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Episodenvergleich - Episode
33 bis 36
Die Nummerierung entspricht der japanischen Original-Reihenfolge.
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jeweiligen Episode.
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33
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Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
The Jungle Justice |
Flusspferd unter Mordverdacht |
| Inhalt |
Hinweis:
Aus der deutschen Version hat man einige Szenen herausgeschnitten und dadurch
den Handlungsablauf verändert. Diese Inhaltsbeschreibung bezieht sich
auf die US-Fassung und gibt die geschnittenen Szenen kursiv wieder.
Nach einem schweren Gewittersturm
im Dschungel wird das Reiherkind Harald vermisst. Trotz sofortiger Suche
im reißenden Fluss können Kimba und seine Freunde den kleinen
Reiher nicht finden. Dessen Eltern glauben indes nicht an einen Unglücksfall:
nach ihrer Meinung hat das neu zugezogene Flusspferd Klunker ihren Sohn
umgebracht.
Die Tiere berufen eine Gerichtsversammlung
ein. Der Angeklagte zeigt sich nicht sehr kooperativ und macht sich über
alles lustig. Richter Daniel würde ihn am liebsten sofort verurteilen,
doch Verteidiger Kimba will zuerst mal Beweise sehen.
Der Hippoboss berichtet,
dass Klunker ein Angeber und Wichtigtuer ist und sich kurz nach seiner
Ankunft zum neuen Chef aller Hippos erklärt hat. Kimba, ungläubig:
"Was, der platzt einfach bei euch rein und macht sich zum Boss?" Der alte
Hippoboss: "Daran bin ich schuld, ich hätte energischer sein müssen,
aber ich wollte nicht, dass meine Hippos verletzt werden." Man sieht dazu,
wie Klunker alle Flusspferde herumkommandiert.
Mama Reiher ist für
eine sofortige Bestrafung von Klunker, bevor er noch mehr Unheil anrichtet.
Auch Daniel meint: "Er ist ein übler Krimineller!" Kimba: "Ich gebe
zu, dass er einige schlimme Dinge gemacht hat, aber das beweist noch lange
nicht seine Schuld an Haralds Verschwinden! Außerdem: Warum sollte
er ihm etwas tun? Reiher und Hippos sind doch die besten Freunde und brauchen
einander!" Papa Reiher: "Schon, aber du weißt noch nicht, was am
Tag vor dem großen Sturm passiert ist!"
Nun folgt eine Überblendung,
und man sieht, dass der kleine Harald mit seinen Freunden dem Flusspferd
einen üblen Streich gespielt hat. Darum befürchten die Reihereltern,
Klunker habe ihren Sohn aus Rache umgebracht.
Dies alles würde den
Tieren für eine Verurteilung längst ausreichen, doch Kimba ist
noch lange nicht von Klunkers Schuld überzeugt. Er findet heraus,
dass dieser in Wirklichkeit ein Angsthase ist, der sich vor Gewittern fürchtet.
Kimba beschließt, sich an Klunkers früherem Wohnort, einem weit
entfernten Dschungel, gründlich umzuhören.
Dort erfährt er vom
Hippokönig Black Brows (deutscher Name: Schwarze
Braue), dass dieser erst vor kurzem ein Flusspferd besiegt hat, das dort
den Boss spielen wollte. Die Beschreibung passt auf Klunker, auch weil
diesem die Eckzähne fehlen - King Black Brows
fordert sie von jedem Gegner, den er besiegt hat.
Die Reiherdame Hilda kann
sich an Klunker erinnern und würde bezeugen, dass dieser ein Angsthase
ist und während des großen Sturms zitternd in der Höhle
saß. Doch der Hippokönig will Hilda nur mitgehen lassen, wenn
Kimba ihn im Kampf besiegt. Um Klunkers Unschuld zu beweisen, riskiert
Kimba wieder einmal seine Haut. Mit Hilfe eines dankbaren Eichhörnchens,
dem er kurz zuvor das Leben gerettet hat, gelingt es ihm, King Black
Brows zu besiegen.
Zuhause im Dschungel spitzt
sich die Situation inzwischen zu. Alle Reiher weigern sich, die Flusspferde
wie gewohnt von Parasiten zu befreien, solange Klunker nicht seine verdiente
Strafe bekommen hat.
Da erscheint Kimba mit seiner
"Zeugin", doch Klunker leugnet weiter hartnäckig, Angst vor Gewittern
zu haben. Auch für den Verlust seiner Eckzähne hat er eine Erklärung
parat: Zahnausfall wegen zuviel Süßigkeiten! Für Kimba
wird es immer schwerer, das Urteil abzuwenden. Richter Daniel lässt
abstimmen, und alle Tiere sprechen Klunker einstimmig schuldig.
Daniel verkündet
das Urteil: "Wer in unserem Dschungel eines Verbrechens an einem freien
Tier angeklagt wird, bekommt eine ordentliche Verhandlung. Klunker, du
hattest einen fairen Prozess und wurdest für schuldig befunden. Deshalb
ergeht der Beschluss des Gerichts, dich auf folgende Weise zu bestrafen..."
Weiter kommt er nicht,
denn nun stürzt sich Klunker heulend zu Boden und schreit: "Ich hab's
nicht getan, ich war's nicht, ich bin unschuldig!" Zu Kimba gewandt: "Du
hattest recht, Kimba! Ich war zu stolz und wollte nicht zugeben, dass ich
mich während des Sturms in der Höhle verkrochen hatte. Mit Haralds
Verschwinden habe ich nichts zu tun!" Reiherdame Hilda empört: "Warum
machst du mich dann zum Lügner?" Der Reiherpapa: "Er versucht sich
nur rauszureden, das ist alles!"
Kimba: "Nein, Herr Reiher,
das ist die Wahrheit, und deshalb muss der Fall neu eröffnet werden!"
Richter Daniel, rot vor Zorn: "Kimba, du selbst hast uns beigebracht, nach
dem Gesetz zu leben, und jetzt willst du, dass wir uns darüber hinwegsetzen?
Was soll denn aus dem Dschungel werden, wenn man nicht einmal mehr einem
Gerichtsbeschluss folgt!"
Kimba schreit zurück:
"Das alles war aber nicht dazu gedacht, unschuldige Tiere zu bestrafen!"
Nun brüllt einer den anderen an: "Schuldig!" "Nicht schuldig!" Schließlich
kämpft jeder gegen jeden. Als die allgemeine Keilerei ihren Höhepunkt
erreicht, taucht plötzlich das Reiherkind Harald auf. Es stellt sich
heraus, dass es in den Fluss gefallen und weit abgetrieben worden war,
bis es von einem Wasserbüffel gerettet wurde.
Nun schauen alle Tiere
betreten drein. Klunker liegt am Boden und weint: "Harald, ich bin ja so
froh, dass du wieder da bist!" Der Kleine guckt verwirrt und versteht die
ganze Aufregung nicht.
Am Fluss fragt der Hippoboss
Klunker: "Warum rufst du nicht die Reiher, damit sie dir den Rücken
ablesen?" Klunker: "Ich glaube, sie mögen mich jetzt nicht mehr."
"Oh doch, das tun wir!" Harald und Mama Reiher lassen sich auf Klunkers
Rücken nieder und beginnen zu picken. Harmonie ist wieder eingekehrt,
und die Reiher fliegen majestätisch in den blauen Himmel.
