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Episodenvergleich - Episode
45 bis 48
Die Nummerierung entspricht der japanischen Original-Reihenfolge.
Ein Klick auf die Nummer führt direkt zur
jeweiligen Episode.
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45
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Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
Such Sweet Sorrow |
Endlich wieder Mary |
| Inhalt |
Hinweis:
Aus der deutschen Fassung wurden einige Szenen herausgeschnitten, die hier
kursiv wiedergegeben werden. Außerdem hat man eine Szenenfolge aus
einer fremden Episode eingefügt (siehe "Allgemeines"). Diese Inhaltsbeschreibung
bezieht sich, wie generell, auf die Originalfassung.
Die Idylle des Dschungels
wird jäh von anrollenden Panzern in Form von Flusspferden gestört:
die Großwildjägerin Tonga startet einen neuen Angriff auf Kimbas
Königreich. Doch die Tiere sind vorbereitet und wehren sich nach Kräften.
Roger gibt Kimba den Tip, dass die schwache Stelle eines Panzers dessen
Unterseite ist. Daraufhin drehen die Tiere die Panzer um und können
die Armee besiegen.
Tonga, die ebenfalls in einem
der Hippo-Panzer steckt, ist voller Zorn über die "Feigheit" ihrer
Streitkräfte. Da trifft sie am Flussufer auf Mr. Pompus, den Onkel
von Roger Ranger (Ronny). Er ist wieder mal in den Dschungel gekommen,
um seinen Neffen in die zivilisierte Welt zurückzuholen.
Mr. Pompus glaubt natürlich
sofort, Mary vor sich zu haben. Er versucht, ihr Erinnerungsvermögen
aufzufrischen. Doch Tonga hat ihr altes Leben vor ihrem Unfall total vergessen.
Sie nimmt Pompus gefangen und sperrt ihn in einen Käfig.
Als Roger von den Dschungeltieren
erfährt, dass sein Onkel von Tonga gefangen wurde, bricht er unverzüglich
zu dessen Rettung auf. Kimba will ihn begleiten, doch Roger lehnt ab. Er
ist zuversichtlich, das Problem allein zu lösen, und schwingt sich
wie Tarzan an einer Liane davon.
Kimba spricht sorgenvoll:
"Ich denke schon, dass er's schafft, aber Sorgen mache ich mir trotzdem
um ihn." Da ertönt eine Stimme aus dem Hintergrund: "Sorgen? Um Roger?"
Kimba sieht sich um und erblickt den alten Methusala, der in einer Baumhöhle
sitzt. "Anstatt deine Sorgen an ihn zu verschwenden, solltest du dir besser
Gedanken um dein Königreich machen!"
Kimba, ungläubig:
"Warum?" Methusala: "Nun, weil diese Menschen, die heute gekommen sind,
zurückkehren werden, und zwar noch zahlreicher und stärker bewaffnet!
Heute warst du in der Lage, den Dschungel zu verteidigen, weil Roger hier
war und dir geholfen hat! Doch Roger wird nicht immer da sein, nicht wahr?
Bist du wirklich darauf vorbereitet, die nächste Attacke auf uns abzuwehren,
mein Junge? Denke sorgfältig darüber nach!" (ca. 40 sek.)
Kimba hält daraufhin
eine Ansprache vor seinen versammelten Tieren und weist sie darauf hin,
allzeit für die große Schlacht bereit zu sein.
Inzwischen sitzt Mr. Pompus
in Tongas Käfig, bemerkt aber bald, dass er kinderleicht durch die
Gitterstäbe passt. Auf seiner Flucht in den Dschungel trifft er auf
seinen Neffen Roger, der den Onkel zuerst einmal vor gefräßigen
Krokodilen retten muss. Beide werden kurz darauf wieder von Tonga eingefangen
und eingesperrt - diesmal in einen ausbruchsicheren Käfig. Beide fragen
sich, ob diese Schreckensperson tatsächlich Rogers Freundin Mary sein
könnte.
Als ein Aufseher an den
Käfigen vorbeigeht, bittet Mr. Pompus diesen, ihm zu erzählen,
was er über seine Chefin weiß, und ob ihr Name wirklich Tonga
sei. Daraufhin berichtet der Aufseher: "Soweit ich weiß ja, aber
ich bin noch nicht lange hier. Die Leute sagen, dass der ehemalige Boss
dieses Jagdgeländes sie im Dschungel gefunden und adoptiert hat!
Dieser ehemalige Boss
war auf einem Jagdausflug, als er plötzlich von einem schwarzen Panther
angegriffen wurde. Doch ein gezielter Steinwurf streckte den Panther nieder
und rettete ihm das Leben. Der Stein war von dieser jungen Dame geschleudert
worden! Der Boss war von dem jungen Ding schwer beeindruckt, und weil er
dem Alter nach ihr Vater hätte sein können, adoptierte er sie.
Später wurde sie hier die Chefin."
Pompus, nachdenklich:
"Also könnte es tatsächlich Mary sein. Nur, wieso erkennt sie
uns dann nicht?" (ca. 50 sek.)
Roger erinnert sich plötzlich
an damals, als die Regenbogenbrücke unter ihnen zusammenbrach. Da
muss etwas mit ihr passiert sein! Vielleicht kehrt ihr Erinnerungsvermögen
ja zurück, wenn er auf seiner Flöte spielt. Als Tonga die vertrauten
Klänge hört, kommen sie ihr tatsächlich bekannt vor. (In
der japanischen Fassung spricht sie dabei die Worte Ken-Ichi (Roger's
japanischer Name) klar aus, was bedeutet, dass sie sich offenbar schon
an früher erinnern kann, dies jedoch nicht will!)
Trotz alledem wird Tonga
von den Flötenklängen nicht in Mary "zurückverwandelt".
Ganz im Gegenteil: Mit militärischer Disziplin startet sie ihren nächsten
Angriff auf Kimba - diesmal auch noch mit jeder Menge abgerichteter Tiere!
Kimba und seine Freunde wehren sich tapfer, doch gegen diese Übermacht
können sie nichts ausrichten.
Nachdem Kimba nur äußerst
knapp Tongas Maschinengewehrsalven entkommen kann, fliehen sie alle auf
eine Insel im Fluss. In dieser tristen und denkbar ausweglosesten Situation
fängt es auch noch zu regnen an.
Als die Tiere mutlos und
zusammengekauert dasitzen, stimmt Kimba mit schluchzender Stimme die ersten
Takte ihres Dschungelliedes an. Diese Szene gehört zu den bewegendsten
der ganzen Serie. (ca. 10 sek.)
Schließlich fallen
alle in den Gesang ein. Da geht der Regen plötzlich in Schnee über.
Am Horizont erscheint wieder der geheimnisvolle Berg, und das riesige Mammut
taucht auf. Kimba und seine Freunde fassen neuen Mut, und gemeinsam mit
ihrem großen Freund schlagen sie Tongas Armee in die Flucht.
Inzwischen sind Mr. Pompus
und Roger von Tongas frierenden Tieren aus ihrem Käfig befreit worden.
Sie zünden ein riesiges Feuer an, damit sich alle aufwärmen können.
