Kimba
Episodenvergleich - Episode 37 bis 40

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Druckversion Episode 37
37
Amerikanische Episode Deutsche Episode
Titel Legend Of Hippo Valley Im Tal der Flusspferde
Inhalt Die anhaltende Trockenheit gefährdet die Ernte auf der Farm. Kimba plant, eine Felsbarriere einzureißen und auf diese Weise Flusswasser auf die Felder zu leiten. Eine Monsterarbeit, der die Tiere nicht gewachsen sind - zumal bei der brütenden Hitze.

Den Weg versperrt außerdem das sogenannte Hippo-Tal, eine Art Heiligtum aller Flusspferde. Als die Hippos erfahren, dass ihr heiliges Tal durch die Flussumleitung in Gefahr ist, bombardieren sie Kimba und Daniel hinterrücks mit Felsblöcken.

Vom weisen alten Methusala erfahren die beiden daraufhin die Legende von Hippo Valley. Dort sprudelte einst eine ergiebige Quelle, die jedoch durch eine böse Tat mit einem Fluch belegt wurde und versiegte.

Kimba hat einen neuen Plan, um die Felder zu bewässern: Wenn man genügend große Steine in den Fluss wirft, müsste sich der Wasserspiegel so weit heben, dass das Wasser das Hippotal überschwemmt und zur Farm läuft. Auch Kitty hilft bei der Plackerei. Hier gibt's viele süße Szenen.

Als die Hippos von Kimbas neuem Projekt erfahren, verlangt das Flusspferd Tusker energisch, etwas dagegen zu unternehmen. Weil der alte Hippoboss nur zaghaft verhandeln will, fordert Tusker ihn zum Kampf heraus und besiegt ihn. Unter seiner neuen Führung marschiert eine Armee Hippos zum Kampf gegen Kimba.

Doch für Tusker gibt es noch einen anderen Grund, Kimba zu bekämpfen. Wie sich herausstellt, hat der listige Cassius ihm nämlich versprochen, Kimbas Erzfeind Claw (dt. Name: Klaue) werde ihn zum "stellvertretenden Boss des Dschungels" machen, wenn es ihm gelingt, Kimba zu erledigen! Beim Angriff der Hippos werden Kimba und Kitty übel zugerichtet.

Sofort bringen die Hyänen Tom und Tab ihrem Boss Claw die gute Nachricht von Tuskers Sieg über Kimba. Dabei verplappern sie sich jedoch, und Claw muss erfahren, dass auch Kitty, seine "Zukünftige", beim Kampf verletzt wurde. Wütend rennt er daraufhin zum Schlachtfeld und rettet Kitty höchstpersönlich: "Mit Kitty zu kämpfen, gehörte nicht zu unserer Abmachung!"

Kimba begreift, dass Claw das Ganze nur eingefädelt hat, um seinen Rivalen von Tusker erledigen zu lassen. Claw gibt es zu: "Du bist mir im Wege, aber das regeln wir jetzt, ein für allemal!" Wieder einmal stehen sich Kimba und Claw in einem erbitterten Kampf gegenüber, und wieder einmal siegt Kimba. Claw fällt in den Fluss und wird davongetrieben. Diesmal verschwindet er auf Nimmerwiedersehen aus Kimbas Reich.

Als der alte Hippoboss erfährt, dass Kimba gesiegt hat, verspricht er, den Tieren zu helfen. Höchstpersönlich zertrümmert er die alten Götzenbilder im heiligen Hippo-Tal. Durch diese Tat wird der Fluch aufgehoben: wie durch ein Wunder beginnt die Quelle wieder zu sprudeln. Das ganze Tal füllt sich, und die Tiere können das Wasser auf die Farm leiten. Die Felder sind gerettet, und mit den Hippos ist man von jetzt an gut Freund.

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meines
Die deutsche Fassung ist in jeder Hinsicht gelungener als die amerikanische, was man ja nicht allzu oft behaupten kann. Viele "leere" Originalszenen wurden mit passenden Kommentaren und guter Ersatzmusik gefüllt.

Bei dieser Episode gibt es in der deutschen Version keine Verfälschungen oder Streichungen. Das meiste wurde wörtlich übersetzt. An vielen Stellen passen die deutschen Formulierungen besser.

Das schmale Budget dieser Serie wird in dieser Episode stellenweise überdeutlich. So schwenkt die Kamera an einer Stelle sage und schreibe elfmal hintereinander in hohem Tempo an einem stillen Hintergrundbild vorbei, um Spannung zu erzeugen. Auch Methusalas Geschichte enthält jede Menge unbelebter Standbilder, die nur durch geschickte Kamerabewegungen etwas lebendig gemacht werden.

Der böse Löwe Claw hat in dieser Folge seinen letzten Auftritt. In den restlichen Episoden kommt er nicht mehr vor.

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TEXT
1) In der amerikanischen Fassung gibt es zu Beginn keinerlei Kommentar. Fast eine Minute lang ist nur die monotone Affentrommel zu hören. Hier fehlt definitiv etwas Text.

