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Episodenvergleich - Episode
5 bis 8
Die Nummerierung entspricht der japanischen Original-Reihenfolge.
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jeweiligen Episode.
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5
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Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
Fair Game |
nicht vorhanden |
| Inhalt |
"Es war einmal
vor langer Zeit, da kam ein ungewöhnlicher Besucher zur Weltausstellung
nach Paris: Kimba, der weiße Löwe!" So beginnt der Erzähler
diese Episode, während man Kimba, Mr. Pompus, Roger und Mary mit dem
Bus durch Paris fahren sieht.
Kurze Zeit später erkennt
man, dass Kimba gerade seinen Freunden im Dschungel in Rückblenden
von seinen Abenteuern in der Welt der Menschen erzählt. Pauly meint
besorgt, Kimba würde wohl lieber in Paris als im Dschungel wohnen,
doch Kimba beteuert, dass er es zwar interessant fand, aber dort nicht
leben möchte.
Auf Buckys Frage, wie er
denn überhaupt dorthin gekommen sei, erzählt Kimba, dass seine
Menschenfreunde ihn auf eine Reise nach Paris mitgenommen hatten, damit
er möglichst viel über Geschichte und Zivilisation lernen kann.
In der nächsten Rückblende
sieht man Kimba durch Museen und Kunstgalerien laufen. Als Mr. Pompus,
Roger und Mary in ein Café einkehren, erkennt man genau, wie abscheulich
sich Mary gegenüber Kimba verhält, der ständig Rogers Nähe
sucht. Sie ist eifersüchtig und will Roger ganz für sich haben.
Der Streit spitzt sich zu. Sie stellt Roger vor die Entscheidung: Entweder
Kimba oder ich! Nur mit Mühe kann Mr. Pompus sie beruhigen.
Anschließend besuchen
sie die Weltausstellung. Es gibt futuristische Hallen voller Roboter -
darunter auch ein kleiner Astro Boy (siehe: "Wie Kimba entstand"),
Blumen, die innerhalb eines Tages ausgewachsen sind, Projekte zur Abschmelzung
und Besiedelung der Polkappen mit Hilfe heißer Wüstenluft und
andere Zukunftsvisionen...
Dodie Deer und die anderen
Tiere sind begeistert und träumen schon von einem Ausflug nach Paris.
Plötzlich attackiert Speedy Cheetah die Freunde mit Steinen und geht
auf Kimba los. Er behauptet, Kimbas Vater Caesar habe einst Speedys Großvater
Quasimodo getötet. Als dieser Name fällt, erinnert sich Kimba
an eine Begegnung in Paris. Er versucht, Speedy zu überzeugen, dass
er seinen Großvater dort getroffen habe und dass dieser noch am Leben
sei.
In der nächsten Rückblende
wird erklärt, wie es dazu kam. Vor dem Essen schickt Roger seinen
wohlerzogenen Löwen zum Händewaschen (!). Doch eine übel
gelaunte Klofrau scheucht die vermeintliche Pussikatze aus ihrem Waschraum,
und Kimba fällt auf der Flucht in einen offenen Kanalschacht und verirrt
sich in der Pariser Kanalisation. Roger und Mr. Pompus, die nicht wissen,
wo Kimba abgeblieben ist, suchen ihn verzweifelt. Auf der Polizei wird
ihnen jede Hilfe verweigert, da alle Polizisten gerade Jagd auf ein Monster
machen, das angeblich in der Kanalisation hausen soll.
Kimba trifft im Abwasser
schließlich auf das Monster, einen blinden, alten Leoparden. Später
stellt sich heraus, dass es sich tatsächlich um Speedys Großvater
handelt. Er hält Kimba für einen Spitzel der Polizei, und beide
kämpfen erbittert miteinander, bis das Monster plötzlich innehält
und in seinem Gegner den weißen Löwen Caesar zu erkennen glaubt.
Als er erfährt, wer Kimba ist, erzählt er ihm von seinem traurigen
Schicksal.
Quasimodo forderte einst
Caesar zum Kampf auf und wurde von ihm besiegt. Während er besinnungslos
im Dschungel lag, wurde er von Jägern gefangen und nach Paris verkauft.
Dort lebte er jahrelang als Zirkusattraktion, bis er alt und blind geworden
war: "Als ich nutzlos für den Zirkus wurde, wollten mich die Menschen
entsorgen wie ein kaputtes Spielzeug."
Er konnte in die Kanalisation
fliehen und lebt dort seitdem ganz zufrieden. Nur manchmal quält ihn
das Heimweh nach dem Dschungel, nach seinen Freunden und seiner Familie
sowie nach seinem kleinen Enkel, den er noch nie gesehen hat. (Woher er
von dem Enkel weiß, bleibt allerdings ein Geheimnis...) Als Kimba
ihm anbietet, ihn mit nach Afrika zurückzunehmen, lehnt Quasimodo
dies aus Altersgründen ab. Er nimmt Kimba aber das Versprechen ab,
dieser möge doch versuchen, ihn mit seinem Enkel nochmal zu besuchen.
