramatische Handlung möglichst abzuschwächen.
Hinweis: Sowohl die
amerikanische als auch die deutsche Fassung unterscheiden sich in der ersten
Folge in zwei wesentlichen Aspekten von der japanischen Original-Episode:
Die Einleitung mit Erläuterungen
des Erzählers ist im japanischen Original erheblich länger und
hat damit deutlich mehr Tiefgang.
Die Szene, in der Caesar stirbt,
wird in der japanischen Fassung als Rückblick an der Stelle
gezeigt, in der Snowene Kimba auf dem Schiff von seinem Vater erzählt
und wie dieser von den Menschen umgebracht wurde. In der US- bzw.
deutschen Fassung wird diese Szene nicht als Rückblende, sondern chronologisch
gezeigt, was den Ablauf flüssiger erscheinen lässt.
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Unter-
schiede
TEXT |
1) Kimba hat
in allen US-Episoden - also auch in dieser ersten - die gleiche Stimme,
nämlich die der Schauspielerin Billie Lou Watt.
Eine mögliche Erkärung
hierfür:
Als Kimba zum ersten Mal
spricht, ist er bereits 2 Monate alt. Dies wird in der Originalversion
ausdrücklich erwähnt, als Kimbas Mutter ihm auf dem Schiff von
seinem Vater erzählt, kurz bevor Kimba über Bord springen muss.
Dadurch wirkt es glaubhaft, dass Kimba von Anfang an ein und dieselbe Stimme
hat. Billy Lou Watt gab sich außerdem Mühe, die Stimme in dieser
1. Folge möglichst kindlich klingen zu lassen.
2) In der US-Episode kommen
viel mehr Eigennamen vor. So wird beispielsweise Kimbas Mutter Snowene
stets beim Namen genannt. Snakely und Tubby reden sich gegenseitig mit
ihren Namen an. Und Daniel berichtet Caesar: "Dieser Cassius ist wieder
auf der Jagd!"
3) Beim Gespräch zwischen
Snakely und Tubby (als beide im Bett liegen) wird in der Originalfassung
viel deutlicher betont, dass der weiße Löwe den Menschen ihre
Tiere nicht stiehlt, um sie zu fressen, sondern um sie im Dschungel freizulassen!
4) Im Anschluss an die Szene,
wo Snakely dem Wildhüter seinen Plan mit der Tonbandaufnahme erklärt,
hört man ihn in der US-Fassung noch sagen: "In Kürze, mein Freund,
haben Sie ihr weißes Löwenfell, und ich bin mit der Löwin
auf dem Weg nach Hause!"
5) Als Kimba nach dem Sturm
die Spieluhr zwischen den Trümmern sieht, lauten seine Worte: "Die
Spieluhr! Das bedeutet ... das Schiff muss ... Mutter ... oh Mutter!" Kimba
weint und schluchzt, ohne jeden Kommentar und ohne Musik. Dies wirkt viel
ergreifender als in der deutschen Fassung.
6) In der Originalfassung
erzählt der Storch dem auf dem Meer treibenden Kimba die Geschichte,
wie sein Vater getötet wurde.
7) Als Kimbas Mutter in den
Sternen erscheint, ertönt das japanische Original-Lied, und Snowene
spricht aus der Ferne zu ihrem kleinen Prinzen. Dies ist ohne Zweifel die
ergreifendeste Szene von allen!!!
8) In der US-Fassung weiß
Kimba offensichtlich von alleine, dass das Erscheinen der Schmetterlinge
für ihn sicheres Land in der Nähe bedeutet. Seine Mutter erwähnt
dies nicht.
9) Als die Schmetterlinge
erscheinen, ruft Kimba: "Schmetterlinge! Das Ufer muss nahe sein! Danke!
Oh, danke!" Hier wird auch der Charakter des US-Kimba deutlich, der
generell demütiger und höflicher ist als sein deutsches Pendant.
10) Der amerikanische Erzähler
ist nur am Beginn der Episode und ganz am Schluss zu hören. |
1) Kimba wird
in der 1. deutschen Episode von Angelika Pawlowski gesprochen, in
allen anderen von Oliver Grimm.
Eine mögliche Erkärung
hierfür:
Dass Kimba bereits 2 Monate
alt ist, als Snowene mit ihm spricht, wird in der deutschen Fassung nicht
erwähnt. Hier sieht es so aus, als müsste er das Schiff bereits
kurz nach der Geburt verlassen. Deshalb bekam er in dieser Episode eine
Kinderstimme. Da Kimba in dieser 1. Folge noch sehr klein dargestellt wird,
passt die deutsche Stimme hier deutlich besser als in der US-Fassung.