2) Viele Texte sind in der US-Version nüchtern und nicht so originell. So gibt z.B. die kleine Raubkatze Dot zur Antwort: "Ich glaube nicht, dass wir in der Lage sein werden, den Pflanzen rechtzeitig Wasser zu bringen."

3) Die Szenen, in der die Tiere sich abrackern, um den Fluss umzuleiten, enthalten in der Originalfassung keinerlei Kommentar. Die Bilder können dadurch intensiver wirken, aber die totale Stille macht das Ganze sehr düster.

4) Kimbas Anklage gegen die Hippos klingt in der US-Fassung trotz weit aufgerissenem Maul ziemlich zahm: "Ich folgte den Fußspuren hierher, und ich weiß, dass ich recht habe!"

5) Im Original ruft Kimba, als die Quelle wieder sprudelt: "Der Fluch ist vorüber!" Dieser Satz wird in der deutschen Version nicht erwähnt. Dort lässt man den Hippoboss kurz zuvor einen Satz sagen, der in der US-Fassung gar nicht vorkommt und keinen Sinn ergibt.

6) In der Originalfassung wird am Ende, als die sprudelnde Quelle das Tal füllt, nur noch ein einziger Satz von Daniel gesprochen: "Unsere Felder sind gerettet"! Der Rest der Episode enthält fast 2 Minuten lang nur noch wunderbare Musik: eine Variation des japanischen Leo-Leitmotivs. In der deutschen Fassung wurde sie leider wieder durch bekannte Standardmelodien ersetzt.

1) Daniel versieht den Zuschauer am Anfang ausführlich mit Informationen: über die schlimme Trockenheit, die Hippos und ihren lateinischen Namen, ihre Symbolik für Gewalttätigkeit und Unrechtigkeit...

2) Im Deutschen heißt es an dieser Stelle: "Du glaubst wohl auch, ein Antreiber ist besser als zehn Arbeiter!" und bezieht sich auf Paulys forsche Kommandos.

3) Daniel kommentiert diese Bilder ausführlich: "Kimbas Plan war, eine riesige Steinbarriere zu beseitigen, die dem Fluss den Weg zu den Feldern versperrte..." Auch bei den erschöpften Tieren gibt's etwas textliche Auflockerung: "Also, was soll ich noch lange erzählen - wir waren am Ende..."

4) Kimbas deutscher Text ist drastischer und lauter: "Ihr seid nicht nur hinterhältig, ihr seid auch noch feige!"

5) In der deutschen Version lässt man den Hippoboss sagen: "Was ist denn mit den Hippos los? Warum rennen sie weg?" Dass er sie selbst gerade an die Arbeit schickte, hat er wohl schon wieder vergessen...

6) Daniel sagt in der deutschen Fassung den gleichen Satz. Danach spricht er aber als Erzähler aus dem Hintergrund noch jede Menge Text über die prachtvolle Ernte und die Hippos, die heute ihre besten Freunde sind. Außerdem bringt er die weise Bemerkung: "Wer Freunde ohne Fehler sucht, bleibt ohne Freunde." Das alles passt zu dieser Episode sehr gut.

Bucky wird in dieser Episode von Harry Wüstenhagen gesprochen.

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MUSIK
In dieser Episode gibt es eindeutig zu wenig Original-Musik. Viele lange Szenenfolgen wirken dadurch öde und leer.

1) Als Daniel und Kimba im Hippo Valley mit Steinen bombardiert werden, gibt es im Original ebenfalls Spannungs-Musik.

2) Zu Methusalas Erzählung von der Legende des Hippo-Tals hat Tomita eine ziemlich düstere und vergleichsweise dünne Musik geschrieben.

3) Als Kimba den Tieren seinen neuen Plan erklärt, mittels großer Steine den Wasserspiegel des Flusses zu erhöhen, hört man in der Originalfassung lediglich die monotone Affentrommel. Die ganze Szene bleibt solange ohne Musik, bis nach Kittys Initiative endlich alle mit anpacken. Dann erklingt eine sinfonische Melodie.

4) Alle Kampfszenen sind in der US-Version komplett ohne Musik und enthalten nur Geräuscheffekte. Dadurch wirkt alles leer und bedrohlich. Am stärksten empfindet man dies bei Kimbas letztem Kampf mit Klaue - diese Szenen sind totenstill! Hier fehlt definitiv etwas Musik.

Bis auf wenige Stellen ist die deutsche Musikbearbeitung dieser Episode ausgezeichnet.

1) In der deutschen Fassung wurde Tomitas Musik zum Teil durch das Standard-Motiv für dramatische Szenen ersetzt, was hier nicht unbedingt notwendig gewesen wäre.

2) Die deutsche Ersatz-Musik passt hier eindeutig besser und wertet diese Szenen auf.

3) Unpassenderweise hat man diese Szenen in der deutschen Fassung mit einer albernen Kling-Klang-Musik unterlegt. Dadurch wird alles ins Lächerliche gezogen, was jedoch nicht zur Handlung passt.

