 |
|
Episodenvergleich - Episode
49 bis 52
Die Nummerierung entspricht der japanischen Original-Reihenfolge.
Ein Klick auf die Nummer führt direkt zur
jeweiligen Episode.
|
|
|
|
|
|
|
|
49
|
Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
The Sun Tree |
Der Sonnenbaum |
| Inhalt |
Daniel erhält
eine Nachricht von seinem Urgroßonkel Scratch (deutscher Name: Tolle).
Der riesengroße, uralte "Sonnenbaum", auf dem er und viele andere
Tiere leben, ist krank und braucht dringend Hilfe. Daniel und Kimba brechen
sofort zum Sonnenbaum auf.
Dort werden sie von Muffy,
einem jüngeren Cousin Daniels, empfangen. Muffy ist sicher, dass der
Baum demnächst sterben wird und hält nichts von den Rettungsversuchen.
Er will lieber alle Tiere evakuieren. Doch Urgroßonkel Scratch weigert
sich, auf seine alten Tage umzuziehen.
Kimba hat Verständnis
dafür und versucht, den Baum zu retten. Muffy erklärt sich widerwillig
zur Mithilfe bereit, unter der Bedingung, dass Kimba gegen ihn zum Kampf
antritt, falls die Rettungsaktion scheitern sollte.
Mit Lianen und Ranken versuchen
die Tiere, den Baum zu stützen und zusammenzuhalten. Dabei kämpfen
sie gegen den Monsun an, der früher einsetzt als erwartet. Während
Muffy die meisten Tiere bereits evakuiert hat, kämpft Kimba verzweifelt
in Regen und Sturm um die Erhaltung des Baumes.
Zuerst sieht es so aus, als
habe er Erfolg, doch schließlich stürzt der Sonnenbaum doch
krachend in sich zusammen. Nicht genug, dass Kimba über seinen Misserfolg
und all die vergebliche Anstrengung verzweifelt ist - jetzt muss er auch
noch gegen Muffy kämpfen.
Doch ihr Kampf währt
nur kurz, denn als die Sonne herauskommt, sehen alle, dass aus den Trümmern
des alten Baumes ein neuer Trieb hervorwächst. In der Hoffnung, dass
dieser Sonnenbaum eines Tages ebenso groß und stark wie sein Vorgänger
sein wird, versöhnen sich Kimba und Muffy miteinander. |
Allge-
meines |
Die
deutsche Fassung dieser Episode ist an den meisten Stellen besser als das
Original. Viele witzige Kommentare kommen nur im deutschen Text vor. Die
Übersetzung ist teils frei, teils wörtlich. Auch die musikalische
Nachbearbeitung hebt sich wohltuend von vielen anderen deutschen Folgen
ab.
Abgesehen von einigen Sekunden
am Schluss ist in der deutschen Episode nichts geschnitten oder verändert
worden.
Wie schon in Folge 47 wird
Daniel in der US-Version wieder einmal von Kimba mit "Onkel Daniel" angeredet.
Siehe hierzu auch Folge 50. |
Unter-
schiede
TEXT |
1) Daniels Urgroßonkel
heißt in der amerikanischen Fassung "Scratch".
2) In der US-Version sagt
Daniel zu Muffy bei ihrer ersten Begegnung: "Wir müssen Vettern sein,
Muffy. Nenn' mich Onkel Daniel!" Die Originalfassung ist hier sachlich
und nüchtern.
3) Folgender Dialog hat in
der US-Fassung einen anderen Inhalt. Onkel Scratch zu Muffy: "Du siehst
den Wald vor lauter Bäumen nicht, du Grünschnabel!" Kimba: "Hör
zu, Muffy, Opa Scratch weiß, wie gefährlich es wäre, wenn
ein Sturm kommt. Der Baum würde mit all seinen Tieren darauf zu Boden
stürzen!"
4) Als Kimba und Muffy nebeneinander
liegen, sagt Muffy: "Weißt du - ich denke, Scratch ist zu starrköpfig,
wenn du weißt, was ich meine." Darauf Kimba: "Gewissermaßen."
5) Die amerikanische Stimme
des Sonnenbaums in Kimbas Traumsequenz ist dröhnend und furchteinflößend.
Sie unterstreicht damit die etwas unheimlichen Bilder.
6) Muffys Worte zu Kimba
sind im Original unfreundlich, aber noch relativ harmlos: "Er ist ein Wichtigtuer!
Aber ich werd's beweisen, dass er nicht so tapfer ist, was?"
7) Muffys Worte an Kimba
sind im Original sachlich und ernst: "Kimba, gib auf, bevor es zu spät
ist! Der Sturm wird immer stärker, es ist zu gefährlich!"
8) Wieder einmal hat man
eine sehr gefühlvolle Originalszene in der deutschen Fassung abgeschwächt.
Als der Baum gefallen ist, sieht man Kimba in Großaufnahme; er weint
und schluchzt, während sein Körper regelrecht geschüttelt
wird. Gesprochen wird hier kein Wort.
9) Als Muffy Kimba zum Kampf
herausfordert, sagt Daniel in der Originalfassung: "Pass' auf, Kimba! Verteidige
dich!"
10) Die Schlussszene wurde
ebenfalls ziemlich verändert. Im Original sagt Onkel Scratch, als
sich Muffy und Kimba die Hand geben: "Fangt beide nochmal neu an - genau
wie der Sonnenbaum. Und du, Muffy, versuch' dich von nun an zu benehmen."
Daraufhin ist kein Erzähler
zu hören, nur Kimba spricht in der Schlussszene: "Leb wohl, Sonnenbaum,
und denk' an dein Versprechen, das du der Sonne gegeben hast: wachse heran
und werde wieder zum größten Baum von allen!" Dabei kullert
ihm eine Träne aus dem Auge. |
1) In der deutschen
Fassung erhielt er den Namen "Tolle".
2) Im Deutschen sagt er:
"Ich bin Daniel, und das ist mein Freund Kimba, bekannt durch Film und
Fernsehen." Auch die Bemerkung Kimbas beim Hinaufklettern: "Oberster Stock!
Und kein Fahrstuhl!" gibt's nur in der deutschen Fassung.
3) In der deutschen Fassung
sagt Onkel Tolle: "Wie kannst du so herzlos daherreden, du Grünschnabel!"
Darauf bestätigt Kimba: "Es ist schon so, Muffy. Wenn man so lange
zusammen gelebt hat, dann geht man nicht einfach auseinander." Kimba beweist
hier viel mehr Feingefühl für Onkel Tolles Sorgen.
4) Der deutsche Text bezieht
sich an dieser Stelle auf Muffys "Junggesellenbude". Er sagt: "Naja, nichts
besonderes - ich find's ganz gemütlich." Darauf Kimba: "Sehr romantisch!"
5) In der deutschen Fassung
ist die Stimme angenehmer. Sie wirkt freundlich und beruhigend. Die leicht
gruseligen Geisterbilder des Sonnenbaums wirken dadurch nicht mehr so unheimlich.
6) Bei uns beleidigt er Kimba
noch viel mehr. Er bezeichnet ihn als "Löwenbaby mit Spatzenhirn"
und als "ausgestopften Papiertiger"!