Als Tonga hinzukommt, will sie ihre Tiere zur Strafe auspeitschen, doch
diese wenden sich gegen sie und greifen sie an. Roger springt hinzu, um
sie zu beschützen. Dabei stürzt Tonga und stößt mit
dem Kopf gegen einen Stein. Als sie aus der Ohnmacht erwacht, erkennt sie
Roger und dessen Onkel wieder. Ein böser Traum ist zu Ende - Marys
Bewusstsein ist zurückgekehrt!
Auch das Mammut macht sich
wieder auf den Heimweg, nicht ohne Kimba anzukündigen, dass sie sich
eines Tages wiedersehen werden. Nun ist auch für Roger der Zeitpunkt
gekommen, Kimba Lebewohl zu sagen. Mr. Pompus, Roger und Mary verlassen
den Dschungel auf einem Floß und kehren in die Zivilisation zurück.
Der Abschied fällt Kimba sehr schwer - er verliert seinen besten Freund. |
Allge-
meines |
An
der Stelle, wo die Tiere mutlos auf der Insel im Regen sitzen, hat man
in die deutsche Fassung eine Szenenfolge eingefügt, die aus Folge
28 (The Wild Wildcat / Der wilde Willi) entfernt wurde.
Es handelt sich um die Bilder,
in denen Kimba in Gedanken noch einmal durchlebt, wie er das Schiff verlassen
und die lange Strecke durch den Ozean schwimmen muss. Daniel spricht dazu
den Hintergrundkommentar: "So hockten wir also auf einer einsamen Insel
im Regen. Es war dieser melancholische Regen ... er sorgt dafür, dass
unsere Gedanken auf eine Reise gehen und sich erinnern..."
Mit diesem Kommentar versehen,
passen diese Bilder durchaus zur Geschichte dieser Episode. Man fragt sich
jedoch, weshalb sie gerade hier eingesetzt und nicht, wie alle anderen,
ersatzlos weggelassen wurden. Vielleicht bekamen die Verantwortlichen angesichts
der vielen geschnittenen Szenen langsam ein schlechtes Gewissen!
Abgesehen von den geschnittenen
und angefügten Szenen sind beide Fassungen großteils identisch.
Der Text wurde sehr genau übertragen. In der deutschen Fassung fallen
jedoch viele harte "militärische" Begriffe, die in der Originalfassung
nicht genannt werden.
Bei der Begegnung mit Tonga
verwendet Onkel Pompus einmal den Namen "Roger" statt Ronny. Nur hier sowie
in der Traumsequenz von "Expedition Tonga" wurde in der deutschen Fassung
der Name "Roger" verwendet.
Man beachte die einfallsreichen
Details in dieser Episode. Die Falle, in der Roger und sein Onkel gefangen
werden, wirkt wie ein überdimensionales, stachelbewehrtes Tier, das
zu Tongas höhnischem Gelächter ebenfalls breit grinst! Auch Tongas
Panzerfahrzeug bei ihrem letzten Angriff ist einer Art stacheltragende
Bulldogge. |
Unter-
schiede
TEXT |
1) Zu Beginn
der Episode gibt es bis zu der Szene, in der die Hippo-Panzer erscheinen,
keinen Text.
2) Kimbas Worte im Original:
"Schnell Pauly, ruf' alle Tiere zusammen!"
3) Tongas Originalworte nach
dem misslungenen Panzerangriff: "Rennt nicht weg, ihr Feiglinge, wir haben
ja noch nicht mal angefangen, zu kämpfen!"
4) Bucky und Pauly schicken
den abziehenden Truppen einige spöttische Worte hinterher, die aber
recht harmlos sind: "Wiedersehen! Kommt und besucht uns mal wieder!"
5) Ein unübersetzbares
englisches Wortspiel gibt es, als Tonga auf Mr. Pompus stößt.
Als dieser mit Nachdruck darauf pocht, was für ein toller Hecht er
ist, antwortet Tonga: "Ich bin nicht beeindruckt, egal wie pompös
(engl. pompous) du bist!" Daraufhin ruft er begeistert: "Stimmt genau,
ich bin Pompus! Und du musst Mary sein!"
6) Mr. Pompus bei dem Versuch,
ihre Erinnerungen aufzufrischen: "Wir sind doch auf Weltreise gewesen!
Wir haben große Museen besucht - und Girlie-Shows! Dann hat Roger
Kimba gefunden und beschlossen, ihn in den Dschungel zurückzubringen!
Ihr beide habt euch doch von mir verabschiedet, und ich wollte euch dann
später wieder treffen."
7) Als Mr. Pompus in Tongas
Käfig steckt, parodiert er einen amerikanischen Schlager: "I dream
of Mary with the dark brown hair..."
8) Rogers Worte im Käfig
unterscheiden sich deutlich: "Vielleicht war das alles zu viel für
sie. Sie könnte ihr Gedächtnis verloren haben. Aber meine Flöte
könnte es zurückbringen." Darauf beginnt er zu spielen.
9) Als das Mammut sagt, es
habe nur einen "kleinen Spaziergang" gemacht, erwidert Kimba: "Ich glaube,
du nimmst uns ein wenig auf den Arm! Keine Ahnung, woher du wusstest, dass
wir Hilfe brauchen, aber du hast uns gerettet." Darauf das Mammut: "Ach
Kimba, dein Königreich wurde gerettet, weil ihr so tapfer wart, nicht
durch mich! Mein kleiner Besuch geht nun zu Ende, Kimba, aber wir sehen
uns wieder, da kannst du sicher sein! Leb wohl, mein kleiner weißer
Löwe!"
10) In der Schlussszene,
als Roger, Mr. Pompus und Mary den Dschungel auf dem Floß verlassen,
hört man nur zweimal Roger laut rufen: "Leb wohl, Kimba, leb wohl!"
Der Rest der Episode klingt mit voller Orchestermusik aus. |
1) In der deutschen
Fassung spricht Daniel eine kluge und passende Einleitung.
2) Bei uns befiehlt Kimba
militärisch: "Jeder auf seinen Posten!"
3) Deutsche Fassung: "Ich
lass' euch alle verschrotten, wegen Feigheit vor dem Feind!" Tonga erwähnt
außerdem die "Operation Kimba" - dieser Ausdruck wird im Original
nicht genannt.
4) Bei uns reimen sie: "Eene
meene Panzerschreck, eure Panzer sind nur Dreck, und jetzt sind sie weg!"
Klingt ja schon etwas heftiger!
5) Hier lautet Tongas Satz:
"Das beeindruckt mich nicht! Ich will nur wissen, ob du Pompus bist." Darauf
dieser: "Richtig, der bin ich, und du musst Mary sein..." Dass Tonga hier
auf den Namen Pompus kommt, ist völlig unlogisch, da sie sich ja nicht
an ihr Vorleben erinnern kann. Aber das englische Wortspiel konnte man
nicht besser übersetzen!
6) Der deutsche Text: "Wir
waren monatelang zusammen! Und jetzt will ich Ronny suchen, der noch immer
bei diesem Kimba steckt! Ronny hat mir doch erzählt, wie ihr ihn kennen
gelernt habt!" Logischerweise werden Weltreise und Museumsbesuche nicht
erwähnt, da diese Episoden in Deutschland nicht gezeigt wurden.
7) In der deutschen Fassung
singt er "Hänschen klein".
8) Rogers deutscher Text:
"Wer kann schon sagen, was damals wirklich passiert ist? Ich fürchte,
keiner. Aber was nützt das schon. Und außerdem glaube ich nicht,
dass es Mary ist. Denken wir nicht mehr daran." Dann beginnt er zu spielen.
