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Episodenvergleich - Episode
29 bis 32
Die Nummerierung entspricht der japanischen Original-Reihenfolge.
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jeweiligen Episode.
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29
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Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
The Nightmare Narcissus |
nicht vorhanden |
| Inhalt |
Eines Nachts,
als alle Tiere friedlich schlafen, zieht ein süßlicher, fremdartiger
Geruch durch Kimbas Dschungel. Er kommt von einer gefährlichen Pflanze
namens "Nightmare Narcissus" und verursacht, wie der Name schon sagt, schwere
Alpträume.
Der Zuschauer erlebt daraufhin,
wie der sanft schlummernde Kimba von den Düften eingenebelt wird und
einen Alptraum nach dem anderen erlebt. Die Bilder sind furchterregend
und können auch beim Betrachter Alpträume verursachen. So verwandelt
sich eine gigantische Mondsichel in die Sense des Todes, der nach Kimba
hackt und ihn aufzuspießen versucht.
Die Alpträume wirken
auf Kimba so echt, dass er im Schlaf herumrennt und wie verrückt zu
kämpfen beginnt. Weil auch alle anderen Tiere Alpträume haben,
bekämpft sich alles gegenseitig. Besonders schlimm trifft es Sniffer
(im Deutschen als "Schnüffel" aus der Episode "Die Schlacht am Toten
Fluss" bekannt). Er hat die empfindlichste Nase von allen und erlebt darum
auch besonders schlimme Träume.
All diese Szenen sind verstörend
und unheimlich. Wach- und Traumzustände verschwimmen in surrealistischen
Bildern. Als sich Kimba, Pauly und Bucky im Wasserfallteich gegenseitig
beißen und schlagen, kommen sie plötzlich zu sich. Kimba verdutzt:
"Habt ihr etwa alle diese schrecklichen Alpträume gehabt?"
Daniel kommt hinzu, fassunglos
und verärgert, denn er kann sich das Verhalten der Tiere nicht erklären.
Außerdem ist er schlecht gelaunt, weil er einen starken Schnupfen
hat. Dies liefert die Erkenntnis: er kann den süßlichen Geruch
nicht wahrnehmen und erlebt deshalb auch keine Alpträume.
Kimba zieht mit Sniffer los,
um die Quelle des Geruchs zu finden. Da schlingt sich plötzlich etwas
um Sniffers Fuß. Die Erde bebt, bricht auf, und heraus quillt eine
gigantische Monsterpflanze mit langen Fangarmen. Es ist die Alptraum-Narzisse,
die nun zu einer direkten Gefahr mutiert: Sie umschlingt Kimba und Sniffer,
um sie in ihr großes Maul zu ziehen, das ständig ein teuflisches
Gelächter von sich gibt.
Zu dieser ohnehin schon dramatischen
Szene geht ein heftiges Gewitter nieder. Für Kimba und Sniffer scheint
es kein Entkommen zu geben, doch da schlägt ein Blitz in die Pflanze
ein. Sie stirbt unter schrillem Kreischen und gibt die beiden frei.
Ein Jeep rast am Rande des
Dschungels entlang. Am Steuer sitzt der Wissenschaftler Dr. Mendel Specs.
Da kommt das Auto vom Weg ab, stürzt in eine tiefe Schlucht und geht
in Flammen auf. Roger Ranger, der zufällig Zeuge des Unfalls wird,
rettet den Doktor in letzter Sekunde und trägt ihn in seine Höhle.
Auch Kimba besucht Roger,
um ihm von der schrecklichen Pflanze zu erzählen. Da hört er,
wie der Wissenschaftler einen Funkspruch an sein Hauptquartier schickt
und vom großen Erfolg seines Experiments berichtet: "Die Pflanze
funktioniert wunderbar, alle Tiere des Dschungels hat sie verrückt
gemacht! Wir können sie gegen die feindlichen Truppen als Geheimwaffe
einsetzen."
Als Kimba begreift, dass
dieser Mann für die Alptraum-Narzisse verantwortlich ist, zerstört
er dessen Funkgerät und stürzt sich auf ihn. Als Roger ihn zurückhalten
will, wird Kimba auch ihm gegenüber aggressiv (siehe hierzu auch den
Artikel "Wie Kimba entstand") und erklärt, er werde dafür sorgen,
dass dieser Mensch mit seinen Experimenten nicht noch einmal die Tiere
in Gefahr bringt.
Doch den Wissenschaftler
beeindruckt das nicht. "Du strengst dich ganz umsonst an", teilt er Kimba
grinsend mit. In dem Augenblick, als die Pflanze durch den Blitzschlag
einging, hat sie nämlich Unmengen winziger Sporen freigesetzt, die
jetzt in Kimbas und Sniffers Fell hängen. Durch ihr Umherrennen sind
die Sporen zu Boden gefallen und lassen jede Menge neue Pflanzen wachsen.
"Und du hast doch heute bestimmt noch kein Bad genommen?" fragt er spöttisch.
"Oh, nein!" Kimba geht sofort
energisch baden, obwohl es eigentlich schon zu spät ist. Auch Sniffer
muss ins Wasser, obwohl der jetzt auch gegen den Schnupfen kämpft:
"Ihr wollt wohl, dass ich mir eine Lungenentzündung hole!" Plötzlich
wird Sniffers Blick wieder starr, und er erlebt einen Alptraum - mit seiner
empfindlichen Nase ist er wieder der erste! Das bedeutet, dass irgendwo
eine neue Pflanze am Wachsen ist.
Alle Tiere suchen fieberhaft
nach der Pflanze. Bucky findet sie schließlich in der Tierschule
und schlägt Alarm. Währenddessen klettert der verletzte Dr. Mendel
Specs auf einen hohen Felsen, um von dort oben die Ergebnisse seines neuen
Experiments zu überblicken. Durch sein Fernglas beobachtet er, wie
die Tiere erneut von Alpträumen geplagt herumrennen und sich gegenseitig
bekämpfen. Wieder einmal mischt der Geruch der Pflanze den Dschungel
auf.
Kimba versucht verzweifelt,
gegen seine Alpträume anzukämpfen. Er sieht sich inmitten von
Feuer und glühender Lava stehen. Heftige Bilder! "Es ist nur ein Alptraum!"
ruft er den anderen zu. "Bleibt stark!" Doch die Tiere sind wie toll. Kimba
versucht, jeden einzelnen durch Bisse und Schläge aufzuwecken. "Seht
ihr nicht, dass ihr gegen eure eigenen Freunde kämpft! Die Narzisse
ist doch unser Feind!" Währenddessen wird die Pflanze größer
und größer und lacht böse.
Da kommt Daniel endlich die
rettende Idee, wie man sich vor der Pflanze schützen kann: Alle Tiere
sollen sich mit Hilfe von Baumharz Blätter vor die Nase kleben, damit
sie nichts mehr riechen - so kann der Duft sie nicht mehr verrückt
machen! Kimba: "Das ist sensationell!" (Warum ist er nicht schon viel früher
auf diese Idee gekommen...?)
Dr. Mendel Specs beobachtet
dies durch sein Fernglas und flucht: "Das Experiment ist fehlgeschlagen.
Jetzt habe ich auch keine Lust mehr, böse zu sein." Derweil nähern
sich die Tiere der Pflanze auf dem Schulgelände. Kimba und Sniffer
werden wieder von den Fangarmen gepackt und wehren sich verzweifelt. Wieder
scheint es kein Entkommen zu geben.