Währenddessen durchkämmen
Hunderte von Polizisten die Kanäle. Auch Roger und Mr. Pompus steigen
in den Untergrund. Als die Polizei schließlich die Tiere entdeckt
und auf sie schießt, stellt Quasimodo sich tot, um Kimba die Flucht
zu ermöglichen. Kimba wirft sich jedoch den Polizisten mutig entgegen.
Im letzten Moment kommen Roger und Mr. Pompus dazu und verhindern, dass
Kimba erschossen wird. Kimbas letzte Worte, bevor die Rückblende endet:
"Renn' weg, Quasimodo, und versteck' dich!"
Zurück im Dschungel
beendet Kimba seine Geschichte und versichert Speedy nochmals, sein Großvater
sei noch am Leben. Dieser glaubt jedoch noch immer, Kimba habe alles nur
erfunden, um seinen Vater Caesar in Schutz zu nehmen. Als die anderen Tiere
darüber ärgerlich werden, dreht Speedy plötzlich durch und
attackiert Geraldine Giraffe. Daraufhin greift Kimba ein und bringt Speedy
zur Räson.
Speedy bricht nun völlig
zusammen und beginnt zu heulen. Es ist rührend zu sehen, wie Kimba
seinen Freund zärtlich ableckt. Er beruhigt ihn und verspricht, sein
Versprechen einzulösen und Speedy höchstpersönlich nach
Paris zu bringen. "Kommt alle mit! Es geht nach Paris zur Weltausstellung!"
In der nächsten Szene
sieht man Kimba mit den Tieren durch die futuristischen Hallen der Weltausstellung
wandern. Die abschließende Überblendung zeigt die Tiere jedoch
im Dschungel, und der Erzähler schließt die Episode mit den
selben Worten wie am Anfang: "Es war einmal, vor langer Zeit, da kamen
ungewöhnliche Besucher zur Weltausstellung nach Paris: Kimba, der
weiße Löwe und seine Freunde!" |
Allge-
meines |
Warum
die Episode in Deutschland nicht gezeigt wurde, ist nicht nachvollziehbar.
Sicher sind die Szenen in der Kanalisation düster und unheimlich (sie
erinnern ein wenig an den Film "Der Dritte Mann"). Mehr "Gewalt" als sonst
kommt jedoch nicht vor.
Möglicherweise lag es
daran, dass die Episode einfach nicht ins deutsche Sendeschema passte.
Die Handlung mit all den Rückblenden ist ein wenig kompliziert, und
das Ende bleibt unklar: Es ist nicht sicher, ob Kimba mit den Tieren tatsächlich
nach Paris reist, oder ob dies eine Art Wunschtraum ist. Vermutlich wusste
es die US-Crew selbst nicht.
Auch mit Raubkatzen kannte
sich die Crew nicht gut aus. Quasimodos Enkel erhielt zwar den Namen Speedy
Cheetah
(englisch für Gepard), ist aber wie sein Großvater in Wirklichkeit
ein Leopard, erkennbar am massigeren Körperbau und an den teils ringartigen,
großen Flecken. Osamu Tezukas Tierzeichnungen sind trotz ihres Comic-Charakters
sehr genau und weisen artspezifische Merkmale auf. So zeichnete er den
kleinen Geparden Dash (der übrigens in Episode 15 und 46 auch "Speedy
Cheetah" genannt wird) mit dem für Jungtiere typischen langen Rückenfell,
und die erwachsenen Cheetahs haben die charakteristischen Tränenstreifen
unter den Augen.
Der neunmalkluge Pauly behauptet
am Anfang, ebenfalls schon mal in Paris gewesen zu sein. Wenn man ihm so
zuhört, kommen aber doch Zweifel auf: "Frankreich ist die Hauptstadt
von Paris! Oder von Spanien? Nee, ich meinte Deutschland! Verflixt, jetzt
weiß ich's: Es ist die Hauptstadt der Vereinigten Staaten!" |
| Musik |
Isao
Tomitas Musik zu den Szenen in Paris ist abwechslungsreich und fantasievoll.
Die herrliche Melodie, die am Schluss erklingt, als die Tiere durch die
Weltausstellung laufen, ist ein wahrer Ohrwurm und wurde für die Menü-Untermalung
der amerikanischen Kimba Kauf-DVDs verwendet. |
| Fazit |
Diese Episode
ist wegen ihrer Ungereimtheiten nicht so leicht zu verdauen wie viele andere.
Sie ist aber eine der wenigen kostbaren Folgen, in der man Kimba in der
Menschenwelt, zusammen mit seinem Freund Roger agieren sieht. Außerdem
ist sie für die Entwicklung des Geschehens wichtig: Kimba holte sich
jede Menge Anregungen für seine Dschungel-Zivilisation auf der Weltausstellung
in Paris. |
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6
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Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
Jungle Thief |
Der Dschungeldieb |
| Inhalt |
Im
Dschungel ist der Regen ausgeblieben, und nach Waldbränden wird das
Futter für die Tiere knapp. Kimba versucht, die auf seinen Rat hin
angelegten Vorräte so lange wie möglich zu erhalten. Als bekannt
wird, dass ein Dieb von den Notreserven genommen hat, macht sich Unmut
breit.