Die Schlussszene zeigt Kimba,
Daniel und ihre Freunde, wie sie über das Tal der Hippos blicken. |
Allge-
meines |
Weshalb
aus der deutschen Fassung so viele Szenen herausgeschnitten wurden, ist
unverständlich. Sie enthalten keine Gewalt, sondern vervollständigen
die (für Kinder ohnehin etwas komplizierte) Handlung. Nur in den geschnittenen
Szenen gibt das Flusspferd außerdem seine Feigheit zu und zeigt Gefühle
- fand man das etwa unpassend? Zum Glück wird die eigentliche Handlung
durch die ausgelassenen Szenen nicht verfälscht.
Rätselhafterweise ist
diesmal die deutsche Version vom Tonfall deutlich heftiger als das Original.
Dies beginnt schon mit dem Titel: aus "Dschungel-Justiz" wird "Flusspferd
unter Mordverdacht". Außerdem kommen nur in den deutschen Dialogen
Worte wie "umgebracht", "Racheakt" und "Verbrechen" vor.
Manche Dialoge wurden wörtlich
ins Deutsche übertragen, manche auch sehr frei übersetzt, z.B.
die Szenen vor Gericht. Leider hat man die positive Botschaft der Schlussszene
in der deutschen Fassung total abgeändert (siehe "Unterschiede TEXT",
Punkt 10). |
Unter-
schiede
TEXT |
1) Die Gewitterszene am Anfang ist
ohne jeden Kommentar.
2) Nachdem das Gewitter vorbei ist, spricht Daniel
den Satz: "Wir hatten Glück, dass wir diesen Sturm überlebt haben."
3) Mama Reiher spricht: "It was foul play!" - das
habe ich absichtlich nicht übersetzt.
4) Klunkers Originaltext: "Vielleicht hab' ich
was damit zu tun, vielleicht auch nicht!"
5) In der US-Episode schwingt sich Klunker zum
Boss der Hippos auf und tyrannisiert die anderen Flusspferde (siehe Inhalt).
6) Mama Reiher: "Ich weiß, mein Sohn hat
einen Fehler gemacht, aber in Grunde war es doch nur ein harmloser Scherz!"
7) Der fremde Hippoboss heißt im Original
"King Black Brows".
8) Der US-Kimba zeigt wieder einmal Respekt gegenüber
Königen und redet Black Brows mit "Euer Hoheit" an.
9) "Ich ess' eben zuviel Honig, da fallen sie aus",
meint Klunker, als Kimba ihn auf seine fehlenden Eckzähne anspricht.
10) Der Text der amerikanischen Schlussszene unterscheidet
sich komplett von der deutschen. Er ist kurz, präzise und trifft genau
den Punkt.
Daniel zu Kimba: "Da hätten wir beinahe einen
schrecklichen Fehler gemacht! Ich bin froh, dass du den Mut hattest, für
deine Überzeugung geradezustehen."
Kimba: "Ich denke, dass es Klunker nun wieder
gut geht - jetzt, wo er begriffen hat, dass man sich für seine Angst
nicht zu schämen braucht." |
1) Daniel kommentiert die Gewitterszene
in der deutschen Fassung ausführlich.
2) Im Deutschen sagt er (als Antwort auf einen
Satz von Kimba): "Aber die Nacht hatte es in sich."
3) Der deutsche Satz ist viel heftiger: "Und ich
sage euch, es war ein Verbrechen!"
4) Klunkers deutscher Text: "Ich lach' mich tot
- ich hab' den kleinen Reiher umgebracht?"
5) In der deutschen Version ist Klunker Gast für
ein paar Tage und will gut behandelt werden: "Es sollte ja nur für
eine Woche sein, und er war nachher auch ganz friedlich."
6) Mama Reiher: "Und deshalb sage ich, das Ganze
war ein Racheakt. Er hat ihn umgebracht!"
7) Im Deutschen wird er zu Anfang einmal "Schwarze
Braue" genannt, danach "Dicke Braue". Hier war man wohl ein wenig schlampig.
8) So etwas gibt's beim deutschen Kimba natürlich
nicht.
9) Der deutsche Gag von "Zahnausfall, Karies!"
ist viel lustiger. Darüber hab' ich schon als Kind lachen müssen!
10) Diese beiden wertvollen Sätze wurde leider
komplett geändert.
Im Deutschen hört man Daniel aus dem Hintergrund
sagen: "Uns allen fiel ein großer Stein vom Herzen, und wir haben
beschlossen, bis auf weiteres Gerichtsferien zu machen."
Kimba: "Wenn es so schwer ist, Recht zu sprechen...
kein Wunder, dass es dann so viel Ungerechtigkeit auf der Welt gibt."
Den Rest füllt Daniel mit Sprichwörter-Geschwafel:
"Die Sonne scheint über Gerechte und Ungerechte, doch die Tugend großer
Seelen ist Gerechtigkeit..." |
Unter-
schiede
MUSIK |
In dieser Episode
gibt es ausgesprochen viel schöne und gute Originalmusik.
1) Zur Gewitterszene am Anfang
gibt es in der Originalfassung dramatische Musik und unheimliche, schaurig
wirkende Gesänge.
2) Als Kimba mit "King Black
Brows" kämpt, gibt es zu Beginn keine Musik, dann setzt ein gutes,
passendes Motiv von Isao Tomita ein.
3) Als Harald plötzlich
auftaucht, herrscht absolute Stille, man hört nur seine Eltern, die
vor Freude außer sich sind und weinen. Das wirkt wieder einmal glaubhaft
und realistisch, kann empfindsamen Zuschauern freilich auch an die Nieren
gehen.
4) Zur Schlussszene ertönen
Fanfarenklänge und große Orchestermusik, die sanft ausklingt,
bevor der Abspann beginnt. |
Ein Großteil
der Originalmusik wurde übernommen. Freilich geht es nicht völlig
ohne Zusatz-Musik oder Änderungen.
1) Hier erklingt das Standard-Motiv
für spannende und dramatische Szenen, das nicht ganz so unheimlich
wirkt.
2) Hier hätte man auf
die ewig gleiche deutsche Spannungs-Musik verzichten und lieber die Originalmusik
übernehmen sollen.
3) Völlig unpassend
ist die deutsche Musik bei dieser (gekürzten) Szene. Das lockere Swing-Thema
zum plötzlichen Erscheinen des Reiherkindes erweckt den Eindruck,
als sei das Ganze ohnehin nicht weiter schlimm gewesen.
4) In der deutschen Fassung
wird das Swing-Thema aus Punkt 3 zur Schlussmusik; diese bricht dann abrupt
ab und geht in die deutsche Abspann-Melodie über. Das Original ist
wieder einmal viel schöner. |
| Fazit |
Dies ist eine
hervorragende, kluge und inhaltlich hochwertige Episode. Die Idee mit der
Gerichtsverhandlung ist neu, und die spannende Umsetzung grenzt schon fast
an einen Krimi.
Kimba riskiert wieder einmal
seinen Hals und lernt, wie schwierig es ist, einem Einzelnen gegen die
Meinung der Masse zu seinem Recht zu verhelfen. Allein sein unerschütterlicher
Glaube an Klunkers Unschuld gibt ihm die Kraft, dies alles bis zum Ende
durchzustehen.