7) Der deutsche Muffy spricht
hier: "Du bist kein Löwe, du bist ein sturer Bock!" Auch hier ist
diese Stelle deutlich beleidigender als im Original.
8) Bei uns wurde auf das
Weinen und Schluchzen verzichtet - vermutlich zu gefühlvoll. Kimba
spricht in dieser Szene nur verzweifelt: "Oh nein, es war alles umsonst
... alles umsonst ..." Bei genauem Hinsehen merkt man, dass er hier aber
eigentlich weinen müsste.
9) Der deutsche Daniel spricht
die wesentlich sinnvolleren Worte: "Wem soll denn das jetzt noch nützen?"
10) Für die deutsche
Fassung war dieser Schluss wohl wieder zu gefühlsbetont. Bei uns hört
man in der Schusszene nur Daniel als Erzähler aus dem Hintergrund
sprechen. Er erwähnt hier, dass die Bäume nicht in den Himmel
wachsen und bringt den Spruch "Grau ist alle Theorie, und grün des
Lebens neuer Baum."
Kimbas Stimme ist nicht
zu hören. Die wenigen Sekunden am Schluss, in denen er seinen Mund
bewegt, wurden aus der deutschen Fassung herausgeschnitten. Und seine
Träne ist durch die schlechte deutsche Kopie kaum zu erkennen.
Bucky wird in der deutschen
Episode von Harry Wüstenhagen gesprochen. |
Unter-
schiede
MUSIK |
Es gibt ausgesprochen
viele schöne und abwechslungsreiche Originalmelodien in dieser Episode,
die zum größten Teil auch in der deutschen Fassung beibehalten
wurden.
1) Als Daniel, Kimba, Muffy
und Onkel Scratch diskutieren, ertönt in der Originalfassung eine
dezente und gut passende Hintergrundmelodie.
2) Während der Monsunregen
einsetzt und Kimba weiterhin verzweifelt versucht, den Baum zu retten (sehr
lange Szenenfolge!), gibt es in der Originalfassung keine Musik.
3) Auch die Szene, als der
neue Spross des Sonnenbaums sichtbar wird, ist in der Originalfassung stumm. |
Die Originalmusik
wurde fast komplett übernommen, was eine große Ausnahme darstellt.
Viele "stumme" Szenen bleiben auch stumm. Die wenigen Zusatzmelodien tragen
durchaus zur Verbesserung bei.
1) Diese Melodie wurde durch
eine ganz ähnliche deutsche Hintergrundmelodie ersetzt. Hier hätte
man auch das Original beibehalten können.
2) Dies war für die
deutsche Fassung wohl doch etwas zu karg. Hier ertönen die bekannten,
mehrstufigen Spannungsmelodien aus Posaunenklängen und Streicher-Arpeggien.
3) An dieser Stelle erklingt
in der deutschen Fassung eine versöhnliche "Alles-wird-gut"-Melodie. |
| Fazit |
Diese Episode
ist weder besonders spannend noch anspruchsvoll, aber trotzdem äußerst
wichtig. Die Botschaft ist ebenso einfach wie lehrreich: Die Bäume
wachsen nicht in den Himmel.
Kimba kann trotz all seiner
Anstrengungen (und seiner guten Absichten) den Lauf der Natur nicht aufhalten.
Aber er lernt auch, dass im Kreislauf des Lebens jedes Ende ein neuer Anfang
ist. Die Geschichte hat hohen Symbolcharakter.
Freilich ist dies für
die Bewohner des Sonnenbaums nur ein schwacher Trost, denn auch wenn ein
neuer Baum aus dem alten hervorwächst, nutzt das den Tieren im Moment
herzlich wenig. Und Onkel Scratch muss nun doch noch auf seine alten Tage
umziehen. |
|
|
|
|
|
|
|
|
50
|
Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
Soldier Of Fortune |
Der Glücksritter |
| Inhalt |
Hinweis:
Die deutsche Fassung wurde um ca. dreieinhalb Minuten gekürzt. Da
die geschnittenen Stellen die Handlung nicht beeinträchtigen, werden
sie unter der Rubrik "Allgemeines" genau beschrieben.
In Kimbas Dschungel taucht
eines Nachts ein merkwürdiges und für alle Tiere unbekanntes
Wesen auf. Es ist der Seelöwe Floppo, ein Glücksritter und Abenteurer,
der sich auf Weltreise befindet.
Während er sich in Daniels
Restaurant stärkt, erzählt er Kimba, dass er auf dem Weg zum
Indischen Ozean ist. Daraufhin erwacht auch in Kimba die Reiselust, und
als Floppo ihm vorschlägt, mitzukommen, ist Kimba begeistert.
Daniel ist zuerst strikt
dagegen, doch Kimba gibt keine Ruhe. Unter der Bedingung, dass Boss Rhino
zur Sicherheit mitkommt, willigt Daniel schließlich ein. Auch Dodie
und Pauly sind mit von der Partie.
Nun beginnt eine abenteuerliche
Reise, die mit allerlei Gefahren verbunden ist. Die Reisegesellschaft wird
unter anderem von wütenden Gorillas angegriffen, als sie durch deren
Gebiet zieht. Nur durch einen Trick gelingt es, den Affen zu entkommen:
Floppo betört sie mit Gesang und einer artistischen Einlage - er hat
früher mal beim Zirkus gearbeitet!
Die Reise ist anstrengender
als gedacht, und die mühsame Überquerung eines Berges, der im
Wege steht, wird zur Bewährungsprobe. Auch ein großer See, den
die Tiere zuerst für den Ozean halten, birgt tödliche Gefahren
in Gestalt einer Riesenschlange.
Zum Glück gelingt es
ihnen, dem Ungeheuer zu entkommen. Auf der Flucht werden sie durch ein
unterirdisches Höhlensystem gespült und stürzen zuletzt
auch noch einen Wasserfall hinunter. Als sie wieder zu sich kommen, haben
sie schließlich ihr Ziel erreicht: den Indischen Ozean. Hier heißt
es Abschied nehmen von Floppo, den die Reiselust schon wieder weiter treibt. |
Allge-
meines |
Folgende
Szenen wurden aus der deutschen Fassung herausgeschnitten:
1) Der Mond scheint über
dem Dschungel, und die Kamera schwenkt abwärts auf Daniels Baum-Restaurant,
in dem sich Floppo gerade stärkt. (ca. 10 sek.)
2) Daniel sitzt mit Boss
Rhino am Flussufer und sagt zu ihm: "Wenn ich Kimba mit diesem Glücksritter
allein fortgehen lasse, kommt er vielleicht nie mehr zurück. Deshalb
möchte ich, dass du die beiden begleitest, Boss Rhino." Dieser antwortet:
"Mit dem Giftpilz da geh' ich nirgendwohin!" Bucky: "Und überhaupt,
wer will schon eine so weite Reise machen, nur um das Meer zu sehen!" Darauf
Kimba, mit leuchtenden Augen: "Floppo und ich wollen, oder etwa nicht?"
Pauly flattert dazu:
"Ich will auch mit!" Daniel, kopfschüttelnd: "Ihr habt ja alle beide
den Verstand verloren." Pauly antwortet: "Oh nein, Daniel, Reisen bildet,
darum möchten wir ja weg!" Aus dem Hintergrund lassen sich Dot, Dash
und Dinky vernehmen: "Wir wollen auch mit!" Dodie springt hinzu: "Ich auch!"