Der Wissenschaftler sitzt
traurig auf dem Felsen: "Die Tiere sind so tapfer, und ich kann nichts
zu ihrer Rettung tun." Zu Roger gewandt, der auf der Suche nach dem Doktor
ebenfalls hinaufgeklettert ist: "Nur mit Hilfe von statischer Elektrizität
könnte man die Pflanze vernichten."
Währenddessen sind Sniffer
und Kimba von den Fangarmen schon fast in den Rachen der Pflanze gezogen
worden. Sie winden sich verzweifelt herum, ihre Felle reiben sich aneinander,
und dabei entsteht statische Elektrizität. Funken sprühen, und
die Fangarme der Pflanze werden pulverisiert. Kimba begreift: "Reibt alle
euer Fell aneinander, das tötet die Pflanze!" Jeder tut's und zerstört
einen Fangarm nach dem anderen. Die Pflanze schreit auf und stirbt.
Roger kommt dazu und erklärt
seinen verdutzten Freunden, wie Reibungselektrizität entsteht. Der
Wissenschaftler gibt die Züchtung von Geheimwaffen auf und wendet
sich wieder friedlicheren Dingen zu.
Kimba: "Jetzt müssen
wir alle noch ein Bad nehmen, um die Pollen loszuwerden." Als Daniel die
Augen verdreht und niest, bekommen alle einen Schreck, aber es ist nur
sein Schnupfen.
Der Erzähler beendet
diese Episode mit den schier unglaublichen Worten: "Früher oder später
hören alle Alpträume einmal auf. Schlaf' gut, Kimba!" |
Allge-
meines |
Dass
man nach dieser Sendung gut schlafen kann, wage ich zu bezweifeln. Sie
ist die einzige Folge, bei der man froh sein kann, dass sie in Deutschland
nicht gezeigt wurde.
Diese Episode ist wie ein
billiger Science-fiction- oder Horrorfilm aufgebaut, und genau wie viele
Filme dieses Genres hat sie auch keine besonders sinnvolle Handlung. Die
meisten Bilder sind unheimlich, erschreckend oder brutal. Die surrealistischen
Alptraumszenen sind vom künstlerischen Standpunkt aus interessant,
aber in einer Kindersendung haben sie nichts verloren.
Die Handlung wirkt zum Teil
konstruiert und unglaubhaft. Daniel oder Kimba hätten schon viel früher
erkennen müssen, dass man die Pflanze ganz einfach mit verstopften
Nasen bekämpfen kann. Auch die wundersame Zerstörung durch Reibungselektrizität
ist ein billiger Effekt und nicht besonders überzeugend. |
| Musik |
Wider
Erwarten gibt es in dieser Episode ziemlich viel Musik, die logischerweise
den unheimlichen Bildern angepasst ist und daher nicht besonders heiter
sein kann.
Während der Einleitung
erklingt eine düstere, geheimnisvolle Melodie. Die Musikbegleitung
zu den Alptraum-Seqenzen ist metallisch und hart. Bei den Kampfszenen dominieren
die Geräuscheffekte. |
| Fazit |
Dies ist die
abstoßendste Episode der ganzen Serie. Für die Entwicklung von
Kimba und dessen Dschungelreich ist sie unnötig, da das Thema des
verrückten Wissenschaftlers, der mit seinen Experimenten die Tiere
bedroht, schon in Episode 9 (The Flying Tiger / Fliger, der fliegende Tiger)
behandelt wurde.
Osamu Tezuka hat für
diese Episode die Inhalte typischer Science-Fiction- und Horrorfilme zusammengemischt,
die von Invasionen fremder Lebensformen handeln. Das mag zwar gut in die
damalige Zeit gepasst haben, doch es ist alles andere als kindgerecht. |
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30
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Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
Adventure In The City |
Onkel in Nöten |
| Inhalt |
Hinweis:
Die deutsche Fassung wurde um ca. drei Minuten gekürzt. Da die geschnittenen
Stellen die Handlung nicht beeinträchtigen, werden sie unter der Rubrik
"Allgemeines" genau beschrieben.
Kitty und ihr Onkel Specklerex
statten Kimbas Dschungel einen Besuch ab. Der griesgrämige alte Löwe
bemängelt die übermäßige Sauberkeit und Friedlichkeit,
die dort herrscht. Seiner Meinung nach hat Kimba sein wildes Erbe vergessen
und ist ein Softie geworden.
Der alte Löwe fordert
ihn zu einem Kräftemessen auf, und Kimba lässt auf Kittys Wunsch
den Onkel gewinnen. Als dieser den Betrug merkt, wird er so wütend,
dass er Kimbas Dschungel sofort den Rücken kehrt und Richtung Heimat
rennt. Kitty ist stocksauer auf Kimba: "Du hast alles vermasselt!"
Specklerex trifft in der
Wüste auf zwei Fotografen in einem Geländewagen, Mr. Walter Scotfree
und seinen Sohn Don (deutscher Name: Toni). Er will sich anschleichen und
ihnen Angst einjagen, doch Scotfree bemerkt es und erschreckt ihn durch
einen Revolverschuss aus nächster Nähe. Nun ist der Onkel erst
recht in seiner Ehre gekränkt, und als die Männer zurück
in die Stadt fahren, rennt er ihnen nach.
Als Kimba und Kitty das erfahren,
nehmen sie sofort die Verfolgung auf, um Specklerex vor Schwierigkeiten
zu bewahren. Die hat der Onkel bereits, denn in der Stadt macht man gnadenlos
Jagd auf ihn. Specklerex rettet sich vor seinen Verfolgern unter einen
Zug. Als die Lokomotive abfährt, hält er sie für ein Tier
und greift sie an. Er beißt sich im Kuhfänger fest, während
der Zug immer schneller wird.
Kimba, Kitty und Pauly sind
ihm auf den Fersen. Dabei kommt Pauly auf die Idee, einen LKW-Fahrer zu
fragen, ob er ihnen zuliebe wohl dem Zug folgen könnte? Leider verträgt
der Fahrer keine sprechenden Löwen und zieht es vor, abzuspringen,
woraufhin die drei Freunde eine haarsträubende Autofahrt vor sich
haben.
Mr. Scotfree und sein Sohn
befinden sich ebenfalls in diesem Zug. Don, der sich über diese plötzliche
Reise wundert, kann nicht wissen, dass sein Vater soeben den Mann erkannt
hat, der ihm seit 20 Jahren wegen eines Verbrechens auf den Fersen ist:
Detective Trailer.
Als Scotfree entdeckt, dass
Detective Trailer ihm in den Zug gefolgt ist und im gleichen Wagen sitzt,
versucht er zu flüchten. Während sein Sohn gerade mit Fotografieren
beschäftigt ist, schwingt sich Scotfree aus dem Zug und klettert aufs
Waggondach, doch Trailer packt ihn: "Kommen Sie runter, das Spiel ist aus!"
Inzwischen ist Specklerex
ebenfalls aufs Dach geklettert - "verdammt kalt hier oben" - und entdeckt
in einem der beiden kämpfenden Männer plötzlich den Kerl,
der ihn so erschreckt hat. Er rennt über die Dächer zu ihm, doch
ein Tunnel bremst ihn. Er plumpst vom Dach und landet im Gepäckwagen,
wo gerade einige Flaschen Whisky zerbrochen sind. Der alte Löwe schleckt
den Alkohol auf und wird stockbesoffen.
