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Der Dom von Nordosten (September 2001).

                 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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1. kölsch, das; obergäriges helles bier aus der region köln.

                                           

1.1 kölsch im ausland

   

Liebe Besucher,

hier möchte ich Lokale außerhalb der Region Köln aufzählen, die Kölsch anbieten: "Kölsch abroad".

Wer eine solche Kneipe oder Gaststätte weiß, schicke mir bitte eine eMail mit möglichst vollständigen Angaben (Name, Anschrift, Telefon, evtl. nächste U-Bahn, eMail und Web-Seite; wenn möglich auch Kölsch-Marke, Öffnungszeiten, kurze Einordnung und Bewertung des Lokals). Danke im voraus!

Die Idee zu dieser Liste entstand übrigens mal in einem Chat-Raum im MagicVillage, in dem ich der einzige Kölner unter lauter Hanseaten war. Büddeschön!

elektro-post       

   

1.2 kölsch: marken und historisches

   

1.3 kölsche brauhäuser

Karte  
  • Früh"Sie haben es in der Hand" (ganz rechts unten, unverständlicherweise ... eine der besten Werbe-Ideen aller Zeiten!)
  • Gaffel
  • Malzmühle
  • Päffgen
  • Reissdorf   die berühmte und denkmalgeschützte Neonreklame am Rudolfplatz gibt es derzeit nicht mehr online zu sehen, nur noch als Bildschirmschoner in Form einer .exe-Datei. Was ist in Euch gefahren, liebe Reissdorfer? Habt Ihr versehentlich Pils getrunken?
  • Brauhaus Schreckenskammer, Ursulagartenstrasse 11-15
  • Sion
  • Haus Töller, ehemals Brauhaus, mittlerweile "nur" noch Weetshuus (im Ausschank früher Sion, jetzt Päffgen), nur ein paar Meter vom Barbarossaplatz. Hier noch eine etwas angejahrte Web-Seite von ???, aber mit Foto, und die wdr-Kritik von Herrn Krebber vom 25.04.2003. Die originale Kassettendecke im vorderen Teil hat man allerdings schändlicherweise durch ein Plastikimitat ersetzt ...

1.4 kölsche küche

   

1.5 histamin im kölsch

   

Traurig, aber wahr: Kölsch enthält relativ viel Histamin. Histamin ist eine Botensubstanz des menschlichen Körpers und vermittelt unter anderem die allergische Reaktion auf Substanzen, gegen die das Immunsystem sensibilisiert ist. Es entsteht aus der Aminosäure Histidin ("biogenes Amin").

  • Artikel des KStA
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    Blick auf die südöstliche Stirnseite der Bahnsteighalle des Kölner Hauptbahnhofs (September 2001).


    2. kölsch, das; kölner mundart.

       

    Synonym: ripuarisch, der nordwestlichste fränkische Dialekt des mitteldeutschen Sprachgebietes.

    2.1 einige charakteristika, unsystematisch

       

    1. Die im Mittelhochdeutschen langen Vokale i, u und iu (ü) werden nicht wie im Neuhochdeutschen zu ei, au oder eu diphthongisiert.

    2. Nachfolgende Konsonanten wie t und n werden jedoch nach hinten verschoben zu g und ng, das b wird zum Reibelaut v. Der Endkonsonant t wird außerdem oft verschluckt.

    Beispiele:

    hochdeutschkölsch
    mein neues Hausminge nüwes Huus
    ich habe keine Zeit'sch'an kin(g) Zigg
    FrauFruu
    FreundFründ
    LeuteLück
    WeinWing
    WeibWiiv


    3. Die 2. Lautverschiebung wird entlang des Rheins nur unterschiedlich weit durchgeführt, die Sprachwissenschaftler sprechen daher vom "rheinischen Fächer": k > ch im In- und Auslaut dringt bis nach Köln vor, wird teilweise bereits verschoben nach sch (isch); die Frikatisierung von p im Auslaut > f (dorp > dorf) ist bis in die Eifel vorgedrungen, die von t > s (dat > das) bis an den Hunsrück, die von p > pf im Anlaut und Binnenlaut nur bis etwa zur Linie Straßburg - Spessart (Appel > Apfel, Pund > Pfund). Somit heisst es auf kölsch auch Pääd statt Pferd.