Daniel: "Moment mal, ihr könnt doch nicht alle gehen. Ihr müsst
losen." Daraufhin macht er für die Tierkinder 4 Lose aus Blättern.
Dodie ist die glückliche Gewinnerin. (ca. 50 sek.)
3) Panoramaschwenk: Himmel
und Landschaft gleiten vorbei. Man sieht die Reisegesellschaft von verschiedenen
Seiten. (ca. 30 sek.)
4) Boss Rhino visiert
zielsicher den einzigen Baum an, der in der flachen Landschaft steht, und
kracht schließlich hinein, weil der Marschbefehl lautet: "Immer der
Nase nach". Dieser auch in der deutschen Fassung vorhandene Gag ist hier
noch lustiger, da man genau sieht, wie sich das Unheil langsam anbahnt.
(ca. 25 sek.)
5) Ein fahrender Eisenbahnzug
in Großaufnahme. In der nächsten Szene hockt die Reisegruppe
auf dem Dach eines Waggons. Während die anderen Tiere die Fahrt genießen,
brummt Boss Rhino: "Hoffentlich folgt dieses Vieh auch immer seiner Nase
nach", womit er den Zug meint. - Wie sie allerdings dort hinaufgekommen
sind, bleibt offen! (ca. 10 sek.)
6) Die Reisenden durchqueren
eine Wüstenlandschaft. Floppo ächzt und stöhnt. Kimba: "Was
ist los, Floppo, ist dir heiß?" Floppo: "Wasser - Wasser! Ich bin
ein aquatisches Tier, ich brauche Wasser! Hier bin ich außerhalb
meines Elements." Während er das sagt, zieht die Gruppe bereits durch
einen dichten Urwald. Am Wegesrand stehen riesige fleischfressende Kannenpflanzen.
Floppo stürzt sich in eine von ihnen hinein. Kimba schreit: "Floppo,
nein! Nicht dort rein!" Mit vereinten Kräften ziehen sie ihn wieder
raus. Pauly doziert: "Fleischfressende Pflanzen fangen die Tiere in ihren
Kannen und fressen sie - sogar die aquatischen!"
Sie ziehen weiter durch
den Urwald und kommen endlich zu einem Teich, auf dessen Oberfläche
riesige schwimmende Blätter wachsen. Alles stürzt sich ins Wasser.
Boss Rhino springt auf eines der Blätter, das sein Gewicht natürlich
nicht tragen kann, und geht unter. Nachdem alle eine Zeitlang im Wasser
herumgealbert haben, drängt Boss Rhino zum Aufbruch. (ca. 80 sek.)
All diese Szenen enthalten
keinerlei Gewalt und wurden wohl nur entfernt, um einige Minuten einzusparen.
Warum man so etwas gemacht hat, ist unverständlich, denn die Handlung
wurde deswegen auch nicht spannender. Außerdem bekam der deutsche
Zuschauer dadurch keine Erklärung dafür, weshalb es gerade Boss
Rhino, Pauly und Dodie sind, die Floppo und Kimba auf der Reise begleiten.
Bis auf eine Szenenfolge,
wo der Inhalt völlig verdreht wiedergegeben wurde (siehe "Unterschiede
TEXT", Punkt 4 und 5), hat man diese Folge größtenteils wörtlich
übertragen. Eine Ausnahme bilden Paulys deutsche Reime, die fast nie
mit dem englischen Text übereinstimmen. Dies gilt auch für die
anderen Episoden.
Wie in Episode 47 und 49
redet der US-Kimba auch in dieser Folge seinen Pflegevater Daniel einmal
mit "Onkel" an. Möglicherweise wollte die amerikanische Crew dies
zuerst beibehalten und ließ es dann doch bleiben. Mit Ausnahme dieser
drei Episoden kommt diese Bezeichnung in der gesamten Serie nicht mehr
vor. |
Unter-
schiede
TEXT |
1) Zu Beginn der Reise sagt
Floppo, als er im Korb auf Boss Rhinos Rücken sitzt (frei übersetzt):
"Junge, Junge, diese Kutschfahrt ist schon was anderes, als den Fluss raufzuschwimmen!"
Pauly dazu: "Guter alter Boss Rhino!"
2) Die Affen in der verlassenen
Stadt werden korrekt als "Gorillas" bezeichnet.
3) Als Floppo in der Ruinenstadt
seine Show abzieht, wird deutlicher, dass er dies als Ablenkungsmanöver
tut, um dem Steinhagel der Gorillas entfliehen zu können. Seinen Freunden
ruft er zu: "Das erinnert mich an meine Tage beim Zirkus! Macht weiter
damit; die Gorillas mögen es!" Pauly, mit ironischer Betonung: "Lustig,
nicht wahr?" Boss Rhino: "Da würde ich mich ja noch lieber steinigen
lassen!"
4) Die Szenenfolge, als die
Tiere erschöpft im Gebirge Rast machen, hört sich in der Originalfassung
völlig anders an:
Floppo, zu Kimba: "Du möchtest
die Sache am liebsten aufgeben und wieder nach Hause gehen, ist es nicht
so?" Kimba antwortet nicht, aber blickt vielsagend mit geschlossenen Augen.
Floppo fährt fort: "Ich versteh's ja, und ich hab' auch nichts dagegen,
wenn du nicht mehr weiter willst." Kimba: "Und was würdest du tun,
Floppo?" Floppo: "Ich würde zu Ende bringen, was ich angefangen habe
- auf dem einen oder anderen Weg, aber machen würde ich's." Kimba:
"Oh! Dann werde ich das auch tun!"
5) Und so klingt das unmittelbar
anschließende Gespräch zwischen Kimba und Dodie:
Dodie: "Kimba!" Kimba: "Hm?"
Dodie: "Du bist nicht der einzige, der aufgeben wollte. Aber ich möchte
kein Drückeberger sein, solange du und Floppo auch weitermachen."
Kimba: "Du hast uns zugehört, nicht wahr, Dodie?" Dodie: "Ich wollte
euch nicht belauschen." Kimba: "Weiß ich schon, ich bin aber ganz
froh, dass du's doch getan hast. Schlaf jetzt." Dodie: "Gute Nacht, Kimba."
6) Als die Tiere am Berg
mit vereinten Kräften versuchen, den fast schon abgestürzten
Boss Rhino zu retten, hört man in der US-Fassung nur "Hau-Ruck" und
Anstrengungs-Geräusche, wodurch diese Szene spannender und realistischer
wirkt.
7) In der Schlussszene sagt
Kimba, als die vier Freunde am Ufer stehen und Floppo nachblicken: "Es
braucht eine Menge Mut, um Glücksritter zu sein, nicht wahr?" Daraufhin
schließt der amerikanische Erzähler: "Und so endete dieses Abenteuer
- das Abenteuer von Floppo, dem Seelöwen, und von Kimba, dem weißen
Löwen." |
1) In der deutschen Fassung
lautet Floppos Text an dieser Stelle: "Bangemachen gilt nicht - wir reisen
sicher und bequem!" Pauly antwortet: "Naja, schon recht, gar nicht so schlecht."