Während all dieser rasanten
Szenen sind Pauly, Kimba und Kitty stehts "hautnah" am Zug. Mal sind sie
dahinter, mal davor. Der LKW wird langsam in seine Bestandteile zerlegt.
Die letzten Kilometer müssen Kimba und Kitty vor dem rasenden Zug
herrennen.
Detective Trailer hat mittlerweile
Scotfree überwältigt und drückt ihn brutal zu Boden. Doch
sein Sohn Don beobachtet dies und schlägt den Detective nieder. "Papa,
was hat das zu bedeuten?" Doch Scotfree schweigt. Trailer wird von den
beiden gefesselt und geknebelt.
Als der Zug am Hafen ankommt,
sind Kimba und Kitty fix und fertig und total außer Puste. Da torkelt
der betrunkene Löwe aus dem Gepäckwagen. Mr. Scotfree lässt
ihn in einen Käfig sperren und auf das Schiff verladen. Sie wollen
ihn mit in ihre Heimat nehmen und dort einem Zoo schenken. Doch Specklerex
wird wieder nüchtern. Er befreit sich aus dem Käfig und nimmt
das Schiff auseinander.
Detective Trailer hat sich
inzwischen ebenfalls befreit und geht an Bord. Er wird von Specklerex über
den Haufen gerannt und bleibt ohnmächtig liegen. Don findet ihn -
"das ist doch der Mann, der meinen Vater verfolgt" - und trägt ihn
in ihre Kabine. Scotfree kann seinem Sohn jetzt nicht mehr ausweichen und
gesteht ihm seine Verbrechen. Trailer, der wieder zu sich gekommen ist,
hat alles gehört und ist damit zufrieden. Von einer weiteren Verfolgung
will er nichts wissen und lässt Scotfree laufen.
Kimba und Kitty, die mittlerweile
ebenfalls an Bord sind, können den wildgewordenen Löwen nicht
beruhigen, der sich schließlich in der Kabine von Mr. Scotfree verirrt.
Dort kann Kimba ihn endlich zur Vernunft bringen. Die Zeit drängt,
und Kimba bittet Scotfree, den Onkel freizulassen. Die beiden winken zum
Abschied. Don: "Hier komme ich nochmal her, um herauszufinden, wie diese
Löwen unsere Sprache gelernt haben." |
Allge-
meines |
In
der deutschen Fassung wurden drei Szenen aus der Nebenhandlung um Mr. Scotfree
und Detective Trailer herausgeschnitten, die weiter unten beschrieben sind.
Leider hat man auch eine
Sequenz entfernt, die meiner Meinung nach zu den genialsten und witzigsten
der gesamten Kimba-Serie gehört. Diese Szenen sind so göttlich,
dass ich sie nachfolgend genau beschreibe:
Kimba, Kitty und Pauly
kommen auf dem Weg in die Stadt durch einen düsteren, ungemütlichen
Sumpf. Dort entspannt sich folgender Dialog:
Kimba: "Das war nicht
sehr schlau von deinem Onkel, in die Stadt zu rennen."
Kitty patscht ihm eine
Ladung Sumpfwasser ins Gesicht: "Stell dir vor, ich hab' aber großen
Respekt vor ihm!"
Kimba (vorsichtig): "Ich
mein' doch nur... in seinem Alter sollte er klug genug sein, sowas nicht
zu machen."
Kitty (schnippisch):
"Ich hab' das Gefühl, du bist eifersüchtig auf ihn! Er hat jahrelange
Erfahrungen, und du bist noch lange nicht so schlau, als dass du nicht
eine Menge von ihm lernen könntest - von einem weisen, alten Löwen
wie ihm, verstehst du?! Vielleicht ist er ja im Recht! Vielleicht ist ja
wirklich jeder bei dir im Dschungel ein Weichei! Dann würdest du auch
mit allen möglichen Krisen besser fertig werden!"
Was diese Szene so einmalig
macht, ist der Umstand, dass Kimba während dieser Gardinenpredigt
seiner Freundin fortwährend das Leben retten muss, indem er
sie aus gefährlichen Schlingpflanzen wickelt, riesigen Giftschlangen
entreißt oder vor zuschnappenden Krokodilrachen in Sicherheit bringt!
Kitty entpuppt sich in dieser Szene als süßer, bornierter und
naiver Trotzkopf, der überhaupt nicht merkt, in welcher Gefahr er
schwebt. Zu allem Überfluss fragt der brave Kimba in einer kurzen
Verschnaufpause unsicher: "Glaubst du wirklich, dass ich ein Softie bin?"
Kittys Antwort (mit erhobenem Näschen): "Schon möglich... ich
werd's dir das nächste Mal sagen, wenn sich eine neue Krise anbahnt."
Schließlich schaltet
sich Pauly ein: "Wollt ihr beiden endlich aufhören zu diskutieren?
Wir verlieren noch seine Fährte!" Darauf Kimba: "Stimmt, Pauly, wir
verschwenden Zeit!" Darauf rennen sie weiter, bis die Stadt vor ihnen auftaucht.
(insgesamt ca. 60 sek.)
Diese hinreißende Szene
bezieht ihre Komik aus mehreren Situationen: die groteske Verbohrtheit
von Kitty und die Ignoranz der Gefahren um sie herum, die stoischen, "vollautomatischen"
Rettungsaktionen von Kimba, und vor allem Kimbas unterwürfiges Verhalten
ihr gegenüber, das er trotz allem beibehält und sich gar noch
verunsichern lässt! Diese Art von Humor ist natürlich in einer
Kindersendung etwas fehl am Platz, aber Erwachsene amüsieren sich
köstlich über diese "Beziehungsstudie".
Die Nebenhandlung um Mr.
Scotfree und Detective Trailer wurde in der deutschen Fassung teilweise
entfernt. Folgende Szenen fehlen:
1) Der Zug fährt
durch eine imposante Gebirgslandschaft. Scotfree und sein Sohn Don sitzen
im Abteil. Scotfree entdeckt, dass Trailer hinter ihm sitzt: "Er hat mich
gefunden; ich muss weg hier!" Als Don gerade die Gegend fotografiert, geht
er zur Tür und klettert aufs Waggondach. Trailer geht im nach und
packt ihn am Bein: "Sie können ebenso gut wieder runtersteigen, diesmal
gibt es kein Entkommen!" Auch Trailer klettert aufs Dach. Das alles ist
großartig gezeichnet und erinnert an James-Bond-Filme, dazwischen
immer wieder Großaufnahmen der Räder.
Inzwischen ist Specklerex
vom Kuhfänger der Lok auf das Dach geklettert: "Verdammt kalt hier
oben!" Da sieht er die Männer und erkennt in einem von ihnen den Typ,
der ihn in der Wüste so erschreckt hat. Er springt über die Dächer,
doch ein Tunnel bremst ihn jäh. In der nächsten Szene (ebenfalls
noch geschnitten) sieht man Kimba, Kitty und Pauly im LKW aus einem Tunnel
kommen. Der Lastwagen wird noch immer von dem Mann gesteuert, der erst
jetzt abspringt, als der Zug in Sicht kommt. In der deutschen Fassung sieht
es so aus, als würde er bereits unmittelbar nach Beginn der Fahrt
abspringen, was nicht stimmt. (insgesamt ca. 80 sek.)