Man beachte den Unterschied!
9) Der deutsche Kimba erwidert
auf die Bemerkung des Mammuts: "Naja, dein Spaziergang hat uns allen sehr
gut getan. Wir wissen ja, dass Spaziergänge sehr gesund sind, aber
diesmal hat es uns das Leben gerettet." Darauf das Mammut: "Vielleicht
haben sich eure Feinde die Sache überlegt, als sie mich gesehen haben.
Aber wir wollen keine Staatsaffäre daraus machen. Ich komme nicht
wegen jeder Kleinigkeit, aber wenn es euch mal wieder so richtig an den
Kragen geht, mache ich vielleicht auch mal wieder einen Spaziergang..."
10) Daniel spricht hier einen
sehr schönen Schlusskommentar: "Das war der Abschied. Ronny war uns
wirlich ein guter Freund, und ich möchte ihn zitieren mit einem Wort,
an das ich oft denken muss: Die Intoleranz ist eine Pflanze, die man sorgfältig
pflegen muss - damit sie keine Früchte trägt!"
Bucky wird in der deutschen
Episode von Harry Wüstenhagen gesprochen. |
Unter-
schiede
MUSIK |
In dieser Episode
gibt es relativ viel Originalmusik, von der jedoch in der deutschen Fassung
nur sehr wenig übernommen wurde.
1) Zu Beginn erklingt sehr
schöne, sinfonische Musik, die gut zu den harmonischen Bildern passt.
2) Als die Tiere gegen die
Flusspferd-Panzer kämpfen, gibt es diesmal auch im Original spannende
Musik.
3) Als Roger und sein Onkel
im Käfig darüber diskutieren, ob das wirklich Mary ist, erklingt
eine düstere, einfache Melodie.
4) Als Roger auf seiner Flöte
spielt, um Marys Erinnerungen zurückzubringen, erklingt folgerichtig
das gleiche Thema wie in Episode 3, das er auch dort im Dschungel gespielt
hat.
5) Zum großen Angriff
von Tongas Armee gibt's spannende Musik, unterbrochen von Passagen, in
denen nur Geräusche vorkommen.
6) Als die Tiere sich auf
die Insel flüchten und im Regen zusammenkauern, gibt es weder Kommentar
noch Musik.
7) Das von Kimba angestimmte
Lied heißt "Sing A Happy Song". Die Melodie ist die gleiche wie "Sing
A Human Song" aus Episode 3 (A Human Friend), der Text ist jedoch anders.
Dadurch, dass es von allen Sprechern und fast ohne Hintergrundmusik gesungen
wird, wirkt es sehr echt.
8) Zu den ersten Schneeflocken
herrscht absolute Stille. Als das Mammut erscheint, erklingt eine überirdische
Sphären-Musik, die drei Minuten lang andauert (bis zum Verschwinden
des Mammuts). |
Leider wurde
in der deutschen Fassung wieder einiges an Originalmusik gelöscht
und teilweise durch unpassende Melodien ersetzt.
1) Rätselhafterweise
ertönt zu Beginn dieser Episode das deutsche Standard-Thema, mit dem
normalerweise der Schluss jeder Episode eingeleitet wird. Die Originalmusik
wurde leider gelöscht.
2) Diese Originalmusik wurde
in der deutschen Fassung beibehalten.
3) Das melancholische Flötenthema
mit Instrumentalbegleitung, das man für die deutsche Fassung hierzu
geschrieben hat, passt viel besser zu diesen Bildern.
4) Leider wird hier das obige
Flötenthema unverändert fortgeführt. Dies ergibt keinen
Sinn, da sich Mary an dieses Thema nicht erinnern kann!
5) In der deutschen Fassung
wurden diese Pausen noch mit zusätzlicher Dramatisierungs-Musik gefüllt.
6) Zu diesen Szenen erklingt
bis zu der Stelle, wo die Tiere singen, das deutsche Flötenthema aus
Punkt 3 in vielen Variationen.
7) In der deutschen Fassung
erklingt an dieser Stelle folgerichtig das "Dschungel-Freundschaftslied"
aus Episode 3 (Unser neuer Freund). Allerdings wird es hier nur von zwei
Mitgliedern der Musikgruppe gesungen und wirkt dadurch ziemlich dünn.
Außerdem ist es ohne jeden Übergang an das vorherige Flötenthema
"drangepappt"!
8) Zu diesen Szenen gibt
es anstatt der Sphärenklänge deutsche Melodien, die an dieser
Stelle ebenfalls gut passen. |
| Fazit |
Diese ist eine
der schönsten und gleichzeitig der traurigsten Episoden. Kimba verliert
hier seinen besten Freund, was für sein späteres Leben noch von
großer Bedeutung sein wird. Wie man ja aus dem Manga weiß,
wird er nie wieder mit Roger/Ronny bzw. Ken-ichi zusammentreffen, wohl
aber mit dessen Onkel Mr. Pompus, für den Kimba bzw. Leo am Schluss
sogar sein Leben opfern wird.
Botschaften gibt es in dieser
dicht gedrängten, handlungsreichen Geschichte mehrere, aber die wichtigste
lautet: Kimba muss nun endgültig erwachsen werden und alleine zurechtkommen.
Dies wird durch die geschnittenen Szenen noch verdeutlicht. Freilich sind
Methusalas Worte nicht so recht überzeugend - schließlich hat
Kimba schon jede Menge gefährliche Situationen auch ohne Rogers Hilfe
gemeistert, der ja nur in wenigen Folgen auftritt.
Einige Szenen in dieser Episode
enthalten blühenden Blödsinn, z.B. als Pompus die Schnauze eines
Krokodils wie die Wählscheibe eines Telefons dreht oder Pauly von
einem fliegenden Leoparden verfolgt wird. Auch dass die komplette Unterhaltung
zwischen Roger und seinem Onkel unter Wasser und zwischen Krokodilangriffen
geführt wird, gehört zu Tezukas typischem Humor. Solche Unterwasser-Sprech-Szenen
gibt es auch in anderen Episoden (z.B. "Der Glücksritter" und "Die
Vulkaninsel").
Überhaupt hatte Tezuka
offenbar eine besondere Vorliebe für das Wasser. Kimbas Leben beginnt
auf dem Wasser und sein Lebensweg im Wasser. Kimba ist ein regelrechter
See-Löwe, und in auffallend vielen Episoden muss er seine Schwimm-
und Tauchkünste unter Beweis stellen. Tatsächlich sind Löwen
ja auch in Wirklichkeit - im Gegensatz zu den meisten anderen Katzen -
gute Schwimmer! |
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46
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Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
The Return Of Fancy Prancy |
Dschungeldame mit Hut |
| Inhalt |
Hinweis:
Die deutsche Fassung wurde seit ihrer Erstausstrahlung 1977 aus technischen
Gründen nicht mehr gesendet. Deshalb kann hier nur die amerikanische
Originalfassung beschrieben werden.
Kimba und seine Freunde spielen
gerade ihr Lieblingsspiel: Wer als letzter vom Baum fällt, hat gewonnen.
Da erscheint ein Auto, und alle Tiere verstecken sich.