Detail am Rande: Osamu
Tezuka bringt in dieser Episode wieder einmal seine Verehrung für
Walt Disney zum Ausdruck. Bei einigen Szenenwechseln und Rückblenden
"übermalt" effektvoll eine gezeichnete Hand mit Pinsel und Farbe das
Bild. Diese Technik hat Disney u.a. in seinem Dokumentarfilm "Die Wüste
lebt" verwendet. |
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34
|
Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
Jungle Fun |
nicht vorhanden |
| Inhalt |
Anmerkung:
Die Handlung dieser Geschichte wurde auf 2 Episoden verteilt. Folge 34
"Jungle Fun" beinhaltet den ersten Teil, Folge 35 "The Pretenders" den
zweiten.
Wieder einmal schickt der
böse Löwe Claw seine Untergebenen Cassius, Tom und Tab in den
Kampf gegen Kimba, doch wie üblich haben sie gegen ihn und seine Freunde
keine Chance. Daraufhin wird Claw so wütend auf Cassius, dass er ihn
schmachvoll bestraft: er schleift seine Krallen an einem Felsen ab und
beraubt ihn so seiner Waffen.
Nach dieser Störung
können sich Kimba und seine Freunde ihrem neuesten Projekt zuwenden:
dem Bau eines riesigen Vergnügungsparks mit Fahrgeschäften wie
Karussell und Achterbahn. Daniel begreift nicht, wozu das gut sein soll,
doch er wird aufgeklärt: "Da können die kleinen und langsamen
Tiere auch mal schnell sein! Und große, schwere Tiere fühlen
sich so leicht, als könnten sie fliegen!"
Bucky hat allerdings eine
Befürchtung: der Ort, an dem der Fun-Park entstehen soll, ist Claw's
Jagdgebiet. Kimba: "Ein Grund mehr, das zu ändern und die düstere
Gegend in einen frohen Ort für alle Tiere zu verwandeln." Bucky: "Und
wenn er Hunger kriegt?" Kimba: "Dann werde ich ihn persönlich in unser
Restaurant führen! Der Vergnügungspark wird gebaut, ob es Claw
nun passt oder nicht!"
Voller Begeisterung machen
sich die Tiere an die Arbeit. Alle helfen mit - süße Szenen!
Zu einem fetzigen Lied entsteht auf dem weitläufigen Gelände
langsam ein Park mit gigantischen Ausmaßen, eine Art "Disneyland
in Afrika". Tom und Tab betrachten die Arbeiten argwöhnisch.
Ein Szenenwechsel zeigt die
Heimat von Kitty und Specklerex. Kitty wandert auf einer Wiese zwischen
unzähligen Blumen und Schmetterlingen, dazu singt sie ein herziges
Lied über die Liebe zu ihren Kimba - dies ist eine der bezauberndsten
Szenen der ganzen Serie!
Da kommt der "Post-Storch"
und wirft einen Brief für Kitty ab. Kimba lädt sie ein, beim
Bau seines neuen Projekts zuzusehen. Onkel Specklerex brummt zwar mürrisch:
"So, so, ein Amüsier-Center - was soll nur aus dem Dschungel noch
werden..." Aber er gibt trotzdem seine Erlaubnis, und Kitty bricht auf.
Währenddessen beratschlagen
Cassius, Tom und Tab, was sie unternehmen können, um in Claw's Gunst
wieder zu steigen. "Wenn er erst von dem Vergnügungspark erfährt,
frisst er uns vor Wut auf! Aber was kann ich gegen Kimba ausrichten - ohne
Krallen..." Da sieht Cassius von fern Kittys Ankunft und hat eine Idee:
"Unsere alten Kumpane, die Krähen, könnten mal was für uns
tun!" Ein Krähenschwarm soll Kimba und Kitty angreifen.
Im Fun Park ist Pauly gerade
dabei, den Tieren die Pläne für eine Super-Achterbahn namens
"Jet Coaster" zu unterbreiten, als plötzlich Schreie zu hören
sind: die Krähen greifen Kitty an! Kimba versucht ihr zu helfen, aber
er wird ebenfalls attackiert. Da taucht plötzlich Cassius auf und
greift in den Kampf ein, woraufhin die Krähen das Weite suchen.
Kimba zu Cassius: "Du haust
besser auch gleich ab!" Dieser: "Wieso denn? Ich hab' euch eben vor den
Krähen gerettet, ihr könntet wenigstens 'danke' sagen!" Kimba:
"Du führst doch irgendwas im Schilde, warum solltest du uns sonst
retten?" Cassius: "Weil ich dein Freund bin!" Die Hyänen und er haben
sich angeblich mit Claw zerstritten - ab jetzt wollen sie bei Kimba leben
und mit ihm zusammenarbeiten!
Daniel findet diesen Gesinnungswandel
höchst merkürdig: "Sie sollen erst mal beweisen, ob sie es mit
der Freundschaft wirklich ernst meinen." Kimba schlägt vor, sie beim
Bau des Vergnügungsparks mitarbeiten zu lassen. Daniel: "Na, wenn
du meinst, Kimba, dann probieren wir's mal."
Die Arbeiten gehen also weiter.
Auch Paulys Achterbahn wird gebaut. Daniel beobachtet besorgt den Arbeitseinsatz
der drei Schurken. "Mir ist egal, was alle sagen, ich trau' denen nicht."
Cassius, Tom und Tab schuften und schwitzen demonstrativ. Daniel: "Die
tun doch nur so, das bisschen Arbeit strengt doch gar nicht an!"
Er behält recht, denn
die drei haben einen üblen Plan: mit einem hohlen Baumstamm wollen
sie Kitty entführen, um Kimba zu erpressen. Tom und Tab markieren
einen Erschöpfungsanfall, und Kitty kommt sofort zu Hilfe. Als sie
sich über sie beugt, wird sie blitzartig in den hohlen Stamm gestopft.
Doch Kimba hat's mitgekriegt und ist schon da. Die Hyänen: "Mist,
hast du das etwa gesehen?" Kimba: "Darauf könnt ihr eure schnuckeligen
Flecken wetten!" Die drei Schurken ziehen Kimba eins über und rennen
davon.
Jetzt ist es auch mit Kimbas
Gutmütigkeit vorbei. Zusammen mit all seinen Freunden verfolgt er
die Schurken bis zu Cassius' Höhle. Der schwarze Panther droht Kimba:
"Hier in der Dunkelheit bist du uns unterlegen!" Die Bösen greifen
an. Mit Tom und Tab wird Kimba schnell fertig, doch Cassius ist ein harter
Brocken. Aber Kimba ist diesmal wild entschlossen und wird zur reißenden
Bestie! Beängstigende Kampfszenen spielen sich am Grunde einer finsteren
Schlucht ab. Endlich hat Kimba ihn bezwungen. Er zögert - wie geht
es nun weiter?
Da ertönt vom Rande
der Schlucht die Stimme von Claw, der alles mit angesehen hat: "Gut gemacht,
Kimba! Jetzt töte ihn, er ist mir schon lange ein Dorn in Auge! Du
tust mir einen Gefallen. Und dann mach auch noch diese trotteligen Hyänen
kalt, sonst tu ich es selbst!" Kimba, aufgewühlt: "Du bist brutal,
Claw!" Dieser, lachend: "Ich bin ein wildes Tier, ich MUSS so sein!"