4) All diese Szenen wurden mit deutscher Zusatzmusik versehen und dadurch aufgewertet. Bei Kimbas letztem Kampf mit Klaue wird dies sogar musikalisch deutlich - hierfür hat man ein selten verwendetes Action-Motiv ausgewählt. Auch als der Hippoboss am Ende der Episode die Statuen einreißt, ertönt dazu "unverbrauchte" Musik - ein wohltuender Gegensatz zu den überstrapazierten Standard-Themen.

Fazit Wo Legenden enden, kann neue Freundschaft beginnen. So lautet die Botschaft dieser Episode, die trotz ihrer etwas "sagenhaften" Geschichte und kleiner Unregelmäßigkeiten in der Handlung durchaus gelungen und wertvoll ist.

Dass Claw hier seinen letzten Versuch unternimmt, Kimba zu besiegen, geht fast in der Handlung unter. Sein sang- und klangloses Verschwinden im Fluss wird denn auch von Kimba nicht weiter betrauert. Er hat den Versuch, den Bösewicht in sein Reich zu integrieren, endgültig aufgegeben.

In der deutschen Fassung merkt man einmal mehr, wie wichtig eine gute Synchronisation mit passenden Stimmen ist. So wurde z.B. Dodie Deer im Original von einer der beiden Frauen der US-Crew mit extrem hoher Piepsstimme gesprochen, weil eben keine Kinder da waren, die die Kinderrollen hätten übernehmen können. Die "deutsche" Dodie wird von einem Mädchen gesprochen und klingt viel natürlicher.




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Amerikanische Episode Deutsche Episode
Titel Volcano Island Die Vulkaninsel
Inhalt Lehrer Bucky unternimmt mit den Schulkindern, zu denen diesmal auch Kimba gehört, einen Ausflug zur Vulkaninsel. Dort leben ziemlich boshafte Fische, die mit den Tieren nicht ganz harmlose Späße treiben, indem sie einige von ihnen unter Wasser ziehen. Aber nach anfänglichen Querelen vertragen sich alle und bauen gemeinsam einen Wasser-Spielplatz.

Die Idylle wird jedoch von Nashornboss Rhino gestört. Er hat die Insel als ruhiges Plätzchen für seinen Vetter und dessen schwangere Frau ausgesucht, die hier ihr Baby zur Welt bringen will. Obwohl Kimba ihm versichert, dass die Kinder nur kurze Zeit bleiben wollen, fordert der Boss ihn zum Kampf heraus. Rhino hat eine allgemeine Wut auf Kimbas Ideen von Schulen und Spielplätzen.

Kimba akzeptiert die Kampfansage und bereitet sich mental darauf vor. All seine Freunde wünschen ihm Glück - auch Benny, der Chef der Fische. Er erzählt Kimba die Geschichte vom "Gewitzten", einem smarten kleinen Fisch, der mit Köpfchen ein riesiges Seeungeheuer besiegte.

Doch der Kampf gegen Boss Rhino ist härter und schwieriger als erwartet. Beide tragen Verletzungen davon, und so wird die Auseinandersetzung auf einen späteren Zeitpunkt verlegt. Boss Rhino kehrt zu seinen Verwandten auf die Insel zurück, wo sich mit Donnergrollen ein bevorstehender Vulkanausbruch ankündigt.

Auch im Dschungel erkennen die Tiere die Vorboten der Gefahr, und alles bringt sich in Sicherheit. Als der Vulkan ausbricht, rennt Kimba zur Insel, um seine neuen Freunde, die Fische, aus dem kochenden Fluss zu evakuieren. Inzwischen ist das Nashornbaby auf der Insel zur Welt gekommen. Während die Eltern zitternd vor Angst nicht wissen, wie sie die Insel verlassen sollen, bringt Boss Rhino das Baby persönlich auf seinem Rücken in Sicherheit.

Kimba rennt herum und sucht die Gegend ab, ob noch jemand auf der Insel gestrandet ist. Als er Boss Rhino mit dem Baby im Wasser sieht, baut er sofort ein Floß und eilt damit den Rhinos zu Hilfe. Doch der Boss lehnt seine Hilfe ab: "Schon wieder etwas, das du von den Menschen gelernt hast. Ich brauch' das nicht. Aber wenn du unbedingt helfen willst, dann rette die Eltern!"

Genau das tut Kimba und bringt Mama und Papa Rhino unter Lebensgefahr zwischen herabstürzenden Lavabrocken über den See. Der Boss, der mit dem Baby ebenfalls das Ufer erreicht hat, spricht Kimba seine Anerkennung aus: "Ich nehm' alles zurück, die Idee war gar nicht so dumm!" Kurz darauf trifft ihn ein Gesteinsbrocken, und er geht erstmal k.o.