Zwei vornehme junge Damen
steigen aus: das Gepardenmädchen Prancy (to prance = einherstolzieren;
ihr deutscher Name war Fränzi) und dessen Frauchen, das ihr Haustier
wieder genau dort in die Freiheit entlässt, wo sie es vor einem Jahr
aufgelesen hat. In diesem Jahr in der Großstadt ist aus Prancy eine
vornehme Dame mit Hut geworden. Mit der Ermahnung, auch in der Wildnis
"immer eine Lady zu bleiben", nimmt Prancys Besitzerin Abschied von ihr.
Kimba und Prancys kleiner
Bruder Speedy begrüßen sie freudig, während andere Tiere
eher abweisend reagieren. Ihrer Meinung nach passen Prancys Aufmachung
und ihr vornehmes Getue nicht in den Dschungel.
Die feine Dame sorgt auch
schon bald für jede Menge Wirbel, indem sie allen Cheetah-Junggesellen
(und nicht nur diesen) den Kopf verdreht. Da sie nicht in der einfachen
Hütte ihrer Eltern leben will, lässt sie sich von ihren Bewunderern
ein prachtvolles Zuhause bauen - ausgerechnet am Lieblings-Spielbaum der
Kinder. Das gibt natürlich erst mal Krach, aber genau genommen steht
Kimba der Sache ziemlich gleichgültig gegenüber.
Pauly und Daniel sehen die
Sache anders. Sie sind der Meinung, dass Prancy nicht in ihren Dschungel
passt. Die Cheetah-Dame hat inzwischen mit Gesangsdarbietungen jede Menge
Tiere um den Finger gewickelt und für alle möglichen Arbeiten
eingespannt. Auch Bucky erliegt ihrem Charme - er wäscht ihre dreckige
Wäsche!
Mit einer Abordnung empörter
Tiere marschiert Daniel zu Prancy und wird von ihr prompt zum Rückenkratzen
aufgefordert. Doch Daniel besinnt sich noch rechtzeitig seiner Würde.
Er wettert gegen ihre Art, sich von allen bedienen zu lassen und verweist
sie des Dschungels. Doch Prancys zahlreiche Verehrer sind drauf und dran,
über Daniel herzufallen. Als Kimba dazukommt und Daniel verteidigen
will, wird er von Bucky barsch angefahren: "Misch dich nicht in die Angelegenheiten
Erwachsener ein! Ihr Jungen solltet jetzt besser in der Schule sitzen!"
Daraufhin rümpfen Kimba
und die Jungtiere beleidigt die Nase. Für sie ist die Sache erledigt.
Doch für Daniel und seine Truppe von "Prancy-Gegnern" beginnt der
Krieg jetzt erst richtig. Sie stülpen sich als Erkennungszeichen rote
Blätter auf den Kopf und machen Daniels Restaurant zum Hauptquartier.
Als Prancy mit ihren Anhängern dort essen will, werden sie mit Lebensmitteln
bombardiert. Schließlich kämpft jeder gegen jeden.
Kimba und die Jungtiere sehen
diesem Treiben fassungslos zu. Angesichts dieses dummen und sinnlosen Kämpfens
für nichts und wieder nichts macht Kimba das Vernünftigste, was
er tun kann: er zieht sich in seine Behausung zurück und schläft.
Doch seine Ruhe ist nur von
kurzer Dauer, denn Daniel, der von den Prancy-Fans vernichtend geschlagen
wurde, hat eine neue Taktik: Ein Zweikampf soll die Entscheidung bringen,
ob Prancy bleiben darf oder nicht. Dafür braucht er jetzt aber Kimba,
da er "der beste Repräsentant" und nebenbei auch ein guter Kämpfer
ist.
Ein wenig unwillig erklärt
sich Kimba dazu bereit. Der Kampf wird gegen Rapid Cheetah, Prancys glühendsten
Verehrer, ausgetragen. Wer zuerst vom Baum fällt, hat verloren und
muss sich dem Willen des Gegners unterwerfen. Mit Mühe und Not kann
Kimba gewinnen. Aber sein Sieg geht in einer Katastrophe unter, gegen die
der Moralkampf geradezu lächerlich wirkt: Millionen von Wanderameisen
sind im Anmarsch!
Angesichts dieser Gefahr
müssen nun alle zusammenhalten. Die Tiere retten sich auf die Bäume,
doch schließlich müssen sie alle aus dem Dschungel fliehen,
der von den gefräßigen Biestern völlig verwüstet wird.
Hoch oben in den Bergen wollen sie in Sicherheit abwarten, bis die Ameisen
weitergezogen sind. Da bemerkt Prancy plötzlich, dass ihr kleiner
Bruder Speedy fehlt!
Kimbas Reaktion ist für
alle Tiere unverständlich: "Wahrscheinlich hat er wieder irgendwo
vor sich hingeträumt, als wir alle geflohen sind. Geschieht ihm ganz
recht dafür, dass er so hochnäsig war, als seine große
Schwester aus der Stadt zurückkam!"
Nachdem sich die allgemeine
Sprachlosigkeit gelegt hat, schimpft Daniel seinen Adoptivsohn aus: "Ausgerechnet
du redest von Hochnäsigkeit? Was glaubst du denn, was du in diesem
Moment gerade bist?"
Kimba, überrascht:
"Ich, hochnäsig?" Daniel: "Oh ja, und wenn du nur halb der Anführer
bist, der du immer zu sein vorgibst, dann geh' sofort zurück und bring
Speedy hierher!" Kimba, ärgerlich: "Das ist überhaupt nicht meine
Schuld! Ich kann doch nichts dafür, dass er nicht mitgekommen ist!"
Prancy will sich schreiend
davonstürzen. Daniel kann sie gerade noch packen: "Du kannst nicht
zurück!" Prancy: "Ich muss!" Daniel: "Nun mal langsam, wir wissen
doch gar nicht, ob er in Schwierigkeiten ist; es könnte ebensogut
alles in Ordnung sein!" Doch Prancy ist nicht zu beruhigen: "Ich muss ihm
helfen!"
Währenddessen trinkt
Kimba seelenruhig aus einem Wasserbecken: "Das geht mich überhaupt
nichts an. Es ist ja nicht mein Bruder, sondern ihrer." Kimba zeigt hier
eine erschreckend herzlose Gleichgültigkeit und scheint alles vergessen
zu haben, wofür er sein ganzes Leben lang gekämpft hat! Dann
erscheint Speedys Bild im Wasser vor ihm, mit traurigem Gesichtsausdruck.
Kimba, trotzig: "Ich kann doch nicht für jedes Tier im Dschungel
verantwortlich sein!" Er rennt davon. Doch dann besinnt er sich: "Aber
ich kann's ja versuchen."
Kimba rennt also zurück
- in seinen Gedanken sieht er den verzweifelten Speedy. Die Ameisen sind
immer noch da, und wie sich herausstellt, ist Speedy tatsächlich in
größter Gefahr. Kimba rennt durch die Ameisen, schnappt Speedy
und rettet ihn. Auf einem Hügel, wo noch keine Ameisen krabbeln, vergräbt
er Speedy zu dessen Schutz im Sand. "Aber Kimba, was wird aus dir?" Kimba:
"Mach dir um mich keine Sorgen."
Unter zahlreichen heftigen
Ameisenbissen gelingt es Kimba, die Viecher zu einer hohen Klippe zu locken.
Nach einem wagemutigen 50-Meter-Kopfsprung in den Fluss - wieder einmal
ist das Wasser sein rettendes Element - folgen ihm sämtliche Ameisen
nach und werden auf diese Weise allesamt fortgeschwemmt.