2) Der Name von Kimbas Mutter
wird nie erwähnt. Hier heißt es stets nur "Königin" oder
"Löwin". Auch die Namen Snakely und Tubby werden nicht genannt. Und
der deutsche Daniel sagt zu Cäsar: "Die Panther morden wieder!"
3) In der deutschen Fassung
wird dieser wichtige Punkt nur beiläufig erwähnt. Die Szene enthält
hier in der Hauptsache einen witzigen Dialog zwischen dem wütenden
Snakely und dem etwas begriffsstutzigen Tubby.
4) In der deutschen Fassung
spricht an dieser Stelle, wo keine Personen im Bild zu sehen sind, Daniel
einen Kommentar aus dem Off: "Jaja, ich sagte es schon: Die Menschen arbeiteten
mit allen Tricks. Manchmal ist es wirklich eine Affenschande, dass sie
von uns abstammen sollen."
5) Kimbas deutsche Worte
lauten: "Die Spieluhr mit den komischen Menschen!" Weinen und Schluchzen
gibt es hier nicht. Die Szene wird durch sentimentale Musik und einen pathetischen
Kommentar von Daniel abgemildert.
6) Bei uns beginnt der Storch
mit seiner Erzählung, wird dann aber von Erzähler Daniel unterbrochen
("Ich werde das mal besser erzählen...").
7) Das wunderbare Sternen-Lied
und Snowenes Gedicht an ihren kleinen Prinzen bekommen die deutschen Zuschauer
leider nicht zu hören. Daniel verflacht diese und die folgenden Szenen
durch allerlei belanglose Worte.
8) In der deutschen Fassung
erklärt Kimbas Mutter, die ihm am Sternenhimmel erscheint, er werde
"seinen Weg finden - morgen, wenn die Schmetterlinge kommen".
9) "Die Schmetterlinge!"
freut sich der deutsche Kimba über deren Erscheinen. Bedanken tut
er sich aber nicht. Sein Charakter wird in den folgenden Episoden auch
eher kess und manchmal etwas flapsig sein.
10) Erzähler Daniel
spricht in dieser Episode besonders viele Hintergrundtexte an Stellen,
die im Original keinen Kommentar enthalten. |
Unter-
schiede
MUSIK |
1) Die Einleitung
sowie fast alle Jagdszenen (vor allem mit Caesar und Snowene) sind ohne
Musikbegleitung. Es gibt nur Geräusche und gelegentlich ein paar kurze
Klang-Effekte.
2) Zu Caesar's Tod erklingt
eine düstere, bedrückende Melodie.
3) Die Musik zu Kimbas Geburt
ist sehr gefühlvoll und passt hervorragend. Zu diesen bewegenden Szenen
gibt es in der Originalfassung keinen Kommentar, so dass sie viel intensiver
wirken können.
4) Als Kimba sich im Käfig
mit der Spieluhr beschäftigt, erklingt ein unbeschwert-lustiges Motiv.
5) Dezente und kaum hörbare
Originalmusik gibt es, als Snowene ihrem Sohn von Caesar erzählt.
6) Bei der Abschiedsszene
gibt es in der US-Fassung keinerlei Musik. Nur Snowene's Trauergeschrei
ist zu hören, als Kimba über Bord gesprungen ist und im Wasser
treibt.
7) Die Musik zur Gewitterszene
ist dramatisch und geradezu Angst einflößend.
8) Zu Kimbas Kampf mit dem
Hai gibt es viele Geräuscheffekte, aber keine Musik.
9) Die vielen aneinanderfolgenden
Szenen, in denen Kimba tapfer im Meer schwimmt, wurden kaum mit Musik unterlegt.
Dadurch wirkt das Geschehen überzeugender und realistischer als in
der deutschen Version. |
1) All diese
Szenen, die im Original ausgesprochen öde und leer wirken, wurden
mit deutschen Zusatz-Melodien unterlegt und dadurch deutlich aufgewertet.
2) Zu Cäsars Tod erklingt
ein gefühlvolles Thema, das das Ganze ein wenig abmildert.
3) Die deutsche Musik ist
weniger emotional. Daniel verquasselt diese bewegende Szene mit Zitaten
aus "Brehms Tierleben" und Bemerkungen über "Cäsar, den ollen
Griechen".
4) Zu diesen Szenen erklingt
eine Variation des deutschen Kimba-Titelliedes.
5) Hierzu hat man verschiedene
sehr schöne, gefühlvolle deutsche Melodien ausgewählt.
6) Sentimentale Musik mildert
diese Szenen deutlich ab. Die Schreie im Hintergrund werden dadurch kaum
als solche erkannt, sondern erinnern eher an ein Nebelhorn.