Eine Gruppe Zebras versucht,
außerhalb des Dschungels nach neuem Futter zu suchen, muss aber wegen
der gefährlichen Wildhunde wieder umkehren. In dieser ausweglosen
Lage hat Kimba - nach einer eher beiläufigen Bemerkung von Daniel
über das Verhalten der Menschen bei Dürre - die rettende Idee:
eine Farm muss angelegt werden.
Voller Tatendrang roden die
Tiere eine große Fläche, um sie nutzbar zu machen. Es fehlt
jedoch an Saatgut. Zu alledem wird auch noch das Flussschwein Heather krank.
Kimba gibt ihr heimlich von seinem eigenen Futter und von dem kostbaren
Saatgut.
Als er loszieht, um neue
Samen zu suchen, will ihn keiner begleiten. Erst als Heather gesteht, dass
sie die Diebin war und dass Kimba ihr sein Futter abgetreten hat, damit
sie wieder gesund wird, erkennen alle ihr törichtes Verhalten und
rennen ihm nach.
Inzwischen findet Kimba jede
Menge Saatgut. Mit Hilfe eines etwas trotteligen Pelikans, den Kimba zuvor
vor einem Panther gerettet hat, transportiert er die Samen Richtung Dschungel.
Als er von den wilden Hunden angegriffen wird, kommen seine Freunde gerade
rechtzeitig zu Hilfe. Heather rettet ihn aus einer gefährlichen Situation
und kann sich so revanchieren.
Schließlich können
die Tiere mit der Aussaat beginnen. Ein heftiger Regenguss sorgt für
das nötige Wasser, damit die Saat auch gedeihen kann. Kimbas Traum
von der eigenen Farm beginnt sich zu erfüllen. |
Allge-
meines |
Beide
Fassungen sind vom Text her zum Großteil identisch. Wie immer wurde
manches auch freier übersetzt, ohne jedoch den Sinn zu verändern.
Die Originalmusik - zum Großteil
auch in der deutschen Fassung erhalten - ist in dieser Episode teilweise
so beeindruckend, dass man das Gefühl hat, eher einen anspruchsvollen
Kinofilm als eine simple Kinderserie zu sehen.
Bucky wird in den US-Episoden
generell ein wenig dusseliger als in der deutschen Version dargestellt
(erkennbar in der Szene, wo er Wache schieben soll). Dabei ist er in vielen
Folgen sogar Lehrer an der Tierschule! |
Unter-
schiede
TEXT |
1) Der Erzähler
- in der US- Fassung nur in der Einleitung zu hören - berichtet von
der Zusammenarbeit der Tiere, um einen Notvorrat anzulegen.
2) Als Pauly gegen den Baum
kracht und (mit den obligatorischen Heftpflastern beklebt) am Boden liegt,
verliert Kimba kein Wort darüber.
3) In der langen Szene "Schwenk
durch den nächtlichen Dschungel" gibt es im Original keinen Text.
4) Auf Daniels Regentanz
reagiert Kimba erstaunt: "Die Menschen wünschen sich den Regen anscheinend
noch mehr als wir!"
5) Auch zu den Waldbrand-Szenen
gibt es im Original keinen Text.
6) "Stripes wurde von den
Wildhunden verletzt!" sagt Kimba. Dies passt zu dem am Boden liegenden
Zebra.
7) Die uneinsichtigen Elefanten
ziehen ab mit Kellyfants Bemerkung: "Farmen sind für Menschen, nicht
für Tiere!" Kimba sagt traurig zu Pauly: "Sie glauben nicht an das,
was wir hier tun." |
1) Erzähler
Daniel betont hier, dass es seine Idee war, nach der Kimba das Vorratslager
anlegen ließ.
2) Ausnahmsweise ist der
deutsche Kimba hier zartfühlender als sein amerikanisches Pendant,
denn er fragt Pauly: "Hast du dir weh getan?"
3) Daniel füllt diese
Szenen mit einem klugen Vortrag über Ökologie ("Raubbau an Edelholz").
4) Der deutsche Kimba ist
wesentlich respektloser, denn er sagt zu Daniel: "Ich finde deinen Regentanz
ziemlich affig!"
5) Daniel kommentiert den
Waldbrand mit allerlei klugen Bemerkungen.
6) "Stripes war in Lebensgefahr!"
sagt der deutsche Kimba. Das klingt ein ganzes Stück dramatischer
als in der US-Fassung.
7) Bei uns sagt Kellyfant:
"Kommt, Kinder, die spinnen." Kimba sagt daraufhin zu Pauly: "Sie
wollten doch bloß helfen, aber sie verstehen uns nicht." Das trifft
nun wirklich nicht zu, denn Kellyfant will alles andere als helfen!
Bucky wird in dieser Episode
von Erich Fiedler gesprochen. |
Unter-
schiede
MUSIK |
In dieser Folge
gibt es so viel schöne und passende Originalmusik von Isao Tomita,
dass die Verwendung der deutschen Zusatzmelodien gar nicht notwendig gewesen
wäre.
1) Zur Einleitung erklingt
eine ruhige, ernste Melodie, die sehr gut zum Text passt.