Kimba hält geschockt
inne: "Er hat recht! Ich bin ja auch ein wildes Tier!" Noch immer hält
er Cassius in tödlicher Umklammerung. Claw poltert von oben: "Los,
tu's endlich!"
Kimba: "Nein! Ich mag ein
wildes Tier sein, aber so wild bin ich nicht und wollte es auch nie sein."
Er lässt Cassius frei und schenkt ihm das Leben. Dann geht er mit
gesenktem Kopf davon. Seine Freunde erwarten ihn draußen. Da hört
er Cassius' Stimme hinter sich: Sie klingt recht kleinlaut. "Kimba, warte.
Bitte nimm uns mit. Du weißt, was Claw mit uns macht, wenn du uns
hier zurücklässt."
Daniel tritt hinzu. "Wie
denkst du darüber, Kimba? Ich glaube, diesmal meinen sie es wirklich
ernst. Sie haben endlich erkannt, welche Art von Anführer du bist
- gütig und mitfühlend, im Gegensatz zu dem gemeinen, bösartigen
Unruhestifter Claw." Cassius: "Daniel hat recht, wir haben's jetzt begriffen.
Bitte gib uns noch eine Chance."
Claw von oben äfft ihn
abfällig nach: "Biiiitte, gib uns noch eine Chaaaance... Das ist nicht
meine Art, Dinge zu regeln, Kimba! Haltet euch besser fern von mir; ich
bin die längste Zeit ein netter Kerl gewesen!" Mit bösem Gelächter
verschwindet er.
Der große Eröffnungstag
des Vergnügungparks ist gekommen. Ein symbolisches Bild: Daniel, Pauly
und Bucky geben Tom, Tab und Cassius versöhnlich die Hand. Kimba und
Kitty dürfen die erste Fahrt mit der Achterbahn machen. Diese Bilder
sind fantastisch und haben bestimmt manch andere "Achterbahn-Filme" inspiriert
- von "Rollercoaster" bis "Indiana Jones".
Die Kamera schwenkt über
das riesige Areal. Alle Tiere haben Spaß mit den zahlreichen Fahrgeschäften
wie Karussells und Wasser-Rutschbahn und natürlich die riesige Achterbahn-Anlage.
Da huschen 4 schwarze Panther durch das Bild und verschwinden unter einem
Stützpfeiler der Achterbahn.
Die Episode endet mit einer
Großaufnahme von Kimba und Kitty während ihrer rasanten Achterbahnfahrt.
Der Erzähler spricht: "Kitty begreift, dass ein Leben mit Kimba so
ähnlich wie diese Achterbahnfahrt wäre - viel Aufregung, aber
jede Menge Spaß!" Damit blendet das Bild mitten in der Szene aus,
und der Abspann beginnt.
Das tatsächliche
Ende der Episode wurde geschnitten und sieht folgendermaßen aus:
Die Kamera zeigt den Blick auf die Schienen aus der Perspektive der Mitfahrenden.
Hinter einer scharfen Kurve ist plötzlich die Bahn zerstört.
Unter dem schrillen Geschrei von Kimba und Kitty schießt der Wagen
durch die Luft und prallt gegen die Felsen. Alle Tiere stürzen sofort
zur Unglücksstelle. Kitty kriecht, böse angeschlagen, hinter
einem Felsen hervor: Kimba! Da sieht man, dass Kimba unter dem großen
und schweren Wagen eingeklemmt am Boden liegt! Die Kamera fährt auf
ihn zu, er bewegt sich nicht! Mit dieser schrecklichen und brutalen Szene
endet die japanische Original-Episode.
Diese Szenen wurden geschnitten,
weil man die amerikanischen Zuschauer mit dieser schlimmen Ungewissheit
über Kimbas Zustand nicht eine Woche lang quälen wollte. Unterschlagen
wurden sie jedoch nicht: im zweiten Teil der Geschichte, in der Folge "The
Pretenders", werden diese Szenen im Rahmen der Rückblende auf Teil
1 gezeigt - leicht gekürzt, doch immer noch genauso brutal. |
Allge-
meines |
Dass
diese Episode in Deutschland nicht gezeigt wurde, ist sehr bedauerlich.
Der Grund dafür liegt mit Sicherheit in den harten und brutalen Kampfszenen
zwischen Kimba und Cassius, doch die wenigen Sekunden, in denen Kimba wirklich
bedrohlich aussieht, hätte man leicht herausschneiden können.
Der deutsche Zuschauer versäumt
dadurch nicht nur eine originelle und spannende Episode, sondern wird auch
um das zauberhafte Lied von Kitty gebracht, das nach Meinung vieler Kimba-Fans
zu den schönsten Momenten der ganzen Serie gehört.
Vielleicht erschien den deutschen
Produzenten auch die Idee zu abwegig, dass Tiere einen Vergnügungspark
mit Achterbahn errichten. Ich muss gestehen, dass mir das ebenfalls recht
seltsam vorkam, als ich zum ersten Mal etwas über die fehlenden Episoden
erfuhr. Doch nüchtern betrachtet ist in Kimbas Dschungel eigentlich
nichts unmöglich - weshalb sollte es da nicht auch einen Rummelplatz
für Tiere geben? |
| Musik |
Diese
Episode sprüht geradezu vor musikalischen Einfällen. Neben den
lustigen und flotten Melodien bleiben vor allem die beiden Lieder in Erinnerung:
Das "Arbeitslied" der Tiere ist schmissig und ungewöhnlich, und Kittys
bezauberndes "Liebeslied an Kimba" stellt einen ganz besonderen Höhepunkt
dar.
Natürlich sind beide
Lieder wieder von der US-Sprechercrew notdürftig aufbereitet worden.
Richtig schön sind diese Lieder in der Originalfassung mit japanischem
Text. |
| Fazit |
Diese Episode
ist lustig und ernst zugleich. Kimba gewinnt einmal mehr den Kampf gegen
seine Raubtierinstinkte und bleibt seinen humanen Prinzipien treu. In dieser
Geschichte kommt sehr gut zum Ausdruck, dass er eben viel mehr ist als
nur eine mutige Kampfmaschine: er hat eine verletzbare Seele.
Der deutsche Zuschauer kennt
vor allem den lustigen, pfiffigen Kimba. Den "wahren" Kimba mit all seinen
dunklen, aber eben auch sehr menschlichen Seiten hat er kaum kennengelernt,
da die ernsten und problematischen Episoden fast alle ausgelassen wurden.
Deshalb ist es auch nicht
verwunderlich, dass Kimba in den englischsprachigen Ländern eine so
gewaltige Fangemeinde unter den Erwachsenen hat. Ganz zu schweigen von
Japan, wo er bis zum heutigen Tag eine Art Nationalheld ist! |
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35
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Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
The Pretenders |
nicht vorhanden |
| Inhalt |
Dies ist
die Fortsetzung von Episode 34 ("Jungle Fun").