7) Die deutsche Musik zu
diesen Szenen betont die Spannung, flößt aber keine Angst ein.
8) Hier verstärkt die
deutsche Spannungsmusik das Geschehen noch zusätzlich.
9) Diese Szenen werden im
Deutschen durch sich ständig wiederholende sentimentale Musik und
Daniels Kommentare abgemildert. Dadurch entsteht beim Betrachter ein völlig
anderer Eindruck. |
| Fazit |
Mit dieser 1.
Folge wurde bereits klar, dass Kimba sich von anderen Trickserien der damaligen
Zeit deutlich unterschied. Für viele, die sich heute daran erinnern,
war es die bitterste von allen, wegen der vielen traurigen Ereignisse.
Und doch wurden mit dieser Episode unzählige kleine und große
Zuschauer weltweit zu treuen Kimba-Fans.
Osamu Tezuka hatte offenbar
eine Vorliebe für das Wasser. Kimbas Schicksal ist untrennbar mit
dem nassen Element verbunden. Sein Leben beginnt auf dem Wasser, seine
erste Heldentat findet unter Wasser statt, sein beschwerlicher Rückweg
führt ihn durchs Wasser. Kein Wunder, dass Kimba hervorragend schwimmen
und tauchen kann. In vielen seiner Abenteuer wird das Wasser eine wichtige
(und oft lebensrettende) Rolle spielen. |
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2
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Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
The Wind In The Desert |
nicht vorhanden |
| Inhalt |
Die beiden Hyänen
Tom und Tab bedrohen die Gazelle Bucky, als Kimba gerade in den Dschungel
heimkehrt. Er fordert sie auf, Bucky in Ruhe zu lassen, will aber nicht
mit ihnen kämpfen. Daraufhin singen die Hyänen ein Spottlied
auf den vermeintlich "feigen" Löwen und greifen an. Da fällt
ein Schuss, und die Hyänen ergreifen die Flucht.
Bucky bedankt sich bei Kimba.
Er und alle anderen Tiere freuen sich, dass Caesars Sohn wieder zurück
ist. Als Pauly Kimba begrüßt, tritt er sogleich ins Fettnäpfchen,
weil er nicht erkennt, dass dieser kleine Löwe der Sohn des großen
und starken Caesar ist.
Tom und Tab berichten ihren
Chefs, den beiden Schurken Cassius und Claw, von Kimbas Rückkehr.
Währenddessen verbreitet sich die Nachricht wie ein Lauffeuer: Caesars
Sohn ist gekommen! Endlich jemand, der es den Bösen zeigen wird!
Kimba erzählt seinen
neuen Freunden in einer kurzen Rückblende, wie er vom Schiff entkam
und durch den Ozean an Land geschwommen ist. Aber das war nur der Beginn
seines Abenteuers. Er hat dann lange Zeit in der Welt der Menschen gelebt,
viele Städte besucht und die Vorteile der Zivilisation kennen gelernt.
Deshalb will er so etwas ähnliches auch im Dschungel aufbauen.
Durch Daniels Beschluss wird
Kimba zum neuen Anführer. Dieser möchte aber nicht "König"
genannt werden, sondern einer von ihnen sein. Pauly stachelt Kimba sogleich
an, diesen schrecklichen Löwen Claw zu verdreschen. Kimba sagt entschieden
"nein", denn er hält nichts vom Kämpfen.
Da nähert sich die Jägergruppe,
von der zuvor der Schuss kam. Unter ihnen ist ein junger Mann namens James
Brawn, ein Geheimagent, wie sich später herausstellen wird.
Die Tiere fordern ihren neuen
Anführer auf, die Menschen zu vertreiben. Kimba will jedoch erst herausfinden,
was sie wollen. Dabei wird er vom Spezialgeschoss eines Fanggewehrs getroffen.
Während sich die Tiere Sorgen machen, ob Kimba je wieder zurückkommt,
wird dieser im Käfig auf einen Raddampfer verladen.
Der Dampfer fährt den
Fluss entlang. Kimba ist traurig - kaum daheim angekommen, wird er schon
wieder fortgebracht. James Brawn füttert Kimba. Er ist freundlich
zu ihm und verspricht, ihn so bald wie möglich freizulassen. "Ich
bin nicht so böse wie ich aussehe!" sagt er zu Kimba.
Der Boss der Bande, ein Waffenhändler
namens Grasp'n'Grab, erklärt seiner Mannschaft, dass er auf dem Weg
zu einem afrikanischen Stamm ist, der von ihm eine Super-Bombe kaufen will.
Als Brawn erfährt, dass der Boss die Bombe am Körper trägt,
gibt er sich als Geheimagent zu erkennen und fordert die Herausgabe, um
dem Schurken das Handwerk zu legen. Grasp'n'Grab versucht erst mit ihm
zu verhandeln, dann kommt es zum Kampf.