    Rheinischer Fächer:

    Mundart Stadt -k -k- -p -t -p- p- k-
    niederdeutsch Wesel ik maken dorp dat appel pund kind
    ripuarisch Köln ich/isch maache
    moselfränkisch Koblenz dorf
    rheinfränkisch Mainz das
    niederalemannisch Karlsruhe apfel pfund
    hochalemannisch Basel chind


    4. Während des 18. Jahrhunderts war französisch die Sprache der gebildeten Stände. Voltaire soll aus Sanssouci (!) berichtet haben, er sei hier in Frankreich, deutsch spreche man nur mit Soldaten oder Pferden. Wer des Französischen nicht mächtig war, spickte gern seine Rede mit Fremd- oder Lehnwörtern. Möglicherweise aufgrund der etwa 20jährigen französischen Besatzung hat das Kölsche einige davon behalten, zum Teil auch in abgewandelter Bedeutung: Plümmo für Bettdecke, Fisematenten für Mätzchen, prumeniere für spazieren; recht selten hört man noch Paraplü für Regenschirm, häufiger Portemonnaie für Geldbörse.



    5. Die Umlautung vollzieht das Ripuarische aber halbwegs konsequent (Köln). Nachdem die im ahd noch betonten Endsilben im mhd abgeschwächt werden (Jakobus > *Jakobes) tritt konsequent der Umlaut ein. Da der Kölner dann noch die erste Silbe verschluckt, heißt der Jakob nun Köbes. Warum scheinbar so viele Brauhaus-Kellner Jakob hießen, dass der Vorname im Kölschen an die Stelle des Wortes Ober trat, ist damit nicht zu erklären, vielleicht aber deren chronisch schlechte Laune. Der Antonius wird ganz ähnlich zu Tünnes.

    2.2 wörterbuch

       
         

    "Wie wenn tagelang feine, dichte Flocken vom Himmel niederfallen, bald die ganze Gegend in unermeszlichem Schnee zugedeckt liegt, werde ich von der Masse aus allen Ecken und Ritzen auf mich andringender Wörter gleichsam eingeschneit."

    (Jakob Grimm während der Arbeit am Deutschen Wörterbuch; zit. nach: Ralf Berhorst: Die Verzettelung der Sprache. SZ 03.08.2001)

    Hier nun mein Versuch eines kölsch - hochdeutschen Wörterbuchs. Sein provisorischer Charakter ist mir bewusst; außerdem bin ich ja ein Imi (bairisch: Zuagroaster). Wer Kritik, Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge hat, schriiv mer ne eMail.

    2.3 rheinische orts- und familiennamen

       

    Die häufigsten Besonderheiten sind das niederrheinische Dehnungs-i und Dehnungs-e, etwa bei den Fußbroichs oder in Grevenbroich. Das o wird in diesen Namen geschlossen gesprochen, also wie in Boot, nicht wie in Loch. Weitere Beispiele: Moitzfeld (ein Ortsteil von Bensberg) oder Buir, beide berühmt durch die meist falsche Aussprache in den allmorgend- und -abendlichen Staumeldungen des wdr. So gut wie in Vergessenheit geraten zu sein scheint mittlerweile die richtige Aussprache bei Duisburg und Moers.
    NB 1: Die Namen auf -magen wie Dormagen und Remagen sollen keltischen Ursprungs zu sein, was gelegentlich übrigens auch Hinweise auf den früheren Verlauf des Rheins geben kann, da die Kelten angeblich nie direkt am Wasser bzw. Ufer siedelten.
    NB 2: Unter einem "broich" oder (heute oft) "bruch" ist ein verlandeter Fluss oder Sumpf zu verstehen. Beispielhafte Kölner Stadtteile sind Thielenbruch und Brück. Der Rhein soll vor ein paar tausend Jahren einen Seitenarm gehabt haben etwa von Porz-Ensen bis Mülheim; Deutz war demnach damals eine Insel im Fluss wie noch zur Römerzeit und bis ins Mittelalter auch die "Martinsinsel", auf der heute Groß St. Martin steht.