Als die Tiere in den Dschungel
zurückkehren, ist dort alles verwüstet. Prancy weint bitterlich
um ihren Bruder, den sie vermutlich nie wiedersehen wird. Daniel tröstet
sie: "Bitte weine nicht! Es tut mir so entsetzlich leid, dass dein Bruder
vermisst wird. Wahrscheinlich bin ich an allem schuld, weil ich so viel
Aufhebens gemacht habe." Doch Prancy erlaubt nicht, dass er die Schuld
auf sich nimmt: "Ich hätte doch auf meinen kleinen Bruder viel besser
aufpassen müssen!"
Da kommt Kimba alleine und
schwer verletzt angehumpelt. Was um alles in der Welt ist mit ihm passiert?
Er kann nur noch schwach murmeln: "Speedy ... im Loch ... Hügel ...",
bevor er bewusslos zusammenbricht. Daraufhin entdeckt Prancy ihren kleinen
Bruder wohlbehalten im Sand. Daniel: "Jetzt verstehe ich erst - Kimba ist
gar nicht davongelaufen! Genau genommen kam er hierher, um Speedy zu retten..."
Prancy, gerührt: "Kimba, du bist einfach wunderbar!"
In der Schlussszene sitzen
Kimba und seine Freunde wieder auf ihrem geliebten Spielbaum - Prancys
Haus wurde entfernt! Daniel feuert Kimba an, Prancy ihren Bruder. Daniel
tritt ihr in den Allerwertesten, woraufhin sich beide in die Haare geraten
und jede Menge Schimpfworte an den Kopf werfen. Damit wird die Episode
ausgeblendet. |
Allge-
meines |
In
dieser Episode hat Kimba eine schwere "Persönlichkeits-Entgleisung",
weil er gegen seine selbstverständliche Heldenrolle protestiert und
sich weigert, Speedy zu helfen. Er ist hier eher störrisches Kind
als vorbildlicher Dschungelprinz. Dass er am Schluss trotzdem Speedy das
Leben rettet, zeugt von seinem guten Charakter.
Osamu Tezuka wollte mit diesen
"Entgleisungen" zum Ausdruck bringen, wie schwierig es für einen kleinen
weißen Löwen ist, immer und überall den vorbildlichen Helden
zu spielen. Deshalb gab er Kimba in den Episoden, die gegen Ende der Serie
platziert werden sollten, gelegentlich die Möglichkeit, sich auch
mal ganz anders zu geben als gewohnt. Dass Kimba tatsächlich noch
ein Jungtier ist, merkt man auch daran, dass er (und die anderen Dschungelkinder)
Daniels Kampf gegen den Verfall der Moral ziemlich ratlos gegenüberstehen.
Detail am Rande: Genau
wie in Episode 15 (Scrambled Eggs / Keine Feier ohne Eier) wird auch hier
der kleine graublaue Gepardenjunge "Speedy" genannt, während er in
allen anderen Episoden "Dash" heißt. Dieser Namensfehler unterlief
der US-Crew und wurde in der deutschen Fassung brav übernommen.
Der "richtige" Speedy ist
gelb und, ungeachtet der Bezeichnung "Cheetah" (=Gepard) in Wirklichkeit
ein Leopard, erkennbar an den größeren ringförmigen Flecken.
Er kommt in den Episoden 5 (Fair Game), 19 (The Mystery Of The Deserted
Village / Das Geheimnis des verlassenen Dorfes), 26 (A Revolting Development
/ Revolte im Dschungel) und 44 (A Friend In Deed / Ein Freund in Not) vor.
Bucky wird in der deutschen
Episode von Harry Wüstenhagen gesprochen. |
| Musik |
In dieser Episode
gibt es ausgesprochen wenig Originalmelodien. Viele Szenen enthalten keine
Musik, z.B. als Prancy in den Dschungel zurückgebracht wird oder wenn
sie sich am Schluss der Episode mit Daniel in die Wolle kriegt. Auch der
Angriff der Ameisen ist ohne Musik.
All diese Szenen wurden in
der deutschen Version mit Zusatzmelodien unterlegt, wie man der Hörspielfassung
entnehmen kann. |
| Fazit |
Diese Episode,
die in der deutschen Sendestaffel ursprünglich die letzte war, ist
eine der wertvollsten überhaupt. Die Geschichte ist ebenso spannend
wie lustig und vermittelt einige kluge Botschaften.
Die wichtigste Botschaft
zeigt, wie dumm es ist, sich angesichts echter Gefahr um lächerliche
Kleinigkeiten zu streiten. Hier ist dies Daniels alberner Krieg der Moralapostel
gegen die Sünde mit all seinen militärischen Übertreibungen.
Aber auch andere bemerkenswerte
Dinge kommen in dieser Episode vor. So wird tatsächlich ein Tier von
einem Menschen bewusst in die Wildnis zurückgebracht. Der Originaltext
spielt auf "Born Free" an, einen berühmten Löwen-Dokumentarfilm
der 60-er Jahre, der dieses Thema zum Inhalt hat. |
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47
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Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
The Cobweb Caper |
Im Netz der Spinne |
| Inhalt |
Im Dschungel
treibt eine Riesenspinne ihr Unwesen. Sogar große Tiere wie Boss
Rhino fallen ihr zum Opfer und werden von ihr als Futtervorrat eingewickelt.
Auch Kimba wird gefangen, kann sich jedoch zum Glück wieder befreien.
Die restlichen Tiere haben
sich aus Angst vor der Spinne in die Höhle geflüchtet, doch Hunger
und Durst zwingen sie bald, die Deckung zu verlassen. Daniel schärft
den Tieren ein, gut aufeinander aufzupassen und nach der Monsterspinne
Ausschau zu halten.
Zu allem Unglück wird
Kimba von einer Tsetsefliege gestochen und bekommt hohes Fieber. Daniel
bleibt bei ihm und kümmert sich um ihn, während Kimba im Fieberwahn
um sich schlägt und den armen Daniel mehrmals beißt. Als Daniel
ihm erklärt, dass die Tsetsefliege der gefährlichste Feind der
Löwen ist, kommt ihnen die Erkenntnis, dass auch die Spinne einen
Todfeind hat, nämlich die Spinnenwespe.
Gemeinsam sammeln alle Tiere
nun Wespennester. Doch wie soll man die Spinne damit bekämpfen? Kimba,
noch sehr angeschlagen, stellt sich schließlich als Freiwilliger
zur Verfügung. Er will die Spinne hervorlocken, damit die anderen
sie mit den Wespen bombardieren können.
Der Plan gelingt, und Hunderte
von Wespen stechen das Ungetüm. Vollgepumpt mit Gift stürzt die
Spinne von einer hohen Klippe in den Fluss und verschwindet auf Nimmerwiedersehen
im Strudel. Nun können die Tiere endlich die armen Opfer der Spinne
auswickeln, die zum Glück noch alle am Leben sind. |
Allge-
meines |
Die
Episode wurde bis auf wenige Szenen wörtlich ins Deutsche übertragen.
Es wurde nichts herausgeschnitten oder verfälscht. Einige Stellen
hat man, wie gewohnt, freier übersetzt, ohne jedoch den Sinn zu verändern.