Hierbei erkennt Kimba, dass
es manchmal nötig ist, für eine rechtschaffene Sache zu kämpfen.
Obwohl noch eingesperrt, gelingt es ihm, James Brawn zu helfen. Dieser
zwingt schließlich den Boss zur Übergabe der Bombe. Danach lässt
er ihn in den Fluss springen und schenkt ihm die Freiheit.
Brawn befreit sogleich Kimba
aus dem Käfig. In diesem Moment greifen die Boote des afrikanischen
Stammes an. Sie wollen an ihre versprochene Bombe kommen.
Brawn versucht, mit dem Dampfer
zu fliehen. Er erzählt Kimba von seinem Leben. "Ich hasse den Kampf,
aber ich versuche, böse Menschen zu stoppen. Eigentlich bin ich nicht
gerne Agent, viel lieber wäre ich Wildhüter. (In
der japanischen Fassung sagt er, er sei eigentlich ein Poet!)
Auf jeden Fall verspreche ich, dich in deinen Dschungel zurückzubringen."
Er merkt, dass Kimba außergewöhnlich klug ist und jedes Wort
versteht.
Da verkeilt sich plötzlich
ein Baumstamm im Schaufelrad und bringt das Schiff zum Stehen. Es folgt
ein heftiger Schusswechsel. Während Brawn die Angreifer abwehrt und
von einer Kugel am Bein verletzt wird, versucht Kimba unter Lebensgefahr,
den Dampfer wieder flottzumachen. Schließlich gelingt es ihm, den
Baumstamm ins Wasser zu stoßen, und die beiden können ihren
Verfolgern entkommen.
Als der Treibstoff alle ist,
gehen sie zu Fuß weiter. Brawn's Verletzung ist schlimmer als gedacht.
Nur mühsam kommt er voran. "Aber ich versprach, dich zurückzubringen,
und ich halte mein Versprechen". Er erklärt Kimba, wie ein Kompass
funktioniert. Kimba staunt über diesen selbstlosen Menschen.
Der Marsch durch die Wüste
dauert Stunden. Bei einem ausgetrockneten Brunnen bricht Brawn zusammen.
"Der Dschungel muss nah sein, du schaffst es allein. Lass mich einfach
hier liegen und ausruhen." Wenig später stirbt er. Kimba kann ihm
nicht mehr helfen, und seine Klagelaute hallen durch die Wüste.
Währenddessen beraten
Tom, Tab, Cassius und Claw, wie man Kimba am besten erledigen kann - falls
er nochmal zurückkommt. Dodie Deer wird Zeuge dieses Gesprächs.
Als vermeintliche Spionin wird sie von den Schurken angegriffen. Gerade
noch rechtzeitig taucht Kimba aus der Wüste auf, um Dodie zu retten.
Die Hyänen hauen wie
üblich ab, doch Claw baut sich drohend vor Kimba auf und erklärt,
er sei der König dieses Dschungels. "Nein", sagt Kimba, "dazu bist
du viel zu niederträchtig. Dagegen werde ich mit allen Mitteln kämpfen,
so wie mein Freund James es mir gezeigt hat."
Es folgt ein schwerer Kampf,
den Kimba mit einer List gewinnt: Er lockt Claw in die Wüste hinaus,
und durch einen Trick lässt er ihn in den ausgetrockneten Brunnenschacht
hinabstürzen. Ein angeschlagener Claw zieht sich winselnd zurück
- Kimba ist der Sieger.
Bevor er zu seinen Freunden
zurückkehrt, nimmt Kimba noch einmal Abschied von seinem Freund James
Brawn, der ihm gezeigt hat, dass nicht alle Menschen schlecht sind, die
auf den ersten Blick vielleicht so aussehen. |
Allge-
meines |
Warum
die Episode in Deutschland nicht gezeigt wurde, ist klar: Ein Mensch stirbt
einen langen, qualvollen Tod. Obwohl die US-Synchronisation dies nicht
erwähnt (und auch nicht erwähnen durfte), sieht jedes Kind, was
hier vor sich geht. Außerdem sind die Szenen auf dem Raddampfer sehr
gewaltgeladen.
Trotzdem ist es ein großer
Verlust, gerade diese Episode nicht gezeigt zu haben, weil sie die Verbindung
zwischen Kimbas Flucht in die Freiheit und seiner späteren Rolle als
Dschungelprinz herstellt.