2) Die Szenen nach dem Waldbrand
bis zu Kimbas Idee, eine Farm anzulegen, enthalten zuerst dramatische,
dann ernst wirkende Musik.
3) Als Kimba für Heather
das Futter organisiert und ihm Daniel dann unsanft im Traum erscheint,
ist die Originalmusik viel passender. Das gleiche gilt für die Szenen,
in denen Heather vor allen Tieren ihren Diebstahl beichtet.
4) Als die Tiere gemeinsam
aufbrechen, um Kimba zu Hilfe zu kommen, erklingt eine mitreißende
Originalmelodie.
5) Auch alle Szenen, in denen
die Tiere durch die Wüste rennen und mit den Wildhunden kämpfen,
enthalten durchgehend schöne, abwechslungsreiche und perfekt zu den
Bildern passende Musik. Dasselbe gilt für alle Szenen am Schluss (Kimbas
Traum wird wahr, und der Regen setzt ein). |
Glücklicherweise
hat man sehr viel Originalmusik übernommen. Einige Szenen wurden durch
deutsche Melodien ersetzt und dadurch abgemildert.
1) Die deutsche Ersatzmusik
passt ebenfalls gut, wäre aber nicht nötig gewesen.
2) Diese Szenen wurden durchgehend
durch ein gefühlvoll-sentimentales Motiv ersetzt, das dem Ganzen ein
wenig die Schwere nimmt.
3) Bei all diese Szenen wurde
die individuelle Originalmusik durch das ewig sich wiederholende sentimentale
"Alles-wird-gut"-Thema ersetzt. Dadurch geht viel Tiefgang verloren, vor
allem Kimbas Gewissenskonflikte in der Traumszene werden abgemildert.
4) Die deutsche Ersatzmelodie
ist frappierend ähnlich. Wieso wurde hier nicht das Original beibehalten?
5) Auch diese Melodien wurden
in der deutschen Fassung komplett durch die bei Kampf- und Spannungsszenen
häufig verwendete "Standardmusik" ersetzt. Dies wäre nicht nötig
gewesen, da hier (im Gegensatz zu manch anderen Episoden) ausreichend gute
Originalmusik vorhanden war. Dasselbe gilt für die gefühlvolle
Originalmelodie bei den Schlussszenen. |
| Fazit |
Eine wichtige
Episode in der Entwicklung von Kimbas Dschungelreich: die Farm wird angelegt.
Der erste Schritt zur vegetarischen Selbstversorgung ist getan. Außerdem
zeigt Kimba sein gutes Herz, indem er dem kranken Flussschwein selbstlos
sein Futter abtritt und es vor den anderen in Schutz nimmt.
Ein Großteil des besonderen
Charmes der Kimbaserie liegt in ihrem ganz speziellen Humor, der z. B.
beim Aufbau der Farm gut zur Geltung kommt. So wird ein Felsblock, den
zwei Gorillas nicht bewegen können, von einem grinsenden Eichhörnchen
lässig emporgehoben. An dieser Art Nonsens haben Kinder wie Erwachsene
ihren Spaß. |
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7
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Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
Battle At Dead River |
Die Schlacht am Toten Fluss |
| Inhalt |
Kimba und seine
Freunde schenken einem Flamingopaar zur Hochzeit ein schönes Nest.
Tom und Tab, die beiden Hyänen, wollen das Fest stören, werden
aber von Kimba vertrieben. Sie berichten ihren Chefs Cassius und Claw (deutscher
Name: Klaue) davon, die daraufhin einen bösen Plan entwickeln.
In dieser Episode taucht
zum ersten Mal das Löwenmädchen Kitty auf. Kimba rettet es vor
seinem Rivalen Klaue, und die beiden machen sich miteinander bekannt.
Inzwischen versuchen Claw
und Cassius, mit falschen Indizien Zwietracht unter den Tieren zu säen
und sie gegen Kimba aufzuhetzen. Das Stinktier Orchid (deutscher Name:
Stinki) wird von den Bösen zur Mitarbeit gezwungen.
Kimba wird von Cassius in
eine Falle gelockt und in den Vulkankrater gestoßen. Im letzten Moment
kann er von Orchid und seinen Freunden gerettet werden, die eine Leiter
formieren.
Inzwischen hat sich Kitty
freiwillig angeboten, Claws Gefährtin zu werden, um die Tiere zu retten.
In der Schlacht am Toten Fluss befreit Kimba sie aus den Fängen seines
Rivalen.
Als Kitty Abschied von Kimba
nehmen muss, fällt es ihnen sehr schwer, und man erkennt, wie gern
sich die beiden mögen. |
Allge-
meines |
Dass
diese Episode in Deutschland ungeschnitten gezeigt wurde, ist erstaunlich.
Die Szene, in der Kimba laut schreiend in den Vulkankrater stürzt,
ist für kleine Kinder schon ziemlich heftig.
Vieles wurde wörtlich
übersetzt, aber es gibt auch einige Unterschiede. So sind z.B. die
Dialoge der Tiere, als jeder mit jedem in Streit gerät, in der deutschen
Fassung ein ganzes Stück lustiger geworden. Leider wurde die besonders
bewegende Schluss-Sequenz stark abgemildert und dadurch verfälscht.