Mit eindrucksvollen Bildern von brodelnden Wolken versinkt die Insel auf Nimmerwiedersehen. An ihrer Stelle bildet sich ein flacher und schöner See, wo Kimba und seine Freunde von nun an mit den Fischen spielen können. Jetzt hat auch Boss Rhino nichts mehr gegen den Spielplatz einzuwenden. Um Kimba seine Hochachtung zu zeigen, lässt er ihn sogar auf sich reiten - besser gesagt, er besteht darauf, obgleich Kimba eigentlich gar nicht will...

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meines
Bis auf kleine Abweichungen wurde das Original mehr oder weniger wörtlich ins Deutsche übertragen. Sogar die Schlusstexte der Erzähler sind fast identisch.

Es gibt auch keine Verfälschungen oder Streichungen, was bei dieser Episode erstaunlich ist: immerhin sind die dramatischen Bilder beim Vulkanausbruch und vor allem bei Kimbas Kampf gegen Boss Rhino alles andere als harmlos. Hier hat man sogar aus der US-Episode eine besonders brutale Szene entfernt (auf der amerikanischen Bonus-DVD zu finden).

Der Vulkanausbruch wurde zeichnerisch sehr dramatisch und effektvoll darstellt. An einer Stelle hat man sogar Realaufnahmen von brodelnden Wolken eingefügt, was aus heutiger Sicht freilich etwas dilettantisch wirkt. Doch für einen Low-Budget-Cartoon der 60-er Jahre sind diese Bilder sehr beachtlich - vor allem, wenn man statt der farbverfälschten und abgenutzten deutschen Kopien die hervorragend restaurierten US-Episoden betrachtet.

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TEXT
1) "Wir haben Angst, dass ihr uns wieder Streiche spielt und unseren Spielplatz kaputtmacht", antwortet Kimba den Fischen auf ihre Frage, ob sie mitspielen dürfen.

2) Der verwundete Boss Rhino nach dem Kampf: "Diese scharfen Zähne von Kimba tun alles andere als kitzeln!"

3) Als der Vulkan ausbricht, ruft Kimba den Tieren zu: "Die Vulkaninsel ist in Gefahr! Los, alles hin!"

4) In der Originalfassung weinen die Eltern des neugeborenen Hippos und sind viel verzweifelter, als der Boss das Baby evakuiert.

5) Als Boss Rhino Kimba seine Anerkennung für die Rettung der Eltern ausspricht, erwidert Kimba: "Gut! Dann lass' uns Freunde sein!"

1) In der deutschen Fassung ist Kimbas Satz viel heftiger: "Oh nein, ihr hättet uns fast umgebracht!"

2) Im Deutschen sagt er: "Dieser Kerl, dieser Kimba ist schnell und voller Tücken!"

3) Kimbas deutscher Text: "Der Vulkan bricht aus! Nichts wie weg hier, los!" Man beachte den Unterschied!

4) In der deutschen Version sind sie viel ruhiger, so als sei es das Normalste der Welt, dass ihr Baby vom Boss fortgebracht wird.

5) In der deutschen Version erwidert Kimba nur: "Nett, dass du das sagst, Rhino!"

Bucky wird in dieser Episode von Erich Fiedler gesprochen.

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MUSIK
Es gibt wieder jede Menge schöne und gute Musik von Isao Tomita, die man zum Teil in der deutschen Fassung beibehalten hat. 

1) Im Original gibt es keine Musik, als Bucky und eines der Tierkinder von den Fischen geärgert und beinahe ertränkt werden, wodurch das Ganze ziemlich ernst wirkt.

2) Auch als Boss Rhino auftritt und die Tiere von der Insel vertreibt, ertönt keine Musik.

3) Als Kimba mit Daniel über den bevorstehenden Kampf spricht und dann gesenkten Hauptes davongeht, erklingt sehr gut passende Musik von Isao Tomita.

4) Die Originalmusik, als Kimba bei Sonnenaufgang auf dem Felsen erwacht und sich auf den Kampf vorbereitet, ist viel schöner und passender.

5) Zu Kimbas Kampf mit Boss Rhino gibt's in der US-Fassung keine Musik.

Viele "stumme" Szenen wurden mit deutschen Standardthemen gefüllt. Leider ging auch wieder einiges vom Original verloren.

1) Diese Szene wird im Deutschen durch lustige Musik so abgemildert, dass sie nicht mehr gefährlich, sondern eher lächerlich wirkt. Die Melodien erinnern stark an "Dick & Doof".

2) Deutsche Spannungs-Musik dramatisiert diese Szene in der üblichen Weise.

3) Die deutsche Musik zu diesen Szenen passt auch gut, wäre aber hier nicht nötig gewesen.

4) In der deutschen Fassung wurden zu diesen Szenen mehrere Standard-Motive aneinandergestückelt. Hätte man doch die Originalmusik gelassen!

5) Der Kampf wird durch deutsche Spannungsmusik noch dramatischer, als er ohnehin schon ist.

Fazit Diese Episode schwankt zwischen ziemlich harmlos und extrem dramatisch. Abgesehen von der mehr oder weniger eintönigen Handlung dient sie vor allem einem Zweck: sie soll die Feindschaft zwischen Boss Rhino und Kimba beenden.