2) Mr. Scotfree liegt
in der offenen Zugtür am Boden. Trailer ist über ihm und hält
ihn mit dem Revolver in Schach: "20 Jahre habe ich darauf gewartet, Walter
Scotfree zu schnappen, und das war's wert. Sie haben Ihr Bestes getan,
mich zu ruinieren. Sie haben der Firma Geld gestohlen und ließen
es so aussehen, als ob ich es gewesen wäre. In dem Moment, als Sie
damals fortrannten, schwor ich mir, Sie zu finden. Sie kommen mir nicht
mehr davon, Scotfree!" Diese Szene beobachtet Don von hinten durch die
geschlossene Abteiltür. Er schlägt Trailer zu Boden: "Bist du
okay, Papa?" Auf seine Frage, was das alles bedeuten soll, gibt ihm Scotfree
keine Antwort. (ca. 40 sek.)
3) Trailer liegt gefesselt
im Gepäckwagen und versucht, sich zu befreien. (ca. 5 sek.)
Durch das Herausschneiden
dieser Szenen wird die Nebenhandlung zwar von Gewalt befreit, aber auf
die wenigen Szenen reduziert, die gegen Ende der Episode spielen. Dem deutschen
Zuschauer, der die Originalversion nicht kennt, drängt sich die Frage
auf: Was soll das alles jetzt noch, kurz vor Schluss?
Die Dialoge wurden zum Teil
freier übersetzt, aber ohne den Sinn zu verfälschen.
Ein allgemeiner Fehler: Als
Kimba mit Specklerex auf dem Schiff kämpft, ist für einen Moment
zu sehen, dass hier eigentlich ein Kampf zwischen Kimba und Klaue gezeigt
wird: Klaue hat eine schwarze Mähne, während Specklerex eine
graue Mähne hat! |
Unter-
schiede
TEXT |
1) Der Name des
Onkels, Specklerex, wird vom Erzähler in der Einleitung erwähnt.
2) In der US-Version sagt
Kimba: "Dein Onkel soll sich 25 Jahre jünger fühlen!"
3) Specklerex, vor dem Anschleichen:
"Ich zeig's noch jedem, wie alt ich bin!"
4) Kimba zu Kitty in der
Stadt: "Ich bin ziemlich sicher, dass sie ihn bereits gefangen haben."
5) Scotfrees Gedanken sind
in der US-Fassung klar und deutlich: "Und wenn er aufwacht, wird er meinem
Sohn sagen, was ich bin: Ein Dieb!"
6) Beim Tumult auf dem Schiff
ruft Kimba den Leuten zu, die in Panik ins Wasser gesprungen sind: "Tut
mir leid, ich hatte nicht die Absicht, euch alle nass zu machen!" |
1) In der deutschen
Version wird Specklerex' Name nicht erwähnt.
2) Bei uns heißt es:
"Er soll sich 20 Jahre jünger fühlen!" Allzu jung ist offenbar
ungesund für den "deutschen" Onkel.
3) Der deutsche Satz lautet:
"Das ist gut für meine Nerven."
4) In der deutschen Version
sagt Kimba: "Hoffentlich schießen sie nicht vor Schreck!"
5) Die deutsche Fassung mildert
hier ab: "Und wenn er aufwacht, wird er meinen Sohn eine interessante Geschichte
erzählen - über mich!"
6) Kimba ruft in der deutschen
Szene: "Entschuldigt bitte, aber ich hoffe, ihr könnt alle schwimmen!"
Bucky wird in dieser Episode
von Harry Wüstenhagen gesprochen (er hat nur einen einzigen Satz). |
Unter-
schiede
MUSIK |
In dieser Episode
macht die Musik richtig Spaß. Die deutsche Version hat fast alle
Originalmelodien von Isao Tomita übernommen. Deutsche Zusatz-Musik
gibt es nur wenig, z.B. an Stellen, die in der US-Fassung zu still und
leer sind. Wo sie eingesetzt wird, ergänzt sie die Handlung ausgezeichnet.
Wenn nur alle deutschen Episoden so gut vertont worden wären! |
Das einzige,
was in der deutschen Fassung ein wenig nervt, ist die hektische Zusatz-Musik
zur rasanten Autofahrt von Kimba, Kitty und Pauly. Hier würden die
Motorengeräusche der US-Version völlig ausreichen!
Schade ist auch, dass man
die schöne Schlussmusik der Originalfassung wieder durch das deutsche
Standard-Schlussthema ersetzt hat. Dieses ist immer gleich, wogegen Tomitas
Schlussmelodien in den meisten Fällen unterschiedlich sind. |
| Fazit |
Diese Episode
ist weder besonders anspruchsvoll noch tiefsinnig, aber sie gehört
zu den humorvollsten und gleichzeitig zu den rasantesten der Serie. Die
Eisenbahnszenen erinnern an spannende Actionfilme, vor allem in der Originalfassung.
Außerdem ist es eine
der wenigen Folgen, die zum Großteil in der Zivilisation spielen.
Die daraus resultierenden Situationen - z.B. Kimba am Steuer des Lastwagens
- machen die spezielle Komik dieser Episode aus.
Einige Szenen enthalten völlig
absurden Humor. Der LKW fährt z.B. fast senkrechte Steilhänge
rauf und runter und ist auch unter Wasser völlig funktionstüchtig.
Als das Auto wieder an Land ist, schüttelt es sich wie ein Tier, bevor
es weiterfährt! |
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31
|
Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
City Of Gold |
nicht vorhanden |
| Inhalt |
"Vor langer,
langer Zeit lag im Herzen Afrikas, an einer Stelle, wo es heute nur noch
wüste Ebenen und dichte Dschungel gibt, eine Stadt namens Goldopolis,
in der alles aus reinem Gold war", beginnt der Erzähler diese Episode.
"Doch eines Tages gab es ein gewaltiges Erdbeben, und die herrliche Stadt
wurde unter riesigen Mengen von Fels und Schlamm begraben.
Niemand hat sie seither gesehen,
doch ist sie keineswegs vergessen, und die Geschichten über ihre Pracht
werden seit Jahrhunderten weitergegeben. Schon viele haben nach ihr gesucht,
doch ihre Schätze ruhen immer noch unter der Erde. Goldopolis lag
in der Nähe des Dschungels, in dem heute Kimba, Bucky und seine Freunde
zu Hause sind und die Schule besuchen."
In der Dschungelschule, wo
Bucky heute Unterricht hat, fordern die Kinder eine Spukgeschichte von
ihm. Richtig schön gruselig soll sie sein. Bucky weiß keine
- "ich könnte euch höchstens von der Twin Skull Cave (Zwillings-Schädel-Höhle)
erzählen!" Allein der Gedanke daran erschreckt ihn, aber die Kleinen
sind begeistert.
Bucky erzählt also,
dass sich unweit des Dschungels, in einem sonderbar geformten Berg, eine
unheimliche Höhle befindet. Man sagt, wer dort einmal reingeht, kommt
nie wieder raus. Natürlich wollen die Kinder unbedingt dorthin. Kimba
kann's nicht verstehen: "Ihr werdet euch doch nur fürchten!" Die Kinder:
"Dann lernen wir dabei gleich, mutig zu sein. Wir möchten gern so
mutig werden wie du, Kimba. Bitte!" Kimba ist einverstanden, und los geht's.