    2.4 links zur kölschen mundart

       

    2.5 literatur

       

    Christa Bhatt: Kölsche Schreibregeln. Vorschläge für eine Rechtschreibung des Kölschen. Hrsg. von der Akademie för uns kölsche Sproch/SK Stiftung Kultur der Stadtsparkasse Köln. Köln (J. P. Bachem) 2002. ISBN 3-7616-1605-8.

    Jupp Färver: Kölner Schimpfwörter. Köln (Hayit) 2. Aufl. 1996. ISBN 3-89607-338-9.

    Volker Gröbe: Uns kölsche Sproch. Kölsch von A bis Z [Miniwörterbuch]. München (Compact) 1992. ISBN 3-8174-3156-2.

    Fritz Hönig: Kölner Wörterbuch. Köln (Maternus) 2002. ISBN 3-88735-211-4. (Hönig veröffentlichte 1877 sein "Wörterbuch der Kölner Mundart". Hier handelt es sich wohl um einen Neudruck der veränderten Ausgabe von 1952.)

    Werner König: dtv-Atlas zur deutschen Sprache. Texte und Tafeln. München (dtv) 8. Aufl. 1991. ISBN 3-423-03025-9.

    Alice Tiling-Herrwegen: De kölsche Sproch. Kurzgrammatik Kölsch - Deutsch. Hrsg. von der Akademie för uns kölsche Sproch/SK Stiftung Kultur der Stadtsparkasse Köln. Köln (J. P. Bachem) 2002. ISBN 3-7616-1604-X.

     

     

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    3. kölsch, sonstiges

    fotos/severinsbruecke.jpg

    Die Severinsbrücke vom Café des Schokoladenmuseums aus gesehen. Noch mit H. A. Schults "Weltkugel", unbeleuchtet und bei Regen aber kaum zu erkennen. (Herbst 1998).

    Helmut Hopfgarten hat ein sehr schönes Detailbild der Severinsbrücke geschossen, das ich hier unbedingt verlinken möchte.

     

    3.1 web-cams und fotos

       

    Für Heimwehgeplagte und alle, die mal einen kurzen Blick auf den Dom werfen wollen:

    on special request (Gruß nach Hamburg!):

    Bei fotocommunity gibt es an die 2000 Aufnahmen von Köln zu gucken, zumeist von Amateuren im wahrsten Sinn des Wortes geknipst, aber auf recht hohem Niveau, finde ich. Allerdings hab ich noch keinen Weg gesehen, die Unzahl der Bilder nach Motiven zu sortieren. Hier also ein Einstieg und ein paar Fotos, die mir besonders gut gefallen haben:

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    3.2 kölner stadtmodell

       
    • Die Initiative "Kölner Stadtmodell" baut die Innenstadt, genauer gesagt: eine Fläche von 6 km im Quadrat, als Modell im Maßstab 1:1500 nach und hat schon einiges davon realisiert; auf ihrer Web-Seite hat sich allerdings in den letzten 5 Jahren nichts getan.
       
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    3.3 namensvettern

       

    köln & namensvettern auf einer größeren Karte anzeigen

    Bei der Suche nach einer Kölner Nummer im Telefonbuch bekam ich immer wieder die Rückfrage, ob ich im Ortsnetz Köln oder Kiefersfelden suchen wolle ... also:
     

    köln, ein ortsteil von kiefersfelden

    • Köln ist, genauer besehen, nur ein Doppel-Weiler aus jeweils ein paar Häusern (man unterscheidet Unter- und Ober-Köln), noch nicht mal ein richtiges Dorf. Es liegt im oberen Inntal, etwa 3 km nordwestlich des Zentrums von 83088 Kiefersfelden am Kaisergebirge, abseits der Straße nach Mühlbach ("Rosenheimer Straße" = St 2089) und am Fuß des Nußlbergs (882 m). Etwa 1 km südöstlich liegt der Kreutsee.
    • Der Luftkurort Kiefersfelden liegt etwa 480 m über dem Meeresspiegel an der Grenze zu Tirol, hat eine Fläche von 3674 Hektar und 6259 Einwohner plus durchschnittlich 288 Touristen.
    • Satellitenbild von Kiefersfelden-Köln

    kölln, ein ort in mecklenburg-vorpommern

    kölln, ein anderer ort in mecklenburg-vorpommern

    kölln-reisiek bei elmshorn

    berlin-neukölln

    cologne, italia

    cologne, france

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    3.4 kölner sonnenzeit

       