2) Bei uns werden sie einfach
nur "Affen" genannt. Der Begriff "Gorilla" wird nicht verwendet.
3) In der deutschen Version
wird erst ganz am Schluss ersichtlich, dass das reichlich alberne Gesinge
und Getanze dazu dienen soll, den Gorillas zu entkommen. Pauly bringt hier
als Gag für das deutsche Publikum eine Anspielung auf den Circus Krone
in München: "Gar nicht so ohne - fast wie bei Krone!" Boss Rhino antwortet
ihm: "Bah, lass' mich in Ruhe mit Zirkus!"
4) In der deutschen Fassung
wurde der Sachverhalt dieser Szenenfolge völlig umgedreht und verfälscht:
Floppo, zu Kimba: "Kimba
... ich glaube, wir haben uns ein bisschen übernommen - oder was meinst
du? Vielleicht sollten wir das Unternehmen aufgeben ... ihr könntet
ja wieder nach Hause gehen." Kimba: "Und wo gehst du hin, Floppo?"
Floppo: "Oooch, hierhin oder dorthin ... ich find' schon was." Kimba: "Na,
da können wir ja gemeinsam einen Weg suchen!"
5) Folglicherweise wurde
auch das Gespräch zwischen Kimba und Dodie inhaltlich total ausgetauscht:
Dodie: "Na, und?" Kimba:
"Ja?" Dodie: "Er will nicht mehr weitermachen, hab' ich recht? Aber ich
finde, was man angefangen hat, muss man zu Ende bringen." Kimba: "Das finde
ich auch; ich denke wie du." Dodie: "Dann gehen wir morgen früh weiter?"
Kimba: "Oh ja, wir kommen schon über den Berg, keine Sorge." Dodie:
"Na, dann schlaf gut." Kimba: "Du auch."
Warum man die Geschichte
so abänderte, dass ausgerechnet der Weltenbummler Floppo derjenige
ist, der aufgibt, lässt sich nur vermuten. Vielleicht passte das Bild
des zögernden Kimba nicht ins deutsche Konzept des "forschen Draufgängers".
6) In der deutschen Fassung
plappert Pauly hier ununterbrochen seine Reime. Darunter leiden sowohl
die Spannung als auch die Überzeugungskraft dieser Bilder.
7) Der deutsche Kimba sagt:
"Na, hoffentlich hat unser Glücksritter nicht mal 'ne Pechsträhne."
Das ist witziger und passt besser, genauso wie Daniels abschließender
Kommentar.
Bucky wird in der deutschen
Episode von Harry Wüstenhagen gesprochen. |
Unter-
schiede
MUSIK |
In dieser abwechslungsreichen
Episode, in der auch viele Landschaftsaufnahmen vorkommen, spielt Tomitas
Originalmusik eine große Rolle. Vieles wurde in der deutschen Fassung
übernommen.
1) Zu Beginn der Episode
spricht der Erzähler eine Einführung ohne jede Musik- oder Geräuschuntermalung.
2) Auch als die Tiere neugierig
den Seelöwen umringen, ist keine Musik zu hören.
3) Sehr schöne japanische
Originalmusik gibt es beim Aufbruch der Tiere, auf der Reise und in der
Ruinenstadt. Der Angriff der Gorillas allerdingst ist wieder ohne Musik.
4) Floppos "Zirkuslied" bei
den Gorillas kommt in der US-Fassung ohne Text aus. Man hört, dass
hier der japanische Originalton verwendet wurde, wo als einzige Worte nur
"bong - bong - bong" gesungen wird. Dadurch wirkt das Lied etwas weniger
albern als die deutsche Version, die wieder mit einem recht kindischen
Text versehen wurde.
5) Zu den Szenen am Berg,
als Kimba und Floppo darüber reden, ob man umkehren solle oder nicht,
erklingt eine langsame, ein wenig traurige, sinfonische Melodie, die optimal
passt.
6) Fast alle Szenen, die
den mühsamen Aufstieg zeigen, sind in der Originalfassung ohne Musik.
Auch als sich am Gebirgssee, dem vermeintlichen "Ozean", der Nebel lichtet,
gibt es keine Musik, wodurch diese Szene ausgesprochen leer wirkt.
7) Beim Höhepunkt, als
die Tiere durch das unterirdische Höhlensystem und über den Wasserfall
gespült werden, gibt es nur Geräuscheffekte. Hier vermisst man
die Musik nicht.
8) Als sie dann am Meeresufer
liegen und erkennen, dass sie ihr Ziel tatsächlich erreicht haben,
erklingt eine wunderschöne, geradezu majestätische Originalmusik. |
Die deutsche
Musikbearbeitung dieser Episode ist sehr gut gelungen. Es gibt jede Menge
Originalmelodien, und viele "leere" Stellen werden durch passende deutsche
Zusatzmusik aufgewertet.
1) Die deutsche Fassung bringt
hier Trommeln und Urwaldgeräusche, die das Ganze sehr gut untermalen.
2) Die deutsche Kling-Klang-Musik
wirkt hier ein wenig albern, ist aber besser als gar keine Musik.
3) All diese Originalmelodien
wurden in der deutschen Fassung übernommen. Der Angriff wird durch
dramatische Zusatzmusik noch verstärkt.
4) Das deutsche Lied wurde,
wie alle deutschen Kimba-Lieder, nach dem Vorbild des Originals neu eingespielt
und mit einem etwas albernen Text versehen: "Bing - bäng - bong, ich
hab' ein dickes Fell, bing - bäng - bong, ich bin ein Topmodell, ist
das nicht originell..." Zu allem Überfluss singen die Gorillas in
der deutschen Fassung den Text dann auch noch mit!
5) Das hier eingesetzte deutsche
Streicherthema ist genauso schön und passend. Theoretisch hätte
man aber auch das Original beibehalten können.
6) Deutsche Spannungs-Musik
untermalt all diese langen Szenen und wertet sie dadurch auf. Vor allem
die Musik zu der Szene, als sich am See der Nebel lichtet, passt hervorragend!
7) Bei diesen Szenen wäre
die aufpeitschende deutsche Spannungsmusik nicht nötig gewesen. Die
Bilder sind ohnehin aufregend genug.
8) Die deutsche Musik an
dieser Stelle passt ebenfalls gut, aber auch hier hätte man das Originalthema
beibehalten können. |
| Fazit |
Diese Episode
ist weder besonders tiefsinnig noch anspruchsvoll, sondern einfach ein
mehr oder weniger glaubwürdiger, abenteuerlicher Reisebericht. Falls
es überhaupt eine Botschaft gibt, dann diese: "Reisende soll man nicht
aufhalten."
Nach getaner Arbeit - fast
alle Folgen der Serie sind ja schon vorbei, und fast alle Herausforderungen
gemeistert - hat Kimba sich durchaus einen kleinen Urlaub verdient. Wie
schon bei seinem Ballon-Abenteuer in Episode 42 bekommt er dabei ein großes
Stück von Afrika zu sehen, mit dem Unterschied, dass er diesmal freiwillig
auf Reisen geht und dies auch gegen den Willen seines Ziehvaters Daniel
durchsetzt, der, wie Floppo richtig bemerkt, eben schon älter ist
und für die reiselustige Jugend nicht viel Verständnis hat.