Die amerikanischen Originalstimmen
von Cassius und Claw klingen deutlich "fieser" als in der deutschen Version.
Dies hängt damit zusammen, dass die US-Sprecher ihre normalen Stimmen
stark verstellen mussten, damit sie "böse" klangen - es gab ja nur
drei männliche Sprecher im ganzen Team! |
Unter-
schiede
TEXT |
1) Das Stinktier
heißt in der US-Version "Orchid" (= Orchidee). Ein typisches Beispiel
für die Betonung des Cartoon-Charakters der Serie.
2) Claw fordert Kitty auf,
seine Königin zu werden, "wenn sie mal ein wenig älter ist".
Dies wirkt in der US-Version realistischer, denn Kitty ist ja - wie Kimba
- noch ein Jungtier.
3) Inhaltlich völlig
unterschiedlich ist Daniels Text: "Armer Kimba - ich habe versucht, wie
ein zweiter Vater für ihn zu sein, aber ich fürchte, ich habe
mir nicht genug Mühe gegeben. Ich dachte, er wäre hier glücklich
mit seinen Freunden, und jetzt hat er uns verlassen."
4) Daniel sagt zu Kimba:
"Die arme Kitty ist im Begriff, Claw zu heiraten!"
Dies wird in der US-Fassung
ausdrücklich betont.
5) Als Kimba zu Kittys Rettung
aufbricht, kommentiert der US-Erzähler: "Inzwischen bringt der böse
Claw Kitty zum Toten Fluss, seiner felsigen, abstoßenden Behausung.
Hier ist Claws Macht am größten, und Kimba muss in diesem fremden,
ausgedörrten Land gegen ihn kämpfen."
6) Der Wortlaut der Schluss-Sequenz,
während Kimba mit Kitty zusammen ist, weicht in beiden Fassungen stark
voneinander ab. In der US-Fassung spricht Kimba seine Gedanken: "Wenn das
Leben doch nur immer so friedlich sein könnte. Ich könnte Kitty
meinen Teil des Dschungels zeigen, und wir könnten so viel Spaß
haben. Es ist gut zu sehen, wie alle Tiere wieder in Frieden zusammen leben.
Genauso sollte es sein."
Dann wird Kimbas Stimme
deutlich trauriger: "Ich wünschte, meine Eltern wären hier, um
all das auch zu genießen. Sie waren so gut zu mir.*
Sie brachten mir bei, wie wichtig es für jeden ist, miteinander
zu leben, ohne zu kämpfen. Wenn ich ihnen doch nur Kitty zeigen könnte
- sie hätten sie bestimmt sehr gemocht - ich vermisse sie so sehr.
Ich wünschte, Kitty müsste nicht wieder fortgehen - obwohl ich
so viele gute Freunde habe, fühle ich mich manchmal schrecklich einsam..."
(*
Hier
ist der US-Crew mal wieder ein Fehler unterlaufen: Da Kimba seinen Vater
nie kennengelernt hat, kann diese Aussage eigentlich nur für seine
Mutter gelten!) |
1) Diese Art
von Witz war wohl nichts für's deutsche Publikum der 70-er Jahre.
Bei uns heißt das Stinktier schlicht "Stinki".
2) Dieser Zusatz wird in
der deutschen Version nicht erwähnt. Hier sieht es so aus, als ob
Kitty jetzt gleich Klaues Königin werden soll, was ja vom Alter her
eigentlich gar nicht möglich ist.
3) In der deutschen Fassung
sagt Daniel in dieser Szene folgendes: "Armer Kimba - ich weiß, dass
er nichts Böses tun würde; da können sie alle sagen, was
sie wollen. Merkwürdig, das Ganze; wenn ich nur wüßte,
wo er steckt!"
4) In der deutschen Fassung
lautet sein Satz: "Die arme Kitty ist weg mit Klaue, um uns zu retten!"
Das Wort "Heirat" wird nicht erwähnt.
5) Diese Szenen enthalten
in der deutschen Fassung keinerlei Kommentar, sondern nur die Originalmusik
der US-Fassung - eine ausgesprochene Seltenheit. Normalerweise ist es genau
umgekehrt: die deutschen Episoden sind voll von Daniels Kommentaren.
6) In der deutschen Fassung
spricht bei all diesen Szenen Daniel aus dem Off. Sein Kommentar klingt
viel oberflächlicher und wirkt längst nicht so ergreifend wie
Kimbas Originalworte:
"Und so löste sich
dann die Geschichte in lauter Wohlgefallen auf. Alle bei uns konnten wieder
in Freundschaft und Frieden leben.
Kimba machte es stolz und
glücklich, dass es ihm gelungen war, Unheil abzuwenden und seinen
Einfluss bei den Tieren zu festigen.
Nur manchmal war er etwas
traurig, wenn er an seine Eltern dachte, die ihm nicht mehr zur Seite stehen
konnten, und die er so gern um ihren Rat gebeten hätte.
Tja, und ich bin recht froh,
dass ich erzählen durfte, wie es damals wirklich war bei der Schlacht
am Toten Fluss. Denn ich finde schon, dass die Öffentlichkeit ein
Recht darauf hat, die Wahrheit zu erfahren." Vor allem diese belanglosen
Worte mildern die Emotion des Originals stark ab.