    Nehmen wir einfach mal an,

    • die Erde sei eine Kugel und in 360 Längengrade unterteilt;
    • Greenwich läge auf 0 Grad und Köln 6 Grad 57' östlich davon;
    • die Erde drehe sich in 24 h gleichmäßig einmal um ihre Längsachse und zwar so, dass die ersten Sonnenstrahlen morgens in Köln eher zu sehen sind als in der Sternwarte ihrer Majestät;

    dann errechnet sich ein Vorsprung der Kölner Sonnenzeit gegenüber der in Greenwich (= GMT = UTC) von
    (6 * 60 + 57) * 24 * 3600 s/(360 * 60) = 1668 s = 27' 48";
    anders gesagt:
    wenn die Mitteleuropäische Zeit (MEZ = CET) 12:32:12 h lautet, steht die Sonne über dem Dom im Zenit.

    Ein Script errechnet aus der auf Ihrem Computer eingestellten Systemzeit und der eingestellten Zeitzone die Kölner Sonnenzeit, die ich auf Vorschlag von Klaus spaßeshalber mal "CTC" nenne, für "Cologne Time Coordinated" ;-). Teile des Scripts sind aus "selfhtml" von Stefan Münz. Funktioniert aber leider trotzdem nicht mit den Versionen von Netscape oder Mozilla (für Macintosh), die ich ausprobiert habe, weiss der Teufel, warum. Dafür rutscht in meinem InternetExplorer der Schiebebalken im Sekundentakt nach oben und wird gleichzeitig immer kleiner, als ob die Seite hier ständig wüchse ... - Voilà:

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    3.5 Liebe Deine Stadt

       
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    Die Liste der städtebaulichen Sünden allein im ersten Jahrzehnt dieses Jahrtausends ist schon traurig genug, vom tragischen Einsturz des Stadtarchivs mit zwei Toten mal ganz abgesehen. Die Josef-Haubrich-Kunsthalle wurde abgerissen, ein ganzes Viertel aus den 20er Jahren in Deutz ebenfalls, und der Barbarossaplatz ist unverändert grauenhaft. Jetzt soll also das Schauspielhaus dran glauben, immerhin von Wilhelm Riphahn und denkmalgeschützt. An seiner Stelle soll ein entsetzlicher Neubau entstehen im Stil eines Kaufhauses.

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    3.6 der 1. fc köln fährt nach münchen

       
    fotos/IMG_5173_2_FCKoeln.jpg

    Der Karneval (bairisch: Fasching) 2009 in Oberbayern war kalt und verschneit. Eigentlich nicht unbedingt das ideale Wetter, um die Verwandtschaft dort zu besuchen, aber schließlich muss der Resturlaub ja irgendwie verbraucht werden. Auf dem Weg von Wasserburg, wo man Weiberfastnacht übrigens den "unsinnigen Donnerstag" nennt, nach Mering, wo es auch kein Kölsch gibt, kam uns irgendwo auf einer Umgehungsstraße in der Nähe von München ein knallroter Bus mit Kölner Kennzeichen entgegen. Gottlob standen wir eh in einem Stau und ich hatte die Kamera schnell zur Hand. Am nächsten Tag war Karnevalssamstag und der FC gewann tatsächlich 2:1 gegen den FC Bayern München (mit Podolski). Bitte lächeln.

     

     

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    im Netz seit 22.06.2001; letzte Änderung: 01.10.2010

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    http://www.magicvillage.de/~reinhard_kaaden/koelsch.html