In der Originalfassung spricht
Kimba Daniel dreimal mit "Onkel Daniel" an. Diese Anrede verwendet er sonst
nie. Wieso die US-Crew diese Formulierung wählte, ist nicht bekannt.
Anmerkung: An der
Stelle, als Daniel und die anderen Tiere mit den "Bienenstöcken" zum
Lager der Spinne marschieren, gibt es einen groben Regiefehler: Kimba ist
eigentlich ja nicht dabei, als die anderen die Wespen einsammeln, da sie
Kimba auf seinem Krankenlager wähnen. In einer kurzen Einstellung,
in der die marschierenden Tiere von oben zu sehen sind, geht Kimba aber
schräg
hinter Daniel! Kurz darauf taucht Kimba zur Überraschung der anderen
auf, um die Spinne herauszulocken! |
Unter-
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TEXT |
1) Zu Beginn
gibt es in der US-Version keinen Text, sondern nur düstere Musik zu
den unheimlichen Szenen im Dschungel.
2) Als Kimba nach seiner
Flucht vor der Spinne aus dem Fluss klettert und feststellt, dass er im
Dschungel gelandet ist, sagt er: "Großartig, der Fluss hat mich direkt
wieder nach Hause gebracht."
3) Als Daniel den kranken
Kimba umarmt, sagt er im Original folgendes: "Lass' den Kopf nicht hängen,
du hast mehr Grips als jeder von uns. Das war deine Idee!" (Der Text bezieht
sich auf Kimbas Frage, ob die Spinne denn auch Feinde hätte.)
4) Die "Spider Wasps" (Spinnenwespen)
werden stets als solche bezeichnet.
5) Daniel meint, sie hätten
nun genug Wespen gesammelt, "um eine ganze Schar von Spinnen zu stechen".
6) Auf Kimbas Frage, wie
Daniel und die anderen die Spinne besiegen wollen, antwortet der Igel Harry:
"Rate mal: mit Spinnenwespen, Kimba!"
7) Als ein Freiwilliger gesucht
wird, der die Spinne herauslocken soll, erwidert Daniel auf Buckys Aufforderung,
sich zu melden: "Ich bin zu alt, und du weißt das!"
8) Daniel bemerkt beim Kampf
gegen die Spinne: "Ich weiß nicht, was wir ohne dich täten,
Kimba!" Dieser Satz kommt in der deutschen Fassung nicht vor.
9) Als Pauly und Bucky am
Schluss vor einer kleinen Spinne ausreißen, werden sie von den Tierkindern
mit einem englischen Kinderreim verspottet.
10) Am größten
ist der Unterschied beim Schlussdialog zwischen Daniel und Kimba. In der
Originalfassung lautet er:
Kimba: "Oje, Daniel, es
scheint so, als sei der Dschungel voll von unfreundlichen Kreaturen - Insekten,
Spinnen und all sowas..."
Daniel: "Oh nein, Kimba,
wart' einen Moment: nicht alle Insekten und Spinnen sind unfreundlich.
Du musst einfach versuchen, die guten von den schlechten zu unterscheiden." |
1) Daniel hält
in der deutschen Fassung einen wissenschaftlichen Vortrag über Spinnen.
Die einleitenden Worte schwächen die düstere Atmosphäre
ein wenig ab.
2) In der deutschen Fassung
sagt er in elegischem Tonfall: "Ja, Glück muss der Mensch haben, sagte
der alte Daniel." (Man beachte die Feinheiten!)
3) In der deutschen Fassung
sagt Daniel zu Kimba: "Ich weiß, wo es diese Bienenart gibt, und
ich sag' auch gleich den anderen Bescheid. Pass' auf, es wird alles gut,
wir schaffen es!"
4) Die Feinde der Spinne
werden hier abwechselnd als Wespen und als Bienen bezeichnet.
5) Der deutsche Text ist
heftiger: Daniel meint, die Menge müsste ausreichen, um "dies Mistvieh
geradezu in die Luft zu sprengen".
6) Harrys deutscher Text
lautet: "Keinen Schimmer, aber sie werden das schon irgendwie hinkriegen."
7) Bei uns erwidert er vielsagend:
"Ich bleib' hier, ich muss das Unternehmen leiten." Damit wird Daniel in
der deutschen Fassung als Drückeberger dargestellt!
8) Daniel bemerkt beim Kampf
gegen die Spinne: "Du liebe Zeit, die ist nicht totzukriegen!" Dieser Satz
kommt in der US-Fassung nicht vor.
9) Der englische Kinderreim
wurde verständlicherweise nicht übernommen. Bei uns sagen die
Tierkinder lediglich: "Habt ihr gesehen? Die spinnen!"
10) In der deutschen Fassung
spricht Daniel erst als Erzähler einen Abschlusskommentar über
Spinnen und meint dann: "... Ende gut, alles gut, wobei ich nicht verhehlen
möchte, dass dies eine ganz unglaubliche Geschichte war."
Kimba: "Aber Daniel, glaubst
du denn, dass man sie uns glauben wird?"
Daniel: "Ach weißt
du, Kimba, die beste Tarnung ist die Wahrheit. Die glaubt einem niemand..."
Bucky wird in der deutschen
Episode von Harry Wüstenhagen gesprochen. |
Unter-
schiede
MUSIK |
In dieser Episode,
die hauptsächlich von spannenden Bildern beherrscht wird, ist Tomitas
Originalmusik dementsprechend düster und unheimlich. An vielen Stellen
gibt es, wie üblich, nur Geräuscheffekte.
1) Als Kimba vor der Spinne
flieht und ihr schließlich entkommen kann, erklingt im Original keine
Musik. Das gleiche gilt für die Szenen, in denen Kimba gestochen wird.
2) Als Kimba sich der Spinne
als Lockvogel anbietet, gibt es im Original keine Musik.
3) Die Musik zur Schlussszene
ist wieder einmal schöner und melodischer als in der deutschen Fassung. |
In der deutschen
Fassung hat man überraschenderweise jede Menge Originalmusik übernommen,
auch viele düstere, unheimliche Passagen. Einige stumme Szenen wurden
zusätzlich mit deutscher Spannungsmusik unterlegt.
1) Diese Szenen wurden in
der deutschen Fassung durch sich steigernde Spannungs-Musik noch zusätzlich
verstärkt. Die Originalszenen wirken ziemlich "leer", so dass die
Melodien hier gut passen.
2) Hier erklingt ein sehr
gutes deutsches Motiv, das meines Wissens nur an dieser Stelle zum Einsatz
kam und sonst nirgends mehr verwendet wurde.
3) In der deutschen Fassung
kommt statt dessen eine Standard-Schlussmelodie zum Einsatz. |
| Fazit |
Diese Episode
ist sehr spannend, wenngleich die Handlung ein wenig unglaubwürdig
wirkt, was Daniel in der deutschen Fassung auch einräumt. Trotz der
schrecklichen Szenen kommt auch hier wiederum der Humor nicht zu kurz,
z.B. beim Auftritt von Igel Harry, der auf den kranken Kimba aufpassen
soll.
Für Kimbas Entwicklung
ist diese Geschichte insofern sehr wichtig, weil er lernen muss, dass die
winzigsten Feinde oft die gefährlichsten sind. Tatsächlich bedeutet
die Tsetsefliege eine große Gefahr für Löwen. Auch die
riesige Spinne kann letztendlich von den kleinen Wespen vernichtet werden.