Detail am Rande: James
Brawn redet Kimba wiederholt mit seinem Namen an. (In
der japanischen Fassung tut er dies nie!) Woher
er diesen weiß, bleibt ein Rätsel, denn Kimba lernt ja erst
in der nächsten Episode die Menschensprache! (Dies gilt ebenso für
die Folge "Fair Game", in der Kimba von Roger Ranger und den anderen Menschen
ebenfalls mit seinem Namen angesprochen wird.)
Kleine Unstimmigkeiten dieser
Art, die bei dieser Serie leider häufig zu beobachten sind, haben
ihre Ursachen in der komplizierten Entstehungsgeschichte (siehe hierzu
"Wie Kimba entstand"). |
| Musik |
Einmalig schön
ist Isao Tomitas Musik zum Marsch von Kimba und James Brawn durch die Wüste.
Das Trompetensolo ist unvergesslich und erzeugt Gänsehaut.
Auch die Musik zur Schlussszene
ist großartig. Mit dieser Melodie, zusammen mit Kimbas Worten "Come
on, Dodie, let's go home" wurde das End-Menü der amerikanischen Kimba-Kauf-DVDs
unterlegt. Eine sehr nette Idee. |
| Fazit |
Ein Kimba-Fan
hat einmal gesagt: In jeder einzelnen Kimba-Episopde gibt es mehr Handlung
als im ganzen "König der Löwen"-Kinofilm! Nun, in dieser
Episode ist wirklich extrem viel Handlung enthalten.
Für Kimbas Entwicklung
zum König über sein Dschungelreich ist sie eine der wichtigsten.
Er lernt, dass Passivität nicht immer zum Ziel führt und dass
man, trotz aller Friedfertigkeit, auch manchmal für die Gerechtigkeit
kämpfen muss. |
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3
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Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
A Human Friend |
Unser neuer Freund |
| Inhalt |
Roger Ranger
(deutscher Name: Ronny) und Mary machen mit ihrem Flugzeug eine Bruchlandung
im Busch. Die Tiere betrachten sie misstrauisch. Als sich das Giraffenmädchen
Geraldine (dt. Name: Malwine) das Bein bricht, schlägt Kimba vor,
die Menschen um Hilfe zu bitten. Dies wird aber von den anderen Tieren
abgelehnt - Menschen sind Feinde, und das Dschungelgesetz dürfe nicht
verletzt werden.
Als bekannt wird, dass Mary
am Beinbruch der Giraffe nicht ganz unschuldig ist, beschließt Boss
Rhino voll Zorn, die Menschen zu bestrafen. Der Igel Harry teilt ihm mit,
dies sei unnötig, denn die Regenbogenbrücke, welche die Menschen
überqueren müssen, sei nach einem Erdbeben (deutsche Fassung:
nach einem Unwetter) so wackelig, dass sie unter ihnen zusammenkrachen
werde.
Als Kimba das hört,
rennt er zusammen mit Pauly und Bucky los, um die Menschen zu warnen. Diese
verstehen ihn nicht, aber in letzter Sekunde gelingt es Kimba, das Wort
"Gefahr" auszusprechen. Im selben Moment bricht die Brücke zusammen.
Mary, die die Brücke
schon fast überquert hatte, rettet sich auf die andere Seite. Sie
glaubt, dass Roger beim Einsturz ums Leben gekommen ist. Dieser Schock
verändert sie völlig, so dass sie später zur blutrünstigen
Jägerin Tonga mutiert.
Roger, der annimmt, dass
Mary in Sicherheit ist, wird von den Tieren gerettet. Kimba spricht zu
ihm, und eine große Freundschaft beginnt.
Roger hilft der verletzten
Giraffe und bleibt bei seinen neuen Freunden im Dschungel, um ihnen so
viel wie möglich beizubringen. Aus Dank wollen alle Tiere die Menschensprache
lernen. Kimba gründet eine Schule, die zuerst von Boss Rhino sabotiert
wird. Aber Kimba kann seine Idee durchsetzen. Sein Traum beginnt sich zu
verwirklichen. |
Allge-
meines |
Bis
auf kleine Abweichungen und eine etwas freiere Übersetzung sind beide
Fassungen vom Text her praktisch gleich. Vieles wurde wörtlich übernommen.
In der japanischen Fassung ist die Giraffe
übrigens ein Junge! |
Unter-
schiede
TEXT |
1) Die Giraffe
heißt "Geraldine".
2) Nachdem Mary auf Kimba
geschossen hat (in der Szene, als er Mary vor dem Angriff der Schlange
rettet), sagt Kimba im Original: "Wenn ich doch nur ihre Sprache könnte.
Dann könnte ich ihnen sagen, wie leid es mir tut!"