Der Erzähler fasst in
einer Rückblende kurz den Inhalt des ersten Teils zusammen. Dabei
wird auch das Unglück von Kimba und Kitty gezeigt, mit dem die japanische
Original-Episode endet: "Jemand hat die Achterbahn sabotiert, und Kimba
wurde bei diesem Unfall sehr schwer verletzt."
Hier endet die Rückblende,
und die Kamera vollführt einen breiten Panoramaschwenk auf einen Felsen
hoch über dem Dschungel, eine Art "Pride Rock". An der höchsten
Stelle des Felsens, in einem Bauwerk aus Dornen und Blumen, liegt Kimba
auf seinem Krankenlager, bewacht von Kitty.
Kimba in Nahaufnahme; man
sieht, dass er schwer verletzt ist: "Danke für deine Hilfe, Kitty,
aber ich werde mich besser mal wieder an die Arbeit machen." Kitty: "Kommt
nicht in Frage, du bist viel zu krank! Abgesehen davon wird die Achterbahn
schon repariert, und Cassius baut höchstpersönlich ein Theater
für den Vergnügungspark auf." Kimba, stöhnend: "Er muss
sich wirklich komplett geändert haben!"
Während Cassius die
Bauarbeiten leitet, bespricht sich Daniel mit Bucky und Pauly. Daniel ist
noch immer nicht von Cassius' Läuterung überzeugt. "Aber vielleicht
täusche ich mich ja. Jedenfalls macht er einen guten Job." Bucky:
"Ich frage mich nur, was Boss Claw jetzt ohne seine drei Unheilstifter
anfängt?" Pauly: "Ich fürchte, er wird sich in irgendeiner Weise
rächen."
Wenige Tage später ist
die Achterbahn wieder repariert, und das neue Theater wird eröffnet.
Nach harter Arbeit freuen sich die Tiere nun auf die Vorführung. Die
Show beginnt: Tom und Tab tanzen und singen auf der Bühne. Nun erkennt
man, welchem Zweck das Theater wirklich dient: die Show handelt von prominenten
Verbrechern und deren Tieren, die angeblich als die "wahren Gehirne" hinter
all den bösen Taten steckten.
So wird zum Beispiel das
Pferd von Jesse James gezeigt, das höchstpersönlich (im Wildwestkostüm)
mit einer Bande von Pferden loszieht und den Kühen das Fell bei lebendigem
Leibe abzieht. Das Ganze soll lustig sein, wirkt aber doch recht makaber.
Die Schlussbemerkung des Pferdes: "Hätte Jesse auf mich gehört,
so wäre er nicht gehängt worden!"
In der nächsten Nummer
tritt der dicke graue Kater von Käpt'n Kidd auf, der angeblich der
wahre Boss auf dem Piratenschiff war. In den nächsten Szenen geht's
vor allem um die erfolgreiche Rattenjagd. Das Ende vom Lied und seine "Moral":
Käpt'n Kidd's Kater - ein perfektes Vorbild für alle Schurken!
In der nächsten Nummer
tritt der Floh von Gangsterboss Al Capone auf. Diese Bilder sind ohne Zweifel
sehr lustig - zu den Klängen einer Floh-Jazzband macht eine Armee
von Flöhen in einem aufziehbaren Spielzeugauto Jagd auf Hunde. Doch
auch hier wird's wieder makaber, da die Hunde danach zu Skeletten zerfallen.
Die Botschaft des dicken Flohs: "Keiner kam gegen Al Capone an, aber ich
brachte ihn zum Kratzen!"
Die Zuschauer sind begeistert.
Tom und Tab am Schluss: "Was wir euch damit sagen wollten: die Bösen
haben immer den meisten Spaß! Wollt ihr diesen Spaß auch haben?"
Die Tiere schreien frenetisch: "Jaaa!" Erwachsene deutsche Zuschauer haben
bei dieser Szene ein ungutes Gefühl im Magen...
Daniel rennt atemlos zu Kimbas
Krankenlager: "Wir sind reingelegt worden! Tom, Tab und Cassius haben uns
die ganze Zeit etwas vorgemacht! Sie versprachen den Tieren jede Menge
Spaß und führten sie geradewegs in die Falle! Als sie alle drin
waren, hat Boss Claw das große Tor hinter ihnen verriegelt und sagte,
jetzt müsse er nie mehr seiner Nahrung hinterherjagen!"
(Die Sache mit dem großen
Tor, hinter dem alle Tiere plötzlich eingesperrt sind, ist sehr unlogisch,
da vorher nichts davon erwähnt oder gezeigt wurde. Möglicherweise
handelt es sich um einen Übersetzungsfehler der US-Crew.)
Kimba und Kitty versuchen,
das riesige Tor einzuschlagen, aber vergeblich. Während sie verschnaufen,
öffnet sich das Tor für einen Augenblick, und Kitty wird hineingezogen!
Kimba ist verzweifelt. Von oben lacht Claw böse: "Jetzt habe ich dich
endlich da, wo ich wollte! Wenn du jetzt sofort abhaust, dann werde ich
dich verschonen." Kimba: "Ich lasse meine Freunde nicht im Stich!" Claw:
"Deine Freunde sind alle verloren, wenn du jetzt nicht verschwindest! In
diesem Augenblick habe ich dich endgültig besiegt und ernenne mich
zum Boss des Dschungels."
Kimba versucht verzweifelt,
das Tor einzurennen, aber es ist sinnlos. Die Schurken lachen ihn von oben
aus. "Ich kann's nicht kaputt machen, ich kann überhaupt nichts machen..."
Kimba weint bitterlich, die Tränen strömen ihm übers Gesicht.
In keiner deutschen Episode gibt es vergleichbare Großaufnahmen,
die dem Zuschauer so an die Nieren gehen. Er hat verloren. Er gibt auf.
"In Ordnung... wenn du versprichst,
die anderen zu schonen..." Claw: "Ich gebe dir mein Wort!" - "Und ... Kitty?"
"Die kann tun und lassen, was sie will!" - "Also dann..." Schweren Herzens
verlässt Kimba seinen Dschungel. Eindrucksvolle Bilder, wuchtige Musik
- diese Szenen vergisst man nicht mehr so leicht.
Claw triumphiert: "Ende gut,
alles gut! Der Dschungel gehört mir!" Zu Tom und Tab, die Kitty noch
immer zu Boden drücken: "Wie könnt ihr es wagen, sie festzuhalten,
wo ich versprochen habe, sie freizulassen?"
Nun wandelt sich Claw's Stimmung
schlagartig, und ein völlig aufgekratzter und liebestoller Löwe
tänzelt um Kitty herum. Jetzt, wo er der Boss ist, könnte sie
ihm ruhig etwas mehr Aufmerksamkeit schenken. Warum sollte sie sich jetzt
nicht ihn ihn verlieben und seine Prinzessin werden? Als er sie küsst,
jagt sie ihn fort.
"Da muss es doch noch einen
besseren Weg geben!" Cassius wird zum Berater in Liebesdingen: "Du musst
poetischer sein, Boss!" Zuerst versucht Claw es mit Blumen. Da er ein grober
Kerl ist, reißt er die ganze Wiese raus und schleppt sie an. Kitty
zeigt ihm die kalte Schulter.
Wieder gibt ihm Cassius flüsternd
einen Rat. Claw: "Nicht mal meine besten Freunde haben mir das gesagt!"