Bucky: "Warum hab' ich nur meine Klappe nicht gehalten?"
Der Höhleneingang sieht
tatsächlich wie zwei riesige Totenschädel aus. Während alles
noch streitet, wer als erster hineingehen soll, ertönen Hilferufe.
Die Tiere klettern auf einen Felsen und sehen, dass die beiden Hyänen
Tom und Tab von zwei Männern verfolgt werden. Kimba greift ein und
schlägt die Männer in die Flucht: "Komische Typen, was die hier
nur wollen?"
Tom und Tab haben sich vor
den Menschen in die Höhle geflüchtet und kommen nicht mehr zum
Vorschein, als die Tiere sie rufen. "Geh ihnen nach, Kimba!" Dieser gibt
zu, selbst Angst zu haben (süße Bilder!), aber schließlich
geht er doch hinein.
Die Höhle hat gewaltige
Ausmaße. Sein eigener Schatten und jede Menge Fledermäuse jagen
Kimba einen Schreck nach dem anderen ein. Um den Rückweg wiederzufinden,
bindet er sich eine lange Liane um den Schwanz. (Wo er die wohl in der
Eile hergenommen hat?) Er rennt durch endlose Gänge, und endlich prallt
er auf Tom und Tab, die vor Angst zittern. Dabei reißt die Liane
ab, und alle drei purzeln in einen tiefen Abgrund, aus dem sie nicht mehr
zurück können.
Unpassenderweise kommen die
Hyänen in dieser ausweglosen Lage auf die Idee, Kimba unschädlich
zu machen: "Uns ist's egal, wo wir sind!" Kimba versucht sie zu überzeugen,
dass dies wirklich nicht die Zeit und der Ort dazu sind. Es hilft nichts,
er muss sich erst mit den dummen Tieren prügeln. "Wollt ihr mir jetzt
gefälligst helfen, den Ausgang zu finden?"
Draußen machen sich
inzwischen Bucky und die Kinder Sorgen um Kimba - er müsste längst
zurück sein! "Was habt ihr denn, ihr Angsthasen, ihr wolltet doch
ein Gruselabenteuer!" Aber so hatten sie es freilich nicht gewollt.
Kimba, Tom und Tab haben
ein geheimnisvolles Licht entdeckt. Aber es ist kein Ausgang, sondern glitzerndes
Gestein, das von Tausenden böser Echsen bewacht wird - sie gleichen
exakt den Echsen aus Episode 22 (Dangerous Journey / Gefährliche Reise)
und sind ebenso aggressiv. Kimba bekämpft sie und rettet die Hyänen
aus ihren Klauen. Auf ihrer Flucht stehen die Drei plötzlich vor einem
gähnenden Abgrund!
Mit jeder Menge wütender
Echsen im Rücken gibt es nur einen Ausweg: Kimba krallt sich am Fels
fest und schwingt Tom und Tab, die sich an seinen Schwanz klammern, auf
die andere Seite. Dabei rutscht er ab und baumelt nun hilflos über
dem Abgrund: "Schnell, Tom, Tab, zieht mich rauf!"
Tom: "Warum sollten wir ihn
jetzt nicht erledigen, darauf warten wir doch schon so lange! Tab, lass
den Schwanz los!" Nach kurzem Zögern tut er's, und Kimba stürzt
schreiend in die bodenlose Tiefe. Schreckliche Bilder für Kinder!
Danach führen die Hyänen einen Freudentanz auf: "Endlich sind
wir ihn los! Wie wird sich unser Boss Claw freuen! Los, wir sagen's ihm
gleich! - Hoppla..."
Da begreifen die Idioten
endlich, was sie getan haben. Tom: "Ohne Kimba kommen wir doch nie mehr
aus dieser Höhle heraus! Warum hast du Trottel ihn losgelassen?" Tab:
"Weil du es mir angeschafft hast!" Zuerst prügeln sie sich, dann kommen
sie zur Vernunft. "Wir müssen ihn finden!" Aber in den Abgrund zu
springen, trauen sie sich nicht.
Draußen macht sich
Bucky schwere Vorwürfe. "Armer Kimba, alles meine Schuld! Warum hab'
ich nur diesen Ort erwähnt!" Die Kleinen fordern sich gegenseitig
auf, Kimba zu Hilfe zu kommen, doch sie haben viel zu viel Angst. Da vibriert
plötzlich die Erde, und alle verstecken sich. Die beiden Menschen
kehren mit einem riesigen Bagger zurück. Sie sind auf der Suche nach
der versunkenen Stadt und erkennen die Totenkopfhöhle auf einer Karte.
Sofort machen sie sich ans Ausgraben.
In der Höhle suchen
Tom und Tab verzweifelt nach Kimba. Sie singen ein trauriges Lied: "Von
wegen lachende Hyänen, wir können nur noch weinen!" Um sie herum
ist plötzlich alles voller riesiger Statuen. Eine geisterhafte Fratze,
die ihnen gehörig Angst einjagt, entpuppt sich als der Schatten von
Kimba, der sie endlich gefunden hat. Sofort kehrt ihr fieser Charakter
zurück: "Tut uns schrecklich leid, der Unfall von vorhin." Kimba verzeiht
ihnen: "Okay, aber macht das nicht noch einmal!"
Mittlerweile wandern sie
durch die Gewölbe der versunkenen Stadt. Alles um sie herum ist aus
Gold. Kimba kennt den Ort aus alten Erzählungen: Dies muss Goldopolis
sein. In einem großen Saal brennt hell eine Öllampe. "Da ist
eine Treppe, vielleicht führt sie ins Freie!" Über endlose Stufen
steigen sie aufwärts. Sie haben schrecklichen Durst, doch ein Brunnen,
den sie unterwegs finden, enthält nur Gold und Edelsteine. Nutzlos.
Nach einer Ewigkeit kommen
sie wieder im großen Saal bei der Öllampe an. Sie sind im Kreis
gelaufen! Kimba: "Angeblich hat noch nie jemand von hier zurückgefunden."
Die Hyänen geraten in Panik. Sie küssen Kimba und flehen: "Bitte
such' uns einen Weg hier raus!" Kimba kriegt einen Wutanfall: "Was glaubt
ihr, was ich die ganze Zeit tue!"
Plötzlich kommt dröhnend
ein rotierendes Geschoss durch die Halle gefegt. Es sieht aus wie ein UFO,
ist aber eine riesige, uralte Schildkröte, gegen die Kimba und die
Hyänen wie Zwerge erscheinen. Kimba: "Das muss der Urgroßvater
aller Schildkröten sein! Wir kommen in Freundschaft!" Doch die Schildkröte
greift an. Kimba reitet auf dem rotierenden Panzer, während das Riesenvieh
mit ihm durch das Gewölbe wirbelt und alles verwüstet. Dazu erklingt
lustige Musik, obwohl dies ganz und gar nicht komisch aussieht.
Da hat Kimba eine Idee: er
lässt das Öl aus der Lampe herauslaufen. Die Schildkröte
rutscht aus und bleibt hilflos auf dem Rücken liegen. Kimba, Tom und
Tab drehen sie mit äußerster Kraft um und helfen ihr wieder
auf die Beine. Sie keucht: "Wenn ich noch jünger wäre, würde
ich es euch Goldräubern schon zeigen!" Kimba beteuert, dass sie kein
Gold, sondern lediglich den Ausgang suchen. "Wir haben Durst, was sollen
wir mit Gold?"