Viele Zeichnungen vom gestochenen
und fiebernden Kimba gehen regelrecht zu Herzen. Wie immer, wenn Kimba
(wie auch in einigen anderen Episoden) durch äußere Einwirkungen
hilflos ist, wirkt er besonders "menschlich". Dass er sich trotz seines
hohen Fiebers der Spinne zum Kampf stellt, zeugt einmal mehr von seinem
heldenhaften Charakter. |
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48
|
Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
The Red Menace |
Der Dschungel brennt |
| Inhalt |
Rund um Kimbas
Dschungel verwüsten Buschbrände das Land. Im Elefantental, wo
der kleine Elefant Pee Wee (bekannt aus Episode 25) mit seiner Herde lebt,
ist alles Gras verbrannt, und die Elefanten leiden Hunger.
Kimba und seine Freunde Dot,
Dash und Dinky rennen trotz Daniels Verbot ins Elefantental, um Pee Wee
zu helfen. Sie laden die Elefanten ein, sich im Grasland in der Nähe
des Dschungels sattzufressen. Da dies jedoch das Revier von Kellyfant und
seiner Herde ist, gibt es bald Ärger. Wie zu erwarten war, ist Kellyfant
nicht bereit, den anderen etwas abzugeben.
Daraufhin stehlen Kimba und
Pee Wee in der darauffolgenden Nacht eine große Menge Gras, um es
den hungernden Elefanten zu bringen. Doch die Hyänen Tom und Tab beobachten
sie und verraten es Kellyfant. Wütend lässt dieser daraufhin
Kimba und Pee Wee gefangen nehmen und in einen finsteren Turm sperren.
Das Feuer hat sich inzwischen
weiter ausgebreitet und schließt alsbald auch den Gefängnisturm
ein. Kimba und Pee Wee versuchen verzweifelt, sich zu befreien, und ersticken
fast im Rauch. Zum Glück beginnt es noch rechtzeitig zu regnen. Als
die anderen Tiere erfahren, was geschehen ist, kommen sie sofort und befreien
die beiden Gefangenen.
Das Feuer lodert von neuem
auf und wendet sich nun gegen den Dschungel. Kimba hat eine Idee: wenn
die dicken Mauern des Turms sie vor dem Feuer beschützt haben, könnte
ein hoher Wall vielleicht auch den Dschungel vor dem Feuer retten. In fieberhafter
Eile errichten alle Tiere diesen Feuerwall.
Zwischenzeitlich retten Kimba
und Pee Wee noch Kellyfant, der mit seinen Elefanten nun selbst vom Feuer
bedroht wird. Nachdem Kellyfant seinen Fehler eingesehen hat, gelingt es,
gemeinsam mit der Unterstützung der Elefanten den Wall bis zum Seeufer
zu bauen. In letzter Sekunde kann das Feuer gebändigt und der Dschungel
gerettet werden. |
Allge-
meines |
Bei
dieser Episode hat man den Text sehr frei ins Deutsche übertragen.
Es gibt kaum Stellen, die wörtlich übersetzt wurden.
Am Sinn ändert sich
dadurch jedoch nichts. Es wurde auch nichts geschnitten. Einige Szenen
sind in der deutschen Fassung vom Text her besser und logischer als im
Original. Die berührendste Szene der Folge ist leider ziemlich verfälscht
worden (siehe "Unterschiede TEXT", Punkt 9).
Kurioserweise hat man diesmal
den Namen des Elefantenjungen "Pee Wee" in der deutschen Fassung beibehalten.
In Episode 25 (Too Many Elephants / Die Elefanten sollen sterben) hieß
das gleiche Elefantenkind hierzulande "Elly" und wurde zum Mädchen. |
Unter-
schiede
TEXT |
1) Die Eröffnungsszene
beginnt in der US-Fassung ohne Sprecherkommentar.
2) Der Name von Pee Wee's
Mutter "Patsy" wird in der Originalfassung wesentlich öfter erwähnt.
3) Pee Wees Ausspruch von
den "Gumdrops" kommt auch in der US-Episode vor, wird dort aber nicht so
oft zitiert.
4) "Was glaubst du, was sie
mit uns machen?" fragt Pee Wee, als beide gefangen genommen werden. Kimbas
Antwort: "Ich vermute, sie bringen uns zu Kellyfant!"
5) Kimba im Gefängnisturm:
"Sie haben die Tür verschlossen! Lasst uns raus!"
6) Unlogisch, da nicht zu
den Bildern passend, ist der amerikanische Dialog im Turm.
Kimba: "Wir müssen
den Turm zum Einsturz bringen!" Pee Wee: "Aber wie? Diese Wände sind
aus solidem Stein und Lehm!" Dann sagt er, während er springt: "Es
ist heiß! Das Feuer kommt immer näher!"
7) Deutlich mehr Tiefgang
hat der Originaltext, als Kimba sagt: "Pee Wee, verzeih' mir. Ich habe
uns in diesen Schlamassel gebracht, und ich muss auch einen Weg hier raus
finden ... aber ich kann's nicht..."
8) Pee Wees Mama in der US-Fassung:
"Ich hatte solche Angst, ich würde meinen Pee Wee nie wieder sehen!"
9) Die rührendste Szene
ist in der US-Fassung viel schöner. Daniel umarmt Kimba und sagt:
"Oh, Kimba, ich hatte solche Angst um dich!" Kimba, weinend: "Es war alles
meine Schuld, aber ich musste doch versuchen, für Pee Wee und die
anderen Elefanten etwas zu essen zu beschaffen." Daniel: "Ich weiß.
Du magst verrückte Ideen haben, Kimba, aber dein Herz sitzt am rechten
Fleck." Dazu erklingt eine dezente und leise Originalmelodie, welche die
Atmosphäre dieser Szene noch unterstreicht.
10) "Für mich sieht
es so aus, als würden die Flammen diesmal den Dschungel zerstören",
sagt Daniel, als das Feuer sich erneut ausbreitet.
11) Als Kimba und Pee Wee
den eingeklemmten Kellyfant befreien, ist in der Originalfassung ihr Gespräch
äußerst sachlich, was den Ernst der Lage betont.
12) Die Schlussdialoge enthalten
in der US-Fassung einige Botschaften in Sachen Dankbarkeit und Freundschaft,
die im Deutschen wieder mal unter den Tisch gekehrt wurden.
Kellyfant: "Seht, wir würden
uns nach allem, was passiert ist, glücklich schätzen, wenn wir
unser Gras mit euch teilen könnten, da ihr mitgeholfen habt, es zu
retten."
Patsy: "Es schien uns unmöglich,
das Feuer zu stoppen, aber wir konnten es. Und wenn alle mitmachen, ist
es möglich, das Unmögliche zu tun, nicht wahr, Pee Wee?" Dieser
antwortet: "Das ist richtig, weil es das ist, was Kimba sagt, und wir werden
gute Freunde bleiben, nicht war Kimba?" Kimba: "Na klar, so gut wie 'Gumdrops'!" |
1) Daniel gibt
in der deutschen Fassung einen Kommentar zur Gefahr des Buschbrandes ab.
2) Hier fällt ihr Name
nur einmal, als Daniel sie nach dem Regen mit den Worten "Du musst nicht
weinen, Patsy ..." zu trösten versucht.