Bucky wird in dieser Episode
von Erich Fiedler gesprochen. |
Unter-
schiede
MUSIK |
Bis auf einige
"stille" Szenen gibt es auch in dieser Episode viel schöne japanische
Originalmusik. Vor allem ist zum ersten Mal "Kitty's Theme" zu hören.
1) Als Kimba auf Cassius
trifft und ihn zur Rede stellt, erklingt in der Originalfassung keine bzw.
nur sehr dezente Untermalungsmusik.
2) In der Szene "Schwenk
über einen Urwaldsumpf auf eine Gruppe streitender Tiere" gibt es
keine Musik, nur quakende Geräusche.
3) In der langen Sequenz
vor und während Kittys Abschied am Schluss der Episode erklingt die
japanische Originalmusik mit Chor, die viel ergreifender ist als die deutsche
Musik. Die Szene wirkt dadurch ernsthafter. |
Viel Originalmusik
wurde übernommen. Die zusätzlichen deutschen Melodien werten
die Episode an einigen Stellen deutlich auf.
1) Diese Szenen wurden mit
sehr gut passender deutscher Spannungsmusik (Saxophone und gestopfte Trompeten)
aufgewertet.
2) Hier erklingt eine großartige
"Urwaldmusik", die meines Wissens nur an dieser Stelle verwendet wurde.
3) In der deutschen Fassung
gibt es in diesen Szenen eine gefühlvolle Zusammenstellung bekannter
deutscher Kimba-Themen. Das Ganze wird dadurch ein wenig leichter und passt
ebenfalls gut. |
| Fazit |
Die Episode
ist sehr handlungsintensiv und spannend. Außerdem gibt es historisch
wichtige und schöne Szenen. Vor allem Kimbas erstes Treffen mit Kitty
und ihr schmerzhafter Abschied voneinander bleiben unvergesslich.
Anmerkung: In der
deutschen Version wird das Stinktier Stinki von Michael Nowka (deutsche
Stimme von Ronny) gesprochen. Man glaubte wohl, dies würde nicht weiter
auffallen, weil Ronny erst in der Folge "Unser neuer Freund", also drei
Episoden später, seinen ersten Auftritt hat. Hier ging die US-Sprechercrew
bedeutend sorgfältiger vor. Sie erkannte, dass Roger Ranger eine eigene
Stimme bekommen musste, die ansonsten nicht mehr verwendet werden durfte
(siehe auch "Wie Kimba entstand"). |
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8
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Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
The Insect Invasion |
Die Heuschreckenplage |
| Inhalt |
Kimba hat die
Fleischfresser davon überzeugen können, auf Pflanzenkost umzusteigen,
so dass die kleineren Tiere ohne Furcht vor Angriffen leben können.
Alle haben hart zusammengearbeitet, um eine Farm anzulegen. Nun müssen
sie jedoch die Ernte abwarten.
Für die Raubtiere ist
dies eine schwere Prüfung. Weil es vorerst nur "Stinkwurz" zu fressen
gibt, den keiner mag, muss die Gazelle Bucky um ihr Leben fürchten.
Zum Glück kann Kimba sie beschützen.
Aber es kommt noch schlimmer.
Zuerst greift ein Krähenschwarm die Farm an, dann taucht eine Invasion
von gefräßigen Heuschrecken auf. Obwohl die Tiere versuchen,
die Felder zu beschützen, wird die Hälfte der Ernte vernichtet.
Daraufhin verlieren viele den Mut.
Kimba zweifelt in dieser
Episode an sich und seinen Ideen, und er sucht Trost und Rat beim Fell
seines Vaters. Aber er will die Farm nicht aufgeben. Zum Kampf gegen die
drohende zweite Insekten-Invasion nimmt er Caesars Fell mit. Allein die
Erinnerung an ihren großen Führer gibt allen Tieren zusätzliche
Hoffnung.
Als die Heuschrecken zum
zweiten Mal angreifen, gelingt es, sie mit Hilfe eines klug ausgedachten
Plans in eine Höhle zu locken und dort einzuschließen. So kann
die Farm gerettet werden, und außerdem ergibt sich eine neue Nahrungsquelle
für Vögel und Fleischfresser: jede Menge Insekten! |
Allge-
meines |
Auch
diese Episode enthält einige äußerst heftige Szenen, die
erstaunlicherweise nicht der deutschen Schere zum Opfer gefallen sind,
z.B. der sich zu einem Totenkopf formierende Heuschreckenschwarm und vor
allem Kimbas blutrünstige Traumsequenz - die einzige in den deutschen
Episoden gezeigte Szene, in der man sieht, dass auch Kimba gegen seine
eigenen Raubtierinstinkte ankämpfen muss. (Siehe auch "Unterschiede
TEXT" Nr. 1: Hier bekommt Daniel für einen Moment Angst vor Kimba!)