3) In der Szene, in der alle
Geraldine beklagen, sagt Dan'l auf Kimbas Frage, ob Geraldine wieder in
Ordnung kommt: "Das ist das Gesetz des Dschungels." Kimba antwortet: "Das
heißt aber nicht, dass es richtig ist. Tu' was du kannst; ich bin
bald zurück."
4) In dieser US-Episode spricht
kein Erzähler. So gibt es auch keinen Hintergrundkommentar, als Mary
nach dem Einsturz der Brücke weinend davonläuft.
5) Roger Rangers Originalworte
zu Kimba: "Ja, ich bin dein Freund. Ich werde es immer sein!"
6) In der US-Fassung spricht
Roger unmittelbar vor Kimbas Worten "Kimba - und - Roger - Freunde" noch
den Satz: "Ich kann dir gar nicht genug versichern, was für ein guter
Freund du bist!"
7) Daniels Originalworte:
"Hoffentlich bin ich nicht schon zu alt, um zu lernen. Weißt du,
sogar ein verknöcherter alter Pavian kann seine Meinung noch ändern.
Ich hab' mich getäuscht, und ich möchte mich bei Roger für
meine Sturheit entschuldigen."
8) Die Schlussszene ist ohne
jeden Kommentar. |
1) Die Giraffe
heißt "Malwine".
2) In der deutschen Fassung
sagt Kimba: "Schade, dass wir die Menschensprache nicht können. Dann
wär' manches leichter." Man beachte den feinen Unterschied!
3) In der deutschen Fassung
sagt Daniel: "Was willst du machen, wir leben im Dschungel!" Dies drückt
eher Hilflosigkeit aus und weniger die Unabänderlichkeit des Dschungelgesetzes.
Kimba antwortet: "Vielleicht ist es zu alt! Ich bin gleich wieder da."
4) Daniel kommentiert diese
Szene sehr gut, da er hier bereits auf ihre spätere völlige Veränderung
eingeht. Aus Mary wird ja die böse Tonga.
5) Ronnys deutsche Worte
lauten: "Ich will dein Freund sein. Erlaub' es mir." (Dies ist evtl. ein
Übersetzungsfehler. In der US-Fassung heißt es "I am your friend,
I'll always be". Dieses "I'll always be" kann leicht als "Allow it me"
missverstanden werden.)
6) Dieser Satz von Ronny
wurde in der deutschen Fassung weggelassen.
7) Daniels deutsche Worte
an dieser Stelle: "Man ist nie zu alt zum Lernen. Und außerdem gebe
ich zu bedenken, dass die Menschen von uns Affen abstammen. Da wäre
es vielleicht ganz gut, wenn wir endlich mal Erfahrungen austauschen könnten."
8) Daniel kommentiert den
Schluss in bewährter Weise.
Bucky wird in der deutschen
Episode von Harry Wüstenhagen gesprochen. |
Unter-
schiede
MUSIK |
In dieser Folge
gibt es vergleichsweise wenig Originalmusik. Viele ernste oder dramatische
Szenen sind völlig "stumm".
1) Alle Szenen, in denen
Ronny und Mary miteinander diskutieren bzw. streiten, haben keine Musikbegleitung.
2) Als die Tiere den Beinbruch
der Giraffe untersuchen, erklingt - passend zu den Bildern - eine traurige
Melodie. Der Rest der Szene ist ohne Musik.
3) Keine Musik gibt es zu
den Szenen, in denen Geraldine über ihr schmerzendes Bein klagt. Das
gleiche gilt für die Szenen, in denen Kimba Boss Rhino überzeugen
will, die Menschen um Hilfe zu bitten.
4) Auch der dramatische Einsturz
der Regenbogenbrücke ist völlig ohne Musik.
5) Das Lied der Tiere heißt
hier "Sing A Human Song". Es ist inhaltlich ganz auf das Lernen der Menschensprache
gerichtet und passt besser zur Episode. Das Ganze klingt allerdings sehr
laienhaft, da die US-Sprechercrew alle Lieder selbst fabrizieren und dabei
nach Kräften improvisieren musste (siehe auch: "Wie Kimba entstand"). |
Neben den deutschen
Zusatzmelodien wurde auch ein großer Teil Originalmusik beibehalten,
so z.B. das imposante Schlussthema (eine große Ausnahme!).
1) Diese Szenen wurden in
der deutschen Fassung mit gefälligen, gut passenden Zusatzmelodien
versehen.
2) Diese traurigen Szenen
wurden durch eine flotte, lustige Melodie deutlich abgemildert, die freilich
überhaupt nicht zu der ernsten Situation passt.
3) All diese vom Charakter
her ernsten oder spannenden Szenen enthalten in der deutschen Fassung versöhnliche,
nette Hintergrundmelodien, die dem Ganzen ein wenig die Schwere nehmen.