Es ist eines der Hauptanliegen von Kimba, die "Drei Großen" im Dschungel für seine Ideen zu gewinnen: Boss Rhino, den Hippoboss und Kellyfant. Die beiden ersten hat er nun auf seiner Seite, und Kellyfant kommt in Episode Nr. 48 (The Red Menace / Der Dschungel brennt) an die Reihe.

Detail am Rande: Wie auch die nächste Folge "Running Wild / Die wilde Jagd" besteht diese Episode zum Großteil aus dramatischen Szenen, die sich in langen Schleifen ewig wiederholen. Hier merkt man der Serie deutlich an, dass sie möglichst billig produziert werden musste.




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Druckversion Episode 39
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Amerikanische Episode Deutsche Episode
Titel Running Wild Die wilde Jagd
Inhalt Eine riesige Antilopenherde zieht durch Kimbas Dschungelreich und richtet auf der Farm großen Schaden an. Alle Tiere sind nun wütend auf Bucky, dessen "gehörnte Verwandtschaft" für die Zerstörungen verantwortlich ist. Bucky will die Antilopen zurückholen, da sie seiner Meinung nach die Farm selbst wieder in Ordnung bringen sollen.

Währenddessen erfährt Kimba vom weisen Methusala, dass vor langer Zeit schon einmal eine gewaltige Menge Antilopen hier vorbeikam. Durch eine Krankheit waren sie wild geworden und rannten unaufhaltsam bis zu einem großen See, in dem sie alle den Tod fanden. Methusala befürchtet, dass sich dieser tragische Vorfall wiederholen könnte.

Inzwischen ist Bucky mitten unter die Antilopen geraten und kämpft verzweifelt dagegen an, von der Herde mitgerissen zu werden. Kimba und Boss Rhino versuchen gemeinsam, ihn zu befreien, doch vergeblich. Erst mit Hilfe von Maulwürfen und einem Tunnel gelingt es, Bucky samt dem Baum, an den er sich geklammert hat, von der Antilopenherde zu trennen.

Die Antilopen sind inzwischen völlig durchgedreht und zeigen auch Anzeichen der Krankheit. Als Kimba begreift, dass auch dieser Herde wieder das gleiche Schicksal bevorsteht, bricht er völlig zusammen. Er verkriecht sich heulend unter das Fell seines Vaters. Doch Daniel erinnert Kimba an seine Pflichten als Anführer und versohlt ihm gar den Hintern! Daraufhin prügelt sich Kimba mit seinem Ziehvater!

Schließlich kommt Kimba wieder zur Besinnung. Gemeinsam mit seinen Freunden versucht er, die Stampede aufzuhalten. Eine Barriere wird gebaut, die die Antilopen kurz vor dem See stoppen soll. Doch sie hält dem Ansturm nicht stand, und viele rennen in die Fluten und in ihr Verderben.

Nach dem ersten Schock lässt Kimba die Barriere nochmals aufbauen. Diesmal klappt es, die Antilopen zu stoppen. Die Verluste halten sich in erträglichen Grenzen - höchstens einige hundert Tote - und die überlebenden Antilopen bleiben in Kimbas Dschungel, wo sie unter Buckys Anleitung zu Gemüsegärtnern werden und auf der Farm helfen.

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meines
Beide Fassungen sind großteils identisch. Es gibt keine Streichungen und nur geringe Abweichungen. An vielen Stellen ist der deutsche Text treffender und oft auch humorvoller, wodurch die traurige Geschichte ein wenig aufgehellt wird.

Erstaunlicherweise gibt es in dieser Episode unzählige Tote - so viele wie in keiner anderen. Aber da es sich um anonyme Massen von Antilopen handelt, stellt das offenbar für niemanden ein großes Problem dar - außer für Kimba! Deshalb ist der eigentliche Höhepunkt auch sein Gefühlsausbruch; einer seiner heftigsten überhaupt! Kimba ist tatsächlich der einzige im Dschungel, dem dieses Massensterben an die Nieren geht!

Natürlich gehört es zur Moral der Geschichte, dass Kimba von Daniel unsanft an seine Pflichten als Anführer erinnert wird. Brav wie er ist, lässt er sich dann auch schnell wieder in die böse Wirklichkeit zurückholen. Doch angesichts des kleinen Häufleins Überlebender ist es kein Wunder, dass Kimba am Schluss wieder depressiv wird.

Dieser Episode merkt man besonders die billige Produktion an. Die meiste Zeit werden nur rennende Antilopen in sich ständig wiederholenden Schleifen gezeigt. Trotz der dramatischen Bilder wirkt das Ganze dadurch nicht spannend, sondern eher langweilig.

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TEXT
1) Methusala nennt die Krankheit der Antilopen "brain fever" = Gehirnentzündung.

2) Kimbas Worte, als er mit Boss Rhino Bucky zu Hilfe kommt: "Auf geht's, Boss Rhino, Zeit für Action! Angriff!"