Beide Textfassungen sind
zum Großteil identisch. Wie üblich hat man vieles auch freier
übersetzt. Die bewegenden Szenen, in denen Kimba Trost beim Fell seines
Vaters sucht, wurden deutlich abgemildert. Der deutsche Kimba zeigt generell
weniger Gefühle als der amerikanische; er ist eher pfiffig und frech.
Interessanterweise kommt
in der US-Fassung das Wort "Heuschrecken" nie vor; die Rede ist stets von
"Insekten". |
Unter-
schiede
TEXT |
1) Als Daniel
meint, dass man die Idee mit der Farm vielleicht doch aufgeben sollte,
antwortet Kimba: "Was meinst du damit? Sollen sie (die Raubtiere) wieder
in ihre alten Gewohnheiten verfallen?"
2) Nach seinem Alptraum klagt
Kimba dem Fell seines Vaters sein Leid: "Oh, mein lieber Vater - wenn du
doch hier wärst und helfen könntest..." Kimbas Stimme klingt
verzweifelt, er hat Tränen in den Augen.
3) Cheetah hat ernsthaft
vor, Bucky zu fressen. Dies wird vor allem in folgender Szene deutlich:
Als Bucky zu ihm sagt, er werde sich für seine Hilfe revanchieren,
antwortet Cheetah mit einem vielsagenden Grinsen: "Darauf kannst du wetten!"
Cheetahs US-Stimme klingt außerdem um einiges gefährlicher.
4) Als Bucky nach dem 1.
Angriff die Farm erreicht, kommentiert er selbst alle Verwüstungen,
passend zu den gezeigten Bildern: "Oh! Diese Insekten haben unsere Bäume
kahl gefressen! Und unsere Farm - welch ein Schlamassel! Und alle sind
erschöpft vom Kampf - oh!"
5) Der Affe, der Kimba die
Schwanzhaare ausreißt, fragt ihn: "Wollen wir wirklich ein großes
Netz aus Tierhaaren machen?" Damit ist die Handlung erklärt. Einen
Erzähler gibt es in der US-Episode nicht.
6) Die Szenen, wo Kimba beim
Fell seines Vaters Zuflucht sucht, sind ergreifender und trauriger.
Kimbas Stimme zittert, als
er beginnt: "Oh Vater ... wir alle vermissen dich so! Eines Tages - ja,
eines Tages bin ich vielleicht genau so stark und mutig wie Caesar - wenn
ich älter bin und eine prächtige weiße Mähne habe.
(...)
Aber wenn wir diesen Kampf
gegen die Insekten nicht gewinnen, wird dieser Tag vielleicht nie kommen!
Ich kann nicht warten, bis meine Mähne wächst - ich muss jetzt
handeln!
Aber ich werde es nicht
alleine tun: Vater wird mir helfen! Caesar gibt uns allen Mut!"
7) "Caesar schaut uns zu!"
sagt Kimba, als er das Fell seines Vaters mitbringt.
8) Der Dialog der "Ernteszene"
am Schluss der Episode hört sich in der US-Fassung folgendermaßen
an:
Leopard: "Ich hätte
nie gedacht, dass einmal der Tag kommen würde, an dem ich mich darüber
freue, Gemüse zu ernten!"
Cheetah: "Mehr noch - ich
hätte nie gedacht, dass ich es einmal genießen würde, es
zu essen!"
Bucky: "Ich sage immer:
Für alles, was lohnend ist, lohnt es sich zu arbeiten!*"
Leopard: "Wir haben dafür
gekämpft, nicht nur gearbeitet!"
Bucky: "Na, genug philosophiert
- lass uns Picknick machen."
9) In der Schlussszene spricht
Kimba in normaler Lautstärke zum Fell seines Vaters. |
1) Die Antwort
des deutschen Kimba fällt entschieden heftiger aus - sowohl in der
Betonung als auch in der Wortwahl: "Sollen sie wieder töten? Wie früher?"
Das Wort "töten" kommt in der US-Antwort nicht vor.
2) Der deutsche Kimba weint
nicht, und seine Worte sind eher trotzig als traurig: "Ach weißt
du Vati, es macht mir alles keinen Spaß mehr..." Seine Tränen
kann man in der schlechten deutschen Kopie kaum erkennen.
3) Cheetahs Absicht, Bucky
zu fressen, wird in der deutschen Version abgeschwächt: Cheetahs Antwort
in dieser Szene lautet: "Du besserst dich, Bucky." Das wirkt harmlos und
ergibt keinen rechten Sinn. Cheetahs deutsche Stimme klingt lustig und
nicht besonders gefährlich.
4) Hier spricht nicht Bucky,
sondern Daniel kommentiert als Erzähler: "Die Heuschrecken hatten
furchtbar gehaust. Alles war kahlgefressen ... Bäume, Pflanzen, alles.
Meine Freunde und ich waren völlig erschöpft."
5) In der deutschen Fassung
lautet der Text des Affen: "Also wirklich, ist das dein Ernst? Allen die
Haare ausreißen?" Weshalb die Tiere Haare lassen müssen,
erklärt danach Daniel als Erzähler aus dem Off.
6) Der deutsche Kimba zeigt
in diesen Szenen längst nicht so viel Emotionen wie sein amerikanischer
Zwilling. Seine Stimme bleibt ruhig und sachlich, wenn er zu seinem Vater
spricht:
"Ich glaube, alle vermissen
dich sehr. Du fehlst uns, Vater. Und ich schaff' es noch nicht. (...)