Auch in dieser Episode hat
Osamu Tezuka wieder einmal seine bzw. Kimbas Vorliebe für das nasse
Element einfließen lassen. Der Unterwasser-Dialog zwischen Kimba
und Floppo in der Schlussszene, der physisch ja eigentlich gar nicht möglich
ist, soll zeigen, dass sich Kimba im Wasser genauso wohlfühlt wie
ein echter See-Löwe. |
|
|
|
|
|
|
|
|
51
|
Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
The Day The Sun Went Out |
Der dunkelste Tag |
| Inhalt |
Die Löwin
Leona stattet ihrem Bruder Kimba einen Besuch ab und bittet ihn um Hilfe.
Die Ahnengalerie im Verlassenen Dorf droht beim nächsten Sturm einzustürzen.
Daher müssen die Löwenfelle so schnell wie möglich in Sicherheit
gebracht werden.
Leona hat einen steinernen
Tempel entdeckt, in dem ihre Urahnen eine neue Ruhestätte finden sollen.
Doch die Bewohner des Tempels, vier schwarze Panther, sabotieren den Plan
(es sind dieselben üblen Gesellen, die in den Folgen "Jungle Fun"
und "The Pretenders" für Cassius arbeiten).
Als Leona, Kimba und einige
befreundete Okapis die Löwenfelle über einen gefährlichen
Wasserfall transportieren, werfen die Panther Baumstämme in den Fluss.
Die Okapis verlieren den Halt und drohen zu ertrinken. Durch Kimbas beherzte
Anweisung, lieber auf einige Felle zu verzichten und dafür die eigene
Haut zu retten, kommen alle Tiere mit dem Leben davon.
Als Leona wieder zu sich
kommt und erfährt, dass Kimba für die Rettung der Okapis Löwenfelle
geopfert hat, reagiert sie fuchsteufelswild. Sie wirft ihrem Bruder vor,
nicht alles versucht zu haben, beschimpft ihn und schickt ihn weg. Daraufhin
zieht Kimba - verständlicherweise - beleidigt davon.
In der darauffolgenden Nacht
rennt ein Okapi atemlos zu Kimba und berichtet, dass Leona dringend Hilfe
braucht. Nachdem sie zuvor mit Hilfe der Okapis alle verlorenen Löwenfelle
bergen konnte (die Flüsse scheinen in Afrika sehr langsam zu fließen),
kamen sie diesmal wohlbehalten am Tempel an, wo sie jedoch von den vier
schwarzen Panthern übel zugerichtet wurden. Leona ist gefangen, und
nur einer kann sie retten: ihr Bruder Kimba.
Dieser ist jedoch noch immer
beleidigt und weigert sich, seiner Schwester zu Hilfe zu kommen. Daraufhin
wird er von allen Tieren mit Verachtung gestraft. Daran ändert sich
auch nichts, als am nächsten Tag zur Mittagszeit eine Sonnenfinsternis
das Land verdunkelt und alle Tiere in Angst und Schrecken versetzt.
Von Boss Rhino, dem Kimba
mit Gewalt einige Worte entlocken kann, erfährt er, dass er nach einer
alten Legende schuld an der Sonnenfinsternis sei, weil er seine Schwester
verraten hat. Daraufhin besinnt sich Kimba und rennt los, um Leona beizustehen.
Es gelingt ihm zunächst
nicht, gegen die Panther anzukommen. Beim Kampf stürzt er in einen
Brunnenschacht und gerät in ein unterirdisches Höhlensystem.
Auf der Suche nach einem Ausweg stößt er auf Leona, und beide
versöhnen sich wieder.
Gemeinsam gelingt es ihnen,
durch den Höhlenfluss zu entkommen. Gemeinsam treten sie auch zum
Kampf gegen die vier Panther an, doch sie können die schwarzen Burschen
nicht besiegen. Erst als Kimbas Freunde, allen voran Boss Rhino, zu Hilfe
eilen, werden die Panther besiegt und vertrieben. Der Platz für die
Ahnengalerie ist frei. |
Allge-
meines |
Abgesehen
von einigen ziemlich frei übersetzten Textpassagen sind beide Fassungen
großteils identisch. In der deutschen Fassung wurde nichts weggelassen
oder verfälscht.
Zu Beginn der deutschen Episode
spricht Daniel folgende Worte: "Der Tag, an dem die Sonne ausging
- so heißt unser heutiger Bericht..." Damit liefert er eine wörtliche
Übersetzung des US-Titels. Es ist möglich, dass die deutsche
Folge tatsächlich so heißen sollte und später erst in "Der
dunkelste Tag" umbenannt wurde.
Sehr deutlich wird beim Vergleich
dieser Episode wieder einmal der charakterliche Unterschied von Kimba.
Während er in der US-Fassung Boss Rhino verzweifelt und ratlos darum
bittet, ihm doch zu sagen, was er nur falsch gemacht habe, fordert der
deutsche Kimba diese Information mit wütender und aggressiver Stimme.
Der Text ist in beiden Versionen ganz ähnlich, aber der Ton macht
die Musik! |
Unter-
schiede
TEXT |
1) In dieser
US-Episode ist kein Erzähler zu hören. Deshalb gibt es zu Beginn
auch keinen Text.
2) Kimbas Worte zu Daniel,
als er die Tierkinder in die Schule schickt: "Heute ist doch Samstag, da
ist keine Schule!"
3) In der US-Fassung erwähnt
Leona zweimal den Nil. So befindet sich der verlassene Tempel, wohin sie
die Felle bringen will, am "Oberlauf des Nils".
4) In der Originalfassung
ruft Kimba den Okapis zu: "Vergesst die Häute, versucht lieber, eure
Freunde zu retten!"
5) Kimbas Dialog mit seiner
Schwester lautet in der Originalfassung:
Kimba (zaghaft): "Vielleicht
war's ja falsch von mir, aber ich konnte doch nicht zulassen, dass Cappy
und die anderen Okapis ihr Leben aufs Spiel setzen, oder?" Leona: "Du hättest
alles riskieren müssen, um die Häute zu retten, sie sind das
Wichtigste auf der Welt! Tu' dir bloß keinen Zwang an, mitzukommen,
Kimba. Ich brauche keine Hilfe von so einem Softie wie dir. Ich geh' alleine."
6) Folglich ist dann auch
Kimbas Reaktion in der US-Fassung sachlicher und kommt ohne Beleidigungen
aus: "Wenn Leona diese alten Häute mehr wert sind als ihr eigener
Bruder, dann will ich sie von jetzt an nicht mehr sehen!"
7) Daniels Einwurf, als das
Okapi seinen Bericht abliefert, lautet in der US-Fassung: "Und dann haben
die Panther Leona angegriffen?" Diese Zeilen passen exakt zu Daniels erschrockenem
Gesichtsausdruck.
8) In der US-Fassung ist
von "Aberglaube" die Rede. Boss Rhino verwendet außerdem den Fachbegriff
"Eclipse" (Sonnenfinsternis). Der Grund jedoch, weshalb Kimbas böse
Tat an der Sonnenfinsternis schuld sein soll, wirkt merkwürdig verdreht.