Wie sich herausstellt, ist
Großpapa Turtle der letzte noch lebende Wächter von Goldopolis.
Als Kimba ihn überzeugt hat, dass sie keine Diebe sind, willigt er
ein, ihnen den Ausgang zu zeigen. Plötzlich tauchen die beiden Männer
auf, die ebenfalls den Weg ins das Gewölbe gefunden haben. Sie zücken
ihre Pistolen: "Da ist der verdammte Löwe von vorhin wieder!"
Sie schießen auf die
Tiere. Während Tom und Tab hinter Großpapa Schildkröte
Deckung suchen, kämpft Kimba mit ihnen und schlägt ihnen die
Pistolen aus der Hand. Die Männer ergreifen die Flucht. Da beginnt
auf einmal der Boden zu wackeln: Ein Erdbeben! Alles stürzt ein: Gewölbe,
Säulen, Statuen...
Bucky und die Tierkinder
warten vor dem Höhleneingang immer noch auf ein Lebenszeichen, während
der Berg bedrohlich vibriert. Gerade noch rechtzeitig kriechen Kimba, Tom
und Tab aus dem Erdloch, das die Männer gegraben haben. Die sind schon
lang vor ihnen draußen und suchen mit ihrem Auto das Weite. Während
die Tiere davonrennen, stürzt Twin Skull Cave in sich zusammen und
versinkt im Boden. Die Höhle und Goldopolis verschwinden für
immer.
Das Erdbeben ist vorbei,
und die Tiere sitzen nachdenklich da. Alle haben Tränen in den Augen,
sogar die Hyänen. Kimba: "Arme Schildkröte, nun ist ihre Stadt
doch zerstört worden." Tom und Tab: "Sie hat uns das Leben gerettet
und ihr Heim verloren."
Auf dem Nachhauseweg fragt
Bucky die Hyänen: "Wollt ihr ab jetzt nicht lieber Kimba folgen anstatt
diesem üblen Claw?" Tom und Tab: "Oh, das haben wir ja beinahe vergessen!
Tschüß!" Sie rennen davon, wieder zu ihren Boss. Bucky: "Ich
hatte gehofft, sie würden sich ändern." Kimba, traurig: "Sie
lernen es nie."
Der Erzähler beendet
diese traurige Episode mit den Worten: "Genau wie man die Flecken des Leoparden
nicht entfernen kann, so kann man offenbar auch keine Hyänen ändern.
Aber die Welt um uns herum verändert sich fortwährend. Hier war
einst eine Stadt aus Gold, doch jetzt gibt es sie nicht mehr." |
Allge-
meines |
Man
kann jede Menge Gründe finden, warum diese Episode in Deutschland
nicht gezeigt wurde. Sie enthält viele düstere und erschreckende
Bilder, z.B. den gruseligen Totenschädelberg. Die Höhlensequenzen
mit ihren labyrinthartigen Gängen und tanzenden Schatten sind toll
gezeichnet, aber für Kinder sehr unheimlich. Auch die Szene, wo Kimba
schreiend in die Tiefe stürzt, passt nicht in eine lustige Kindersendung.
Trotzdem ist es schade, sie
nicht gesendet zu haben, denn trotz allem ist diese Episode ausgesprochen
spannend und erinnert an Abenteuerfilme wie "Die Reise zum Mittelpunkt
der Erde" oder "Tom Sawyer". Allerdings ist die Handlung etwas unlogisch
und das Ende etwas zu unglaubhaft und abrupt.
Dass die Riesenschildkröte
bei der Zerstörung der Stadt unweigerlich umkommen muss, wird nicht
erwähnt. Gemäß den Vorschriften von NBC hatte die US-Crew
solche tragischen Vorkommnisse bei der Synchronisation abzuschwächen.
Ebenfalls in Kauf nehmen
muss man den "Regiefehler", dass die meisten Szenen in der Höhle wegen
einer fehlenden Lichtquelle gar nicht zu sehen sein dürften! Aber
dies wäre wohl etwas spitzfindig... |
| Musik |
Es
gibt nicht allzu viel Musik in dieser Episode, und wenn, dann entspricht
sie der düsteren Handlung. So sind die Szenen in der Höhle oder
in den Gewölben entweder still oder mit dramatischen Melodien unterlegt.
Das alberne Motiv, das zu
Kimbas verzweifeltem Ritt auf dem rotierenden Panzer erklingt, passt überhaupt
nicht und wirkt schon fast geschmacklos.
Eine Ausnahme bildet die
hervorragende, sinfonische Musik zur Einleitung und Beschreibung der Geschichte
von Goldopolis: sie ist ein wahrer Ohrenschmaus. |
| Fazit |
Trotz aller
Spannung ist dies eine der traurigsten Episoden der ganzen Serie. Die darin
enthaltene Botschaft lautet nämlich: Undank ist der Welt Lohn.
Was Kimba mit den Hyänen
in der Höhle erlebt, entspricht leider genau der Realität: Dankbarkeit
für gute Taten bleibt meist aus. Darum ist die Schlussszene auch die
eigentlich wichtigste Szene, wo Kimba resigniert erkennt, dass auch die
gemeinsam durchlebten Abenteuer und Gefahren an der Bosheit (und Dummheit!)
der Hyänen nichts ändern. Eine bittere Lektion, die er aber auch
irgendwann lernen musste. |
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32
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Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
The Last Poacher |
nicht vorhanden |
| Inhalt |
Tief im tropischen
Dschungel Afrikas, am Rande von Kimbas Reich, treibt ein Boot auf einem
Fluss. Darin liegt ein bewusstloser Mann. Das Boot steuert auf einen Wasserfall
zu, doch bevor es über die Kante stürzt, zerschellt es an einem
Felsen. Der Mann wird herausgeschleudert und geht unter. Kimba, der Zeuge
dieser Szene wird, springt sofort hinterher und zieht den Mann im letzten
Moment ans Ufer.
Bucky unterrichtet gerade
die Dschungelkinder, als Cheetah mit "Sirenengeheul" angerannt kommt: er
trägt als vierbeiniger "Ambulanzwagen" den verletzten Mann auf dem
Rücken und bringt ihn zum Hospital. (Jawohl, auch das gibt es in Kimbas
Dschungel!) Die Kinder wollen sofort hin, doch Bucky macht von seiner Autorität
Gebrauch: "Ich bin heute der Lehrer, und der Unterricht ist noch nicht
aus!" Er gibt ihnen eine "Lernstunde" - sie müssen bleiben und büffeln,
während Bucky neugierig ins Hospital rennt.
Das Hospital ist eine fantastische
Konstruktion in der Krone eines riesigen Baumes. Kimba, Daniel und Pauly
kümmern sich um den Mann und pflegen ihn gesund. Er heißt Seymour
Hart und ist Ranger im größten afrikanischen Nationalpark, in
den Menschen aus aller Welt reisen und die Natur bewundern. Eindrucksvolle
Landschaftsbilder! Im Park gibt es auch eine Ranger-Schule, wo die jungen
Männer lernen, den Tieren zu helfen. Ihre Hauptaufgabe ist es, sie
vor Wilderern zu schützen, die illegal Tiere jagen und für viel
Geld verkaufen.