Er unterzieht sich einer Generalreinigung und macht sich fein - am Ende
trägt er sogar Fliege! Als das nichts hilft, schleppt er tonnenweise
Geschenke für Kitty an - ohne Erfolg: "Mein Herz gehört allein
Kimba!" Claw wird rasend: "Der Kerl gewinnt immer, selbst wenn er nicht
da ist!"
Cassius erfasst das Problem:
"Solange Kimba lebt, hast du keine Chance." Claw: "Dann erledige ihn endlich
- ich bin's leid, ständig zu verlieren! Finde und töte ihn!"
Daraufhin pfeift Cassius vier schwarze Panther herbei: seine "Spezialeinheit"
zur Erledigung solcher Dinge. Es sind dieselben Panther, die in Teil 1
auch die Achterbahn sabotiert haben.
Kimba wandert inzwischen
traurig zwischen den Felsen herum, wo er kurze Zeit später mit den
Panthern zusammentrifft. Sie kämpfen miteinander, während ein
heftiges Gewitter mit sintflutartigem Regen niedergeht.
Im Dschungel mobilisiert
Kitty inzwischen die eingesperrten Tiere: "Wenn wir uns nicht selbst helfen,
enden wir alle als Futter für Claw und Cassius!" Sie startet einen
Überraschungsangriff auf den verdutzten Cassius. Bucky versucht, das
Tor einzutreten, aber ohne Erfolg. In dieser gefährlichen Lage pfeift
Cassius erneut seine Handlanger herbei, die Krähen. Alle Tiere wehren
sich verzweifelt gegen die angreifenden Vögel. Einige Raubkatzen attackieren
jetzt auch Boss Claw.
In den Bergen wehrt sich
Kimba gegen die vier Panther. Der Kampf findet auf einer Hängebrücke
hoch über einer Schlucht statt. Da kommen Daniel und Pauly hinzu,
um Kimba zu helfen, doch dieser wehrt ab: "Bleibt zurück, es ist zu
gefährlich!" Aber wenigstens erfährt er von ihnen, dass sich
alle Tiere geschlossen gegen die Bösen wehren und Kitty am härtesten
von allen kämpft!
Diese Nachricht verleiht
Kimba neue Kraft. Er brüllt begeistert: "Yeah! Kitty!!!" (Tolle Großaufnahme
von Kimba!) Es gelingt ihm, die Panther in den reißenden Fluss zu
werfen, in dem sie auf Nimmerwiedersehen verschwinden.
Kimba rennt zurück zum
Dschungel. Er durchbricht die vom Regen total aufgeweichte Umzäunung
und stürzt sich sofort auf Claw. Während sich die anderen Tiere
um die feigen Hyänen und Cassius kümmern, besiegt Kimba seinen
Erzfeind ein weiteres Mal.
Doch Kimba wäre nicht
Kimba, wenn er darüber seine Prinzipien vergäße: "Trotz
allem haben wir nichts dagegen, wenn du etwas von deinen Schandtaten abbüßt,
indem du uns hilfst, den Vergnügungspark wieder instand zu setzen.
Stimmt's nicht, Daniel?" Dieser, nach kurzem Zögern: "Warum nicht.
Du bist uns jederzeit willkommen, solange du dich anständig benimmst."
Claw, grimmig: "Nein, danke!" Wieder einmal sucht er mit seinen Getreuen
das Weite.
In der Schlussszene erstrahlt
der Vergnügungspark wieder in neuem Glanz. Selbst Daniel ist nun uneingeschränkt
für den Park - und für Kimba natürlich! Dieser unternimmt
mit Kitty gerade wieder eine fröhliche Achterbahnfahrt - offenbar
ist bei keinem von beiden durch den Unfall ein Trauma zurückgeblieben! |
Allge-
meines |
Es
lassen sich zahlreiche Gründe dafür finden, weshalb diese Episode
nicht in Deutschland gezeigt wurde.
Zunächst einmal gibt
es wieder jede Menge brutale oder Angst einflößende Bilder:
vom schlimmen Achterbahn-Unfall über makabere Bilder in der Theatervorstellung
bis zu den gewaltgeladenen Kampfszenen.
Außerdem wirkt in dieser
Episode vieles unglaubwürdig und unlogisch. Weshalb lebt z.B. Kimba
plötzlich hoch oben auf einem Felsen? Oder sollte das Kittys Wohnung
sein? Wo kommt auf einmal die hohe Mauer und das (sehr unheimlich aussehende)
große Tor her? Und vor allem: Wieso holt Kimba sich in seiner Not
nicht Rat und Hilfe bei größeren Tieren oder seinem Freund Roger
Ranger?
Bei aller Düsternis
gibt es aber auch lustige Szenen: Claw's Versuche, Kittys Herz zu gewinnen,
sind ausgesprochen komisch.
Der "Tanz der 4 Panther",
ein surrealistisches Intermezzo, ist aus der US-Fassung leider herausgeschnitten
worden. Ihn kann man auf der amerikanischen Bonus-DVD unter den gelöschten
Szenen finden.
Es ist auffallend, dass die
Tiere den bösen Löwen Klaue stets mit "Boss Claw" bezeichnen.
Ob dies respektvoll oder ironisch gemeint ist, bleibt offen. |
| Musik |
Ein
Trostpflaster in dieser Episode ist die Musik. Wie bereits im ersten Teil
der Geschichte gibt es auch hier wieder ausgesprochen viele und schöne
Melodien.
Isao Tomita fand wieder ein
reiches Betätigungsfeld, angefangen bei der Theateraufführung
von Tom und Tab über die lustige "Brautwerbung" von Claw bis hin zu
den Kampfszenen, die wieder alle musikalisch untermalt sind.
Die großartigste Melodie
dieser Episode - leider auch die traurigste - erklingt, als Kimba schweren
Herzens seinem Dschungel den Rücken kehren muss. |
| Fazit |
Diese Episode
ist ziemlich traurig und hat kein wirkliches Happy-End - trotz des demonstrativ
wiederhergestellten Vergnügungsparks. Für Kimba ist diese Episode
schmachvoll und unerfreulich, vor allen, weil er einsehen muss, dass Cassius,
Tom und Tab trotz aller falschen Beteuerungen niemals zu "Guten" werden.
Diese Enttäuschung erklärt vielleicht auch sein tatenloses Akzeptieren
von Claws Bedingungen.
Man kann sagen, dass dieser
zweite Teil nicht so gelungen ist wie der erste. Schuld daran sind u.a.
die unlogischen Stellen in der Handlung.
Detail am Rande: Dass
es in einigen Episoden unlogisch zugeht, ist auf zwei Faktoren zurückzuführen:
erstens produzierten die beiden unabhängigen japanischen Produktionsteams
oft, ohne es zu wissen, geradezu widersprüchliche Handlungen. Zweitens
hatte die US-Sprechercrew bei der Synchronisation immer nur die Episode
vorliegen, die gerade zu bearbeiten war, und wusste nicht, was noch kommen
würde. Kimba war im Amerika ein Experiment und eine Low-Budget-Produktion. |
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36
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Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
The Monster Of Petrified
Valley |
Das Monstrum aus dem versteinerten
Tal |
| Inhalt |
Hinweis:
In der deutschen Version hat man den Schluss der Episode entfernt und dadurch
den Handlungsablauf verändert. Diese Inhaltsbeschreibung bezieht sich
auf die US-Fassung und gibt die geschnittenen Szenen kursiv wieder.