Boss Rhino erklärt es Kimba folgendermaßen: "Wenn der Mond am
Himmel das Antlitz der Mittagssonne verdeckt, wirst du jemanden, den du
liebst, verraten, noch ehe die Sonnenfinsternis zu Ende ist - und du hast
deine Schwester verraten!" Das ergibt keinen Sinn, denn Kimba hat seine
Schwester ja schon
vor der Sonnenfinsternis verraten! Die Tiere
flüchten demnach auch nicht aus Furcht vor dem Naturereignis, sondern
vor den Auswirkungen des Aberglaubens!
9) Auch Kimba's Selbstgespräch,
als er Leona zu Hilfe eilt, gibt in der US-Fassung keinen rechten Sinn:
"Halt aus, Leona, ich werde dich retten! Ganz egal wie bösartig diese
Leoparden (Panther) sein mögen, es gibt einen Aberglauben,
der sich nie erfüllen wird!"
10) "Autsch! Ich bin verwundet!
Was kann ich nur tun?" sagt Kimba zu sich selbst, als er an seinem blutenden
Bein hinunterblickt.
11) In der Schlusszene sagt
Daniel: "Für mich ist jetzt Schlafenszeit. Da, schaut euch die Sonne
an: sie geht auch schon zu Bett. Naja, sie hatte auch einen anstrengenden
Tag!" Zu den Bildern des Sonnenuntergangs klingt die Episode mit großer
Orchestermusik, Chor und Trommelklängen aus. |
1) In der deutschen
Fassung spricht Daniel eine ausführliche Einleitung zum Thema Sonnenfinsternis
und der Angst der Tiere vor derselben.
2) Da es 1977 in Deutschland
zum Teil noch Unterricht am Samstag gab, betont Kimba: "Heute ist schulfrei
- Wochenende!"
3) In der deutschen Fassung
wird der Nil nicht erwähnt. Bei uns heißt es nur: "Ganz weit
nach oben an den großen Fluss."
4) Bei uns ruft er: "Vergesst
die Häute, rettet erstmal eure eigene Haut!" Man beachte den Unterschied!
5) In der deutschen Fassung
wird wieder einmal der Charakter-Unterschied zwischen dem amerikanischen
und dem deutschen Kimba deutlich:
Kimba (trotzig): "Was hätt'
ich tun sollen? Vielleicht für jedes tote Fell zwei lebende Okapis
opfern?" Leona: "Kein Sinn für Pietät! Das sollten deine Großeltern
mal hören, die würden sich im Grabe umdrehen! Bleib du mal schön
im Bettchen und mach' heia-heia, du komischer Prinz!" Es fällt auf,
dass beide hier viel emotionaler und heftiger reagieren. Dafür bleibt
die Sachlichkeit auf der Stecke.
6) Der deutsche Kimba wird,
wie so oft, recht pampig: "Na was denn, ich lass' mich von der doch nicht
auch noch anmotzen! Die kann mir mal im Mondschein begegnen!"
7) In der deutschen Fassung
lässt man Daniel an dieser Stelle sagen: "Tja, und dann ist sie wildgeworden,
unsere Leona." Das passt zwar zum deutschen Dialog, aber nicht zu Daniels
Gesichtsausdruck.
8) Bei uns spricht Boss Rhino
von einer alten "Dschungel-Legende". Den Begriff "Sonnenfinsternis" nennt
er nicht. Der Grund, weshalb Kimbas böse Tat an der Dunkelheit schuld
sein soll, wird in der deutschen Fassung viel glaubwürdiger formuliert:
"Du selbst hast mit Deiner Tat die Sonne ausgemacht! Einer wird Bruder
oder Schwester verraten, und die Sonne wird ihr Gesicht verstecken hinter
dem weinenden Mond. Unglück kommt über den Dschungel! Du warst
es!" Den Tieren in der deutschen Fassung ist das Naturereignis "Sonnenfinsternis"
nicht bekannt, und sie flüchten aus Angst vor der Dschungel-Legende,
was die ganze Sache viel plausibler macht.
9) Der deutsche Kimba spricht
denn auch die deutlich sinnvolleren Worte: "Es wird alles gut werden, Leona!
Und die alte Legende werden wir zerstören. Es kommt kein Unglück
über den Dschungel!"
10) Der deutsche Kimba sagt:
"Hmm, mit denen werd' ich nicht so leicht fertig" und zeigt damit wieder
mal weniger Gefühle.
11) In der deutschen Fassung
gibt es zu den Bildern des Sonnenuntergangs einen ausführlichen Schlusskommentar
mit tiefsinnigen Worten von Erzähler Daniel.
Bucky wird in der deutschen
Episode von Harry Wüstenhagen gesprochen. |
Unter-
schiede
MUSIK |
1) Zu Beginn
der Episode gibt es nur Sturmgeräusche, dann setzt langsam eine unheimlich
wirkende Musik mit Chorbegleitung ein.
2) Als Leona mit Kimba bei
Caesars Fell sitzt, erklingt in der US-Fassung eine schöne, gefühlvolle
Melodie.
3) Als Kimba und Leona zum
Dorf gehen und die Felle abtransportiert werden, erklingt viel schöne
Original-Musik, die in der deutschen Fassung beibehalten wurde.
4) Als die Panther die Stämme
in den Fluss werfen, gibt es in der Originalfassung nur platschende Geräusche,
aber keine Musik. Auch die komplette anschließende Szenenfolge, als
sich Kimba, Leona und die Okapis retten müssen, ist ohne jegliche
Musik. Nur die Hilfeschreie der Tiere sind zu hören, wodurch das Ganze
viel dramatischer wirkt.
5) Als das Okapi auf der
Suche nach Kimba atemlos durch den Dschungel rennt und dabei alle aufweckt,
gibt es in der Originalfassung keine Musik.
6) Komplett ohne Musik, und
damit eindeutig zu nüchtern und zu leer ist die lange Szenenfolge,
wo die Tiere Kimba mit Verachtung strafen (an Kimbas Lager, morgens beim
Frühstück, Kimba auf dem Felsen).
7) Als die Tiere bei der
Sonnenfinsternis flüchten, gibt es in der Originalfassung zu den Geräuschen
einer Stampede spannende Originalmusik.
8) Als Kimba sich vorsichtig
dem Steintempel nähert, passt die Originalmusik viel besser zu den
Bildern. Das gleiche gilt für Kimbas Kampf mit den Panthern.
9) Die komplette Szenenfolge,
als Kimba in den Brunnen fällt, nach einem Ausweg sucht und schließlich
auf Leona trifft, ist in der Originalfassung ohne Musik. |
1) Die Originalmusik
wurde durch ein swingendes, betont flottes deutsches Thema ersetzt, wodurch
das Ganze ein wenig freundlicher wirkt.
2) Die Originalmusik wurde
durch eine gefällige deutsche Melodie ersetzt, was aber eigentlich
nicht nötig gewesen wäre.
3) Allerdings hat man bei
uns die Szenen, wo die Okapis die Felle transportieren, noch mit lautem
Hufgetrappel versehen.
4) In der deutschen Fassung
sind all diese Szenen mit einer Mischung aus heiterer, beschwingter Musik
und markanten Streicherthemen unterlegt. Ob dies nun abmildernd oder spannungsverstärkend
wirken soll, bleibt dem Urteil des einzelnen Betrachters überlassen.