3) Bei uns wird der Spruch
von den "Gummibärchen" als sogenannter "Running Gag" wesentlich öfter
verwendet.
4) Und so klingt's in der
deutschen Fassung: "Kimba, hast du vielleicht irgend eine Idee?" Kimbas
Antwort: "Nein, aber ich denke gerade angestrengt nach!"
5) Deutscher Text: "Na, das
war's dann wohl ... Wartet nur, bis wir euch kriegen, ihr Feiglinge!"
6) Der deutsche Text entspricht
eher den Zeichnungen. Kimba: "Wir klettern 'rauf!" Pee Wee: "Wie denn?
Ich bin doch keine Katze! Ich will jetzt nach Hause!" Darauf springt er
und fragt: "Sieh mal! Wie hoch komm' ich denn?" Kimba: "Nicht schlecht,
aber es reicht noch nicht!"
7) Bei uns sagt Kimba: "Jetzt
wird es langsam Zeit für ein kleines Wunder! Wenn ich alles richtig
sehe, dann würde ich sagen: es war kein guter Tag..."
8) Typisch deutsch ist diese
Reaktion: "Versprich mir, dass du sowas nie wieder machst!"
9) Die deutsche Version wird
betont locker gehalten. Daniel: "Na, das war ja wirklich in letzter Minute."
Kimba, weinerlich: "Wo wart ihr eigentlich so lange? Wir haben uns direkt
Sorgen um euch gemacht!" Daniel: "Jaja, ich weiß, du bist schon ein
verrückter Kerl, Kimba, aber es ist ja nochmal alles gut gegangen."
Diese unnötige Bemerkung muss Daniel als Erzähler aus dem Hintergrund
dann gleich wieder berichtigen, da eben noch lange nicht alles gut ist.
Zu alldem erklingt eine sentimentale Schmalz-Musik.
10) Bei uns sagt er: "Wenn
das Feuer näher kommt, wird die Farm wohl kaum zu retten sein." Von
der Farm ist aber in der gesamten Episode nicht die Rede!
11) Der deutsche Kimba bringt
wieder mal seine saloppen Ausdrücke: "Zieh' mal vorne, Pee Wee, der
hat seinen Latschen eingeklemmt!"
12) Die deutsche Fassung
ist wesentlich oberflächlicher:
Kellyfant: "Wir würden
uns glücklich schätzen, wenn wir unser Gras mit Euch teilen dürften,
es ist genug da für alle." Patsy: "Keine Sorge Daniel, lass uns nur
machen. Wir Elefanten sind Dickköpfe, was wir uns vornehmen, das führen
wir auch durch, stimmt's Pee Wee?" Pee Wee: "Wir machen das schon, und
das neue Gras wird noch besser schmecken als Gummibärchen. Tschüss
Kimba!" Kimba: "Tschüss, wir besuchen Euch bald mal!"
Bucky wird in der deutschen
Episode von Harry Wüstenhagen gesprochen. |
Unter-
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MUSIK |
Entsprechend
der Handlung gibt es auch in dieser Episode hauptsächlich düstere,
spannende und schwere Musik von Isao Tomita.
1) Zu den einleitenden Bildern
des Buschbrandes erklingt ein gut passendes Tomita-Motiv, das der deutschen
Einheitsmelodie durchaus vorzuziehen ist.
2) Als Kimba und die Tierkinder
Pee Wee zu Hilfe eilen, ist die Originalmusik spannender - und vor allem
abwechslungsreicher.
3) Als Kimba und Pee Wee
das Gras stehlen, gibt es im Original keine Musik. Das gleiche gilt für
die Szenen ihrer Gefangennahme.
4) Als der Regen einsetzt,
erklingt getragene Musik, die vom Charakter her besser passt, da die Gefahr
ja noch nicht ausgestanden ist. Ein Erzähler ist nicht zu hören,
da er die besondere Stimmung dieser Szene stören würde.
5) Als das Feuer erneut aufflackert,
sind im Original nur Windgeräusche und das Knistern der Flammen zu
hören. Auch als Kimba Kellyfant zu Hilfe eilt, gibt es keine Musik.
6) Zum Höhepunkt der
Handlung, als das Feuer zuerst noch überzugreifen droht, dann aber
doch stirbt, gibt es in der Originalfassung keinerlei Musik.
7) Jammerschade ist es auch
um die Schlussmusik, die im Original wieder einmal eine Variation über
das "Jungle Emperor"-Thema ist und prächtig zu der letzten Szene passt. |
Obwohl die deutsche
Fassung viel Originalmusik verwendet, wurde auch hier wieder einiges mit
Zusatz-Melodien versehen.
1) Hier hat man wieder mal
eine der sich ewig wiederholenden deutschen Spannungs-Melodien verwendet.
2) Auch hier wurde leider
wieder die übliche deutsche "Taa - Taa" - Spannungsmusik darüber
gelegt.
3) Diese "Leerstellen" wurden
in der deutschen Fassung allesamt mit Spannungsmusik gefüllt.
4) Über diese Szenen
hat man eine versöhnliche "Alles-wird-gut"-Musik drübergelegt.
Dazu kommt noch Daniels naiver Kommentar: "Ein kühler Regen auf die
heiße Glut gebracht, hat alles wieder gut gemacht."
5) Beide Szenen werden durch
die gewohnte deutsche Spannungsmusik noch zusätzlich aufgepeitscht.
6) Diese Bilder sind in der
deutschen Fassung mit rhythmisch-lockeren Swing-Themen unterlegt, die angesichts
der Flammenhölle völlig deplatziert wirken. Der Höhepunkt
wird dadurch vom Charakter her völlig verändert.
7) Hier wurde eine weniger
häufig gebrauchte deutsche Schlussmelodie verwendet, die zwar auch
recht nett ist, aber nicht an das Original herankommen kann. |
| Fazit |
Wie bereits
die vorangegangene Folge ist auch diese wieder sehr spannend. Allerdings
wirkt die Handlung am Schluss schon recht unglaubwürdig. Auch mit
größten Anstrengungen wäre es den Tieren wohl kaum möglich,
einen derart hohen und soliden Erdwall im Laufschritt zu errichten, während
daneben schon das Feuer lodert.
(Ich will die Baukunst von
Kimbas Tieren nicht anzweifeln; schließlich haben sie sogar einen
Vergnügungspark angelegt - nur nicht in dem Tempo!)
Kimba beweist in dieser Episode,
wie schon oft vorher, dass er nicht nachtragend ist und auch einem Feind
das Leben rettet, der ihn kurz zuvor selbst in Lebensgefahr gebracht hat.
Der einzige Unterschied zu ähnlichen Episoden besteht darin, dass
er es diesmal im Team tut, zusammen mit seinem Elefantenfreund Pee Wee.
So ist diese Folge vor allem ein Loblied auf die Freundschaft.
Wieder einmal schlug Osamu
Tezuka seinen Auftraggebern bei NBC ein Schnippchen, als er das Elefantenkind
Pee Wee und seine Mutter zum zweiten Mal auftreten ließ und dadurch
zeigte, was für dicke Freunde Kimba und Pee Wee trotz ihrer langen
Trennung immer noch sind. Eigentlich hatte Tezuka den strikten Auftrag,
jede einzelne Episode als abgeschlossene Geschichte zu bringen. Das war
natürlich nicht in seinem Sinn. (Siehe auch: "Wie Kimba entstand".) |
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