Der Anführer aller Wilderer
wird "Devil Man" genannt, weil er immer eine teuflische Maske trägt.
Er ist ein gerissener Verbrecher und hat seinen Leuten beigebracht, mit
Geschwindigkeit und modernen Mitteln (Motorrädern) Jagd auf die Tiere
zu machen. Die Ranger haben große Probleme, die Wilderer zu fassen.
Einer von ihnen hat auch Seymour Hart angeschossen, wodurch dieser schließlich
bei Kimba gelandet ist.
Kimba: "Die Wilderer müssen
gestoppt werden, vor allem dieser Devil Man!" Seymour: "Richtig, Kimba,
ich will ihn persönlich festnehmen. Dank eurer Hilfe bin ich wieder
gesund und kann wieder zurück in den Park. Aber ist es nicht ein Wunder,
dass wir alle miteinander reden können?" (Siehe hierzu die Anmerkung
unter "Fazit".)
Kimba bittet den Ranger,
zusammen mit Bucky, Pauly und Daniel mitkommen und beim Wilderer-Fangen
helfen zu dürfen. Bucky: "Wer sagt dir denn, dass wir überhaupt
wollen? Es wird gefährlich!" Kimba: "Das schon, aber ich wette, Daniel
möchte mit!" Daniel: "Stimmt, falls Mr. Hart nichts dagegen hat."
Seymour ist einverstanden: "Wenn ihr unbedingt wollt..."
So fahren sie zu fünft
auf einem Floß in Richtung Nationalpark. In der Nacht sehen sie Feuerschein
am Ufer: die Wilderer! Kimba springt an Land und schleicht sich an. Da
bekommt er einen Riesenschreck: vor ihm türmt sich ein Berg von Knochen
und Schädeln auf! Er klettert hinauf und stürzt sich auf die
Wilderer, die panisch vor Angst vor dem "Geist" davonlaufen. Diese Bilder
sind extrem gruselig - der angreifende Kimba verwandelt sich mehrmals in
eine schreckliche Fratze. Zu alptraumhaften Bildern tanzen Totenschädel,
Knochen und Masken. Diese Szenen erinnern an "The Skeleton Dance" und vergleichbare
Horror-Trickfilme der frühen 30-er Jahre.
Kimba überwältigt
die Männer und reißt dem Anführer die Maske vom Gesicht.
Seymour Hart: "Das ist nicht Devil Man!" Der Wilderer gibt zu, ihn nachgeahmt
zu haben, um von seiner Berühmtheit zu profitieren. Doch das spielt
keine Rolle, die Männer werden verhaftet und abgeführt. Kimba
betrachtet traurig den riesigen Haufen Knochen und Schädel. Devil
Man oder nicht, alle Wilderer müssen gestoppt werden.
Szenenwechel: eine riesige
Autobahn-Baustelle mitten in der Wüste. Dorthin werden alle Wilderer
gebracht: "Hier könnt ihr euer Geld sinnvoller verdienen!" Kimba,
Daniel, Pauly und Bucky sitzen im Jeep und schauen zu. Es scheint eine
gute Idee zu sein. Kimba: "Die Männer müssen doch stolz darauf
sein, bei einem so beeindruckenden Bauwerk mitzuarbeiten!" Seymour: "Leider
reißen manche Menschen lieber Dinge ein, anstatt sie aufzubauen."
Seymour lenkt den Jeep in
ein Dorf, wo die meisten Leute aus Devil Man's Bande leben. Dort werden
die Freunde zunächst von einer Meute kläffender Hunde bedrängt,
die Kimba mit einem kurzen Brüller in die Flucht schlägt. Bis
auf einen alten Mann ist das Dorf leer: "Alle haben sich versteckt, weil
ein Ranger kommen und sie ins Gefängnis stecken will."
Seymour: "Das stimmt, denn
sie haben gegen das Gesetz verstoßen. Wir boten ihnen Arbeit, mit
der sie viel mehr Geld verdienen könnten als durch Wilderei, aber
sie haben abgelehnt." Der Alte, zornig: "Natürlich haben sie abgelehnt!
Du kannst doch Menschen, die ein Leben lang Jäger waren, keine Straßen
bauen lassen! Lass' sie tun, was sie tun wollen!" Seymour: "Nein, sie töten
Tiere und brechen Regeln, wir müssen sie stoppen." Der Alte: "Vielleicht
stoppen sie dich vorher." Auf allen Dächern erscheinen plötzlich
Männer mit Speeren.
Seymour Hart: "Legt die Waffen
nieder und kommt runter, dann wird niemand verletzt!" Der Anführer
lacht: "Du bist allein, und wir sind viele!" Da ertönt Motorengeräusch:
die Ranger kommen mit Geländewagen. Der Kampf bricht los, und Kimba
mischt kräftig mit. Seymour gibt Anweisung: "Sie verstecken sich in
den Hütten! Treibt sie raus!" Die Jeeps rasen durch die Hütten
und mähen sie nieder - brutale Bilder! Die Männer werden eingekesselt
und gefangen genommen. Auf der Weiterfahrt stellt Kimba nachdenklich
fest: "Diese Ranger arbeiten verdammt hart, um uns Tiere zu beschützen..."
Da kommt eine Meldung durch:
Devil Man hat an der Autobahnbaustelle eine Stampede unter den Tieren ausgelöst
und große Zerstörung angerichtet. Daraufhin beschließen
die Ranger, den Park Zoll für Zoll zu durchkämmen, bis sie Devil
Man gefunden haben. Kimba und seine Freunde beteiligen sich an dieser Aktion.
Dabei kommt ihnen die Idee, sich von Devil Man fangen zu lassen, dann zu
fliehen und die Ranger zu seinem Versteck zu führen.
Zu diesem Zweck teilen sie
sich in zwei Gruppen. Pauly und Bucky werden tatsächlich kurz darauf
gefangen und zu Devil Man's Hauptquartier gebracht, das in einem riesigen
hohlen Baobab-Baum versteckt ist. Hier nimmt der eigentliche Schurke, ein
Tierhändler namens Mr. Greedy, die Lieferungen der Wilderer entgegen.
Devil Man: "Meister, alle
Käfige sind voll, und hier hab' ich auch noch eine Gazelle und einen
Pagagei für dich." Greedy: "Was soll ich denn damit, die sind doch
nichts wert!" Weil der Wilderer und der Händler sich über den
Preis nicht einig werden, kann Bucky seine Klappe nicht halten und muss
lautstark darauf hinweisen, dass er durchaus einen Haufen Geld wert ist!
Mr. Greedy, erschrocken:
"Für diese sprechende Gazelle gebe ich dir das Doppelte, aber nur,
wenn du sie sofort zu Grillfleisch verarbeitest!" Zu Bucky gewandt: "Das
täte dir so passen, mich bei den Behörden zu verpfeifen, weil
ich mit Wilderern Geschäfte mache." Bucky, treuherzig: "So grausam
können Sie doch nicht sein!" Während die Tiere verladen werden,
schreit Bucky ständig: "Neiiiin, ich will nicht gegrillt werden!"
Pauly, wütend: "Wenn du nicht dauernd auf uns aufmerksam machen würdest,
könnte ich zur Abwechslung mal entwischen!!!" Endlich gelingt ihm
die Flucht.