5) Eine betont lustige und
hier völlig unangebrachte deutsche Melodie mildert diese eigentlich
ausgesprochen ernste Szene ab und zieht sie ins Lächerliche.
6) Diese traurigen und leeren
Szenen werden durch die gefühlvolle deutsche Hintergrundmusik hervorragend
ergänzt.
7) In der deutschen Fassung
hat man hier auf Musik völlig verzichtet. Dafür lässt man
die Tiere gequält "Ah!" und "Oh!" rufen, was nicht gerade zur Abmilderung
beiträgt.
8) Die deutsche Spannungsmusik
wirkt hier unpassend und "zu dick aufgetragen". Beim Kampf mit den Panthern
ist dagegen fast keine Musik zu hören. Dies passt eigentlich gar nicht
in das Schema der deutschen Musikbearbeitung.
9) All diese Szenen erhielten
deutsche Spannungsmusik und wurden dadurch aufgewertet. |
| Fazit |
Diese Episode
ist ein wichtiges Kapitel in der Kimba-Saga. Der Transport der Löwenfelle
an einen Ort, wo sie für alle Zeiten sicher sind, ist mindestens genauso
wichtig wie die Lektion, die Kimba über den Zusammenhalt zwischen
Geschwistern lernt. Kimba durchläuft in dieser Geschichte drei wichtige
Entwicklungs- und Reifeprozesse:
1) der liebe Bruder, der
seiner Schwester hilft, weil sie ihn darum bittet,
2) der trotzige Bruder,
dem die Schwester egal ist, weil sie ihn geärgert hat,
3) der verständnisvolle
Bruder, der seinen Stolz überwindet und die Schwester beschützt.
Wieder einmal lässt
Osamu Tezuka seine Hauptdarsteller sich schwimmend und tauchend in Sicherheit
bringen. Übrigens ist Leonas Erwähnung des Nils geographisch
durchaus korrekt: Die Kimba-Geschichte spielt ja in der Region des Ruwenzori-Gebirges,
von dem der junge Nil nicht weit entfernt liegt (siehe auch: "Wie Kimba
entstand"). |
|
|
|
|
|
|
|
|
52
|
Amerikanische
Episode |
Deutsche
Episode |
| Titel |
Silvertail The Renegade |
Der Einzelgänger |
| Inhalt |
Auf der Flucht
vor den Jägern rettet sich der alte Löwe Silvertail (deutscher
Name: Silberschweif) in Kimbas Dschungel. Dort macht er sich jedoch erst
einmal unbeliebt, denn er greift Dodie an. Kimba kann die kleine Gazelle
gerade noch retten.
Silvertail ist erschöpft
und ausgehungert, da ihm seit Tagen eine Jagdgesellschaft auf den Fersen
ist. Die Jäger wollen den Löwen, der in ihrem Dorf Tiere gerissen
hat, unbedingt erlegen.
Kimba und Daniel gewähren
Silvertail Asyl, allerdings unter der Bedingung, kein Tier mehr anzugreifen.
Daniel versteckt den alten Löwen in einer Höhle voller Schwefeldämpfe,
wo ihn die Hunde der Jäger hoffentlich nicht finden.
Pauly aber fordert, dass
Silvertail wieder verschwinden soll, und wiegelt die Tiere gegen ihn auf.
Er befürchtet, der Löwe könne ihnen allen die Jäger
auf den Hals hetzen und vermutet in ihm gar einen Spion. Daniel, der sich
vehement für Silvertail einsetzt, wird von den Tieren einfach plattgewalzt.
Zu allem Unglück erweist
sich das Höhlenversteck als nicht sicher genug, denn die Jäger
finden Silvertail. Nochmals kann er von Daniel durch einen unterirdischen
Fluss gerettet werden. Die Jagdgesellschaft ist nun so aufgebracht, dass
sie den ganzen Dschungel ausrotten will, nur um den Löwen zu fangen.
Viele Tiere bleiben dabei auf der Strecke.
Glücklicherweise hat
Kimba eine Idee: Getarnt als "beweglicher Dschungel" führt er seine
Tiere zum Angriff gegen die Jäger. Zuerst hilft das zwar nicht viel,
denn die Männer stecken die mit Blättern getarnten Tiere in Brand,
aber schließlich gelingt es ihnen mit vereinten Kräften, die
Jäger zu entwaffnen.
Wieder einmal spricht Kimba
in der Menschensprache und bittet den Anführer der Jäger um Gnade
für Silvertail. Unter der Bedingung, dass der alte Löwe nie mehr
in die Siedlung zurückkehrt, willigen die Jäger ein. Silvertail
bleibt im Dschungel und darf seinen Ruhestand bei Kimba verbringen. |
Allge-
meines |
Die
Original-Anfangsszene wurde rätselhafterweise aus der deutschen Fassung
herausgeschnitten. Warum man dies getan hat, ist nicht nachvollziehbar,
denn sie enthält keine Gewalt und leitet lediglich die Handlung ein:
Panoramaschwenk über
die Wüstenlandschaft außerhalb Kimbas Dschungel. Aus der Ferne
nähert sich langsam der Löwe Silberschweif. Man sieht Großaufnahmen
von seinen Beinen und seinem Gesicht. (ca. 25 sek.)
Abgesehen von dieser gelöschten
Szene wurde die Folge nicht weiter beschnitten, was angesichts einiger
recht brutaler Szenen erstaunlich ist. Übersetzt wurde zum Teil wörtlich,
zum Teil sehr frei, wobei allzu "deutliche" Worte manchmal abgemildert
wurden. Viele deutsche Ausdrücke sind dafür witziger als im Original.
In dieser Episode erkennt
man wieder einmal, dass die Serie trotz der für die damalige Zeit
opulenten Ausstattung doch ein recht schmales Budget hatte. Viele Jagdszenen
wiederholen sich so häufig, dass es sogar den Kindern aufgefallen
sein muss. |
Unter-
schiede
TEXT |
1) In der US-Fassung
ist die Anfangsszene um rund 30 Sekunden länger (siehe "Allgemeines").
2) "Sei vorsichtig, dieser
Ast scheint mir ziemlich rutschig zu sein!", sagt Dot zu Kimba, als es
um die Flussüberquerung geht. Dessen Antwort: "Ich weiß gar
nicht, wovor ihr solche Angst habt!"
3) In der US-Fassung sagt
Daniel zu Kimba, während er ihm den Hintern versohlt: "Hab' ich dir
nicht gesagt, du sollst dir keinen Ärger einhandeln? Ich vermute,
ihr wart nicht schlau genug, um den Bienen ihren Honig zu stehlen, du und
deine Freunde!" Kimbas Antwort: "Nein, Daniel, wir haben nicht gestohlen!
Ich rettete Dodie vor einem Löwen, und wir sind nur aus Versehen an
den Bienenstock gestoßen, ehrlich!"
4) "Du bist doch der alte
Löwe, der Dodie angegriffen hat!" sagt Kimba in der US-Fassung und
bringt die gefährliche Szene nochmals auf den Punkt. Auch im Verlauf
dieser Unterredung wird Kimba viel deutlicher, was das Töten angeht:
"Ich will, dass du mir versprichst, hier nie mehr schwächere Tiere
anzugreifen!"