3) Kimba beobachtet entsetzt die rasenden Antilopen, während er darüber nachdenkt, wie er Bucky helfen soll. Diese Szene enthält im Original keinen Text.

4) Als Kimba von Daniel zurechtgewiesen wird, bringt er sachlichere Argumente: "Wir haben doch gesehen, dass es fast unmöglich war, Bucky zu retten - wie sollen wir da die ganze Herde aufhalten?"

5) Als Kimba Daniel verdroschen hat, meint dieser: "Na schön, jetzt hast du bewiesen, dass du einen Freund schlagen kannst. Aber bist du auch stark genug, anderen zu helfen?" Daraufhin wird Kimba stutzig und begreift, was sein Pflegevater ihm sagen will. Am Schluss bedankt er sich bei ihm für die Lektion.

6) Im Restaurant verlangt Kimba: "Ich will was zu essen haben, damit ich wieder zu Kräften komme!"

7) Als die 2. Barriere erfolgreich ist, kommentiert der Erzähler: "Dadurch änderten sie ihre Richtung und rannten weg vom See, in Richtung Sicherheit." Dies stimmt mit den gezeigten Bildern überein.

8) Die traurigste Abweichung: Nach der Stampede, als eine kleine Anzahl Antilopen am Ufer steht, sagt Daniel zu Kimba: "Du musst es so sehen: ohne unsere Hilfe wären alle verloren gewesen, so sind wenigstens ein paar wenige übrig - sehr, sehr wenige..."

1) In der deutschen Fassung haben die Tiere "eine Art Tollwut".

2) Bei uns ist Kimba viel skeptischer: "Wir sind nur zu zweit, aber versuchen müssen wir's!"

3) In der deutschen Fassung lässt man Kimba laut denken: "Jetzt ist es passiert! Jetzt rennen sie los, wie damals!" Das ergibt keinen Sinn, denn sie rennen ja schon die ganze Zeit!

4) Der deutsche Kimba reagiert wieder einmal pampiger und trotziger auf Daniels Aufforderung: "Was tun! Was tun! Tu' du doch mal was!"

5) In der deutschen Fassung lauten Daniels Worte: "Na schön, du hast gewonnen. Aber sag selbst: löst das unsere Probleme?" Kimba antwortet: "Eigentlich nicht." Am Schluss erkennt er, dass Daniel Recht hat, aber bedanken tut er sich nicht.

6) Der deutsche Text: "Also, ich muss nachdenken; bringt mir was Ordentliches zu essen!"

7) Daniel als Erzähler kommentiert hier: "Die 2. Barriere (...) stoppte den Amoklauf der Antilopen. Es hatte zwar Verluste gegeben, doch die weitaus meisten waren in Sicherheit." Dies trifft beides nicht zu.

8) Kimba: "Vielleicht hätte man alle retten können..." Darauf Daniel: "Sicher, das ist gut möglich, aber 'wenn' und 'wäre' hat noch nie viel geholfen." Daraufhin ist Daniel als Erzähler zu hören: "Viele sind bei uns geblieben und haben sich gut eingelebt..." Das klingt, als habe tatsächlich die größte Anzahl überlebt.

Bucky wird in dieser Episode von Harry Wüstenhagen gesprochen.

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MUSIK
In dieser Episode gibt es relativ viel Musik von Isao Tomita, vor allem zu den dramatischen Antilopen-Szenen. Vieles davon wurde in der deutschen Fassung übernommen.

1) Zu Beginn (Szenenfolge, wo nur Kimba zu sehen ist) gibt es überhaupt keine Musik.

2) Als Methusala die Geschichte mit den Antilopen erklärt, ist die Originalmusik sehr dünn und spärlich.

3) Die meisten Szenen mit rennenden Antilopen enthalten gute, spannende Originalmusik. An besonders dramatischen Stellen - z.B. als der Fels unter den Antilopen einstürzt - hört man nur Geräusche.

Die Musikfassung der deutschen Episode ist diesmal sehr gut gelungen. Es gibt viel Originalmusik, und einige "leere" Szenen wurden mit passenden deutschen Melodien gefüllt.

1) Deutsche Zusatzmelodien füllen wohltuend diese Leerstellen aus.

2) Diese Szenen werden durch deutsche Musik aufgewertet, die hier besser passt.

3) Im Deutschen hat man alle "stummen" Szenen mit Zusatzmusik gefüllt, was nicht nötig gewesen wäre - es ist auch so schon dramatisch genug.

Fazit Dies ist eine ausgesprochen düstere und traurige Episode, in der Kimba ziemlich unsanft mit der grausamen Wirklichkeit konfrontiert wird. Die Botschaft dieser Geschichte kann auf jedes aktuelle Katastrophen-Geschehen übertragen werden: Auch wenn man weiß, dass viele Opfer zu beklagen sind, muss man sich stets bemühen, wenigstens ein paar Leben zu retten.

Dass Kimba angesichts der vielen Toten nicht so cool und abgeklärt wie Daniel und die anderen bleiben kann, ist ihm hoch anzurechnen und zeigt wieder einmal, wie sensibel er in Wirklichkeit ist.