4) Hierzu erklingt die bekannte
deutsche "Spannungs-Musik".
5) Das "Dschungel-Freundschaftslied"
der deutschen Fassung hat die gleiche Melodie wie das Original. Es besingt
die allgemeine Freundschaft zwischen Mensch und Tier, geht aber nicht auf
das Lernen der Menschensprache ein.
Wie alle deutschen Kimba-Songs
ist das Lied technisch viel besser, da es von einer professionellen Musikgruppe
komplett neu eingespielt und gesungen wurde. |
| Fazit |
Dies ist eine
der wichtigsten Episoden der ganzen Serie. Kimbas Traum vom friedlichen
Miteinander zwischen Mensch und Tier kann nur klappen, wenn die Kommunikation
möglich ist. Außerdem kommt mit Ronny (Roger Ranger) Kimbas
bester Freund zur Geschichte hinzu.
Anmerkung: Die amerikanische
Sprechercrew hat bei der Synchronisierung dieser Episode einen entscheidenden
Fehler gemacht.
Das Zusammentreffen von
Kimba und Roger ist nämlich in Wahrheit nicht ihre erste Begegnung,
sondern ein frohes Wiedersehen. Wie man aus dem Manga weiß, war Kimba
ja das Haustier von Roger (der im Manga Ken-ichi heißt). Doch die
Synchronsprecher hatten von diesen Zusammenhängen keine Ahnung.
Allerdings ist hier bereits
dem japanischen Produktionsteam ein Regiefehler unterlaufen: Kimba und
Roger hätten sich eigentlich schon bei der ersten Begegnung sofort
wiedererkennen müssen; nicht erst nach dem Einsturz der Regenbogenbrücke!
Da weiße Löwen ja sehr selten sind, ist kaum anzunehmen, dass
Roger Kimba zunächst für einen anderen Löwen gehalten hat.
Im Artikel "Wie Kimba entstand"
kann man zu diesen und vielen anderen Ungereimtheiten alles nachlesen. |
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4
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Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
Great Caesar's Ghost |
Cäsars Geist |
| Inhalt |
Der Wasserbüffel
Samson stattet Kimbas Dschungel einen Besuch ab. Als Geschenk und Festmahl
für die Fleischfresser bringt er drei Maultiere mit, die er bei den
Menschen gestohlen hat.
Kimba protestiert energisch
dagegen, dass die Mulis getötet werden sollen, kann sich aber nicht
gegen Samson durchsetzen, weil alle anderen Tiere aus Angst vor Samsons
Kraft es nicht wagen, sich gegen ihn aufzulehnen. Dadurch entsteht für
Kimba der Eindruck, dass kein einziger zu ihm hält, und er trabt niedergeschlagen
mit den drei Mulis davon.
Aus Angst, Kimba könnte
sie wieder verlassen, beschließen Daniel, Bucky und Pauly, ihrem
Dschungelprinzen eine spezielle Aufmunterung zu geben. Dazu stehlen sie
das Fell seines Vaters Caesar aus der Hütte der Jäger und bringen
es in den Dschungel. Unter dem Fell verborgen tun sie so, als sei Caesars
Geist zurückgekehrt, und geben Kimba gute Ratschläge.
Als der Schwindel auffliegt,
ist Kimba zuerst sehr böse, erkennt aber, dass er in Daniel, Pauly
und Bucky drei treue Freunde hat.
Da nähert sich eine
große Jagdgesellschaft. Die Jäger wollen die Mulis und Caesars
Fell zurückholen und sich an den Tieren rächen. Während
Daniel den sturen Samson rettet, der sich den Jägern in den Weg gestellt
hat, überflutet Kimba mit der Hilfe aller Tiere das Tal, in dem sich
die Jagdautos nähern. Die Jäger werden besiegt und fliehen.
Samson erkennt, dass Kimba
doch kein Feigling ist, und entschuldigt sich bei ihm. Die drei Mulis beschließen,
zu den Menschen zurückzukehren und dort ihr sicheres Leben weiterzuführen
- auch in der Hoffnung, dass die Menschen die Tiere dann vielleicht wieder
in Ruhe lassen. |
Allge-
meines |
Bis
auf kleine Abweichungen und eine etwas freiere Übersetzung sind beide
Fassungen vom Text her praktisch gleich. Vieles wurde wörtlich übernommen.
Auffallend ist, dass der
amerikanische Kimba sowohl Samson als auch den Geist seines Vaters mit
"Sir" anredet. Auch gegenüber anderen (in späteren Episoden auftretenden)
"Respektspersonen", z.B. dem Widder Pop Wooly oder dem Löwenkönig
Specklerex, verhält er sich so. Der deutsche Kimba ist im Tonfall
eindeutig salopper und machmal geradezu frech. |
Unter-
schiede
TEXT |
1) Großwildjäger
Hopper behauptet, Caesar selbst getötet zu haben, was nicht stimmt
(es war Viper Snakely).