5) Daniel bezeichnet Silvertail
als "renegade", was wörtlich soviel wie "Abtrünniger" heißt.
6) Frage eines Jägers:
"Hey Boss, riechst du auch, was ich rieche?" Antwort: "Ja, hier stinkt's
nach Schwefel."
7) Als sie Silvertails Rettung
besprechen, sagt Daniel zu Kimba: "Vielleicht können wir ihn durch
den unterirdischen Fluss herauskriegen. Es gibt noch einen geheimen Eingang!"
8) Gegen Ende der Episode,
wo Kimba in einer Nahaufnahme (ohne Lippenbewegungen) zu sehen ist, gibt
es in der US-Fassung keinen Text. Nur die langsam anschwellende sinfonische
Schlussmusik ist im Hintergrund zu hören.
9) Der Schlussdialog zwischen
Daniel und Kimba lautet in der Originalfassung:
Daniel: "Ich hoffe, Silvertail
wird hier bei uns ein glückliches Leben haben." Kimba: "Da bin ich
ganz sicher, Daniel, und wir werden uns auch gut um ihn kümmern."
Damit endet der Text. |
1) Die deutsche
Fassung beginnt mit der Szene, als Silberschweif den Kindern beim Spiel
zuhört.
2) Deutscher Text: "Ich glaube,
du spielst mit deinem Leben, Kimba!" Dessen Antwort: "Na komm, spiel' ein
bisschen mit!" Freie Übersetzungen dieser Art gibt es in dieser Episode
häufig.
3) Bei uns sagt Daniel: "Wer
meine Bienen nicht in Ruhe lässt und Honig stiehlt, kriegt es mit
mir persönlich zu tun!" Kimbas Antwort: "Komm, hör' doch auf,
Daniel, und spiel' nicht den wildgewordenen Familienvorstand. Wir haben
keinen Honig geklaut. Es war ein böser Zufall, glaub' mir!" Dass Daniel
hier als "Bienenvater" auftritt, wirkt wenig glaubwürdig. Dodies Rettung
wird hingegen nicht erwähnt.
4) "Du bist doch der alte
Krachmeier von heute nachmittag!" sagt der deutsche Kimba. Das hört
sich doch gleich viel harmloser an. Auch der nachfolgende Text ist zwar
flotter, aber geht deutlich am Ziel vorbei: "Na, dann schleich' doch hier
nicht 'rum, sondern melde dich! Sag 'Guten Tag', wie jedes vernünftige
Tier!"
5) In der deutschen Fassung
bezeichnet er ihn als "Räuber".
6) Bei uns sagt der Jäger:
"Hey Boss, hier stinkt's wie im Schweinestall!" Wieder eine von vielen
Stellen mit flotter deutscher Übersetzung.
7) Der deutsche Daniel sagt
zu Kimba: "Irgendwo gibt es einen geheimen Gang, aber ich muss ihn erst
suchen!" Dieser Text wirkt unpassend, weil Daniel sich in der nächsten
Szene bereits durch den Gang quetscht.
8) Hier lässt man Kimba
aus dem Off die Worte sprechen: "Wenn man die Menschen mal davon überzeugt
hat, dass mit Gewalt nichts auszurichten ist, dann sind sie eigentlich
ganz friedlich."
9) Und so lautet der Dialog
in der deutschen Fassung:
Daniel: "Na, hoffentlich
macht Silberschweif auch wirklich keine Dummheiten mehr." Kimba: "Ich glaube
schon, dass er die Sache richtig verstanden hat." Danach beendet Daniel
in seiner Rolle als Erzähler wie üblich die Episode mit einem
tiefsinnigen Spruch.
Bucky wird in der deutschen
Episode von Harry Wüstenhagen gesprochen. |
Unter-
schiede
MUSIK |
In dieser Episode
gibt es sehr wenig Originalmusik. Fast alle Kampfszenen enthalten nur Geräuscheffekte
und wirken dadurch ziemlich "leer".
1) Als die Tierkinder von
den Bienen verfolgt werden, ist nur ein bedrohliches Summen zu hören,
aber keine Musik. Dadurch wirkt das Ganze viel ernster.
2) Die Szenenfolgen der Jagd
auf Silvertail (Jäger, Schüsse, Fahrzeuge, Hunde, Rettung aus
der Höhle u.a.) haben im Original keine Musikuntermalung, sondern
nur Geräusche.
3) Als Daniel Kimba den Hintern
versohlt, gibt es - zum Glück - keine Musikbegleitung.
4) Als Pauly mit den wütenden
Tieren gegen Silvertail loszieht und Daniel überrollt wird, erklingt
eine sehr gut passende Originalmusik.
5) Bei Kimbas Kampf mit den
Hunden und bei der Evakuierung von Silvertail gibt es keine Musik. Das
gleiche gilt für die Szenen, in denen die Tiere die Jäger angreifen.
6) In der Schlussszene ist
noch einmal eine Variation über die wuchtige japanische Titelmelodie
zu hören. |
Die vorhandene
Originalmusik wurde zum Großteil übernommen. Die zum Teil sehr
langen "leeren" Szenen wurden fast komplett mit deutschen Zusatzmelodien
versehen.
1) Diese Szenen wurden mit
betont lustiger Musik unterlegt. Dadurch wirkt der Angriff der Bienen auf
den Zuschauer eher komisch als gefährlich.
2) All diese Szenen enthalten
deutsche Spannungs-Melodien, welche die Jagd auf Silberschweif noch dramatischer
machen.
3) Diese für Kimba recht
demütigende Kleinkinder-Bestrafung wird in der deutschen Fassung durch
lustige Musik noch verschlimmert.
4) Diese Musik wurde durch
eine sehr ähnlich klingende deutsche Melodie ersetzt. Hier hätte
man auch das Original beibehalten können.
5) All diese langen Szenenfolgen
wurden mit deutscher Spannungsmusik versehen, ohne die das Geschehen ausgesprochen
leer wirken würde.
6) Leider wurde diese Melodie
wieder durch eine Kombination von deutschen Standard-Schlussthemen ersetzt. |
| Fazit |
Trotz der vielen
action-geladenen Jagdszenen ist diese Folge nicht sonderlich spannend.
Sie wirkt durch die vielen Szenenwiederholungen zum Teil eher langweilig.
Paradoxerweise wirkt Kimba
in dieser von Osamu Tezuka am Schluss der Reihe vorgesehenen Episode besonders
kindlich: er albert mit den Jungtieren herum, wird durch seine Unachtsamkeit
von Bienen gestochen und auch noch von Daniel übers Knie gelegt!
Der eigentliche Held der
Geschichte ist Daniel. Er tritt vehement für Silberschweif und dessen
Schutz ein - gegen einen sonderbar herzlosen Pauly - und kümmert sich
persönlich um den Löwen. Für ihn lässt er sich sogar
überrennen.
Für Kimbas Entwicklung
ist diese Geschichte nicht besonders wichtig, da die Themen "Nächstenliebe"
oder "Schutz und Beistand für die Schwachen" bereits in anderen Episoden
behandelt wurden. Er lernt allenfalls, sich künftig von Bienenstöcken
fernzuhalten! |
|
|
|
|
|