Im Dschungel hat die Regenzeit
begonnen. Kimba erfährt vom stark erkälteten Pauly, dass die
beiden Cheetahs Charlie und Harley allein ins Versteinerte Tal aufgebrochen
sind, um sich dort das sagenumwobene Monstrum anzusehen, das angeblich
alle Tiere in Stein verwandelt.
Kimba rennt ihnen nach und
findet heraus, dass die Tiere dort nicht "versteinert", sondern durch geheimnisvolle
Gase gelähmt werden. Das Monstrum ist ein riesiger Vogel namens Colosso,
der letzte einer fast ausgestorbenen Art.
Nach einem kurzen Hickhack
kann Kimba mit ihm Freundschaft schließen, und Colosso lässt
die beiden gefangenen Cheetahs wieder frei. Kimba hat Mitleid mit dem einsamen
Vogel, der so etwas wie ein lebendes Fossil ist, und nimmt ihn mit zurück
in seinen Dschungel.
Daniel ist skeptisch, ob
sich das Riesenvieh im Dschungel einleben kann. Er erzählt Kimba,
dass es sich bei Colosso um einen sogenannten Brodovogel handelt, dessen
Vorfahren vor langer Zeit von der Insel Madagaskar aufs afrikanische Festland
gekommen sind.
Colosso ist eigentlich recht
harmlos, doch durch seine Größe und seine Tollpatschigkeit richtet
er einigen Schaden an. Mit seinem lauten und falschen Gesang stört
er die Chorprobe. Da er außerdem faul ist und nicht bei der Arbeit
mit anpackt, werden die Tiere wütend auf ihn. Kimba versucht ständig
zu vermitteln, aber es sieht so aus, als sei Colosso in seinem einsamen
Tal doch besser aufgehoben.
Im Dschungel regnet es nun
fast täglich. Colossos Appetit wird immer größer. Als es
schließlich zu einem Zwischenfall mit dem Igel Harry kommt, den Colosso
als leckere Vorspeise betrachtet, haben die Tiere genug. Sie verteidigen
Harry und bekämpfen den Riesenvogel. Colosso erkennt von selbst, dass
er nicht hierher passt. Er beschließt, in sein Versteinertes Tal
zurückzukehren.
Doch Harry ist strikt dagegen,
wegen dem bisschen Rauferei seine Freunde gleich in die Wüste zu schicken.
Außerdem ist es während der Regenzeit im Versteinerten Tal sehr
gefährlich! Der Igel besteht darauf, dass Colosso bleibt, doch dieser
lehnt dankend ab: "Ich hab' mein ganzes Leben dort verbracht und bin dort
absolut sicher."
Damit bricht Colosso in Richtung
Heimat auf. Kimba und Daniel laufen ihm noch ein Stück hinterher.
Hiermit endet die deutsche Episode. In Wirklichkeit
dauert die Handlung aber noch 3 Minuten länger:
Daniel, Kimba, Pauly sowie
Cheetah Charly und Cheetah Harley folgen Colosso ins Versteinerte Tal.
Wolkenbruchartiger Regen rauscht herab, und man sieht, wie einige lockere
Felswände bereits bedrohlich wackeln. Colosso geht singend immer weiter,
und seine Freunde sehen von fern, wie er um die Ecke biegt.
Da ertönt ein gewaltiges
Rumpeln: ein Erdrutsch! Alles geht in Deckung. Als die Gefahr vorbei ist,
rennt Kimba sofort los und sieht gerade noch, wie ein mit Blumen ausgepolsterter
Felsvorsprung - ganz offenbar Colossos Nest - in die Tiefe gerissen wird.
Dazu ertönt von irgendwoher ein dumpfer Schrei! Obgleich man den Vogel
in dieser schlimmen Szene nicht mit abstürzen sieht, ist für
den Zuschauer klar: Colosso ist soeben tödlich verunglückt.
Daniel kann den entsetzten
Kimba, der sich am liebsten hinterherstürzen würde, nur mit äußerster
Anstrengung zurückhalten. Kimba weint und schreit mit weit aufgerissenen
Augen: "Colosso!!!" Doch es kommt keine Antwort, nur der Regen rauscht.
Szenenwechsel und Überblendung:
Zu einem Panoramaschwenk über das Tal hört man den Erzähler:
"Die Legende vom Versteinerten Tal ist nun vorbei. Die Tiere reden jetzt
nicht mehr vom Monstrum, sondern von ihrem Freund Colosso." Hierzu sieht
man Colosso für einen Moment ganz klein am Grunde des Tales liegen.
Er bewegt sich nicht, und der gesunde Menschenverstand sagt einem, dass
er diesen Sturz auch nicht überlebt haben kann.
Der Erzähler weiter:
"Er war der letzte seiner Art, eine einsame Kreatur, ein Teil der Vergangenheit
- und verlassen in der Gegenwart." Charly und Harley, traurig: "Wir hätten
nicht zulassen dürfen, dass er zurückkehrt. Es ist unsere Schuld,
dass er von uns gegangen ist." Alle weinen, vor allem Kimba ist tränenüberströmt.
Sie wenden sich zum Gehen. Unter trauriger Musik dreht sich Kimba nochmal
um und schreit so laut er kann "COLOSSOOO!" über das Tal.
Daniel zu Kimba: "Versuche,
Colosso nicht zu sehr zu vermissen. Immerhin ist sein Wunsch in Erfüllung
gegangen: Er ist wieder daheim in seinem Tal. Lass uns gehen, für
uns wird es auch höchste Zeit, nach Hause zu kommen." Pauly niest
ihm ins Gesicht. "Und du solltest endlich was gegen deinen Schnupfen tun!"
In der Schlussszene bricht die Sonne durch die Wolken und taucht das Tal
in rot-goldenes Licht. |
Allge-
meines |
Weshalb
die letzten drei Minuten aus der deutschen Fassung entfernt wurden, ist
sonnenklar: Eine lustige und harmlose Episode wandelt sich darin plötzlich
zum Drama mit tödlichem Ausgang. Wenn auch Colossos Tod durch geschickte
Formulierung nicht direkt erwähnt wird, erkennt man allein an den
traurigen Gesichtsaudrücken und an der düsteren, schweren Musik,
dass Osamu Tezuka trotz strikter Anweisung von NBC hier wieder einmal eine
Todesszene hineingeschmuggelt hat.
Aus der deutschen Fassung
wurde außerdem noch eine weitere, ca. 10 Sekunden lange Szene herausgeschnitten,
die den Dschungel in der Vogelperspektive zeigt. Sie kommt im Original
vor der Stelle, wo Colosso im Restaurant sitzt und spachtelt. Die Szene
diente dazu, den US-Erzähler einen vorbereitenden Text auf das traurige
Ende sprechen zu lassen: "Die Regenzeit hat den Brodovögeln schon
immer Pech gebracht. Aber wenn die Tiere gewusst hätten, was sie diesmal
bringt, wären sie gewiss nicht so unfreundlich zu ihrem Freund Colosso
gewesen."