2) "Ich habe überhaupt
keine Freunde!" beklagt sich Kimba beim "Geist" seines Vaters. Das entspricht
exakt seinen Gefühlen, denn es hat ja niemand für seinen Vorschlag
gestimmt.
3) Kimba findet den Geisterspuk
mit Caesars Fell nachträglich ganz amüsant: "Das war schon ziemlich
lustig." |
1) Großwildjäger
Hopper bemerkt lediglich, dass es auch den großen Cäsar "mal
erwischt habe", bezieht es aber nicht auf sich.
2) Der deutsche Kimba sagt:
"Ich habe wenig Freunde." Das klingt etwas milder, entspricht aber nicht
seiner Stimmung und der vorausgegangenen Handlung.
3) Der deutsche Kimba findet
die Sache mit dem Fell alles andere als gut: "Das war nicht sehr komisch!"
Bucky wird in der deutschen
Episode von Erich Fiedler gesprochen. |
Unter-
schiede
MUSIK |
In dieser teilweise
sehr bewegenden Episode gibt es ausgesprochen viel schöne und beeindruckende
Originalmusik.
1) Beim Wettlauf zwischen
Kimba und der Giraffe Stretch erklingt eine flotte Variation des japanischen
Abspannthemas, die perfekt zu den Bildern passt.
2) Die Musik, als Kimba nach
seiner Niederlage gegen Samson mit hängendem Kopf davongeht, ist ergreifend
und traurig. In der US-Fassung hört man, wie Daniel verzweifelt versucht,
Kimba zurückzurufen.
3) Ungleich schöner
ist die Originalmusik zu den Szenen, wo Kimba von Selbstzweifeln geplagt
im Mondschein sitzt, und wo Daniel, Pauley und Bucky überlegen, wie
sie ihm helfen können.
4) Am Ende der Geistervorstellung,
als Kimba erkennt, dass er drei treue Freunde hat, erklingt eine beeindruckende
Orchestermusik, die zu dieser wichtigen Szene großartig passt.
5) Auch als die Jäger
Reißaus nehmen und die Tiere die Gewehre zerstören, gibt es
triumphale, wuchtige Originalmusik, die den Höhepunkt unterstreicht.
6) Der Abschied der Mulis
ist mit gefühlvoller, gut passender Originalmusik unterlegt.
7) Die Episode klingt mit
einer wuchtigen, sinfonischen Schlussmelodie aus. |
Abgesehen von
einigen Szenen mit deutscher Ersatzmusik wurden glücklicherweise auch
viele Originalmelodien beibehalten.
1) Dieses Thema wurde unnötigerweise
durch eine ähnlich klingende deutsche Melodie ersetzt.
2) In der deutschen Fassung
ist die Musik eher sentimental und mildert das Ganze ein wenig ab. Daniel
spricht dazu einen gefühlvollen Kommentar aus dem Off.
3) All diese Szenen enthalten
deutsche Ersatzmelodien, die zwar ebenfalls durchaus passend sind, aber
nicht nötig gewesen wären.
4) Leider hat man diese Musik
durch ein betont naiv-lustiges Thema ersetzt. Dadurch geht die Wirkung
der Originalszene total verloren.
5) Auch hierzu gibt es in
der deutschen Fassung eine betont harmlos-fröhliche Melodie. Dadurch
wirkt das Ganze eher lustig. Der dramatische Höhepunkt des Originals
geht dabei verloren.
6) Die hier verwendete deutsche
Standard-Melodie klingt ebenfalls nett, wäre jedoch nicht nötig
gewesen.
7) Den deutschen Schluss
bilden zwei häufig verwendete Standard-Melodien, die aneinander gefügt
wurden. Die Musik ist am Ende mitten im Takt abgeschnitten und geht abrupt
in die deutsche Abspannmelodie über. |
| Fazit |
Eine sehr schöne
und wichtige Episode, in der Kimba erfährt, dass er treue Freunde
hat, die zu ihm halten - auch wenn es für ihn zuerst nicht so aussieht.
Die Szenen mit "Cäsars
Geist" sind ein Beispiel für den besonderen Zauber dieser Serie: Kimba
ist alles andere als ein Superheld, sondern ein von Zweifeln geplagtes,
verletzliches und sensibles Wesen. Gerade wegen seiner Unvollkommenheit
wurde er von so vielen Kindern geliebt, die sich mit ihm identifizieren
konnten. |
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