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40
Amerikanische Episode Deutsche Episode
Titel The Troublemaker Ärger mit Benny
Inhalt Eine Meute Wildhunde - sie werden in beiden Fassungen "Wölfe" genannt - macht gnadenlos Jagd auf eine Zebraherde. Die wehrlosen Tiere werden schließlich am Wasserloch eingekesselt. Dass die Sache für die Zebras tödlich ausgeht, erkennt man an der nächsten Szene, die in Großaufnahme einen abgenagten Schädel zeigt.

Lehrer Bucky macht mit den Schulkindern, zu denen auch wieder Kimba gehört, gerade einen Ausflug außerhalb der Grenzen des Dschungels. Die Tiere haben beim Anblick der sterblichen Überreste ein mulmiges Gefühl. Trotzdem beschließen sie, beim Wasserloch ein Camp zu errichten.

Zum Schutz vor den "Wölfen" bauen sich die Tierkinder unter Buckys Anleitung sichere Behausungen. Kimba vergisst bei seiner Steinhütte allerdings die Tür. Überhaupt verhält er sich in dieser Episode oft unreif und albern. Das wird besonders bei der nachfolgenden Zeichenstunde deutlich, als er wütend sein misslungenes Bild zerfetzt und lieber schlafen will, anstatt mitzuarbeiten.

Zu diesem Zeitpunkt taucht der kleine Straußenjunge Benny auf. Kimba lädt ihn ein, bei der Zeichenstunde mitzumachen. Bennys Opa Big Ben, der Boss der Straußenherde, hat jedoch etwas dagegen, dass sein Enkel in die Dschungelschule geht. Er verwüstet das Camp und holt ihn wütend zurück.

Doch Benny, der sich bald als schlimme Nervensäge entpuppt, entwischt dem Opa mehrmals und hängt sich hartnäckig an Kimba dran, der ihn jedesmal prompt zurückbringt und sich dabei nur mit Mühe Big Bens wütender Attacken erwehren kann. Aus Angst vor dem aggressiven Opa müssen Kimba und seine Freunde dem frechen Benny buchstäblich die Füße küssen.

Als Bucky und die Tierkinder am nächsten Tag in den Dschungel zurückkehren, ist der Ausreißer Benny schon wieder seinem Opa entwischt und wartet bereits auf Kimba. Dieser beschließt, ihn postwendend zurückzubringen - wegen der Wölfe kein ungefährliches Unterfangen. Bucky, Pauly und die Tierkinder begleiten ihn.

Prompt werden sie unterwegs von den Wölfen angegriffen und müssen unter einem Felsen Deckung suchen. Nach einer ungemütlichen Nacht in der Wüste ist Benny plötzlich verschwunden. Da mittlerweise ein gewaltiger Wolkenbruch niedergeht, können die Tiere nicht mehr in ihrem überfluteten Versteck bleiben. Sie machen sich also trotz der überall lauernden Wölfe auf die Suche nach dem Störenfried.

Dieser hat inzwischen seinen Opa alarmiert. Als es für Kimba gerade lebensgefährlich wird, weil er gegen den Leitwolf kämpfen muss, kommt Big Ben mit seiner Straußenherde den Tieren zu Hilfe. Die Wölfe ergreifen in panischer Angst die Flucht, da sie den Straußen unterlegen sind: diese betrachten die Wölfe als eine Art "Spielzeug"!

Nun hat Opa Big Ben auch nichts mehr dagegen, dass Benny in Kimbas Schule geht und dort etwas für die Zukunft lernt. In der Schlussszene albern Benny und Kimba herum und werden von Lehrer Bucky für ihre Unaufmerksamkeit gerügt.

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Angesichts der grausamen Anfangsszenen und brutalen Bilder beim Kampf zwischen Kimba und dem Leitwolf ist es erstaunlich, dass diese Episode in Deutschland ungeschnitten gezeigt wurde.

Abgesehen von den unterschiedlichen Texten am Anfang und am Schluss sind beide Versionen nahezu identisch. Einzelne Stellen wurden wie üblich etwas freier übersetzt, ohne jedoch den Sinn zu verfälschen.

Aus der deutschen Fassung wurde eine ca. 10 Sekunden lange Szene herausgeschnitten, die Pauly zeigt, wie er von den Tieren losgeschickt wird, um Hilfe zu holen. Da in diesen Bildern keine Gewalt vorkommt, hatte dies vermutlich rein technische Gründe.

Wieder einmal krankt die US-Fassung an den unpassenden Stimmen. Da in dieser Episode besonders viele Kinder vorkommen, wirkt die deutsche Fassung mit ihren echten Kinderstimmen viel natürlicher. Die vorwitzige Jungenstimme von Oliver Rohrbeck passt außerdem viel besser zu Benny als seine amerikanische Originalstimme.