Die deutsche Episode endet
mit Daniels Hintergrundkommentar zu Colossos Aufbruch: "Wir haben ihn nie
wieder gesehen. Aber manchmal, wenn der Wind heult und der Regen rauscht,
glauben wir von fern seine Stimme zu hören. Dann ist's uns so, als
hätten wir einen guten Freund verloren, und wir sind traurig und möchten
gern ein bisschen mit dem Himmel um die Wette weinen..." Ob mit diesen
Worten wohl der unterschlagene traurige Schluss angedeutet werden sollte...?
Abgesehen von den gelöschten
Szenen wurde die Episode an den meisten Stellen wörtlich ins Deutsche
übertragen. Manche Übersetzungen sind wie üblich freier,
aber verfälschen den Sachverhalt nicht. Für den deutschen Zuschauer
entsteht durch das Weglassen des tragischen Endes eine relativ harmlose
und oft sehr lustige Geschichte mit mäßig traurigem Ausgang.
Dass Colossos heftiger Angriff
auf Kimba nicht ebenfalls der deutschen Schere zum Opfer fiel, ist erstaunlich.
Immerhin sind diese Szenen, wo der Riesenvogel mit seinem riesigen Schnabel
nach Kimba hackt, äußerst brutal.
Colossos deutsche Stimme
passt übrigens viel besser zu seinem Typ als die amerikanische Originalstimme.
Aber man weiß ja, dass die US-Crew nur aus 5 Personen bestand. Eindeutig
zu wenig für die rund 80 unterschiedlichen Figuren der Kimba-Serie! |
Unter-
schiede
TEXT |
1) Die ersten
Worte dieser Episode (von Kimba gesprochen) lauten: "Hoffentlich hört
es bald auf zu regnen - man kann überhaupt nichts tun!"
2) In der Originalfassung
steht Kimba im Versteinerten Tal stumm da und macht sich seine Gedanken,
bevor er auf Colosso trifft.
3) Als die Tiere Bucky neugierig
fragen, wie Colosso aussieht, antwortet dieser gleichgültig: "Wie
ein gewöhnliches Monster eben. Ziemlich furchterregend." Diese
Art von Buckys speziellem Humor wurde in der deutschen Fassung fast nie
übernommen.
4) Als Daniel Kimba erzählt,
wie die Brodovögel einst von Madagaskar kamen, führt er eine
"wissenschaftliche" Erklärung dafür an: Nach einen gewaltigen
Sturm sei die Insel näher ans Festland getrieben worden, wodurch sich
für kurze Zeit eine Landbrücke gebildet habe. So seien die Stachelschweine
auf die Insel gekommen, die die verheerende Seuche übertragen haben.
Über diese Landbrücke seien die flugunfähigen Vögel
dann auch von der Insel geflüchtet.
5) Der Igel Harry hat im
Original einen Text, der sich bereits auf Colossos Schicksal bezieht: "Die
Regenzeit beginnt, und es wird gefährlich im Versteinerten Tal. Colosso
muss hierbleiben!" |
1) Im Deutschen
lautet der Text: "Dieser Regen macht einen hundemüde. Dabei wäre
doch einiges zu tun!"
2) In dieser Szene denkt
der deutsche Kimba laut: "Es ist die Luft, die die Tiere versteinert! Nicht
irgendein geheimnisvolles Monstrum!" Dies sollte offenbar eine Hilfestellung
für die jungen Zuschauer sein.
3) Buckys deutscher Text
ist hier ziemlich sachlich und lautet lapidar: "Ich hab's deutlich gesehen
- es ist riesig!"
4) Von dieser Landbrücke
ist in der deutschen Übersetzung nicht die Rede. Daniel erzählt
hier, dass das Unwetter auf geheimnisvolle Weise eine riesige Herde Stachelschweine
ans Ufer geschwemmt habe, die dann die verhängnisvolle Krankheit mitbrachten.
Die Brodovögel, die mit dem Leben davonkamen, flohen aufs Festland.
- Es bleibt dem Zuschauer überlassen, welche Erklärung ihm besser
gefällt
5) In der deutschen Version
lauten seine Worte: "Ich sage, er kann so lange bleiben wie er will. Colosso
steht unter meinem persönlichen Schutz!" Dies verfälscht nicht
den Sinn und ist sogar noch lustiger.
Bucky wird in dieser Episode
von Harry Wüstenhagen gesprochen. |
Unter-
schiede
MUSIK |
In dieser Episode
gibt es viel gute Originalmusik, die zum Großteil für die deutsche
Fassung übernommen wurde.
1) Als Pauly zu Beginn Kimba
aufgeregt erzählt, dass die beiden Cheetahs ins Versteinerte Tal gegangen
sind, gibt es in der US-Fassung keine Musik.
2) Auch Colossos Angriff
auf Kimba ist ohne jede Musikbegleitung.
3) Es gibt wieder einmal
eine kurze Szene mit dem Dschungelchor, dessen Proben der Riesenvogel stört.
Der (japanische) Originalchor klingt "echter", da er aus vielen Stimmen
besteht und die Melodie einfacher ist. Als jedoch Kimba aus Solidarität
mit Colosso vorschlägt, ein jeder solle so singen, wie er mag, wirkt
es in der deutschen Fassung glaubhafter, da dann wirklich alle durcheinanderschreien!
Die Japaner trauten sich wohl nicht, tatsächlich so falsch zu singen. |
In der deutschen
Fassung hat man vor allen die "stummen" Szenen wieder ein wenig aufgepeppt.
1) Lustige Musik lockert
diese Szenen in der deutschen Fassung auf und lässt sie komischer
wirken.
2) Durch die Actionmusik
wirkt Colossos Angriff auf Kimba in der deutschen Fassung ein ganzes Stück
brutaler.
3) Die deutsche Version des
Chorliedes weicht in Melodie und Text völlig vom Original ab und wurde,
wie üblich, komplett neu aufgenommen. Doch trotz dieser technischen
Verbesserung wirkt das Ganze unglaubhaft, da nur ein Duett zu hören
ist! Außerdem ist der deutsche Text ziemlich albern geraten: "Lasst
uns alle fröhlich singen, dideldum und dideldei ... jeder Tag soll
Freude bringen, und er geht so schnell vorbei..." |
| Fazit |
Diese Episode
ist ein Paradebeispiel dafür, wie man durch das Weglassen von drei
Minuten aus einer nachdenklichen und traurigen Geschichte eine harmlose
und lustige machen kann.
Die Botschaft der Handlung
ändert sich dadurch aber nicht: Kimba muss akzeptieren, dass er nicht
alle Tiere nach seinem Gutdünken "retten" und in seine Gemeinschaft
eingliedern kann. Wenn eine Tierart nach dem Willen der Natur aussterben
soll, ist auch er machtlos. (Man kann das Ganze auch sarkastisch interpretieren:
Wer den ganzen Tag nur faul in der Sonne liegt, braucht sich nicht zu wundern,
wenn er ausstirbt...)
Bei allem drängt sich
eine bittere Frage auf: Da man bei einigen Folgen offenbar enorme Anstrengungen
unternommen hat, sie fürs deutsche Publikum aufzubereiten, warum hat
man dies dann nicht mit allen gemacht? Die meisten der 13 ausgelassenen
Episoden wären nach einigen Schnitten durchaus sendefähig geworden. |
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