Kimba und Daniel machen sich
inzwischen große Sorgen um die beiden. Auf der Suche nach ihnen finden
sie schließlich Pauly völlig erschöpft und in Tränen
aufgelöst: "Sie wollen Bucky grillen!" Kimba schickt Daniel zu Seymour
Hart, während er selbst zu Buckys Rettung eilt. Er kommt gerade noch
rechtzeitig. Bucky: "Der da ist der Boss, der hinter allem steckt!" Mr.
Greedy flüchtet sich hinter Devil Man: "Tu' was! Beschütz' mich!"
Devil Man kämpft mit
Kimba. Seine Männer schießen Speere auf ihn und fangen ihn ein.
Die Bösen scheinen zu triumphieren. Doch da ertönt eine Stimme:
"Ergebt euch, ihr seid umzingelt!" Seymour, Daniel und eine Menge Ranger
umstellen das Lager. Devil Man: "Ich wusste, dass dieser Tag kommen wird.
Aber kampflos ergebe ich mich nicht."
Während Kimba den fliehenden
Mr. Greedy verfolgt, stehen sich Seymour und Devil Man im Showdown gegenüber.
Beide zielen aufeinander, Seymour mit dem Gewehr, der Wilderer mit Pfeil
und Bogen: "Na, Mister Ranger, warum schießt du nicht?" Seymour:
"Bitte gib auf, ich will dich nicht töten!" Devil Man: "Du vergisst,
dass ich meinen Stolz habe. Ich bin ein Jäger und könnte nicht
ohne Pfeil und Bogen leben." Seymour, flehend: "Das weißt du doch
gar nicht! Warum versuchst du es nicht einmal?"
In diesem Moment prallt Mr.
Greedy auf der Flucht vor Kimba gegen Seymour. Der Schuss löst sich,
und Devil Man bricht zusammen. Seymour, verzweifelt: "Oh nein! Das wollte
ich nicht!" Kimba und Seymour gehen zu dem Wilderer, der leblos am Boden
liegt. Seymour: "Gott sei Dank ist er nur schwer verwundet.*
Nun kann er endlich seine Maske ablegen und den vielen Verbrechen ins Auge
schauen, die er an Mensch und Tier begangen hat. Und alle Wilderer werden
wissen, dass sich ein solches Leben nicht auszahlt." (*Hier
musste der Text geändert werden, siehe "Allgemeines".)
Greedy, der sich nochmals
davonstehlen will, wird von Kimba endgültig überwältigt
und festgenommen. Dazu hört man den Erzähler: "Und so wurden
die Verbrecher gefangen und gehen nun ihrer gerechten Strafe entgegen.
- Aber hinter all dem steckt mehr als man vielleicht ahnt. Denn mit dem
Sieg über diesen Wilderer kommt die Erkenntnis, dass Afrika sich im
Wandel befindet. Der Kontinent wird mündig, und die Menschen müssen
sich von Teufelsmasken und Voodoo-Trommeln verabschieden..."
Hierzu werden eindrucksvolle
Bilder gezeigt: Baumstämme, die wie Gitterstäbe aussehen, ein
nächtlicher Kreis von Fackelträgern zur Beerdigung von Devil
Man, Seymour und die Tiere an seinem Grab, Götzenbilder und Masken.
Der Sprecher: "Das alles gehört der Vergangenheit auf dem dunklen
Kontinent an. Jetzt blitzt in dieser Dunkelheit das neue Licht des Verstandes
auf." Dazu wechselt das Bild abrupt auf die Bilder der Zivilisation: Dampframmen,
Pressluftbohrer und Bagger.
In der Schlussszene fahren
die Tiere auf einem Floß in ihren Dschungel zurück. Daniel sagt
zu seinen Freunden: "Diese Super-Autobahnen sind ja ganz nett, aber ich
wäre nicht böse darüber, wenn sie unseren Dschungel nie
erreichen - wenn du weisst, was ich meine, Kimba..." Es scheint so, als
seien die Tiere doch die klügeren Menschen. |
Allge-
meines |
Es
ist ausgesprochen schade, dass diese Episode in Deutschland nicht gezeigt
wurde. Gründe dafür gibt es freilich genug: Viele Szenen sind
unheimlich und können Angst einflößen. So sind die Bilder
mit den tanzenden Totenschädeln, Knochen und Masken trotz der lustigen
Musik definitiv nichts für kleine Kinder. Auch das brutale Vorgehen
der Ranger, die mit ihren Jeeps die Hütten der Eingeborenen zerstören,
passt nicht in eine harmlose deutsche Kindersendung der 70-er Jahre.
Trotzdem ist dies eine ausgezeichnete
Episode. Die Story ist gut durchdacht und spannend, und sie behandelt Kimbas
Hauptanliegen: den Schutz der Tiere. Außerdem hilft Kimba wieder
einmal einem Menschen, was Osamu Tezukas Grundidee von der Kommunikation
zwischen Mensch und Tier betont.
Auch der Humor kommt nicht
zu kurz, vor allem bei den köstlichen Dialogen zwischen Pauly und
Bucky, die ich in der Inhaltsangabe gar nicht alle aufgeführt habe.
In dieser Episode musste
die US-Sprechercrew wieder einmal Abschwächungsarbeit leisten und
den offensichtlichen Tod des Wilderers vertuschen. Da in den nachfolgenden
Szenen jedoch eine Beerdigung zu sehen ist und der Ranger an einem Grab
kniet, merkt der Zuschauer trotzdem, was los ist.
Der Erzähler ist sehr
oft zu hören und spricht jede Menge Erläuterungen. |
| Musik |
In
dieser Episode gibt es reichlich Musik. Die meisten Actionszenen sind,
im Gegensatz zu anderen Episoden, nicht stumm, und zu den herrlichen afrikanischen
Landschaftsbildern hat Isao Tomita wuchtige, beeindruckende Melodien komponiert. |
| Fazit |
Diese Episode
ist eigentlich viel zu ernst, um ausgelassen zu werden. In erster Linie
prangert die Geschichte die Wilderei an, aber neben den eher unwichtigen
gruseligen Szenen geht es vor allem um ein aktuelles Problem: die Konfrontation
des traditionellen Afrika mit der modernen Zeit.
Aus heutiger Sicht wirkt
es freilich bedenklich, in der radikalen Abschaffung alter Sitten und Gebräuche
zu Gunsten des Fortschritts und der Technik die optimale Lösung zu
sehen. So ganz wohl ist einem nicht beim Anblick von Hochhäusern und
Autobahnen, die das "dunkle" Afrika "erleuchten" sollen. Der Dialog zwischen
Seymour Hart und dem alten Mann, der ihm klarzumachen versucht, dass man
aus stolzen Jägern nicht einfach Straßenbauer machen kann, regt
zum Nachdenken an.
Anmerkung: Weshalb
Seymour die Zeile: "Ist es nicht ein Wunder, dass wir miteinander sprechen
können?" in den Mund geschoben wurde, lag wohl daran, dass die US-Crew
über die Sprachbegabung der Tiere ebenso verwundert war wie der Ranger
selbst. Die Episode, in der die Tiere das Sprechen lernen, war zu diesem
Zeitpunkt vermutlich noch nicht eingetroffen (siehe "Wie Kimba entstand"). |
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