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1) Die Worte des Erzählers beim Angriff auf die Zebras unterscheiden sich deutlich. In der US-Version lauten sie: "Dies ist das Gesetz des Dschungels: ein Rudel bösartiger Wölfe greift eine Herde wehrloser Zebras an. In Kimbas Königreich haben selbst die wildesten Tiere gelernt, in Frieden zusammenzuleben, aber hier sind wir außerhalb dieser Grenzen. Hier müssen die Schwachen fliehen, wenn die Wölfe angreifen." Der überwiegende Teil dieser langen Szene ist ohne Worte und enthält nur dramatische Musik.

2) In der Schlussszene gibt Lehrer Bucky ein wenig Aufschluss darüber, wieso Kimba in manchen Episoden zwischen den Schulkindern sitzt, während er sonst oft selbst unterrichtet: "Du magst ein wunderbarer König sein, Kimba, aber solange du in der Klasse sitzt, musst du genauso aufpassen wie all die anderen auch!"

1) In der deutschen Fassung werden diese brutalen Szenen durch Daniels Worte geschickt abgemildert: "Es kann das beste Zebra nicht in Frieden leben, wenn es den bösen Wölfen nicht gefällt..." Daniel erklärt ausführlich, dass es sich bei diesen Tieren gar nicht um Wölfe handelt, sondern um sogenannte "Tigerwölfe", er nennt ihren lateinischen Namen, berichtet vom Gründer des Berliner Zoos und dessen Erkenntnissen... All diese Texte lenken die Zuschauer vom brutalen Geschehen ab!

2) Der deutsche Bucky bringt hier den Spruch: "Kimba, dir fehlt bisweilen der nötige tierische Ernst!" Der Hinweis auf die Tatsache, dass Kimba eben trotz seiner Führungsrolle auch von Zeit zu Zeit brav am Tierunterricht teilnimmt, fehlt leider.

Bucky wird in dieser Episode von Erich Fiedler gesprochen.

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MUSIK
In dieser Episode gibt es viel Originalmusik, vor allem zu den vielen lustigen, manchmal geradezu albernen Szenen. Auch die Hetzjagd der Wölfe auf die Zebras enthält Musik.

1) Als Bucky die Tierkinder für ihre Baukunst lobt, erklingt in der Originalfassung eine schöne Variation des "Dschungelchors".

2) Als Big Bens Straußenherde zum erstenmal anrückt, um Benny zurückzuholen, gibt es statt Musikuntermalung nur Getrappel. Dadurch wirken vor allem die Bilder, wo die Straußenvögel die Hütten der Kinder zertrampeln, viel drastischer.

3) Als die Tierkinder zum ersten Mal von den Wölfen angegriffen werden, erklingt dramatische und gut passende Originalmusik, unterbrochen von einigen wenigen "Leerstellen".

4) Der weitaus größte Teil der (sehr langen) Wolf-Verfolgungsjagd ist im Original ohne jede Musik.

5) Am Ende der Episode gibt es wieder eine sehr schöne und gefühlvolle Melodie, die dann in die Schlussfanfare übergeht.

Abgesehen von den nachfolgend aufgeführten Szenen wurde die Originalmusik für die deutsche Fassung vollständig übernommen.

1) Hier wurde statt dessen eine deutsche Melodie drübergelegt, die zwar auch ganz gut passt, aber eben nicht so schön ist wie das Original.

2) Diese Szenen wurden mit einer krampfhaft lustigen deutschen Musik versehen. Dadurch wird das Geschehen so abgeschwächt, dass der Auftritt der wütenden Straußenvögel auf den Zuschauer in erster Linie komisch wirkt.

3) Diese "Leerstellen" wurden in der deutschen Fassung wieder gnadenlos mit Extra-Spannungsmusik gefüllt, obwohl sie zur (vorhandenen) Originalmusik gar nicht passt.

4) Diese langen stummen Szenen werden durch die deutsche Zusatzmusik deutlich aufgewertet.

5) In der deutschen Fassung erklingt hier eine der altbekannten Standard-Melodien. Es ist ausgesprochen schade, dass man das Originalthema nicht übernommen hat.

Fazit Diese Episode besteht aus einer merkwürdigen Mischung von grausam-brutalen und harmlos-albernen Szenen. Genau genommen spielt Kimba hier nur eine Nebenrolle - Hauptfiguren sind eindeutig die Straußenvögel! Dafür darf Kimba mal richtig Kind sein und gewissermaßen Ferien von seinem verantwortungsvollen Posten machen. 

Wenn es in dieser Geschichte eine Botschaft gibt, dann ist es "Frechheit siegt"! In keiner anderen Episode steht Kimba einem Tier so machtlos gegenüber wie dem frechen Benny! Bezeichnenderweise ist der kleine hilflose Strauß, für den er sich in Gefahr begibt, am Ende auch alles andere als hilflos! Diesmal ist auch nicht Kimba der Retter in der Not, sondern Straußenopa Big Ben.

Bemerkenswert sind einige drollige Zeichnungen von Kimba in der Schulklasse. In dieser Episode sieht er an manchen Stellen auch "kindlicher" aus als sonst.

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