Aber wenn wir die schrecklichen
Heuschrecken nicht besiegen, dann wird man wohl von mir etwas anderes sagen.
Oder gar nichts mehr.
Aber ich hab' eine Idee:
Ich nehme dich mit. Und du wirst sehen, der große Cäsar gibt
allen Mut."
7) In der deutschen Fassung
sagt Kimba: "Cäsar hilft uns! Er ist dabei!"
8) Und so klingt die "Ernteszene"
in der deutschen Fassung:
Leopard: "Und ich dachte
immer, Vegetarier sind Bösewichte, weil sie den Tieren das Futter
wegfressen!"
Cheetah: "Und jetzt gehören
wir selbst zur Gattung Pflanzenfresser."
Bucky: "Wie schon der Weise
sagt: Jede Sache hat den Wert, den man ihr zumisst."
Leopard: "Wusste noch gar
nicht, dass Wirsing weise macht."
Bucky: "Du willst mich verkohlen,
aber lassen wir das. Machen wir Picknick."
(*
Bucky bringt in der US-Fassung ein unübersetzbares englisches Wortspiel,
denn er macht aus "worth-wile" "worth-wild". Vermutlich wurde deshalb der
deutsche Text abgeändert.)
9) In der deutschen Fassung
sind Kimbas Worte ("Stimmt's, Vati?") eher ein Flüstern, was besser
zu der Szene passt.
Bucky wird in dieser Episode
von Erich Fiedler gesprochen. |
Unter-
schiede
MUSIK |
In dieser Episode
gibt es nur relativ wenig Musik. Ein Teil davon wurde in der deutschen
Fassung beibehalten.
1) Beim Angriff der Krähen
sind nur heftige Krächzgeräusche zu hören, wodurch diese
Szene noch bedrohlicher wirkt.
2) Keine Musik gibt es zu
der Szene, als Bucky die Zerstörung auf der Farm kommentiert.
3) Als Pauly mit pessimistischen
Worten Kimba die Realität vor Augen führt, erklingt eine gefühlvolle,
zum Ernst dieser Szene passende Musik.
4) Die rührenden Szenen,
wo Kimba vor dem entscheidenden Kampf gegen die Insekten Zuflucht beim
Fell seines Vaters sucht, enthalten in der US-Version keine Musik (die
japanische Originaltonspur musste gelöscht werden; siehe "Wie Kimba
entstand").
5) Als Kimba seine Order
erteilt und die Heuschrecken angreifen, gibt's zuerst keine Musik. Als
die Tiere dann die Insekten bekämpfen, setzt fröhliche und zuversichtlich
klingende Musik ein.
6) Wie fast immer erklingt
zum Ende der Episode eine wuchtige, eindrucksvolle "Schlussfanfare". |
Die deutschen
Zusatzmelodien werten einige Szenen auf. Manches wurde in der deutschen
Fassung auch "stumm" gelassen.
1) Die deutsche Spannungsmusik
lockert diese Szenen etwas auf und nimmt die allzu große Dramatik.
2) Hier dagegen vertieft
die deutsche Zusatzmusik noch die düstere Situation.
3) Die an dieser Stelle verwendete
sentimentale Melodie ist unnötig, da man die gut passende Originalmusik
hätte beibehalten können.
4) Diese Szenen werden durch
die sehr gut passende deutsche Hintergrundmusik deutlich aufgewertet.
(Anmerkung: Text und
Musik der japanischen Originalszene kann man auf der amerikanischen Webseite
www.kimbawlion.com finden.)
5) Diese Szenen sind von
Anfang an mit deutscher Spannungsmusik unterlegt. Beim Kampf gegen die
Insekten erklingt eine Ersatzmelodie, die von Charakter her der Originalmusik
sehr ähnlich ist.
6) Wie fast immer wurde diese
Originalmusik durch ein deutsches "Standard-Schlussthema" ersetzt. |
| Fazit |
Eine spannende
und für die Entwicklung von Kimbas Königreich wichtige Episode:
Die Farm wird konsequent verteidigt und ist schließlich ein voller
Erfolg. Die Szenen mit dem von Selbstzweifeln geplagten Kimba zeigen wieder
einmal, wie "menschlich" diese Tiergeschichte ist.
Eine von Kimbas Grundideen
ist es ja, das Gesetz vom Stärkeren, der den Schwächeren frisst,
abzuschaffen und alle Tiere auf Pflanzenkost umzustellen. Eine Ausnahme
bilden Insekten, die bis auf weiteres noch gefressen werden dürfen
- siehe hierzu auch die Episoden "Der Schrecken im Berg" und "Revolte im
Dschungel".
Die Szenen, in denen alle
Tiere Haare lassen müssen, boten wieder einmal Anlass für Tezukas
schrägen Humor. So zieht ein Affe einem Nilpferd die ganze Haut vom
Skelett, weil sich eine Borste als äußerst wiederspenstig erweist!
Derbe Witze dieser Art haben die Kinder durchaus verstanden. |
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